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büße erlitten hat. Laut Nachrichten aus Petersburg wünscht Rußland seine Thätigkeit nicht von jener der übrigen Mächte zu trennen. Ist die jetzige Lage - so beschaffen, so berechtigt sie zu dem Schluffe, daß sie nicht mehr die Gefahr unvorhergesehener Verwicklungen zeigt und die Erhaltung des allgemeinen Frie­dens mehr Aussicht har. Bei den Befürchtungen und Interessen, die uns der Frankfurter Friede vermacht hat, waren wir seit einem Jahre in der Oriente lischen Frage weniger genöthigt, die Pforte zu unterstützen oder zu hchen, als

Evkal-Atotiz.

" 2ar,uar. Die gestrige R.-ichstagswah war wohl die erste, wo man h.m n^mH^nUPjerkeD,< -"thcrigen Wahlen konnten wohl bet bcr «^tzeu Menge unserer Bevölkerung nicht viel heißen. Es wählten in Ließen etwas über 5O0/0 btr Wahll>erechtt. ten und erhielten Jrrthnm Vorbehalten, ir- Gießen: o R u b enau 996,Li e bk n echt 357, >gtmmer34 ÜÄ ^ousang 2 S'i.nmen. Zn N.dda erhielt: v. Rabenau 278, Zimmer 1

0 Summen, Hungen r o. R ab en au 174, Zimmer 12 Lieb- knecht 0 Stimmen, Grunberg, o. R abena u 280, Zimmer 12, Liebknecht 12 öHmmen Grov Buseck r o.Nabenau 274, Zimmer 0 ßtebf n tcb t 9SnmLn In W.eseck erhielt v. Ra den au 101 und L ie b k n e ch t'121 Stimmen. St,mmen*

Landwirthfchaftliches.

Hand - und Eöpeldreschmaschinen.

(Von A. Wüst in Lengerke's landw. Kalepder 1877.)

h1Ucn «,cr verschieden en Getreidrarten vom Stroh und Kaff zu trennen, » in Deut.chland des Dreschflegels und nur in wenigen

* X S , n'-7[f d1' D?n TUe.en gezogen wurden.

wenn man ml? ebr nnftre"6cnb und erfordert viel Raum und viele Leute, sucht die in kurzer Zeit dreschen muß, man hat deswegen ütr=

bre4en fl?« h "tt Maschinen auszuführen, welche nicht nur lascher und reiner tbeil bt'pfpn heb b,m iyle0c mosHd) ist, fonnern namentlich auch den großen Vor­wenden kann b Lnib;e o-el billigeren Kräfte der Thiers oder des Dampfe« ver- Kavital auf W/nfrfOn»? bcn ®atlern' welche nur wenige Zugtbiere haben und wenig ,b.__ _ L? ueuiMi^n ro,:r n, oas Maschu^ndreschen zu ermöglichen,

Vermischtes.

?a3,ubct b?" Jubelfeste dem Kaiser Namens der verab- sch.edetcn Milua.s durch beu General der Infanterie a. D- Herwartd v Biltenfeld 1 überreichte ,altdeut,che Schwert" ist, wie die R. Pr. Ztg. mittheilt,angefertigt m der ber HofiGoldschmiede Sy und^ Wagner °rmals Hassauer.chen Fabrik), em Kunst- und Meisterwerk, das in Entwurf wie >ubilaV^ anschlietzt, der zwanzig Jaiire zuvor dem fürstlichen

Q^ÖUrratft ^On 5 Magner, die Modelle von Prof.

' r unrb Zacharias. D e Ornamente des Schwertgriffes uns f üheren altd-mchen Stils, etwa in dem des 13 Jahrhunderts ge- h?oa<ltfn bestudet sich auf beiden Seiten das Auge Gottes, stedt

den auf den beiden Seiten des Griffe angebrachten Figuren, der Lorussta und der Germania. An den Enden der 93ariiftanne fihrn in MedEvns die vier Eardinaltugenden, nämlich: die Stärke mit der Keule und dem Liter, die Gerechtigkeit mit Wage und Schwert, die Beharrlichkeit mit brr Mauer C*rocn o akuf bcr Scheide befindet sich in Emailleder preußische ^dler und reiche durchbrochene Lorbeero.namente auf rothem Sammt- Die Klmac ist ®k?a^n;mnb Gefechtsnamen, welchen Se. Majestät bcigewohnt, C Uebergang über den Rhein 1. Janu ir 1814.

