des
Miststätte.
Vermischtes.
Ach«
land zu erwirken.
Norde?. Spaniens ist durchaus falsch, es ist kein Anzeichen von Gährung in den nöc licheu Provinzen.
nacb Nizza.
London, 15. Januar. Eine Depesche der „Times" aus Calcutta de- mentirt das Gerücht, daß die Beziehungen zwischen England und Afganistan getrübt seien.
Landesirrenanstalt.
16 Die definitive Anstellung des Reallehrers Dietz betr.
17. Die Oberhessischen Eisenbahnen betr.
Spanien.
Madrid, 14 Januar. Das Gerücht von bewaffneten Banden im
Türkei.
Konstantinopel. Ueber die neuen Judenverfolgungen in Rumänien berichtet der Secretär der anglo-jüdischen Gesellschaft in London, Ä. Löwy, auf Grund directer MitiPeilungen: In Vaslin wurden über 400 Personen verschiedenen Alters und Geschlechts auf Befehl des Präfekten von Gckatz mir nichts dir nichts aus Hans und Hof getrieben und aus dem Orte verbannt, weil das rumänische Gesetz Jud<n eo ipso als Fremde und Herumtrecher betrachtet. Manchen der Verriebenen wurde nicht einmal Zeit zur Bereitung ihres letzten Mahles gelaffen, viele mußten sich ohne Lebensmittel m den Schnee hinauswenden. Jetzt werden sie durch die Mildthätigkeit ihrer Glaubensgenossen unterhalten. Ein a.derer Fall wird aus Rimnik Sarat gemeldet. Hier ist ein Jude, welcher sieben Jrhre in der rumänischen Armee gedient bat, nach seiner Rückk.hr in die Heimath vom Orte ausgestoßen worden, ebenfalls nur weil er Jude und „Fremder' ist.
Konstantinopel, 14. Januar. Die „Agence Havas" meldet. Die letzte Mittheilunz, welche die Bevollmächtigten aus der morgigen Conferenz- Sitzung machen werden, wird ein Resum6 gemilderter Forderungen der Mächte bilden. Einige Punkte sollen selbst aufgelaffen werden — die Gensd'arm rie, das Cantonnement der türkischen Truppen und die Zweitbeuung Bulgariens würde gar nicht erwähnt werden — , die Frage der Ueberwachunzs-Commission würde unter Ansrechtbaltnng des Princips derselben in abgeschwächter Form behandelt und die dieser Commission zusteheude Controle herabg^mindert werden. Man sagt, selbst die europäische Commission solle durch eine gemischte Commission ersetzt werden. Endlich soll bezüglich der Ernennung der Gouver- • ueure die Genehmigung der Mächte blos für das erste Mal verlangt werden. Die Bevollmächtigten scheinen der Ansicht zu sein, daß diese Concessionen die : Türkei bestimmen könnten, dieser letzten Mittheilung zuzustimmen. Heute noch i werden die Bevollmächtigten Besprechungen unter sich haben und soll der Wori- . laut der Mittheilunz in obigem Sinne fortgesetzt werden. Heute versammelt - sich der türkische Minillerrath.
Lokal-Notiz.
Gießen, 16 Januar. Wir lassen nacbftebend btelaa eSorbnung der Stadt- verordneten-Sihung am Donnerstag den 18. Januar 1877, im Sihungssaale der alten Realschule folgen:
10. Gesuch des Gießener Braunsteinbergwerks wegen Verlegung eines Feldweg?.
11. Fortsitzung der Pflasterung auf dem SelterSberg.
12. Die Annahme des Eberhard Weller IV. van Wiefeck als Wiesenwarter.
13. Gesuch des Bautechnikers Stein um Bauerlaubnttz.
14. Decretur von Kasten der Feldaeschwornen. .
15. Anspruch auf Vergütung von Kasten für Verbringung eines Kranken tn »te
®rUt3P(3t„ttßart, 15. Januar. Der König erschien heute Vormittag 11 Uhr tn der Wohnung des commandirenven Generals des 13. Armee-Corps v SchwarNkoppen, um denselben zur Feier seines 50jährigen Dienst-Jubiläums zu beglückwünschen. Heule Abend findet zu Ehren des Jubilars ein Festmahl der Osficiere im Königsbau statt.
Hegerreich.
