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Verwischtes.
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. a .7 Neben dem Festschießplatze in Mainz entwickelt sich ein Leben und Treibe das viel verspricht. Die Buden, die „Wein- und Bierhallen" wachsen aus der (5r»t unb eine Wagenburg ist aufgeführt, als ei warte irgend ein germanischer Stamm M Nomer zur Feldschlacht. Belehrendes und Anderes wird zu sehen und zu fühlen fen Ntechen und schmecken kann man schon alles Mögliche. Blinde, Lahme, Taube viü sonstige Gebrechliche haben sich bereits eingefunden. Weit und breit tn's Land hin in werden die Orgeln geschmiert und frischer Draht auf die Harfen gespannt- Die Trompeten werden geflickt, die Trommeln gespannt zum Besten unserer Ohren. Die Caroussels schlagen ihre Pfähle auf, die Wunderdamen bauen ihre Hütten un? werten beweisen, daß es nicht blos am Nordpol sehenswerthe Menschen gibt. Was freut' und fleucht ist nicht sicher vor dem Messer der Wurstfabrikanten, denn es gibt aid Bratwuist ä la Hochheimer Markt und wo möglich frisches Sauerkraut, ganz wie beit Die Besitzer der anliegenden Aecker mähen sie ab, um den Herrlichkeiten Platz zu macht»-
,. r H^rb 0 rn (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 27. Juli 1876. Auf den heutig hiesigen Markt wurden gebracht: 609 Ochsen, 387 Kühe und Rinder, 555 Schwen, Der nö<tfte SWarft ist am 21. August I. I., an welchem Tage zugleich ein Preis' markt und Th terschaufest, verbunden mit Ausstellung unb Verloosun-, für die vereinigten Dill- und Hinterlandkretse abgehalten wird m t ,iVronffurt, 25. Juli. Herr Thierarzt Dr. Fischer, ein junger' Veterinär, welcher vor 7 Wochen von tl......
vergiftest <r^en ^"^etchen dieser schrecklichen Krankheit bet ihm zum Vorschein kam^i
-ugkand.
London, 27. Juli, Abends. Eine von Farley berufene Versammlung, an welcher auch 20 Parlaments-Mitglieder Theil nahmen, sprach sich einstimmig gegen jede Unterstützung der Türkei, gegen die Grausamkeiten der Türken in Bulgarien und für die autonome Stellung der aufständischen Provinzen aus. Farley verlas eine Depesche der serbischen Negierung, worin es heißt: die Serben würden bis zum letzten Blutstropfen kämpfen, die Negierung setze ihre Hoffnungen auf die Unterstützung der fremden Mächte und das Ausbrechen eines allgemeinen Kriegs.
London, 27. Juli. Im Unterhause erklärte Disraeli auf eine Anfrage Btggar's, in den türkischen Gewässern seien gegenwärtig 20 englische Kriegsschiffe, darunter 11 Panzerschiffe, stationirt, aber weder jetzt noch früher sei vom Personal oder Material der englischen Flotte irgend etwas in den Dienst des Sultans überwiesen worden. Sodann erklärte Disraeli auf eine Anfrage von Wolff, er habe niemals genaue Information über die Pläne Serbiens erhalten und könne daher nicht sagen, ob dieselben mißglückt seien. Betreffs der Frage, ob es nicht an der Zeit sei, den Mächten eine Mediation vorzn- schlagen, halte er es für bester, die Debatte über die orientalische Frage ab- zuwarten; er werde dann die zu Gunsten eines solchen Vorschlages sprechenden Gründe kennen lernen.
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zurückgezogen hatten, concentriren sich gegenwärtig bei Krstal, wo einem neuen Zusammenstoß entgegengesehen wird. Der türkische Angriff zur Einleitung der Invasion von Montenegro, welcher am 24. Juli erfolglos bl eb, dürfte demnächst erneuert werden, da in Antivari neue türkische Truppen ausgeschlfft werden.
Wien, 28. Juli. Die „Neue Fr. Presse" erfährt von verläßlicher Seite, daß Sultan Murad V. schwer krank sei; aus diesem Grunde sei auch bisher die Investitur desselben unterlassen und die fremden Botschafter nicht empfangen worden; ^s scheine gewiß, daß in Folge der nahegerücklen Gefahr des Todes Murad's Seitens der türkischen Regierung die Nothivendigkeit eines eventuellen demnächstigen Thronwechsels in's Auge gefaßt werden muffe.