Ächlacht bei Brimne 1. Februar 1814. Schlacht bei RoSnay 2 Februar 1814 Arcrs- c.2? mnb $ ^814. Gefecht bei La Füre Champ.noise 25 März 1814

®in*U0 Paris 31 März 1814. Gefecht bei Kirchheim- Alanden 14. Juni 1849 Entsatz von Landau 16. Juni 1849. Ueber^ana über den .Kbcin bei Germersheim 20 Juni 1849 Gefecht bet L'ppftadt 23. Juni 1849. Gefecht bei Durlach 25. Juni 1849. Gefecht bu Biscbweiler 29 ^nni ikiq m cto

9' P?!a^rung und Capirulation bet Rastatt 19.23. Juni 1849. S r,!?! ,dh1»2 rt^U n - e'cbIa^t bei Köntggrätz 3. Juli 1866. Schlacht b ^^vnv^lle 16. Äuguit 1870 Schlacht bei Graoelotte 18. A lgu t 1870.

August 1870. Schlacht bei Sedan 1. Septe aber 1870. Ausfall bet Malina |on 8. October 1870. Ausfall bei N lliers und ff mmnUn« hei fcrA.ih .,,»* fRAitÄ'nni 4q (v.3, ara0 19 Januar 1871. Ausfall 10U,b-.Uni> d°u« v->l 19 Januar 1871. Einzug in Pari« 2. März 1871 £>a$ Schwert ist in massivem Gold ausg füh t, eben so Die Scheide und der kelten- arlige breite Gülte, in besten Gliedern der Drache, vom Speer des heiligen Georg ?nn\b0£r Mnt an^eb.ra0«^. Die Strahlen des GotteSauzes sind in Bnl? lauten, der Hintergrund für die Figuren ist in blauer Emaille ausgeführt.

, Ätrd)9cim a. T., 6. Jan. Ein Verbrechen der fluchivürdigsten Art versebt unsere Stadt tu die Kroiste Aufregung. Heute Morgen zwischen 3 und 4 Uhr wurde fJriren"^ß?U3 ,bc5 ^crrn Sladtschuitdeißen Heim in die Luft zu spr.n^en. Der teufl'che Anschlag geling nur zu gut. Das Bild der Zetstöruna spottet ftfinbt?C^ftCnVtUn9^ mrC1 ^ohngelasse des Erdgeschosses jomie die Küche ft in ooll- niÄ xS£ro0^neV/ ? Perlouen, retteten nur das nackte Leden und ks ist

»?il?er 8U brachten, das kein Menschenleben verloren ging, ja daß nicht eine einzige Person auch nur beschädigt wurde, da gerade Die Schlafzimmer von betroffen worden und die darin Schlafend n von Schutt und Trümmern vollständig bedeckt waren. Die Entrüstung üier b.ese verabscheuungswürdige Thai ist allgemein. Die bürgerlichen Collegien sprachen durch eine Deputation dem schwer Ätabtooritanb sogleich das allgemeine Bedauern aus und theilten ihm Den »u 'tf .Öenf Ä »Hlb-DeutenDen öauauiroanb auf die Gemeindekasse zu übcr- nchmen, sowie am Entdeckltng der Thäter eine Belohnung von 500 Mark auszusetzen. H^^nhpUlAnerh®tCUtC an c?-fat auf9'funb2ne ^üte, foroie eine in einiger Entfernung hnfhmfl impi,rr°nn>!s*?C,tC U)r kührten noch Vormittags zur alsbaldigen Ver­haftung zweier verdächtiger ©ubjecte. (St.-A.)

,niI ~ einemder fashionabelsten Berliner Restaurants, dessen

S,crtn Reichhaltigke!t htnter der Weinkarte nicht zurücksteht, erschien vor einigen

mehrfache fatale Rencontres bekannt gewordene Prinz P. und ließ mh blc Speisekarte reichen. Rachdem er dlcselbe überflogen, gab er sie

Md)?fibrTr ^in11^-^ 2ßl r^Cbt5?4ft j< häßlich l- - Em an einem Rachbar- L » » nCnbClk e AC Vl^en ^aPQ3 slch erfreuender Student nahm gleich daraus falls Spchekarte aus der Hand, ftuairte dieselbe und legte sie dann eben!

