Ausgabe 
8.12.1877
 
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Rautenbusch.

Bekanntmachung,

abgekürzte Maß- und Gewichtsbezeichnungen betreffend.

Die nachstehende Zusammenstellung Maß-«nd S^Sfdieser Zusammenstellung

ang?g-dn.n«kg.L^ °°'' Maßen und Gewichten, unter Beobachtung der b-izefüz.en Regeln, au.schleeßl.ch ...Anwendung

,u brmg-sind.^^^ ben 20 November 1877. Ministerium des Innern.

v. S l a r ck.

A. Längenmaße:

Kilometer Meter (Zentimeter Millimeter

Zusammenstellung der abgekürzten

km

B. Flächenmaße: Quabratkilometer

. qkm

m

Hektar.....

. ha

cm

Ar......

. a

mm

Quadratmeter . .

. qm

Quabratcentimeter .

. qcm

Quabratmillimeter .

. qmm

Masi- und Gewichtsbezeichnung.

0, Körpermaße: 0. Gewichte:

Kubikmeter .... cbm Zonne ....

Hektoliter.....hl Kilogramm.....kg

Ater .....1 Gramm......g

Kubikcentimeter . . . ccm Milligramm.....mg

Kubikmillimeter . . cmm

Zahlenauödrücke nicht über das Decimalkomma derselben gesetzt, also 5,37 m

bient das Komm-, nicht d-r Punkt. Sonst ist das Komma bei Maß- und G-wichts,ahlen

Deutschland.

Hesterreich.

Irankreich.

werde.

wurde die Debatte bis morgen vertagt.

DerNordd. Allg. Ztg." zufolge scheinen die Meldungen österrelchi-

Schlußpunkte nicht beigesügt. an das Ende der vollständigen 5 m 37 cm.

5 Decembrr. Es haben Verbandlungen wegen des Einlausens der englischen Flotte in die Dardanellen stattgesunden. Eine Uebereinkunft .st zu Stande gekommen, ohne die Neutralität zu verletzen und ohne ein dtrectes Bündniß mit der Psorte herbeizusühren. ....

Berlin, 5. December. Aus der Tagesordnung der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses stand der Antrag Vachons wegen Abänderung des K 34 der Geschäftsordnung dahin, daß Anträge im Sinne des Art. 60 Abs. 2 der Versassung jederzeit zulässig sein sollen. Virchow oertheid.gte seinen An­trag. Lucius wendete sich gegen den Antrag und befürwortete eventuell Ver- Messung desielben an die Commission. Wmdthorst (Meppen) sprach für den Antrag, v. Köller dagegen, Lasker und Braun dafür. Nach dem Schlußwort des Mit-Antragstellers Zelle beschloß das Haus, den Antrag nicht an die Geschäftsordnungs-Commission zu überweisen, sondern einf.ch ^nehmen. Es folgte nunmehr die Berathung des Antrages Richter s bezüglich des Weifen- Fonds Richter ergriff zur Rechtfertigung desielben das Wort. Er erklärte. Das Ministerium sei moralisch verpflichtet, über die Verwendung des Welfen- Fonds Rechenschaft abzulegen; dieser werde zur Bestechung der Presse und zur Agitation behufs des Ankaufes von Prioatbahnen verwendet. Es liege >m Zn- teresie der Regierung, diese Behauptungen zu widerlegen. Eine große Ma °- rität halte diesen Zustand für unhaltbar; ihrer Stimmung entspreche setü An­trag ^dessen Annahme er zur Wahrung der Landes-Interessen verlange. Für den Antrag sind vier, gegen denselben zehn Redner eingeschrieben. Fmanzmin,- ster Camphausen erklärt: Minister Friedenthal konnte sich bei der Etats-Debatte nicht befugt fühlen, Auskunst über den Welfen-Fonds zu "theilen. Das Ministerium war immer solidarisch in seinen Ansichten über den Welfen-Fonds, deshalb glaubten wir auch die neuliche Interpellation ablehnen zu müssen: und Ihnen dies durch einen Commisiär anzeigen zu lasten. Möglich, daß wir daml nicht das Richtige gesunden haben. Dann beeilen wir uns, dies zuzugestehn ( und damit den gehler gut zu machen. Der Minister geht aus die Entstehung deS Welfen-Fonds und die daraus bezüglichen Verhandlungen naher ein und bebt hervor, daß in dem Gesetze eine Rechnungslegung gegen den Staat aus- geschlosten sei. Es handelt sich gar nicht um Staatsgelder, sondern um Gel­der, die dem König Georg gehören, worüber nur ihm Rechnung zu legen sei, sobald er seinen Verpflichtungen gegen uns, wie er sie übernommen, nachkomm . Die Regierung erklärte dies schon früher; sie hat ihren früheren Standpunkt nicht verlassen und glaubt ibn ,m Interesse des preußischen Staates nicht ver­kästen zu dürsen. Deshalb glaubten wir, die Interpellation nicht beantworten zu dürfe». Wir können es nicht im Jntereste des Staates, nicht in jenem des Königs Georg. V»n Dem, was heute Herr Richter über die Verwendung des gonM jagte, habe ich nicht die leiseste Ahnung. Hebet die Verwendung der geheimen Fonds haben nur d,e Restort-Chefs, welche damit betraut sind, Kenntniß. Ich habe nie eine halbe Mark für geheime Zwecke^verwendet Wir erachten uns nach dem Äefetze nicht für befugt, über die Substanz des Ver­mögens des Königs Georg zu verfügen. Diese in verzinslichen Staats-Obliga- Honen angelegte Substanz ist unangetastet im Haupt-Depositonum der preußi- schen Staatskasse. Ich erkläre, daS Fürst Bismarck nie daran gerührt hat, und daß alle gegentheiligen Gerüchte auf Verleumdung beruhen. Es wurde für den Fürsten und selbst für den Finanzminister schwierig fein, v'ese Papiere nur zu Gesicht zu bekommen. Nun kann die Frage entstehen: ber Zeit­

