— Heute Nachmittag hat bereits eine Berathung der in Paris anwefen- ben republikanischen Exdeputirten unb Senatoren unter dem Vorsitz Gambetta's stottaefunden, worin beschlosien wurde, zuvörderst Grevy nach Paris zu berufen, um demselben die Führerschaft der republikanischen Partei auzutragen. In republikanischen Kreisen verhehlt man sich nicht, daß der Tod Thiers' einen wesentlichen Einfluß auf den Ausfall der Wahlen haben könne.
Paris, 5. September. Anläßlich des Ablebens von Thiers hat der Minister des Innern, Fourtou, an den Marschall-Präsidenten einen Bericht erstattet, in dem es heißt: Sobald Sie das unerwartete Hinscheiden von Thiers erfahren, war es Ihr erster Gedanke, daß der Staat dem Andenken Ihres Vorgängers eine feierliche Huldigung schuldet. Seit mehr als 50 Jahren war Thiers eine Zierde Frankreichs und diente demselben als Schriftsteller, Redner und Staatsmann; in allen Beziehungen nahm er den ersten Rang ein. Als er unmittelbar nach unseren Unglücksfällen an die Spitze des Staates gestellt war, befand sich sein Patriotismus auf der Höhe der sch vierigsten und schmerzlichsten Aufgabe. Frankreich vermag solche Erinnerungen nicht aufzuzeben. Jedenfalls ist es Frankreichs Pflicht, Thiers an seinem Grabe alle Ehren zu erweisen, welche ein großes Land Denjenigen schuldet, die es für würdig erachtete, an seiner Spitze zu stehen. Alle Parteien — ich bin davon überzeugt — werden sich zu einem solchen Zeugnisse der Gerechtigkeit und Dankbarkeit ver- einigen. Ich beantrage, daß das Leichenbezängniß Thiers' durch Fürsorge und auf Kosten des Staates stattfindet. — Ein diesem Berichte entsprechendes Decret des Marschall-Präsidenten ist veröffentlicht.
Rußland.
Petersburg, 4. September. Die von auswärtigen Zeitungen gebrachte Nachricht, der Kaiser werde sich demnächst nach Frateschti begeben, entbehrt gutem Vernehmen nach jeder Begründung.
Türkei.
Konstantinopel, 4 September. Durch Rundschreiben der Pforte werden die Gouverneure der Provinzen aufgefordert, die Wahlen zur Depu- tirten-Kammer vornehmen zu lasten, auf daß die Kammern zum 1. November eröffnet werden können. Die Provinzen haben 60 türkische und 47 christliche Deputirte zu wählen.
Der orientalische Krieg.
London, 4. September. Der Correspondent der „Daily News" berichte^, Suleiman Pascha habe nach dem am Freitag versuchten Angriff auf den Schipka-Paß die Sache aufgegeben und sei aus der Nähe des Paffes ab- marschirt, anscheinend um seine Streitmacht zu kräftigen ; nur wenige Bataillone Aegypter ständen noch den Rusten auf den Anhöhen gegenüber und einige gemischte Bataillone in Schipka. Ein Theil der russischen Verstärkungen unter General Nepokoitschitsky hätten den Paß verlaffeu.
Petersburg, 4. September. Vom Kaukasus wird aus Karajl vom 1. September amtlich gemeldet: Am 28. August besetzte die Avantgarde des Generals Alchasoff eine Position bei den Quellen des Flustes Waltscha, 800 Faden von den türkischen Befestigungen vor Sukhum-Kale entfernt. Seitens der Türken wurde von ihren Batterien und Monitors aus gegen die russischen Colonnen das Feuer eröffnet, wodurch 4 Rusten verwundet wurden. — Im Terek-Gebiet wurden am 30. August die Auls Ersenoi und Sandak durch General Smekaloff und Oberst Batianoff vernichtet, auch zwei Trupps Aufständischer zerstreut.