Gastein, 27. Juli. Kaiser Wilhelm erfreut sich fortdauernd des besten Wohlseins und macht täglich Spaziergänge und Ausflüge. Das Diner wird heute im Schweizerhäuschen im Gasteiner Thal eingenommen. Der bayerische General v- d. Tann befindet sich noch hier.
Frankreich.
Paris, 26. Juli. Der Minister des Innern hat angeordnet, daß ein telegraphischer Auszug aus den Berichten über beide Kammern den Pariser Abendblättern unentgeltlich zugehen soll, ferner daß die Benutzung des Telegraphendrahts zwischen Paris und Versailles für Specialdepescheu an die Blätter fortan nur 25 Frcs. die Stunde kosten soll statt 50 wie bisher. Marcere ordnete diese Erleichterungen auf Possard's Vorschlag an.
— Das „Journal officiel" meldet, daß in Folge dreier Decrete, vom 7., 22. und 24. Juli, der Präsident der Republik 127 Individuen, welche wegen Theilnahme an dem Ausstande vom Jahre 1871 verurtheilt waren, gänzliche Begnadigung, Linderung oder Veränderung der Strafe hat angedeihen lassen.
Paris, 27. Juli. General Chanzy ist keineswegs nur deshalb nach Parts gekommen, wie er sagte, weil er es für seine Pflicht hielt, bei Gelegenheit des Gesetzes Waddington's für die Regierung einzutreten; der eigentliche Grund seiner Reise war, daß in Algerien, wo die Muselmänner gegenwärtig eine großartige Propagando zu Gunsten des „heiligen Krieges" machen, große Erregung herrscht und ein allgemeiner Aufstand zu befürchten ist. General Chanzy hielt es für nothwendtg, der Regierung über die Lage der Dinge in der französischen Colonie mündlich zu berichten, und er setzt es auch durch, daß ganz außerordentliche Maßregeln getroffen werden. Der Kriegs-Minister befahl, alle Anstalten zu treffen, daß sofort 50,000 Mann Verstärkungen nach Algerien geworfen werden können und ernannte einen Generalstabs-Chef, der sich unverzüglich nach Marseille begeben wird, um dort das Weitere abzuwarten.
Versailles, 27. Juli. Die aus der heutigen Tagesordnung der Depu- ttrten-Kammer stehende allgemeine Debatte über das Budget wurde alsbald nach ihrer Eröffnung geschloffen. Die bonapartistischen Deputirten legten hiergegen Verwahrung ein; von derselben Seite wurde geltend gemacht, daß daö Budget der Republik sich höher beziffere, als die Budgets der füheren Monar- chieen. Hierauf erwiderte der Finanz-Minister, es sei dies vom kaiserlichen Regime verschuldet, welches die Staatsschuld um 700 Millionen habe anschwellen lassen. Sodann wurden mehrere Kapitel vom Budget des öffentlichen Unterrichts bewilligt.
Auf das Gesuch des Hin. Georg Konrad Simon um Erlaubnik mm m auf seinem Grundstück an der Schoor soll geantwortet werben i?ÖUv »»iccttrte «aufldle an keiner in, Stad.Nanpiane °°"«!ehenenn,"' be n^cht licfürwortet werden könne, eoent. werde sich dafür ansaeloraÄ datz Petent ,-men Neubau auf der im SituatianSplan mit B. bezeichneten^ errichte, mdem hierzu em Weg bestehen bleiben müsse 6 n
Das Gesuch des Herrn Balthasar Sack, welcher den Stall h«-i a , in der Mühl-asse umbauen will, soll befürwortet werden. ' m
Bei dem Gesuch des Herrn Hermann Döring um Errichtung einer be s-mem Hause an der Grnndergeistratze wird nichts zu beanstanden Die AuSsübrun» der nöthiaen Arbeiten au, Lohrnüh sbach. welche Ä S veranschlagt sind, wurde beschlossen. 3U yu H
7. Zur Instandhaltung der städtischen Lastwaag- sollen di- -rford-rlichen Arbeit« aus der Hand vergeben werden. ^cu tiroeiIei>
Berlii Leibenden, Haut werven, t . hervorragende § namentlich im K flijcgt, welcher 1 nljielte, cventuel, auroe angeführt, unr unö der Wa !»chauS als uns Datihische Nachivt bei -Pb sich von von; >nimz sstehenoer 1 !Y b-ttachten seien. U'VM herrschende ^ichitn seien, sie «in Renten auch M «Händige -Allen Anträge 1 ^l-'inlazern bei r mi chm Begitimah zu erro UMlazerS sich j gegen f .7 gegen ihn, T'Rtcn des H ^ckzesetzbuchs, T-jchästs diene An Beisätzen, A« 'ragen, nich auzuschen sei ^Gesetzbuchs Mlief darauf I der Rese> den Geine Ä?en «hebe SS
St?*« 1 konnte er fi tlJM« in, Machten < Pta s *- >'te. 1' eine Q h b?r tber C
Garten u. s. w. mit der Stadt ist bisher zwischen her os-
der Main-Weser-Babn verhandelt worden und nach einkr am 10 Ä” «/habten gemeinschaftlichen Besprechung der Angeleaenbeit tnnrf . x* ist nun von dieser Behörde die Herstellung einerUME^ Stelle
d-r Wiesick und dem Main-Weser «ahnhos °l>rg-scht°aen° ‘ SiorWlafl soll aber Ntcht euigrgangen, oielmehr be, der schon gestellten Ä
F°dt bestanden werde,n daß unter den. Bahndamm 7w°chen dem haugchen und dem Ruckstuhl'schen Zimmerplatz eine Durchsüdruna ,n? so"' anlag- aus der westlichen Seit- des Bahndamms mit Ueberbrückuna 6er#=f eat wird unb der jetzt auf dem Bahnkörper blsteh-nd- u°beroa^"'"' Güterschuppen der Koln-Mindener Eisenbahngefellfchaft für die aus ?