Wien, 14. Januar. Die „Polit. Corresp." schreibt aus Jasty unterm 9. Januar: Russische höhere Osficiere trafen zur Bestimmung von Etappenposten ein. Zwischen Galatz und Jasiy sind beträchtliche ProoiantvorrSth- abgelagert. Die rumänischen Behörden sind angewiesen, die russischen Jntendan- turen bei Einkäufen von Lebensmitteln zu unterstützen. Zum 20. d. Mts. sind alle Urlauber eingerufen. Es herrscht gegen diese Maßregel vielfach unter Bürgern und Bauern große Erbitterung. Aus Bukarest wird eine Commission erwartet, welche der russischen Armee beim Durchmarsch behülflich sein und das Interesse der Bevölkerung schützen soll. Für Thee, Zucker, Wäsche, ärztliche Instrumente und Charpie sind in Rußland große Summen gesammelt. Das Material soll nach Odeffa und Galatz transportirt werden.
Pesth, 13. Januar. Der ungarischen Studenten-Deputation wurde in Konstantinopel ein großartiger Empfang bereitet Es fand eine Rundfahrt im Bosporus, an dem Palast des Sultans vyrbei, statt. Letzterer stand grüßend am Fenster Die Studenten sind zu Gästen der Nation erklärt worden. Heute sind sie zu einem Banket beim Oberbefehlshaber Abdul Kerim geladen.
Hnglaud.
Fabrikanten Sigismund Bock _, m
7. Gesuch roepen Entfernung der Ruhebank auf der Schoor zwischen Wallthor und Neustadt gegenüber der Pöichel'fchen.Besitzung.
8. Beschwerde wegen Beschädigung eines Spalier- durch Hoherlegung der
9. Angebliche Beeinträchtigung städtischen EigenthumS durch Anlegung einer
London, 13. Januar. Dem Gerichtshof für Sachen des gemeinen Rechts lag heute die Civilklage gegen die Eigenthümer des deutschen Dampfe sckiffes „Franconia" auf Schadenersatz wegen Niederfahrens des britischen Schiffes „Strathclyde" vor. Die Advocaten Benjamin und Cohen führten die Verteidigung und bestritten die Zuständigkeit dieses Gerichtshofes für Vor. gange auf dem Meere, während der in solchen Angelegenheiten competente Admiralitätshof der CiviljnriSdiction entbehrt. Der Gerichtshof entschied demgemäß, daß die Civilcompetenz der englischen Tribunale des gemeinen Rechts an der Küstenlinie aufhöre, daher die Wasserzone, in welcher der Zusammenstoß stattgefunden, nicht einschließe. — Die chinesische Gesandtschaft soll nächster Tage hier eintreffen.
London, 13. Januar. Den Stambuler Telegrammen gegenüber, daß die Mächte übermorgen ein Collectiv-Ultimatum stellen werden, ist festzuhalten, daß ein derartiger gemeinsamer Schritt als unzweckmäßig durch eine andere, minder solidarische Form ersetzt werden wird, und nachdem ein Einlenken der Türkei kaum wahrscheinlich, der Abbruch der Conferenz in nächster Woche erwartet werden muß. Die Haltung Bismarck's wird von der hiesigen Preffe als vollkommen correct benrtheilt. Die „Times" findet es natürlich, daß der> entschiedenste Staatsmann Europas, Der nutzlosen Wortkämpfe müde, eine Entscheidung fordere. „Morning Post", Daily Telegraph" und „Standard" meinen, Der deutsche Reichskanzler wolle dem Kokettiren Rußlands und Frankreichs einen bedeutsamen Wink erteilen; „Standard" meint dazu, Rußland werde durch Bismarck's Haltung Krieg oder einen beschämenden Rückzug wählen muffen. „Daily News" billigt ebenfalls, daß Bismarck auf den Abschluß der Stambuler Komödie dränge. — Jgnatieff kam vorgestern vertraulich auf den früheren Vorschlag zurück, daß die britische Flotte Stambul festhalte, während ein russische- Heer die Bulgarei besetze. Doch hat ein derartiger Vorschlag, trotz der von der .Times" ihm mitgegebenen Empfehlung, keine Aussicht auf Erfolg. — Der feindselige Ton der über den indischen Kaiser-Titel spottenden russischen Preffe bleibt hier nicht unbeachtet. — Tschernajeff geht dieser Tage
schlagt wird. Die Sendboten der Social-Temokralen überbrachten mit großer Pünktlichkeit die Berichte aus den 369 Wahlbezirk n, die dann zusammengkstell- 1 und den draußen harrenden Schaaren proclamirt wurden.