Wien, 4. September. Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest, 4. Septbr. : Der Beginn der Offensiv Operationen der russischen Armee unter Großfürst Nikolaus steht unmittelbar bevor. Das Corps des Großsürsten- Thronfolgers bleibt gegenüber Mehemed Ali in der Defensive am Lom. Die russische Armee erhält fortwährend mächtige Verstärkungen, auch werden die Vorbereitungen für ein 20,000 Mann starkes russisches Corps, das in Rumänien einrücken soll, getroffen. Dje rumänische Armee steht bereits vollständig auf türkischem G biet. General Cernat unter de» Oberbefehl des Fürsten Karl, übernimmt deren Commando.
Wien, 5. September. Die „Preste" meldet aus Bukarest: 20,000 Türken versuchten am 1. Septbr. von Lowtscha aus einen Angriff gegen Selwi zu machen, wurden jedoch zurückgeschlagen. An demselben Tage wurde auch ein türkischer Angriff am Schipka-Paß vereitelt. — General Zimmermann meldet, er habe die wichtigsten Punkte an der Donau wie am Trajans-Walle stark befestigt und telegraphisch mit einander verbunden.
Verwischtes.
— (Eine Ueberraschung im Seebade.) Der „Petit Marseillais- erzählt, daß vor einigen Tagen, als die Schwunmer sich im städt'schen Bade vergnügten, dieselben plötzlich zu ihrem Sckrtcken in ihrer Nähe ein — Crocodtl gewahrten. Man kann sich wohl das Entsetzen der Badenden oorstellen und die Eile, mit welcher dieselben dem User zuschwam^ien um sich lärmend und um £'lfe schreiend möglichst in ^Sicherheit zu bringen. Es wurde auch sogleich ein Fischerboot ausgerüstet, welches 6 muthige Männer, bewaff 'et mit Hocke«; und Stangen, bestiegen, und nun begann die Jagd auf das Ungeheuer. N«rck mehrmaligem Auf und Abfuhren wuide man des Crokodtls ansichtig, auf eoö die kühner, Schiffer aus Letheskräften losschlugen. Nachdem sie vermutdeten, daß das Unthier cenug haben müsse, zogen sie es aus den Wellen, um es gänzlich zu tobten. Doch was mußten sie zu ihrem Aerger entdecke? Das fürchterliche Schemal, welches die Ursache einer so allgemeinen Bestürzung bildete, war wohl ein Crocodil, jedoch ei - ausgeitopstrS, und zwar dasse.be, welches in der Ausstellung der Lotterie zum Best n der b odiosen Marseiller Arbeiter als einer der Treffer figurirte. Der Gewinner dieses prucl'schen Treffers, welcher nicht wuß'e, was er mit dem „verstorbenen Reptil beflii.nen sollte, warf dasselbe in das Meer nächst dem Bade, um sich wenigstens durch den Svoß, welchen ihm die allgemerne Verwirrung machen mochte, für feine1- unbrauchbaren Gewinnst zu entschädigen.
— (Photogrovhren der Muttergottes.) Der „Post" schreibt man aus dem Kreise Saarb ückr» vom 23 Aug.: „Gegenwärtig werden Photographien der Muttergottes von M rp ngen ve> kauft. Vor uns liegt eine solch in Visitenk rrtenformat; man hat auch größere. W > seben die heilrge Iunafrau in sitzender Stellung im Busche, von einem Pcb’tn St Lblenk-anze umgeben. Auf dem Haupte trägt sie eine Krone mit Diamanten besetz! Das »benfolls gek ö L Jesuskind, welches in den gefalteten Händen t’n Kn uz Nagt, ritzt auf dem reckten Arme der Mutter. Auf der Rückseite des Bildts lesen wi : Pbotogravh'rt nach der gemäß den Angaben der drei Kinder von Ma'pinnen ang-fert Zickminu d es de< a>ößten Meister der religiösen Kunst. Comm'tsion^v« । In j von Heinrich Theiisi <g in Köln, 1877."