punkt gekommen, wo die Regierung ihren Standpunkt zu mobificiren hat Diese Frage ist im Herrenhause im Februar dahin beantwortet worden, daß die Regierung das Verhältniß für ein provisorisches halte, welches die wegte; rung in ein definitives überführen wolle, wenn der König Georg bte Hand zum Frieden biete, nicht aber, so lange König Georg den Krieg fortsetze und zum Kriege und zu Feindseligkeiten gegen Preußen und seine Anhänger dauernd schüre. Der Minister verliest die im Herrenhause verlesene Erklärung der Regie­rung und schließt- Dies ist der Standpunkt, auf dem die Regierung steht, und auf welchem sie beharren wird. Abg. Windthorst gegen den Antrag, weil er der Regierung überhaupt das Recht zur Sequestrirung des Vermögens des Köuigs Georg bestreitet. Der Handelsminister sagt: Ich erkläre die Gerüchte, daß Gelder aus dem Welfen-Fonds zu Agitationen für den Ankauf der Privat­bahnen durch den Staat verwendet werden, für durchaus falsch. Mit meiner Kenntniß oder Mitwirkung ist nicht ein Heller verwendet worden. Hieraus

sch» Blätter über angebliche Vorschläge zur Herbeiführung eine» Provisor ums ür die deittsch-österreichischen Handels-Beziehungen sich nur auf Projekte zu beziehen, welche im österreichischen Handels-Ministerium erörtert werden; in amtlicher Form seien dieselbe» bisher nicht hierher gelangt.