__ Die Conferenz in Konstantinopel ist noch nicht beendigt. In der nächsten Sitzung will die Türkei aus Grund der Ändraffy'ichcn Note vom 30 December 1875 unterhandeln. Aber die Mächte dringen aus eine Entschei Dung. Wenn in jüngster Zeit gemeldet wird, der deutsche Gesandte träte in leinen Forderungen an die Türkei strammer auf, als selbst der russische, so bedarf dies der Aufklärung. Als man vom deutschen Reichskanzler verlangte, er solle einen Druck auf Rußland ausüben, um es zum Kriege anzutreibeir, erklärte er sehr bestimmt, daß er nicht gedenke, auf die Entschließungen Rußlands einen Druck ausüben zu wollen. Man kann also nicht glauben, daß Fürst Bismarck feinem ausgesprochenen Grundsatz untreu geworden fei, wie es doch der Fall ein würde, wenn er Rußland zum Kriege drängte, indem er sich unnachgiebiger gegen die Türkei zeigte als Rußla.-d selbst. Allerdings ist es ,ehr zu wünschen, daß die Türkei jetzt, wo die Mächte ih e ursprünglichen Forderungen sehr her- abgemäßigt haben, sich nicht halsstarrig beweise. Unnöthig t[t es aber , daß sich gewisse Blätter für die „Ehre" der Conferenz oder wie sie sagen, für die Ehre Europas so erhitzen. Wenn Rnßla id zufrieden ist, dann muß es auch Europa fein, das im Grunde mit der Conferenz nichts anderes bezweckte, als Rußland auf friedlichem Wege zufrieden zu stellen. Hier herrscht übrigens die Meinung vor, daß Rußland mit seinen Kriegsrüstungen zu weit gegangen fei, um den Degen wieder einzustecken, und die Verhandlungen wahrscheinlich nur fortsetze, weil die Jahreszeit zur Kriegführung noch nicht geeignet.
Berlin 15. Januar. In dem Befinden des Gcotzsursten Nikolaus ist ein Rückfall eingetreten, Der italienische Militär-Devöllmächtigte in Kischenew ist gestorben. Der Fleck-Typhus ist daselbst ausgebrochen.
__ Don den einzelnen Ergebnissen der Wahlen zum Reichstage, welcher insgesarnmt 397 Abgeordnete zählt, sind bis jetzt 358 bekannt. Dieselben ver teilen sich folgendermaßen: In 65 Wahlkreisen muffen engere Wahlen Ra h finden; endgültig gewählt sind: 27 Conservative 27 der deutschen Reichspar ei Anaehörige, 95 National-Liberale, 18 Mitglieder der Fortschrittspartei 89 Klerikale, 10 Social-Demokraten, 11 Polen, 6 elsäffer Autonomisten, 3 Anhänger der elsäffer Protestpartei, 7 keiner Fraktion Angehörende, darunter 3 von der
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Kirchheim, 6. Jan. „Wer Anderen eine Grube gräbt, fällt selbst btnem- Dies Sprickwart bewahr beitet sich auch bei dem Anstifter der Dynamitexplosion, indem derselbe, ein 24jähriaer Gärtner, dabei furchtbar verbrannt und fern ^viehgeselle, em 34jährtger verheiratheter Steinhauer, der Wache hielt, nicht unerheblich verletzt wurde. Der „Sckw. Merk." selbst kennzeichnet die Bewahrung der Familie Heim als ein ^wahres Wunder." Das von den Rachsüchtigen verwendete Dynamit und Pulver war einem Fuhrmann vorn Wagen weg entwendet worden. Bei solchen Ausgeburten der Boshe t darf es den „Schw. Merk" nicht wundern, wenn unsere Zuchthäuser nickt mehraus- reichen wollen und z. B. das Landesgefängniß Rottend -rg das nicht einmal für 20i Gefangene eingerichtet ist, vor einigen Tagen deren 399 veherbergte, Leute
sich Köcperverleliungen bei — Sonntafisscklagereien hatten -u Schulden kommen lassen wobei sich, wie der „Schw. Merk.' beisüqt, neuerdings das, Kompiottmaßi^ die Massenscklägerei, bemerkbar m-cht"; ferner zahlre'che „Verbrecher wider die eitt- lichkeit". Dazu kommen, da es FestunaShaft („Asperg") nicht mehr gibt, -Beamte, Studenten, Fabrikanten und Barone", kurz -Gebildete, die mit rohen Dicken zu- sanmeng'sperrt sind und die Gleichheit vor den Gesetz in einer freilich für t£r Rom- fortbebüvfnife minder angenehmen Weiie versönlick verkosten müssen- So muh! der Staat nickt nur auf Vergrößerung der Kasernen, sondern auch der Zuchthäuser siunen, da man sich nun einmal an die Verstopfung der Quellen solcher Vergehungen auf religiös-sittlichem Wege nicht ernstlich wagen will.