—- iEin p mtndier Liebhaber.) Zu dem Friedensrichter Smyth in Newyork kam unlängst -Herr, der sich I. Statelbut nannte, mit der Bitte, ihm sofor t zu folgen, um <; ium.- Pärchen zu trauen. Es kommt allerdings häufig vor, daß der wackere Squire v* Vollz« bang einer solchen C remonie gerufen wird, indessen war die nun von ihm vollzogene Trauung eine ganz besonders interessante, indem jener Herr
©tatelbut, der Den Richter -bholte, als Geremonienmeifter bei der Trauung feiner vor Kurzem erst von ihm geschiedenen Frau fungirle. Stateldut setzte den Richter von dem eigentümlichen Verhältniß, in dem er zu der holden Braut stand, auf dem Wege nach deren Wohnung m Kenntniß Als B.ide dort ankamen, fanden sie die geschiedene Mrs. Stateldut und ihren Bräutigam, einen gewissen Paulin, vor Beide warteten schon mit Schmerzen auf die Ankunft des würdigen Squire, der sofort die Trauung des Paares »ornabm, bei welcher Herr Stateldut als Brautführer fungirtc. Er gratultrtc seinem Nachfolger herzlich, als die Zeremonie vorüber war, und ließ es sich nicht nehmen, der jungen Frau, die vor Kurzem noch seine eigene gewesen war, einen herzlichen Gratulationbkuß auf den schwellenden Mund zu drücken. Bei dem darauf folgenden Hochzeitsmahle brachte Stateldut einen Toast auf das neuoermählte Paar aus unb bemerkte dabei, daß, wenn Paulin seine geschiedene Frau nicht geheirathet hätte, er diese selbst wieder geheirathet haben würde, da er aus Erfahrung wisse, daß sie ein wahrer Engel sei. Wie aus Allem hervorging, schien Stateldut wirklich W llens gewesen zu sein, feine geschiedene Gattin wieder zu hcirathen, doch hatte diese ihm einen Kord gegeben und Paulin ihm oorgezogen. Mrs. Paulin, gern. Stateldut, ist eine sehr hübsche Blondine unb erst 25 Jahre alt.
London, 1. Sept. Brigham Young, der Mormonenführer, dessen Tod uns der Telegraph meldet, war in Whitt'ngham in Vermont 1801 geboren als Sohn eines Landmannes. Er ward Geistlicher bei den Anabaptisten und schloß sich 1831 den unter Leitung von Joseph Smith stehenden Mormonen an. Hier gelangte er bald zu der Würde eines Heiligen und ward 1835 einer der zwölf Apostel, endlich „das Haupt der Apostel". Er war mit den Mormonen in allen ihren Nöthen und führte sie auf jener Wanderung, die sie vor 30 Jahren unternahmen, um eine ruhige Stätte für ihre religiösen und socialen Anschauungen zu suchen. Im Juli 1847 kam er mit seiner Gemeinde an der Stelle an, wo jetzt die Great Sait Lacke City liegt. Im Jahre 1849 gründeten die Ansiedler einen Staat unb ersuchten um Zulassung zur Union. Dieses wurde ihnen abgeschlagen, aber das Territorium von Utay ward eingerichtet und Brigham Young ward Gouverneur desselben. Die Auswanderung nach Utah nahm zu, der neue nicht zu den Mormonen gehörige Gouverneur ward mit dem Tode bebroht, unb Präsident Buchanan sandte Truppen dorthin. Ein Abkommen ward getreffm und die Mormonen blieben in ungestörtem Frieden. Im Jahre 1852 ward die Polygamie proclamirt unb Young hatte mehrere wirkliche Ehefrauen unb andere sog. geistliche Weiber. Sein fünfzehntes Weib verließ ihn 1874 und stellte einen Ehescheidungsprozeß an. Der Gatte hatte damals 30iK) Dollars Gerichtskosten und 900 Dollars monatlich an die Klägerin zu zahlen. Sein ganzes Leben, so meint „Morning Post", beweise aufs Neue die Wahrheit des dem Kanzler Oxenftjerna zugeschriebenen Ausspruches: „Du siehst, mein Sohn, mit wie wenig Weisheit die Welt regiert wird."