München, 5. December. I» der Abgeordneten-Kammer wurde die Petition des Schullehrer-Vereins um Revision des schul - Dotattvns - und der dazu gestellte Antrag Strauß' mit 76 gegen 72 ©Immen Strauß hatte seinen Antrag zuvor in längerer Rede begründet, '^em er die oon Merkle im Petitions-Ausschuß gemrchten Ausführungen angrtff.Merkte erwiderte darauf: bevor nicht das Schulgesetz vorliege und s° lange d Noth- lage nicht zu groß sei, könne nicht von periculum in mora die Rede fein-

Wien, 5. December. DiePolst. Corresp." meldet aus Belgrad: Ein Ukas des Fürsten von gestern enthält mehrere Ernennungen vori «eneret en und Stabs-Offictercn bei der serbischen Operations-Armee und dem ©chumadia- Corps. Man erwartet in R-gierungskresien stündlich die Nachricht, dasi b t .bische Agent Christ» von der Psorte bte Aufforderung erhalt, Konstantinopel ,u verlassen. Der Rath am Caffationshos, Protic, ist in besonderer Mission in das russische Hauptquartier »ach Bozvt abgereist. .

Die Delegationen hielten heute ihre ersten ©Punzen, coastituirteii ihre Bureaus und wählten die Ausschüsie. Die österreichische Delegation wählte den Grasen Trautmaunsdorff zum Präsidenten und Vidulich zumt L,ce^P - deuten. Die ungarische Delegation wählte Szögenyt zum Präsidenten und Silavu zum Vice-Präsidenten. Graf Andrasiy legte das Budget vor und machte die Mittheilung, daß der Kaiser um 2 Uhr die ungarische und um 3 Uhr bte österreichische Delegation empfangen werbe.

PariS, 4. December. In einer von den Bureau« der Gruppen der Linke» des Senats auszegaugenen Mittheilung wird erklärt. KettfMttgsted der Linken des Senats habe die Misuon erhalten oder sei durch den Marschall Präsidenten aufgefordert worden, im Namen der Linken d,e Bedingungen für Bildung eines parlamentarischen Cabinets zu formuliren. Die Mltglie er e leitenden Achtzehner-Ausschusies veröffentlichen eine analoge Note im Namen der Gruppen der Linken der Deputirten Kammer.

Paris, 4. December, Abend«. Man behauptet, IM Elysöe jetzt die Gewißheit zu haben, daß sich für die Auflösung der Deputtrten-Kammer im Senat eine Majorität von 13 staden werde. Heute Abend, nach Bekanntwer- Ten der Vorgänge zu Versailles, herrschte in Paris eine gewisse «ufreaurtfl; Oie Boulevards waren von Menschen überfüllt, welche die Situation lebhaft

disciitirttn Decembe Sin Schreiben des zur republikanischen Partei

zählende Vice-Präsidenten des Senats Duclerc bringt Folgendes zur öffent­lichen Kenntniß : Die Gruppen der Linken de, Senats und der Kammer wattn durchaus berechtigt, der von derAgence Havas" veröffentlichten Note die Be- gründuuz abzujprechen, da Niemand daS Recht erhalten, und auch Niemand ü-b das Recht anqemaßt hatte, im Namen bietet Gruppen zu sprechen. Duclerc Lertt Lm we^e" Er persönlich sei von dem Marschall-Pr denten .iin ieine Meinuna befragt worden, und habe nur für seine eigene Pmon schriftlich geantwortet. In dieser Note habe er die Ansicht ausgesprochen Das beste Mittel, der Kammer eine wirksame Garantie gegeng $ brauch des Auflösungs-Rechtes zu verschaffen und zugleich diWurde des Prä sidenten ber Republik zu wahren, sei die VereinigungbeibSM« um (Sonaren Duclerc äußert sobanu: Wenn bte letzterwähnte Note als osftciell ^o muliriina ber Forderungen ber Gruppen ber Linken betrachtet werben solle, ?Zb. « biefelbe ber Ratistcation dieses Partei-Körpers unterbreitet haben

: Schließlich kündigt er noch an, daß die Note zur Veröffentlichung gelange

Der orientalische Ätieg.

Naausa, 4. December. An der albanischen Küste kreuzen sechs tür. kische Fahrzeuge und versuchen Truppen zu landen, was bisher von den Mon- D7ember. DiePresse" meldet aus Sistowa 4. Decbr.. Am Schipka-Passe drangen russische Freiwillige in eine türkische Redonte ein un machten 4 Geschütze unbrauchbar.

1) Den Buchstaben werben

2) Die Buchstaben werben

g* jrn «X..uss "i.