*n r-nt° Begüterten refp. Wohnenden bestehen bleiben müsse ÄS'. ilnftnnfn der Stadt keine Annahme finden, dann müsse aus der Wie^rberst.n des früher vorhanden gewesenen und beseitigten Ueberoanas h^ftnnhpn U,n91
21 verschiedenen Schuldnern der Stadtkasse wurden auf Rückständen aus dem^ ? l87S d,e nachgefuchten Fristen, soweit sie n.cht über den August H » worden sind, mit dem Anfügen gestattet, daß hierauf weitere tristen " bewilligt werden könnten. ' ltere «n,ten ni4t Mehr
Sitzung den 27. Juli.
L ^^ diesjährigen am 28. d. M zur Vertheilung kommenden Zinsen aus h» *04 e,I s tung wurden heute den Bestimmungen des Testaments neniäi zehn Bewerbern mit je 11 fl. 30 fr. zugewiesen. ^<mumems grmg
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ni*h hi ^aUtk k.e'ne Rücksicht genommen werden. Bei dieser GelegcM wurde sich dahin ausgesprochen, daß auf Gesuche um Bewilligung von Frell2
3. Bei der heule vorgenommenen Ansloosung der für 1876 zur Rückrablnnn und Schu'do-rschr-ibungen aus Inhaber wu/ben s°7ginb5LÄ? g«;
Lit. A. Nr. 2. 5. Vu°nb
ßit- B. Nr. 86. 93. 94. 124 unb 154 ä 857 M 14 Df
2,t. D. Nr. 488Jnb 86 äto M. 7l°Pfi0^ 215’ 22U und 235 a 171 M. 43 K 2) von dem 4% Anlebn
Lit. B. Nr. 14 mit 857 M. 14 Pf. °
Lit. C. Nr. 28. 30. 32. 36. 42 und 65 i 171 M 43 Pf
4. In Betreff der Fortführung der Reichensand Bahnhofsstraße wuroe mit WMfifi •uf ble n-u-rbinas gettenb «-machten eÄtfMwM«»® "Ä un be^er, deren Gelände thellwelse tn die neue Straße fällt die sofortige SW rung aller Arbelten einstimmig beschlossen. ' 1 0 01
5. Nachdem eine wissenschaftliche Untersuchung der auf den Realschulen und da Mädchenschule errichtsten Blitzableitern ftattgefunden hat, sollen nun bte oon den Herren Experten oorgeschlagenen kleinen Aenderungen an denfcltki noch vorgenommen werden. u 1
61 wurde die Pflasterung der linksseitigen Trottoirs auf dem Selleti,
hn69 J.P borr laaernbe Material reicht. Dann wurde weiter beschlchn, '5 Trottoirs bis zur Veterinäranstalt fortgesetzt unb bej beri^oU 6Ctt m° ni°önoc^ in dlesem Jahre zur Ausführung gebracht or
7. Ueber den Straß-numbau zwischen Selters- und Reustädterthor zc. kamen tl 9$?rI?0e und wird beschlossen, die im Ganzen^'
« &ered)neten Arbeiten zur Ausführung bringen zu lassen.