Alzey, 2. Sept. Heute Morgen pilgerten eine Anzahl Einwohner von ErbeS- Büdesheim nach — Marpingen. Herr verzeihe Ihnen, denn sie wiffen nicht was sie thun, fetzt die Alz. Ztg. hinzu.
— In dem nahe bei Gerstungen gelegenen Dorfe Oberfuhl (jur Provinz Hessen gehörig) ist der sehr tüchtige Bürgermeister Mohr am 26. Abends, altz er in Ausübung seines Amtes einer Tanzgesellschaft Feierabend geboten, von einem Strolche überfallen und auf dem Flecke erstochen worden. Dieser grausige Mord macht das peinlichste Aufsehen.
Mainz. Ein „braver" Sohn. Auf das hiesige Polizeibureau kam gestern Vormittag ein Soldat unb machte die Meldung, daß ihm aus der Easerne von einem fremden Manne fein Koffer entwendet worden fei, und daß aller Wahrscheinlichkeit nach, der jetzige Besitzer des Koffers mit dem nächsten Schiff Mainz vetlassen werbe. Sofott begab sich ein Schutzmann mit dem Solbaten an die Landungsbrücke der Köln-Düsseldorfer Dampfbovie, um dort den vermeintlichen Dieb zu erwischen. Nicht lange standen sie da, als auch wirklich ein älterer Mann mit einem Koffer herbeikam, welcher nach oer Beschreibung des Soldaten dessen Eigenthum sein sollte. Sofort eilte der Schutzmann auf den Kofferträger zu, um dessen Arrestation vorzunehmen. ,,Wa»", sagte hierauf der alte Mann, „ich soll verhaftet werden, weil ich mir mein Eigenthum geholt habe, weil ich daffelbe nicht in den Händen meines ungeratenen Sohnes lassen will, das kann ich nicht glauben." Nachdem es sich auf diese Art herausgestellt, daß der „fremde Mann", den der Soldat angegeben, her eigene Vater dcs letzteren war, konnte allerdings von einer Verhaftung feine Rede fein. Der Soldat aber, ein ziemlich leichtsinniger Patron, der feinen Eltern schon viel Geld gekostet, wird sich wegen dieser falschen Denunciation zu verantworten haben.
— Verzierungen an Wänden, Decken und Möbeln. Schon fett langem ging man mit der Idee um, einen Ersatz zu finden für die zerbrechlichen sehr schwer anzuheftenden und so leicht zerstörbaren Verzierungen aus Gypsmaffe an den Decken u- Wänden von Wohn- unb Gesellschaftsräumen. Kürzlich ist es gelungen, eine Masse aus Papier- drei mit einem Leimzusatz herzustellen, welche nicht allein jeoem WitterungSetnflusse trotzt, sondern sogar mit der Zeit härter wird, sich leicht schleifen läßt, so daß iedeS Colorit mit Leichtigkeit anzubringen ist. Dabei sind die Verzierungen auS dieser Masse nur Vie so schwer, als entsprechende aus Gyps. So wiegt eine Rosette von ca. 600 Mm. Durchmesser, einigermaßen voluminös auSgearbeitd, in Gypsmaffe ungefähr 6 Kilo unb bedarf es zum Zwecke ihres Festhaltens an der Decke, wie wohl jedem Stuc cateur bekannt fein wird, große Mühe und AuSbauer. Dieselbe Rosette, in Papiermasse ausgeführt, wiegt kaum iy4 Kilo und ist ungefähr in fünf Minuten mit Hülfe einiger eiserner Häkchen festgeklebt. Durch einen zweimaligen Anstrich vermag man ihr ein reineres Weiß zu geben, als es die feinste Gypsrnasse besitzt, unb kann beshalb natürlich je nach ber Form der Blumen rc. auch mit allen möglichen Farbentönen bebeckt werben. Die Anwendung der Papiermasse ist jedoch nicht nur auf einen Punkt beschränkt geblieben; man verfertigt heute aus derselben die prachtvollsten Möbelverzierungen, welche durch ihre Elasticität und Festigkeit den Vorzug vor allen geschnitzten Holzsachen verdienen und schon dadurch, von ihrem billigeren Preise abgesehen, dem Holzbildhauer eine gefährliche Concurrenz eröffnen. Eine einzige Form genügt, um hunderte der schönsten gepreßten Abgüsse hervorzubringen. Dabei treten selbst die feinsten Fasern von Blättern, Blumen rc. bewunderungswürdig scharf hervor. Unter Anwendung dieser Masse sind die kühnsten fift umvöglichen Formen an Möbeln rc herzustellen.
