Ausgabe 
13.4.1877
 
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gegangen

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des Krieges mehr überzeugt, als die Türkei selbst. Aleko Pascha sagt unum­wunden:die Abrüstungs-Frage wird den Krieg gebären." Man staunt in türkischen Kreisen darüber, daß die Diplomatie in dem Protokoll vom 31. Marz in dieser Beziehung eine sehr bedenkliche Lücke offengelalsen hat. Für den Fall derWiederkehr von Verwicklungen", also für den Fall, daß neue Aufstände ausbrechen sollten, oder daß die Reformen nicht schnell genug ausgeführt wür­den so bemerken ottomanifche Staatsmänner habe man eine neuerliche Verständigung unter alle» Großmächten in Aussicht genommen; allein für den viel näher liegenden und auch gefährlicheren Fall, daß sich die Pforte mit Ruß land über die Entwaffnungs-Frage nicht verständigen sollte, habe man keine europäische diplomatische Action stipulirt, und so erscheine die Türket einem russischen Angriffe preisgegeben. Im andern Falle hätte die Pforte viel leichter das Protokoll annehmen können. Uebrigens werden russischer- wie türktscher- seits auch zur Stunde die Rüstungen energisch fortgesetzt.

Wien, 10. April. Aus Konstantinopel wird gemeldet: Die Pforte verlangt eine Abänderung des Protokolls oder Bürgschaft dafür, daß Rußland nach der türkischen Abrüstung Frieden halten werde und perhorrescirt jede wei­tere Concession an Montenegro, sowie eine auswärtige Pression in der Reform- Frage. Es werden diplomatische Versuche, eine abermalige Verlängerung des Waffenstillstandes herbeizuführen, signalisirt.

Wie«, 10. April. DiePoltt. Corresp." meldet aus Petersburg vom heutigen Tage 2 Uhr Nachm.: Nach an maßgeblicher Stelle eingelangter Mel­dung aus Konstantinopel lehnt die Pforte das Protokoll, die Forderungen Montenegros und die Entsendung einer Special-Botschaft nach Petersburg ab. Diese Haltung paralysirt den im Protokoll betätigten Friedenswunsch Rußlands.

schon vor der definitiven Lösung der montenegrinischen Frage ein Delegirter Seitens der Pforte nach Petersburg gesendet werden solle.

Konstantinopel, 10. April, Mittags 12 Uhr. Die Pforte hat tele­graphische Rundschreiben an alle ihre Vertreter im Auslande versendet, von welchen die hiesigen Geschäftsträger der auswärtigen Mächte heute Abend Kennt- « erhalten. Die Pforte soll darin Bemerkungen über das Protokoll machen, ohne daffelbe absolut abzulehnen, die Erklärung Schuwalofsis bezüglich der Ab­rüstung zurückwetsen und die Entsendung eines Delegirten nach Petersburg ver­weigern. In der montenegrinischen Frage soll heute die Kammer der Deputirten zu Rathe gezogen, morgen den Montenegrinern eine definitive Antwort ertheilt werden. Eine weitere Depesche aus Konstantinopel vom heutigen Tage, Mit­tags 1 Uhr 15 Min., meldet ferner: Das Circular der Pforte lege einen besonderen Nachdruck auf den Friedenswunsch, spreche den festen Willen aus, die versprochenen Reformen auszuführen, lehne ab alle jene Protokollpunkte, die eine fremde Einmischung in innere türkische Angelegenheiten in sich saffen. Die Pforte willige blos in die Entsendung eines Delegirten nach Petersburg und wäre zur Abrüstung bereit, wenn Rußland gleichzeitig abrüsten würde. Di- Mächte möchten ihren Einfluß auf Montenegro geltend machen, damit daffelbe sich versöhnlicher zeige.

ist, auch nicht einen Schritt zurückweichen.

Türkei.

Konstantinopel, 10. April. Die Großmächte setzen ihre lungs-Versuche bei Savfet Pascha fort. Es ist in Frage gekommen,

Rußland.