cv bem ^dner bemerkte:Weller nichts? ist ji gräßlich!- 2Büt9enb erhob sich letzt der ersterwähnte Gast und rief Dem Musensohne zu'Wie k°nncn sie sich unterstehen mich zu vopiren? Ich bin der Prmz P - - Ohne aufku- stehen, velsetzte der Angeredc-le gelassen:Me ter nichts? Ist ja gräßlich!-

fflnrr 9'ni/kCT,n ®nöiau,ö:v ltatt nach Calais nach Görlitz ka n, das erzählt der ÄÄntr^!°r3*nbertma^: An ^nl0C cmer sehr heiteren Verwechselung hat ein reicher Stadt kennen gelernt. Dieser Sohn Alb ons hakte einige rn f s?. dem billigen Dmlswland" verlebt un) wollte nut von D csden aus auf dem kürjesten Wege seiner Jnselheimath zufahren. Er verlangte deßbalb auf dem LVJaZ? Bahnhofe ein A'^t n,ch Calais, spricht aber, wie Englä ider nun einmal zu hnrf/h? « !-C0Cn<n .,Kallis"; der Schalterbeamte, in dessen Geographie-

r^b^rttge Namensoerstmnmelungen nich.- verzeichnet waren unö der noch dazu als ..oUdlutsachte das harte G für em weiches K. hört ve steht mcht ande-g alsGörlitz^ und stempelt ein Billet Dresden Görlitz ab. Der Engländer wunderte sich nun wohl, 4Q1 >TDf°ßn °SYK cr 1 ^sker Classe fährt, auf seine Fünfhundertmark - Note

491 Mk. 60 Pf. znvuckerhalt, indessen, denkt er, in Deutschland ist ja alle- billig und , .en Portier, wo der Zug nach ,Källis- steht, wird prompt hingewiesen und besteigt stm Coup« I Classe, nachdem ihm auch der Schaffner noch auf seine -Kallts?' bejahend geantwortet bat. »JUd) 2i/2ftünbiger Fah^t hält der Rüg a!sn?rarn,s nnJr?fC/ bai* §onp6 des Engländers wird mit dem Rufe geöffnet: Görlitz, Alles anssteigen! Nun ist aber sein Erstaunen grenzenlos: er wehrt sich, |ü gut 'n Deutsch und feine Pantomimen es gestatten, gegen die Zumuthung schon letzt in5?aUi9 zu letn und aussteigen zu müssen; es hilft aber Alles nichts, er muß binau« und mit dem verzweifelten Ruse;Who speaks Eaglish here ? rennt er den Perron nuf und ab, bis eine rettende Stimme antwortet:What do you want, Sir

' k Englisch iprccheni'en Rettungsengel Alles und nachdem dieser mit einiaer Müde den Jcrtonm aufg.klärt, kehrt die nationale Rahe des Engländers bald zurück, ~ in fein Geschick, labet den unbekannten Rettungsengel zu einem

FiUhstück em, holt dann seinen ,'öäbefer" vor, schlägt Seite 148 ,Görlitz" auf, nimmt eine Droschke 1. Classe, fahrt alle in dem rothen Cicerone angegebenen Sehinswüroig- retten ab, ket-rt dann nach dem Bahnhofe und von da mit dem nächsten ^uge nach Lneeden zinück, um nun nach d m unireiwilligen Abstecher seinem eigentlichen Atele zuzusteuern.

Hrncriü«.

welche9jßhfbWon temoFrati^EI1 Meetinqs.

floaten abgchalt.n murbTi, rir ' tC" a"b,ren Städten der N°rd-

die Berific.ition der Präsidenten Wahl hen'^Viben'T"1'"'V'*' Crfldrf- ba6 He, der Präsident ber »eretni^en StaLen aber n^r^C°"g"ss-s zu- zu entscheiden. 8 ® ' abcr n,^t befugt sei, die Frage

tzugtcm-.

Lvndvn, 8. Januar. Nach kurzer Pause bat ein neuer aabaliender Regenguß, verbunden nut heftigem Wind unsere Insel heimgesuchu Die Fo'. £ « m. D»'ch «4«.. ®i.rS'

nf ft , -io London selbst nicht wieder ausgetreten, aber oberhalb Londons stebt viel Land unter Wasser. Weit erheblicher ist der Schaden in gelegenen Grafschaften Yorkshire, Noliingbamshlre, Derbysbire ir euräÄSwti' rrZ-Lr »-sH »rarste, »