Frankfurt, 9. Jan. Ein Frankfurter Metzger wollte seinen beiden Ladnerinnen seine äufrtebtnbeit durch ein ftnntjeS Ch'istgeich-ns au»drück,n. Er W“ vorauf
S<imartEnbI16d)en 40 R^ichs »°rk ein und jeid^de die beiden ®olbftd>e», worauf -r sie mit vielen ankeren in den Kessel t6ai. Im Dranqe der Geschäfte °er»a« |bre löärfte unk ein Surf*e ihat sie, nachdem das gan,- Qnanium
beraus wobei die «uszeichnuna der beiden Tbristklndchen verloren ging^ Stur »u wat wurde'solches bemerkt, denn eine der beiden lÄoldwürste war schon verkauft, w°brend ^ie andere --och glücklicher Weise im Laden entdeckt wurde Der Käufer dreier kostbaren Wurst hat sich bis zur Stunde noch nicht gemeldet.
— (Rath^dienersä >el.) Der Rath der Stadt Leipzig hatte im Haushaltsplan für 1877 vorqesehen, die bisher unbewaffneten RatbSdiener mit P'^'baubem und Säbeln ,U nerfeben. Der betreffende Rathsb-schlutz wurde aber trotz der glanzenden Verthet- : Itauna seitens des Herrn Stadtratd S»liefen« und d-S Stadtverordneten Herrn r. Aani Blum mit ungeheuerer Majorität im Ltodtverordneten-Kollegium zuruckgewief . ; Di Debatte war reichan erheiternden Jnterme„os. Herr Dr Slum motivtrt«tu. S_ bie Nvtbwendiakeit des Säbel- für die Ralhsdiener mit dem Hinweis daraus dotz d^r Säbel im Interesse des Änseheus Autorität) der Rathsdiener undedmgt ersorde l,ch - Herr Gumpel hüt dagegen ein, d.fe es jur Erreichung dieses Zwecke« genu -en würde den RatbSdienern Södel ohne Klinten um,uha„g-n, und dofe der Rtt->«dt^er im sri'edsichen Verk-br- mit Marktwetbern, «kt-nbündeln, Kosten,ktieln :c. w°bl iAroer^ [teb tu die Lage kommen könnte, Menschenblut zu vergtetzen. Von anderer Sttte tou bc H?rrn Dr. Blum empfohlen, daß, wenn <llr^ufrc*ter^altunö oor Allm mst Vickelhaube unbedingt nothwendig waren, dann die Herren Stadtrathe vor All.m Schlepv'äbeln versehen werden müßten! . _ „ . her
«aldenkirchen. W'e man vernimmt, sollen tn Holland vons potenter Der energische Sckrttie gesch-ben auf Grund seines anerkannten mcdictniscken und heitl.ck^ Wenbes dem Aerztlichcn (Medicinal)-^ittrr^xtract
dop. Dr. med. Schrömbgeus in Kaldenkirchen unbefteuerten Emgang 'N ool-
1. Die Regelung des Rechnungswesens an der Realschule.
2. Die Stellung der Vorschule der Realschule zu dieser.
3. Gesuch mehrerer Bewohner des Selterswegs um Ankauf des zu der Hosratthe Schneidermeisters Georg Schomber gehörigen Gärtchens durch die Stadt.
4. Den von der Maigasse nach der Piockstratze ziehende» Fluthgraben betr.
5. Wasserableitung auf dem Seltersweg betr.
6. Wasserablauf an den Gartengrenzen der Frau Geheimrath Bansa und des