Petersburg, 10. April. Die Antwort der Pforte auf die derselben zu Theil gewordene Mittheilung des Protokolls liegt hier noch nicht vor. Die dicffeitige Regierung setzte bekanntlich den 13. April als Termin fest, bis zu welchem die Pforte über die Absendung eines außerordentlichen Botschafters schlüssig werden müsse. Wenn auch die Entsendung eines solchen stattfinden sollte, dürfte dieselbe, wie die Correspondenz derAgence Russe" hervorhebt, weder in dem einen noch in dem anderen Sinne escompttrt werden, da Alles

Vermischtes.

Darmstadt, 11. April. (Post-Personal-Veränderungen). 1 Angestellt ist der Postassistent Bornträger in Darmstadt; 2. Angenommen ist al« Poftagent ber Ge- metnde-Einnehmer Merz in Nieder-Namstadt; 3. Versetzt sind: der Postsekeetär Lud­wig ftrenu Neuschäfer von Mainz nach Darmstadt und der Postassistent Nanz von Vilbel noch Friedberg im Gr. Hess.; 4 Ausgeschieden ist der Postagent Bender in Nieber-Ramstabt. _______

Abschieds-Tournee der Iran Dr. peschka-Ieutner.

Italien

Atom, 10. April. Die Polizei verhaftete am Sonntag in Pontemolle 18 Mitglieder der Internationalen, welche sich zusammenrotten wollten. Die bewaffneten Angehörigen der Internationalen, welche in der Provinz Benevento zersprengt wurden, haben sich getheilt. Ein Theil derselben unter Cafiero ist in Letino bei Piedimonte eingedrungen, besetzte das Gemeindehaus und hat das Archiv angezündet. Wie dieOpinione" mittheilt, wurde dieser Haufe zer­sprengt, viele Betheiligte, darunter Cafiero selbst, verhaftet; viele Waffen wurden confiscirt.

Konstantinopel, 10. April. DieAgence Havas" meldet: Die Geschäftsträger der Mächte erhielten heute Die Mittheilung von der Entschlle« ßung der Pforte, welche das telegraphische Rundschreiben der Pforte bestätigt und worin die Pforte verspricht, die Reformen durchzuführen, dem Protokoll aber nicht beitritt und die BeDingungen der Entwaffnung in dem zuletzt tele­graphisch angedeuteteu Sinne zurückweist. Die Pforte protestirt gegen bte Hypothese von neuen Metzeleien, welche durch die Organisirung der Gensd'ar- merie verhindert würden. Krieg oder Frieden hänge jetzt von der Art der Aufnahme des türkischen Circulars Seitens Rußlands ab. Die Kammer hat über die montenegrinische Frage in geheimer Sitzung verhandelt. Die mon­tenegrinischen Delegirten begeben sich morgen zu Savfet Pascha, ^tan spricht von einer Verlängerung des Waffenstillstandes. Die montenegrinischen Dele­girten sind jedock ohne neue Instructionen.

Der Telegraphen-Director Javer Pascha ist abgesetzt, Izzet Effendi an beffen Statt ernannt.

Konstantinopel, 11, April. DieAgence Havas" meldet vom heu­tigen Tage: Die Kammer hat mit 65 gegen 18 stimmen jede Gebiets-Ab­tretung an Montenegro verworfen. Die Situation wird in diplomatischen Kreisen als eine sehr düstere angesehen.

Amerika.

Washington, 10. April. Die Bundestruppen sind aus dem Regie- rungsgcbäude zu Columbia in Süd-Carolina zurückgezogen worden.

Unter Hinweis auf das bemnächstige Auftreten ber Frau Dr. Peschka-Leutner im hiesigen Clubsaale bringen mir folgenden Bericht desleipziger Tageblattes' vom April er. zur allgemeinen Kenntniß:

Der gefeierten Künstlerin, welche wir leider nickt mehr die unsere nennen bürten, Frau vr. Peschka-Leutner, ist jetzt nach völliger Beenbigung ihrer hiesigen Wirksamkeit von ber Direction ber Gewandhaus-Concerte eine deibe Theile gmch ehrenbe Aufmerksamkeit zu Theil geworden. Die Direction hat näinlich der schei­benden Künstlerin, welche in einer Reihe von Jahren so viel zur Verschönerung der Gewandhaus-Concerte beigetragen, ein kostbares, prachtvolles »goldenes, nut Perlen geschmückte- Armband verehrt, welches das alte Motto des Gewandhauses: Kes severa est verum gaudium trägt und in dem dasselbe begleitenden Schreiben den Gefühlen des Dankes und der Anerkennung, von welchem die Direction ertuUt ist, Ausdruck verliehen. Möchte die zugleich ausgesprochene Hoff-ung auf der- einstige Wiederkehr der jetzt uns Verlassenden in unsere Stadt nicht ohne Erfüllung

Frankreich.

