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wurden auch Handdresch uaschsnen gebaut, bei welchen -mar immer noch die theure Handaibett Verwendung findet, aber tn einer anderen Form, die Nlöglicherweise eine -ft-gere Verwendung derselben zuläßt- Es läßt sich nur" durch vergleichende Versuche siche-, darkhun, daß die Handarbeit an der Maschine besser vermwihet robb als beim Flegeldreschrn, und solche Versuche sprechen auch zu Gunsten der Handdreschmaschi.ien, aber es ließe sich auch direct, wenn auch nicht ganz so üderzeugend, zeigen, daß be der Maschinen«'beit me&r von her ganz.», Arbeit des Mannes zum Dreschen verwendet werden kann, als beim Flegeldieschen.

Es bat also die Handdreschmaschine ihre voll: Berechtigung, aber nicht nur weil her Monn an derselben 'mehr leisten kann, als mit dein Flegel, sondern namentlich auch weil man etwa 5 Prozent mehr Körner bekommt, als beim Handdiusch, und weil man uugcüdte Leute verwenden kann. Für die Handdreschmaschincn können der kleinen Triebkraft wegen auch nur schmale Maschinen zur Anwendung komme--, und es hat sich gezeigt, daß sib für die verwendbaren geringen Umgangsgeschroindipkeiten die Stiftentrommeln ganz besonders gut eignen, welche das Getreide, wie es scheint, mehr ausstreiien, als ausschlagen und offenbar leichter arbeiten, als Maschinen mit Schlog- leiflen. Statt Stiftentrommelli und entsprechenden Dreschkörben kann man auch Schlagleistcn in her Trommel und im Korbe anwenden, wenn man sie mit großen Zähnen verficht, welche bann ganz ähnlich arbeiten, rote die Stiften an den Stiften- trommeln. Zwei Mann an brr Kurbel genügen, um eine derartige Handdreschmaschine zu treiben; es ist aber gut, w.-nn bie Leute abwechselnd drehen und die anderen Ar^ beiten beim Dreschen besorgen, weil bann die Leistung der Maschine größ-i ausfällt. Wenn man sechs P rioneu zur Bedienung hat, kann man im Tage ungefähr 3000 Klgr. Garben dreschen, und es wird sich die Leistung bet gleichem Kraftaufwand um so höher stellen, je besser eingelegt wird, weil schlechtes Einlegen nicht nur zum Zerreißen des Stroh--- beiträgt, sondern auch viel mehr Kraft in Anspuch nimmt.

Wo man zwischen Hand- und Göpelbreschen die Wahl hat, ist letzteres unbedingt vorzuziehen, weil man nickt nur eine größere Tagesleistung erzielen, sondern auch wesentlich billiger arbeiten kann.

In D'.utschland und Oesterreich werden alljährlich Tausende solcher Handdresch- maschinen gebaut, die man auch ohne wesentliche Aendeiung zum Göpeldreschen ver­wenden kann Wegen der größeren verfügbaren Kraft pflegt man aber bann noch einen Strohschüttler an die Maschine anzufügen.

Die Göpeldreschmaschinen sind entweder Lang- oder Breitdreschmaschinen, je nachdem man Werth auf die Erhaltung des Strohes Lßt ober nicht, unb je nach: dem man wenige ober viele Zugthiere anspannen fann.

Die Langbreschnraschinen werben mit Stiften oder mit Schlagleistengebaut unb häufig mit Strohschüttlern unb sogar mit einem Schüttelsiebe versehen.

Man baut biefe Maschinen je nach ber verwendeten Göpelconstruction ganz mit Mäderübersetzuug ober mit Nicrnenbetrieb.

Bei ben Stiftenmaschinen wendet man gewöhnlich nur aerinqe Breiten an, weil bei größeren Breiten das richtige Einlegen sehr erschwert unb bann das Stroh beschä­digt wirb. Gebr. Klemm in Eckernförde bauen jedoch vierpferdige Maschinen von einem Meter Trommelweite, wenden aber Spciseroalzen an, welche nickt nur das Ge­treide richtig zrfführen, sondern es namentlich auch etwas fisthalien, damit die Stiften bei weiter Stellung, also leichtem Gange der Maschine, doch die Körner leicht aus- ftreifen können. Bei diesen Klemm'schen Langdrcsch - Maschinen soll das Stroh so wenig beschädigt werden, daß es so gut wie mit dem Flegel gedroschenes zur Dach deckung Verwendung finden könne. Vor zehn Jahren gehörten die damals in Amerika schon sehr verbreiteten Stiftengöpelbrefchmasckinen in Deutschland zu ben Seltenheiten, aber jetzt werben sie in kleinen Wirihschasten in großer Zadl zur Anwendung gebracht, zwar einzig und allein, weil man ihnen überall sehr große Leistung bei geringer Trieb: Traft nochrühmt