— L>chwarzer Lack auf Metallgalanteriewaaren. Gegenwärtig verwendet man dazu insbesondere Asphaltlack, nämlich in Terpentinöl gelöstes Asphaltharz. (Von letzterem selten die feinsten Sorten.) Dieser Lack ist jedoch stets, wenn auch noch so gut bereitet, immer fprobe unb springt von glattem Grunde immer ab. Setzt man einem solchen käuflichen Lack Vio seines Gewichtes in gutem Leinölftmiß geriebenes Rabenschwarz zu, bestreicht man die Gegenstände mit dieser schwarzen Mischung möglichst dünn und trocknet sie längere Zeit an einem reinlichen 6O0/0 Celsius warmen Orte, so findet das Abspringen nicht mehr statt; sowohl ber leberzäh werbenbe Firniß, sowie bas betgemengte Pigment lassen bas Abspringen nicht zu. — Ein zweiter Weg ist ber, baß man Theer recht heiß macht, wobei sein allenfallsiger Wasser- sowie Leuchtölgehalt verflüchtet, unb bie recht heiß (nicht glühenb) gemachten Gegenstände hinein taucht unb nach bem Abtropfen über dem Kessel in einem Trockenofen bei 120—1500 Celsius ganz trocknet, dies geht rasch und ist sehr billig (besonders auf Gußeisen) (21 d. Metallarb: I. I. Heß, techn. Chemiker.)
Ein Wort zur zweiten Auflage von Brehms Thierleben.
„Eine allgemeine Kunde des Thierreichs" bezeichnet der Titel dies Werk, und warum es „Tbierlcben" heißt, erklärt der Prospekt mit schlichten Worten: „Weil es nicht im Schematismus der Wissenschaft, sondern in seinem Verhalten zum Naturleben das Tbier betrachtet. Nicht auf dem Sektionstisch des Anatomen, nicht in Messungen an Skeletten und Präparaten sucht unser Buch die Kenntniß des Thieres, sondern es folgt ihm zu seiner Heimstätte, wo c8 sein Familien- und Gcsellschaftsleben, seine Fähigkeiten und Sitten, seine Charakter- und Äeistes- eigenschaften, genug, sein Gebaren und Wesen in der Freiheit beobachtet und ihm die Stelle in der Kette der Schöpfungsglieder nachweist, die ihm im Lickte einer kosmischen Auffassung gebührt", und das Jnteresie, welches das Werk beansprucht, leitet er aus dem Umstande her, daß „noch kein Zeitraum wohl so fruchtbar im Erforschen des Thierlebcns gewesen ist, alS daL vergangene Jahrzehnt. Befruchtend bat diese Thätigkeit der Wisienschaft auch auf den Bildungsdrang des Publikums gewirkt. Die Annäherung des Menschen an die ihm nächstverwandten Gebilde der Schöpfung, an das Werden und Leben der Thiere, hat ibn erst belehrt, daß dieser Kreis von Lebewesen sein eigenes Leben mit einschließt, und erst mit dem Eindringen in diesen Kreis ist Licht über die Räthsel der eigenen Herkunft verbreitet worden, welche ein starres Dogma so lange im Dunkel gehalten hat." Was aber das Werk in der deutschen Literatur bedeutet, darüber hat sich ein hochstehender Mann der Wisienschaft (Dr. von Marenzeller in seinem Bericht an die Zool.-Botan. Gesellschaft in Wien) besser vernehmen lassen, als wir es können; wir ettiren deßhalb aus seinem Berichte folgendes:


