Ausgabe 
31.8.1876
 
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gab Aastetn, 25.

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80 Rm. Buc

STt «I i f ch t e S.

Der bl Behält

Erbprinzen Abdul Hamid zum Sultan beschlossen habe. Diese unmittelbar be­vorstehende Aenderung werde sich jedenfalls vor Beginn des nächsten Ramazan vollziehen.

P-sth, 28. August. Mehrere auf der Reise nach Belgrad hier ange­kommene russische Officiere, welche in Haft genommen waren, wurden auf Anordnung des Polizei-Ehefs wieder freigelasien; denselben wurden auch ihre Päsie wieder ausgefolgt und ward ihnen freigestellt, weiter zu reisen.

Pesth, 29. August. DasAmtsblatt" veröffentlicht zwei kaiserliche Handschreiben, wonach v. Simonyi von der Leitung des Handels-Ministeriums endgültig enthoben und Minister v. Trefort interimistisch damit betraut wird. 50 russische Freiwillige, welch- auf der Durchreise nach Serbien hier angehal­len wurden, haben die Erlaubniß erhalten, hier Wohnung zu nehmen, dürfen aber die Stadt nicht verlassen, bis weitere Entscheidung des Ministeriums er­folgt, die heute erwartet wird.

Mittwoch den lA iitz 130 Eichenstämni 590 Wtnftamt 6 Bvcttnttamr 1 Andrcham

265 FichUnßür

Uelgien.

Brüssel, 28. August. Rach einem Pariser Brief derJndöpendance" hat Herzog Decazes im Ministerrath Mittheilungen gemacht, aus welchen her­vorgeht, daß Frankreich niemals angeboten hat, eine Vermittler-Rolle im

Holzmstc

93 kommen in dm

niflbpt miä G'nnftniiftnnnpT - , . ^cacyroiger nee ;juoiiar5, .perr Blrectl

- , . , -r . .v "E" aus Konstantmopel, sprach gleichfalls Worte zu dessen Anerkennung aus

daß auf Betreiben Midhat Paschas der Mmtster-Rath unter Zuziehung der k:- «. - ~

Großwürdenträger im Principe den Thronwechsel und die Proclamirung des

Ragusa, 29. August. Di- Türken haben 13 unweit $opoBopoIj( iÄÄjXF.

ArcknKreich.

Paris, 26. August. Der Congreß der katholischen Arbeitervereine zu Bordeaux wurde gestern mit einer Rede des Msgr. Ssgur geschloffen, in der er die Anwesenden nochmals ermahnte, sich allen Befehlen des Papstes, der emlebendes Sacrameut" sei, auf's Strengste zu unterwerfen. Seine Worte wurden selbstverständlich mit Jubel begrüßt. Dann, als am Feste des heiligen Ludwig, zog die ganze fromme Gesellschaft in großer Procession nach einer in der Nähe von Bordeaux gelegenenheiligen Stätte."

Paris, 27. August. Der Senator Foucher de Careil, welcher kürzlich zu 300 F,cs. verurtheilt wurde, weil er einer Wahlversammlung anwohnte, odne Wähler oder Candidat des betr. Wahlbezirks zu sein, aber Berufung ein­legte, ist jetzt vom Appellationshofe zu 1000 Frcs. Geldstrafe verurtheilt worden.

Paris, 28. August. Herr v. Gontaut-Biron wurde gestern in Ab­schieds-Audienz vom Marschall Mae Mahon empfangen. Germain, See Oberarzt im Hotel Dieu, ist nach Konstantinopel zu einer Consultation über Murad's V. Gesundheitszustand abgereist. Marschall Mac Mahon hat dem Kaiser von Marokko den Großcordon der Ehrenlegion mit Diamanten übersandt.

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sich verpflichten, der Regierung 15 bis 25 Mill. Piaster für den Krieg, dlfflm-rid Cnba vorzuschießen; das Capital soll in 10 Jahren amortisirt, mit 10 p|

Wien, 28. August. Sir Henry Elliot und General Jgnati.ff wer- * """ * ^ubas garantirt werden.

den ihre Posten definitiv aufgeben. Ersterer tritt gänzlich zurück, Letzterer er- Sürftri.

hält eine andere diplomatische Bestimmung. Die Pforte beharrt dabei, daß

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282 Rm. Buc

1000 Buchen:, unb lb'

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aLt-cn?e ^1c ,n i^olge des sehr billigen Preises massenweise Absatz fanden. Wie mci erfahrt, ist eine große Anzahl bedeutender Geschälte an dieser unverantwortlichen Tau fchung des Publikums betheiliqt; auch tst bereits der Lithograph ermittelt, brr bt geschickt nachgeabmten Etiquetten anfertigte und zu Tausenden verkaufte. Aus her Fintt ; Underberg-Albrecht entstand, um dem Strafgesetz ein Schnippchen zu schlagen, Uubtn oj

borg-Alberth in Rheinberg, (obschon weder dort noch anderswo eine solche Firma b?

fannt i|l) und der querliegende rothe Stempel ist so eingerichtet, daß er die abweich^ 1? ,

lautenden Buchstaben überdeckt. Am täuschendsten und geschicktesten ist das FacsiiniHChn » ' nachgeahmt, welches denselben Schriftzug und Schnörkel, die wenigen abgeändettN. (7" u(||| Buchstaben abgerechnet, aufweist, so daß nur ein aufmerksames Auge den Uitterschiü " ||

herauvfindet. Wir haben es demnach mit einer ebenso frech als geschickt ausgefüiM Fälschung zu thun, wobei es nur auffallend erscheinen muß, daß nicht früher schon br .

rechten Firma Flaschen mit gefälschten Etiquetten zu Gesicht gekommen sind. H

Uebrigens mag dies Beispiel das Publikum von Neuem Vorsicht lehren.

Ankäufe gerade längst bekannter Artikel wird man durch ähnliche Manipulationen an 1

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Uh--» »»- langweilige Stunden abzuzählen und darum k-hrt- ich in das Elsaß Orient zu übernehmen, sondern nur sich bereit erklärt bat an.

zurück. Wie di- Türken in Serbien, so sind di- Preußen jetzt in Elsaß unb suche zu unterstützen - In biBlomnHi*e^,eben8?4i',?i tK% b ell 61

Lothringen. Dos entfernte Elend darf uns nicht auf Kosten des benachbarten Conferen, für unumgänglich, d, man glaubt daß Rußland"'"nunmekr

weich stimmen. ElsaßLothringen ist noch französisch trotz der Grenzen, einiger garischc Frage anregen werde. 9 6 ' 6 6 1 me^r ble 611

Pickelhauben und einiger Festungen; die Herzen sind französisch geblieben, es !n nur

brennt die französische Gluth in ihnen, sie schlagen noch für das Vaterland, Knffkand. u

von dem sie getrennt sind, sie leiden und warten voll Resignation und Stand- London. 26 Auaust T^p c cr ,Wr

hafttgkrit i der brutalen Kraft setzt Elsaß-Lothringen di- moralische entgegen. Tunnel werden mit Ende diefts Monat/ zu Ende gehen unT

Zwischen der Civiltsatton Frankreichs und der nordischen Barbarei bat befrredigendes Resultat ergeben haben * 8 "" W

Elsaß-Lothringen nie einen Augenblick lang geschwankt. Seine Denkmäler sind 1^ WinM ^,i«e i

ebenso viele Beweise, daß es von Anfang an das galloromanische Leben in Spanien. iS barf <

seiner Verfeinerung und seinem Luxus kannte. Die Allemannen erscheinen nur SRabrtb 27 Anonft cynoC\ k «n- a ISatl, >lieinflJSr «ar in ein

von Zeit zu Zeit daselbst als plündernde Horden, die den Rhein überschreitenovas del Castillo ist ein? Besse^una ^n^tret-n"^lntfler:$rdrt^nfen ^<1ui|ud)t'1- ktfcunfl und sich dann mit vollen Händen zurückziehen; offenbar erregte der Rschthum verhafteten Versonen befinden J \ Ä °b^5

des Elsaß unaufhörlich ihren Neid. Sie verfuhren nach Art der Baschl-Bozuks, f*cr Handlunacn überführt ^erflca"te" > bl^ fln^ hochverräthkriiM^^ sind aus s L

sengten und plünderten. Sie hätten sich in dem verlassenen Lande fest etzen Seb^an a7L ungerichtet worden. - Die in E.

können; aber die Franken kamen wieder, bauten die Ruinen wieder auf und Unterdrückt wordem

löschten die Spuren aller begangenen Gewaltthaten aus. Sie nannten das verschiedenen spanischen Ra^khäns^n PiÄihT ° ^gterung ^bie SMeU f

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Milan direct um Frieden bitte; die Forderung des Besatzungs-Rechts in Bel- legene Ortfchaften verbrannt, grad und Semendria hat die Pforte aufgegeben, verlangt aber eine große --------- -1 '

Kriegssteuer und die Schleifung der Festungswerke im Morawa-Thal. v _ Jr 0 a ,x 0 1 1 J*

Wien, 28 August. DerPolit. Corresp." wird aus Belgrad von ,um (fmbnrnVeonnnen0 WnhlVute J"? 5aale t>es Gasthau-« «ao heute gemeldet: Da d.e Pforte den Abschluß eines Waffenstillstandes von der des hiesigen Gymnasiums Herr Ed. ^iVb^ darum ?eÄDn^Schn'

vorherigen Kenntmß der eventuellen Friedens-Grundlagen abhängig zu machen mellen sich gegen Abend Freunde und Vwehrer, meistens ehemalige'Schüler des S - (ßin 0on«e§ ®oi beabsichtigt, so werden gegenwärtig zwischen den Großmächten Verhandlungen demselben ein Zeichen ihrer dankbaren Verehrung und Huldigung darzubrinca. /'Men Brande, der i zur (ärzielung einer Vereinbarung über die wesentlichsten Punkte der Friedens- f-nbura^aus fit inul eren <?csenbcnnfcrcr Pl-ovinz, aus Mch und dem da? gar Präliminar!-9 g-sührl. Das R-su,tat di-s-r P-rhandiuug-n soll dkn krie,- t'Ä

r __ _ _ _ .^r. nf f fflirt Qphrnmt in IflioG.n 1 ll.?, h^ttbN, ^ dieser mit jugeMltrr S Feuu ucrbreltd

barung einer Waffenruhe betrieben werden. «rast sem Lehramt in Gießen begonnen hatte. 3ur Sette des Jubilars saß der lertiie Ou?U80 Lausern b

Wien , 28. August. Ueber die heute in Salzburg erfolgte Eröffnung Könwttche^ Äli? dcnt'lErobb^I^s^ V1 cr^ten ;b it Zwei Minner, ir

d-s Jurist-ntags b-richt-t di-N-u- Fr. Pr." - S,°ß-r (Siann^im) -röV §7,'^ ÄWÄÄ

di- erste Plenarsitzung; Gneist wurde durch Acclamation uim Präsidenten ge> messen dürfe, wie namentlich unter der Regierung des jetzigen GroßherzogS W??ti :h' Tn bi % wählt ; Vice-Präsidenten wurden Keller (Wien), Franke (Celle), Rnthner (Salz-^.r,°6cn »nd Ganzen In einer Weise gesorgt sei. dah nur ein vg- JL, b,8 ®otf(ä finb bi

bürg) unb Stenglein (München) ; zu Schriftführern wurden berufen Heinzen ^,CcU!cn ,m Leien und Schreiben unersthn» (UnannrmEtm)

Gneist begrüßt den Justiz-Minister Dr. Glaser, welcher hierauf Namens Kind, Hr. Pfarrer Ne b el von Grsß-Gerau auf den Jubilarer hob dessen Verviech« der Regierung den Juristeittag willkommen heißt, deffen Bedeutung für das Schulwesen während seiner Wirksamkeit als Lehrer am Gymnasium zu Giexm das gemeinsame Rechtsleben er niemals aus den Anaen verloren. Ge- k-rnnr" des ersteren während 35 Jabren-^

,»einsam sei die rechtsgeschichtliche Grundlage und die in gleichem Geiste deren Zahl sich nuf Xaufenbe ^e^aufe unb in' er' f^HB nSMnÄ fa gepflegte Wiffenschast , gemeinsam seien zwei Gesetzbücher über das Er- wesenden euren Ausdruck gefunden habe. Auch viele Abwesende gedächten heutet gebniß gemeinsamer hochgehaltener Arbeiten. Wenn auch die Gesetzgebung , "ars, wre die eingelaufenen und noch einlaufenden Telegramme thatfächlich i z, - "7......

beider Staaten jetzt selbstständige Pfade ebnet, gemeinsam, weil die Aufgaben ^naebört ^ba bMe°fr^<c ^"^ort des JulM« j Zimente zur Verst gleichartig. Gneist erwidert, unvergeßlich sei ihm der Empfang seitens der -rin?-rle'-n einige Worte Göthes, öeburt/t^n mU b'7n<"<;utetae?ai?efteÖtJufaJ Kaiserstadt Wien geblieben. Nach 14 ereignißvollen Jahren gebe ihm der menfalle, daß man nämlich oft im Leben erreiche, waS man in der Jugend wüniise jetzige Empfang die Gewißheit, daß das Bewußtsein gemeinsamer Culturausga- nicht immer der Fall, bei ihm dem Jubilar \i es gescheh

ben unverändert geblieben sei. Der Redner hebt die Verdienste Glasers hervor einften« etbStn m0!5 ^^rer der classischen SpraM!