SBafferg bte Arbeit einsielleti muffen, und es sind Tausende von 'Irfvitprn hi

SffiÄTÜ11'"J WTÄK äWäB«

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einen allgemeinen Zusammenstoß zu verhindern. Frankreich har den einzigen Wunsch, rings um sich den Frieden befestigt zu sehen. Die Balkan-Frage schien einen Bruch zwischen England und Rußland Hervorrufen zu wollen, so daß wir für den allgemeinen Frieden zu bangen anfingen. Ab.r heute stehen diese beiden Staaten einer Verständigung weit näher als einem Bruch; und wenn jeder guten Willen bewahrt, so werden sie vollständig einig bleiben, da sie keinen Krieg wollen. Daher ist die Austragung der orientalischen Frage nach Konstantinopel übertragen worden; das übrige Europa wollte in dem Wunsche, den Frieden zu befestigen, weiter gehen und die Türken mit ihren christlichen Untertanen versöhnen und wenigstens für einige Zeit den Conflicten Einhalt gebieten, die ihm großen Schaden thun. Die Haltung der Pforte läßt übrigens Zweifel über die Ausführung des europäischen Projects gelten. Durch den Willen des Reformators, den der Sultan an die Spitze der 93er- lvaltung gesetzt fyat, gibt es in Konstantinopel keinen Raum mehr für solche Reformen, es sei denn für einen loyalen Versuch mit einer parlamentarischen Verfassung. Aber in diesem Falle würde die Conferenz immerhin das endgül­tige Ergebniß gehabt haben, daß sie Europa verhindert hätte, für oder gegen die Türkei loszuschlagen."

PariH, 9. Jmuar. Nach einer Mittheilung derLiberte" aus Kon­stantinopel hat in der gestrigen Sitzung der Conferenz, nachdem Edhem Pascha die durch die Verfaffung geschaffene neue Lage hervorgchoben, der französische Bevollmächtigte Chaudordy die von Corti und Salisbury vorgebrachten Gründe unterstützt, dabei jedoch gerathen, die Gegenvorschläge der Türkei in Betracht zu beziehen. DerMoniteur" wagt in Betreff des etwaigen Ergebnisses ber Conferenz nur die Bemerkung, daß die Aussichten besser sein müßten, wenn sie als glücklich bezeichnet werden sollten. Eine Stambuler Depesche vom gestrigen Abend lautet:Die Pforte wird keine weiteren Zugeständniffe machen, da sie Alles, was sie konnte, bewilligt hat. Es ist die Rede von einer Proklamation beä Sultans an die Freiwilligen, worin der Sultan erklärt, er werde sich an il^re Spitze stellen, w.'nn der Augenblick gekommen sei. Wie es hier in Kon­stantinopel heißt, hat der deutsche Bevollmächtigte gleichfalls Weisung erhalten, zur Fortsetzung der Conserenz-Verhandlungen mitzuwirken. Die französischen Bevollmächtigten haben dieselbe Weisung. Auch Rußland wünscht, wie ver­sichert wirdim Stillen die Fortsetzung der Verhandlungen. Der rumänische Abgeiaadte überreichte der Conferenz gestern in einer Note einen Protest gegen bie mißliebigen Artikel der türkischen Verfassung in Betreff Rumäniens."

Paris, 9. Januar. Die französitchen Bischöfe laffen sich nicht stören, sie treiben Politik und die. Eröffnung der Session für 1877 wird zu Hirten briefen benutzt, in denen für reactionäre Zwecke gewühlt wird. So redet der Erzbischof von Toulouse von dcn Gefahren, welchedie heiligsten Interessen unseres theuren Landes laufen können; man darf sich nicht verschweigen, daß die gegenwärtige Stunde eine Stunde der Krisis ist." Denn, gibt er zu ver­stehen, die Gebete müssen nicht den ganzen Versammlungen, sondern nur den- lenigen Mitgliedern, welche Gott ihre demüthigen Bitten vorbringen werden, zit Gute kommen! Der Bischof von Montpellier nennt die bestehenden Staats- Emrichtungen und die bestehende Regierungunser gegenwärtiges Chaos" ; man muffe nicht- für dessen Dauer beten,man müsse beten, damit eines Tiges em höherer Zustand aus ihm heroorgehe!"Welche traurige Figur', meint

wird nach diesen Worten das der Form wegen vom Bischöfe von Montpellier vor geschriebene Domino salvam fac rem publicam machen !"

Versailles, 9. Januar. Die Deputirteu-Kammer wählte Grevy mit von 340 stimmen wieder zum Präsidenten, die früheren Vice-Präsidenten und eecreitfre wurden gleichfalls wiedergewählt. Der Senat wählt morgen sein Bureau. 7 ö

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