8. D,e Crebst°e-ze,chmff- zur Ii-chuung oon 1875 werben auf Grunb b-r bip nachgewtesenen Mitteln genehmigt.
9. Es sollen befürwortet werden die Baugesuche der Herrn Wilhelm ßöber V. "nd A Voschel und die Bauoeranderungsgesuche der Herren Conrad Atzbich und Karl Haas.
- - Ein Opfer seiner Berufstätigkeit ist in der Nacht zum Mittwoch der til e{n{gen Monaten als Assistenzarzt im städtischen Baracken-Lazareth zu Berlin angestckl!
der vielversprechende Sohn des hiesigen Profesi'v Verstorbene halte sich bei der Behandlung eines W angesteckt und ist trotz aller angewandten Mittelschon nach einigen Tafvi der scheußlichen Krankheit erlegen. Die Anstalt verliert an ihm einen ebenso tüchtno als gewissenhaften Arzt.
. 171 dl. ist gelegentlich eures Typhusfalrt
lm Ebelfchen Haufe, in Folge dessen die betreffenden Schulklassen zwei Tage beurlaubtem, um dann zertweilig tn anderen Schulräumen unterrichtet zu werden, die Bemerkung qfm^: tomnb.en' ,,eine Klaffe sei bereits schon 3 Jahre ohne Lehrer." Um eine Mißdeutung oder ein Df verstandmß abzuwehren, ist Folgendes zu bemerken: Die betreffende Klasse ist vor zwei ut einem halben Jahre errichtet worden, es konnte aber wegen des herrschenden Lehrer,nangli der schon lang beantragte definitive Lehrer erst vor Kurzem angestellt werden. Uebrigens 's es der betreffenden (IV.) Klaffe nicht an dem nüthigen Unterricht gefehlt, indem die übne , Lehrer der Stadtmadchenschule einige Fächer davon übernahmen. Eine kleinere Klaffe, auch r weniger Unterrichtsstunden, ist bester daran, als eine übergroße mit vielen Stunden Die U merEung in sJtr. 17! hat unsres Erachtens mit dem Typhusfall gar nichts zu thun, auch sur die Gesundheit wie für den Unterricht der bett. Klassen nichts versäumt worden. ®el tr dermaligen Lehrermangel an fast allen Anstalten werden für die Folge Vacanzen unb öicavrt, in ausgedehntem Maße Vorkommen, doch bietet dies keinen Anlaß, die Angehörigen Der Schr« zu beunruhigen. o / o
W r Gei Thierarzt Dr. Fischer, ein junger liebenöwürdrftl ®enic? einem tollen Hunde gebissen wur^e, hat sich heilt
^»l i Sd
Wumänien.
Bukarest, 27. Juli. Die Deputirten-Kammer hat die Handels- und Schifffahrts-Convention mit Rußland endgültig angenommen.
Seröieu.
Belgrad, 27. Juli. (Amtliche Meldung.) Gestern Mittag versuchte ein Theil der türkischen Armee den Timok bet Vracsogernitza zu überschreiten, wurde jedoch von der serbischen Infanterie gehindert, sich dem Fluffe zu nähern. Die serbischen Verluste waren unbedeutend, die türkischen beträchtlich größer, da das Feuer der Serben auf die türkischen Angriffs-Colonnen gerichtet war, während die Türken die serbischen Batterieen ohne Erfolg beschossen. Am 24. t. Mts. wurde Derwisch Pascha von dem serbischen Führer Czolac Antic bei Dngapolojana vollständig geschlagen ; die Serben machten hierbei große Beute. Die Idar-Armee hat die Ernennung von Czolac Antic zu ihrem Cvmmandeur an Stelle des dort erkrankten Generals Zach enthusiastisch begrüßt.
,. Belgrad, 28. Juli. (Serbische Quelle.) Gestern Abend versuchten die Türken vergeblich den Uebergang über den Timok gegen den serbischen lin- ren Fluge! gegenüber Lapanjabach und dem Dorf Wraschogrnatz. In fünfstün rt>9CnkL nic?f verhinderten die Serben das Nahekommen der Türken zum Timok. Die Ivar-Armee commandirt nun statt Zach's der Oberst Kolankantich, welcher Derwisch Pascha, der Senitza mit regulären Arnaulen zu Hülfe eilte, bondan: hfl geschlagen und in die Flucht gejagt hat.____________________________
8okal-9kotiz.
lC^en,<n29i;Sitzung der Stadtverordneten vom 20. Juli wurde Folgendes zur Verhandlung gebracht:
1- Wegen Verbindung der westlich der Main-Weser-Bahn gelegenen Hofraithen,