Beim Brcitdrcschen können nur Dreschtrommeln mit Schlogleisten Verwendung finden. Die Breitdreschmaschinen werden nickt nur häufig mit Strohschüttlern unb Kaffsieben angewandt, sondern einige Fabrikanten gehen sogar so weit, daß sie, wie Eckert unb besonder- bas Bergedorfer Eisenwerk sogar ein Gebläse an- roenben unb das reine Getreide in zwei Sorten liefern. Die Leistungen dieser Maschine werden sehr hoch angegeben, und sie sind jedenfalls für viele Wirthschaften febr zu annMi MMPnaaaaMaMGaFcwwniiiiiiib nBEaEapaaKasBpg?w..rM.Wi,iM >' jn

empfehlen, sobald vollständig festsieht, daß die wechselnde Geschwindigkeit der «ug- threre feinen zu ungünstigen Einfluß auf die Stärke des Gebläsewindes unb bamit auf bie Reinigung des Getreides hat. Die Ansichten sind über diesen Punkt noch nicht anz geklart, beim währens man in gewissen Gegenden die Göpeldreschmaschinen sehr rühmt, hort man auch von anderen, daß sie nicht mehr beliebt seien, wobei natürlich tn beiden Fällen ebensoviel auf die Zugthiere wie auf die Maschinen selbst ankommt.

Die Göpel, welch man vorwiegend zum Dreschen verwendet, sind in sofern zum proben Tbeile veilusserungsfähig, als man durch genauere Ausführung ihren Nutzeffect vergrößern unb manche jetzt vorkommenden Brüche vermeiden könnte.

Im Allgemeinen geht aber das Bestreben ber Fabrikanten nicht auf möglichst vollkommene Ausführung, sondern man sucht sich gegen bie Brüche auf allerlei Weisen zu sichern, was auch bei der allervorzüglichsten Ausführung noch zu empfehlen ist. Zu den besten Schutzmitteln gegen Brüche, welche Folgen ber auftretenben Stöße und ntdit der ungenauen Arbeit finb, zählt die Verwendung eines Riemens vom Göpel nach der Arbeitsmaschine unb bie Anwendung von Pferbesckonern an ben Zugbäumen. Die Riemenübertragung verhindert durch das Gleiten des Riemens bas Entstehen von Stößen in ber Arbeitsmaschine, roenn bie Zuathtere rasch anziehen: bie Stöße im Göpel selbst, welche aus derselben Ursache entspringen, heben federnde Zughaken, welche man am bequemsten als Pfe-beschomr von Febrmann oder Schwank nnroenbet, ziemlich vollständig auf, und namentlich an Göp'ln ohne alle Riemen sollten ganz unbedingt Pferdeschoner verwendet werden, deren Kosten deswegen kaum in Betracht kommen, weil man sic auch zu allen anderen Arbeiten der Pferde mit großem Vor­theile verwendet.

Man hat zur Zeit außer den alten liegenden Göpeln der verschiedensten Con- struction und ben häufig sehr schwer gehenden Eylinbergöpeln namentlich noch bir Säulengöpel unb neuerbings auch bie Schraubenradgöpel. Die Säulengöpel, ober nach ihrem Erfinder auch Pinet'schen Göpel, geben die Kraft nicht durch eine am ' Boden liegende Welle ab, sondern durch eine stehende Welle in einer Säule unb einen Riemen, welcher von da über ben Köpfen ber Thiere nach ber Arbeitsmaschine führt. Wenn bie Riemenscheibe am oberen Enbe ber Säule auf ber ftebenben W lle selbst sitzt, und ber Riemen halb geschränkl sein muß, so wirb bas Aufftellen des Göpels etwas schwierig, man pflegt deswegen für transportable Göpel oben auf ber Säule noch eine horizontale, durch Kegelräder verbundene Welle anzubringen, unb auf biefe erst bie Riemenscheibe zu setzen, so daß man mit einem offenen Riemen arbeiten kann unb keinerlei Schwierigkeiten mit der Ausstellung hat. Die tranSportabeln Säulengöpel kann man überdies auf einem Wagen montiren, auf welchem sie auch während ber Arbeit stehen bleiben können, woburch bas mühsame Auf- und Ablaben, bas bei gewöhnlichen Göpeln auch manchmal Brüche veranlaßt, gänzlich vermieden wird- Uni bie liegenden Göpel leichter auf- und abladen zu können, hat man auch allerlei recht zweckmäßiae Vorrichtungen erdacht, bie aber immer noch viel mehr Zeit und Arbeit beim Aufftellen erfordern, als bie fahrbaren Säulengöpel.

In den letzten Jahren würben von verschiedenen Seite» Versuche gemacht. dir außerordentlich einfachen Schraubrnradqöpel, bei welchen man nie mehr als ein Rad und eme Schraube verwendet, einzuführen. Diese Göpel sind nicht neu, aber sie konn­ten sich früher ihrer großen Reibungsverluste wegen nicht halten, welche auch bie rasche Abnutzung Der Schraube unb des Zahnrades nach sich zogen. Um bie Reibung zu perminbmi, machte man an bas Rad statt fester Zahne kleine Rollen; es zeigte sich aber bald, daß man solche Göpel bei mäßigen Größen ber Theile nicht stark genug machen konnte, unb baß sich hie amtlichen Zapfen ber Rollen sehr halb verbogen, theilweise abbrachen unb bann schwer zu ersetzen waren, weil bie genaue Einhaltung der Theilung auch an den neuen Rollen bas Biegen ber Zapfen nöthig machte.

Den jetzt gebräuchlichen Schraubengöpeln wirb neben großer Festigkeit unb Ein­fachheit auch von manchen Seiten sehr leichter Gang unb geringe Abnutzung nach­gerühmt. Genaue Versuche über ben Nutzeffect liegen nicht vor, dagegen ergaben genaue Versuche mit 9 verschiedenen, gut ausgeführten englischen Göpeln ben Ai beits- veclust durch bie Reibung im Mittel zu 27 Procent, so daß also von ber Arbeit ber Pferde nur ungefähr % auf die Dreschmaschine übertragen werden- Daraus erklärt sich auch, daß die Kraft eines Pferdes, wie sie vom Göpel an die Maschine abgegeben wird, nur ungefähr eine halbe Dampfpferdekraft beträgt-

Allgemeiner Anzeiger-

Aersteigcrungen.

Versteigerung

von Straßen-Unterhaltungsarbeiten.

Montag den 15. l. Mts., von Vorm. 9 Uhr an, sollen auf dem hiesigen Rathhause bie zur Pflaster- unb Straßer Unterhaltung für das Jahr 1877 erforderlichen Steinlieferungen, Fuhrlcistungen, Steinschlagelöhne unb Handarbeiten öffentlich versteigert werden.

Gießen, am 9. Januar 1877. (170

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

A. B r a m m.

Holzversteigemng.

Montag den 15. u. Dienstag den 16. d. M. soll in dem Stadtwald zu Hungen nachver- zeichnetes Bau- unb Werkholz zur Versteige­rung gebracht werben:

Montag den 15. Januar im District Hubbach:

800 Fichtenstämme von 1434 Centimtr. Durchmesser und 522 Mtr. Länge,

400 Fichtenstangen von 814 Centimtr. Durchmesser unb 512 Mtr. Länge.

Dienstag ben 16. Januar im District Steinkaute:

13 Eichenstämme von 1528 Centimtr. Durchmesser unb 410 Mtr. Länge,

600 Kiefernstämme von 1230 Centimtr. Durchmesser unb 520 Mtr. Länge.

Der Anfang der Versteigerung ist j.-bes- mal Morgens 10 Uhr in ben oben bezeichn neten Districlen.

Hungen, den 8. Januar 1877. (169

Grsßherzogliche Bürgermeisterei Hungen.

»Bender.

Erdanfuhr und Planir- arbeit.

Samstag den 13. Januar, Vormittags 10 Uhr, soll auf dem Bauplatz des neuen Gymna­siums dahier bie Lieferung unb Planiruna von 1410 Cub. - Meter Erbe, veranschlagt zu 2256 M., an ben Wcntgstnehmenden ver­steigert werden.

Gießen, am 9. Januar 1877. (171

Großherzogl'ches Kreisbauamt Gießen.

Holzapfel.

Aeilgevotcncs.

Feinstes Schweineschmalz

empfiehlt (191 Carl Hoffmann.

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Wildprethändter Ebel, Marktstrasie D. 31.

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