Paris, 10. April. Der Prinz Napoleon hat die Versöhnung mit dem kaiserlichen Prinzen und die Reise nach London abgelehnt.

Paris, 11. April. Layard, welcher provisorisch mit der Leitung der britischen Botschaft zu Konstantinopel betraut ist, wird sich am nächsten Mon­tag in Marseille auf derAntilope" nach Konstantinopel einschiffen.

England

London, 10. April. DieTimes" äußert sich über die letzten Nach­richten aus Konstantinopel folgendermaßen: Wenn die Weigerung der Pforte, den Forderungen der Mächte und der Declaration des russischen Botschafters zu entsprechen, eine Kriegserklärung von Seiten Rußlands zur Folge haben sollte, so würde eine solche nicht gerechtfertigt erscheinen. Wenn die Pforte darein willige, einen Special-Botschafter nach Petersburg zu senden, so könne dies nur im Bewußtsein ihrer Schwäche oder in dem Glauben geschehen, daß directes Verhandeln mit dem Gegner große Vortheile bringen könne. Falls aber die Forderung Rußlands das Ehrgefühl der Pforte verletze, würden die Mächte berechtigt sein, auf Nachsicht Seitens Rußlands zu rechnen.Morning Post" fordert die Pforte zur Nachgiebigkeit auf.Standard" schreibt, die russische Declaration bezwecke nur, eine friedliche Lösung unmöglich zu machen.

Kolland.

Amsterdam, 10. April. DasHandelsblad" zeigt die Demission Bürger's, des Präsidenten der südafrikanischen Republik, an. In Antwer­pen wurde der katholische Candidat mit 500 Stimmen Mehrheit zum Senator ernannt.

bleiben." , . ..

Außer ber Schröder - Deorient ist keine Sängerin tn so hervorragender Weste als Fr. Dr. Pesch ka-Leutner von ber Gewandhaus-Direction beehrt worben und ist bas pracktvolle Armband, eigens für biese Künstlerin gefertigt, welche« einen Werth von gegen 1500 Mark repräfentirt. _______________________________

von Entschließungen abhängt, deren Träger der Abgesandte ist. Jedenfalls wird Rußland, das bis jetzt an die äußerste Grenze der Nachgiebigkeit

Literarisches.

Die neueste Nummer der Jllustrirte» Frauen-Zeitung (vierteljährlicher Abonne- mentsprei« JL 2.50 enthält: I- Die Moden-Nummer (11): Moderne Promenaden- und Gesellschaft«:Toiletten, ausgeschnittene unb hohe Prinzeßroben, letztere auch für junge Mädchen; Paletots unb Frübjahrsmäntel, Hüte, Hanbschuhe. Cravaten, Cravaten- schleife«, Schürzen, Fächerschnüre, Fächer mit gestrickter Bekleidung "nd Kasten mit jNfllertt. Anzüge, Jäckchen und Hüte für kleine Mädchen. verschiedene Wäsche- Gegenstände für eine Ausstattung mit Bändern umbunden, gesticktes Handtuch nebst passenden Bordüren in Krcuzstichstickerei, Deckchen aus Jaoa-Cinavar. Careau und Spitzen zu Bettdecken, Arbeitskorb, Monogramme, gehäkelte und gestickte Spitzen. Ostereier altz Bonbonnieren rc. ic., mit 82 Abbildungen. II. Die Unterbaltungs-Num- mer (12): Luise Hensel. Von Marie Giese. Auf der Pußta. Von Adolf Dux. Aus der Frauenwelt. 3. Von Robert Schmeichel. Am goldnen Horm Don Nuredin Aga. 3 Kleidung und Mode. Verschiedenes: Literarisches rc. Wirtbschaftuches. Oster-Eierspeisen. Briefmappe. Frauen-Gedenktage. Ferner lolgende Illustrationen. Luise Hensel. Nach einer Handzeichnung von W'lhelm Hensel. - P'Aedied aus »er Pußta. von Paul Böhm. Aus der Frauenwelt. Von Erdmann Wagner.

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Lokal-Notiz.

Gießen, 12. April. Wir lassen nachstehend das Protokoll der Tagesordnung der Stadtvcrordnetensitzung vom 29. März folgen:

Nach Eröffnung ber Sitzung widmete ber Großh Bürgermeister bem Anbeuten Sr. Großherzoglichen Hoheit bes Derftorbenea Prinzen Karl von Hessen einige Worte, worauf sich die Stadtverordneten-Versammlung, um bas Anbenken des Verstorbenen zu ehren unb als Ausbrnck des Beileids für die gesammte Großherzogliche Familie von ihren Sitzen erhob. Sodann wurde der Erlaß einer Beileidsadresse an L>e. König­liche Hoheit den Großherzog noch vorgelegtem Entwurf beschlossen, dieselbe sofort aus­gefertigt, unterschrieben und abgesendet.

Als Tagesordnung fanden folgende Gegenstände ihre Erledigung.

1. Die Pläne zu den oorgelegten Baugesuchen der Herren Heinrich Bruch­häuser, Maschinentechniker C. Brandes, Maurermeister Christian Hau dach, Metzgermeister Otto Luit, Gastwirtb Jo Hannes Spies, WilhelmVogt, Georg Volk, Ludwig Plank und Christoph Reinhardt fanden Billigung und wurde sich für Befürwortung der Gesuche ausgesprochen.

2. Gegen etn Gesuch ber Herren Bauunternehmer L. u- A. Petri um Erlaub- niß zur Erbauung von 2 Wohnhäusern an bie Plock^straße soll sich so lange erklärt werben, als mit bem Besitzer bes ehemals Rumpf'schen Hauses Herrn Julius Bach wegen Beseitigung seines in bie Plocksstraße einspringenben Nebenhauses keine Ver- stänbigung erzielt ist. (Siehe Beschluß ber Stabtv.-Versammlung vom 1. März c. in Nr. 64 bes Gießener Anzeigers.)

3. Herr Wilhelm Köber VI hat um seine Wiese an ber Marburger Straße eine Einfriedigung ohne Erlaubniß herstellen lassen. Auf bas nun zur Vorlage ge­kommene Gesuch wirb bie vorläufige Belassung ber Einzäunung genehmigt

4. Unter ber Bebingung, daß Philipp Rothenhaus I. von Wieseck die Kosten ber nöthig roerbenben Versenkung von Grenzsteinen übernimmt, soll bie von dem Bittsteller nachgesuchte Anlegung einer Sandgrube auf seinem Acker in der Heuer Gemarkung gestattet werben.

5. Zur Ausführung ber zu 2020 JL veranschlagten Arbeiten zur Herstellung von Trottoirs am Neustädterthor wirb Genehmigung ertheilt, dagegen wurde da« Ge­such des Herrn Gastwirths Christian Jungblut, die seitherige Durchfahrt zwischen Eisenbahndamm und dem Thorhautz nach der Promenade hin ,u belassen, abgelehnt, weil dies durch bie Anlegung von erhöhten Trottoirs daselbst nicht mehr möglick erschemt.

6. An dem für 1877 als Beitrag zur Kreiskasse vorgesehenen Credit fehlen zur Bestreitung des nun nöthigen Bedürfnisses 147 jl 7 H, wofür bie Mittel zu Lasten ber Überschüsse bewilligt werben.

7. Der abgeschlossene Accord über ben Ankauf von 138 Lmbenbäumcken au8 der Hand für den Preis von 2 pro Stück zur Bepflanzung der Schooren, wird ge- nehmigt. ^Enehmigt wird bie Auffüllung des von ber Baubeputation al« nöthig er­kannte Strecke bes Hammwegs. __

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