und beantragt besten Ernennung zum Ehr-npräsidenten. Dies geschieht. Becker deroorzudrinqen, aber auch bic Liebe unb^Dankblirksit'seiner' Schüle" m m3 (Oldenburg) berichtet in einem längeren Expose über die neue deutsche Civil- Diese Wünsche seien ihm erfüllt worden, wovon auch das heutige Fest ein sprechet proceßordnung, Gneist über die Gerichtsverfaffung. 3cuSnt8 Qbl£?f* . *

Wien, 29. August. Di-Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel, iprad, ^^lab- L.^nk-siÄI

habe, bte Verdienste desselben um das Gießener Gymnasium kennen zu lernen. 3 weicht feine Wünsche für das fernere Gedeihen dieser Lehranstalt aus. Andere ToM übergehen wir und bemerken nur noch, daß noch einmal Herr Pir. Nebel das ffiil ergriff und in humoristischer Weise ©eenen aus seinem Gymnasialleben erzählend ii ba6 crr dies als Einleitung benutzte, um einem Schulkameraden, dem ersten Veranlch des heutigen Festes, Herrn Buchhändler Gross zu Heidelberg die Anerkenn aller Anwesenden auszuiprechen. Stürmischer Beifall zeigte, daß er aus dem ixrjal Wr flerebet hatte Schließlich wollen wir gedenken, daß ein lateinisches und < griechisches Gedicht von ehemaligen Schülern des Jubilars auch als Äeweise ffflis konnten, wie fein Wirken nicht ohne Frucht geblieben fei. Der Verf. des ersteren M \ ber anwesende Director der Realschule zu Friedberg, Herr Dr. Müller del M andern war ein in eine hohe Stellung versetzter Jurist, der feinen Namen nidtp normt wissen wollte. Aus Versehen geschah es doch und man freute sich, dch P rode em Mann dieses Namens dem Jubilar in so schöner Weise seine HuldiM dargebracht hatte. ES war ein schönes Fest, so riefen die Scheidenden einander j>, die sich tbeilroeife nach langer Zeit einmal einander wiedergesehen hatten. ...» uaR

7 Der s. Z. wegen W-chs-lsöltchung verfolgt- ht-sig- Fruchthönbler H. »ntk kchweme heu^e Nacht '/zl<r Uhr polizeilich emgeliefert. h'

0x^11, fleJeUt sich nun auch der Aufschlag des Petroleums, oer ziemlich namh rt W üb die Ursache hiervon Speculation oder mangelnde Vorratbe oder nur der Umfid! bafj sich jetzt wiederum des Lichts gesell'ge Flamme die Hausbewohner famntU* rooHen tpa nicht untersuchen. Der höhere Preis dieses Brennmaterials aber nif Bn. ' 2In0eftdjt§ der allgemiinen trüben Verhältnisse jedenfalls auf den Consum nad)ti<H| i einwirken. ; '^«nbec, öon w

m ^k ^iOsnabrück, 24. Aug. Eine kürzlich aufgedeckte Schwindelei bildet aiijti1

x! w erjjljp ba§ Tagesgespräch, dem das Raffinement des Unternehmens, io®1 ia S^ietenö n.* c^e öie für d:e ^heiligten freilich keineswegs angenehme Aussicht auf einen großaiti-il .werbe, 2 $Dn5'e0ei Proceß em erhöhtes Interesse verleihen. Seit einer Reihe von Jahren nämlich raut Sirr, 2 m len, vorzugsweise in hiesiger Stadt, Falsificate des ebenso weithin als rühmlick »- IN fanntenBoonekamj) of Maag-Bitter der Firma H. Underberg-Albrecht in Rheinbkli

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Da r m st a d t, 28. Aug. Das 2. Großh. Infanterie-Regiment Nr. 116, X'l®1 au§he-

§U5tlAr,n^Cr bereits genern emgetroffen waren, marschirte heute um 11 Uhr diel du or ; ben 29. £ ?on Offenbach, woselbst es am Samstag eintraf und gestern R'M gliche Büra"

hatte. Das Regiment wird hier einquarttrt. ö b [

l/tainj, 26. Ang Zu ber Hausse, welche in verschiedenen Lebensmitteln