nur die „Spanische Wand" gebildet zu haben für Kriegsvorbereitungen im großen Style. Noch ist nicht einmal die Frage über die Demarcations-Linie „diplomatisch" behandelt und schon tauchen rechts und links, wie die Möven vor dem Stnrme. die Rüstungs-Nachrichten auf. Die „Augsb. Allg. Ztg." bringt in einer ihrer letzten Nummern bereits die folgenden aus Malta, 1. November, dat.rten Nachrichten: „Das Kriegs-Ministerium in London hat den Befehl erlassen, drei Armee-Corps zur sofortigen Absendung nach dem Mittelmeer bereit zu halten. Vom Llsyd hat die englische Regierung eine Lifte aller zum Truppentransport tauglichen Dampfschiffe verlangt, um über dieselben Contracte abzusckließen. Lord Napier of Magdala, gegenwärtig Gouverneur von Gibraltar, erhielt Befehl, sich bereit zu halten, um mit Truppen nach Egypten (?) abzugehen. Die gewöhnliche Besatzung Gibraltars und Maltas besteht aus 10 bis 11,000 Mann Linientruppen; überdies hat Malta ein Regiment einge- borner Soldaten. Beide Plätze sind mit einer großen Anzahl Kanonen schwersten Kalibers armirt und haben über 1000 Mann Artillerie. Die Flotte in der Besika-Bey, unter Befehl des Vice-Admirals Drummond, erhält noch immer Zuwachs. Das neue Thurmdampfschiff „Shah" in Portsmouth erhielt Befehl, allsogleich nach der Besika-Bey abzugehen und die beiden anderen Thurmschiffe .Dreadnought" und „Thunderer" werden zu demselben Zweck in größter Eile ausgerüstet. Admiral Drummond erhielt von England Projecte zur Vertheidi- gung von Konstantinopel, für welche Pläne vom englischen Genie-Corps ausgearbeitet wurden.
Ueber die russischen Rüstungen wird der „Polit. Corresp." aus Odessa
ArauLretch.
Paris, 8. November. Wie die „Agence Havas" meldet, würde von England ein Programm vorbereitet, um solches der Conserenz vorzulegen, faOi die Mächte über letztere einig werden. Als Conferenz-Ort werde Konstantinopel vorgeschlagen.
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Petersburg, 8. November. Die Nachricht von dem Erlaß eine« Pferde Ausfuhr-Verbotes ist unbegründet; in competenten amtlichen Kreisen HI von einem derartigen Erlaß nichts bekannt. — Vom Ladoga-See wird anhaltende Kälte gemeldet, ebenso der Eintritt großer Eismassen in der Newa. Der trafen von Kronstadt ist mit Eis bedeckt; wenn die Witterung anhält, sicht
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Conferenz über die Orient-Frage vertreten.
London, 8. November. Sämmtliche Morgenblätter melden die M- nennung des Marquis of Salisbury zum Special-Bevollmächtigten bei der Conferenz über die orientalische Frage.
der Etats-Berathung. ,
Berlin, 7. November. In der Woche vom 22. bis 28. Octbr. sind tn den deutschen Münzstätten geprägt worden: Goldmünzen: 750,000 Mk;
Silbermüuzen : 5-Markstücke 574,010 Mk ; 2 Markstücke 4 710,214 Mk , 50- Pfeunigstücke 722,695 Mk. 50 Pfg. ; 20-Pfennigstücke 253 950 Mk 40 Pfg.; Nickelmüuzeu: 10-Pfennigstücke 266,793 Mk. 30 Pfg.; 5-Pfeumgstucke 64,182 Mk. 90 Pfg.; Kupfermünzen: 2-Pfenuigstücke 9347 Mk. 22 Pfg.; 1-Pfennigstücke 6775 Mk 46 Pfg. Die Ges >mmt-Äusprägung beträgt demnach: Goldmünzen : 1.429,347,288 Mk.; Silbermünzen 339.135,944 Mk. ; Nickelmüuzeu: 34,559,520 Mk. 80 Pfg.; Kupfermüuzeu : 9,239,120 Mk. 1 Pfg.
— Um Börsenmauöveru vorzubeugen, erklärt die »Nordd. Allg. Ztg.', daß die Frag- der Eff-nzöll- definitiv im Sinne der gänzlichen Beseitigung feuer Zölle entschieden ist.
— Der Kaiser hat heute den von Lividia eingetroffenen Militär-Bevollmächtigten tn Petersburg, General v. Werder, empfangen.
Berlin, 8. November. Der Kaiser empfängt heute Nachmittag in besonderer Audienz das Präsidium des Reichstags, ferner den Botschafter in Paris, Fürst Hohenlohe; die so Empfangenen sind auch zur Tafel geladen.
Pofen, 8. November. Authentischer Mittheilung zufolge ist die Ausfuhr von Hafer und Heu aus Rußland über L>trzalkowo verboten. In ganz Rußland werden die Staats-Magazine gefüllt.
Belgrad.
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Wien, 7. November. Die hier verbreitete Nachricht von einer zwischen dem Grafen Andiaffy und dem diesseitigen Minister-Präsidenten Fürst Auersperg eingetretenen Spannung wird von unterrichteter Seite für unbegründet erklärt. — Die Debatte über die orientalische Frage wurde heute im Abgeordnetenhaus durch die als General-Redner ausgestellten Abgeordneten Greuter und Herb zum Abschluß gebracht. Ersterer führte aus, mit der Annexion Bosniens und der Herzegowina würde Oesterreich nur eine ihm gebührende Erbschaft antreten. Herbst erblickte die wahre Aufgabe Oesterreichs in der Verbesserung des Looses der slavischen Christen in der Türkei und drückte den Wunsch aus, der Monarchie möchte die Erhaltung des Friedens vergönnt sein.
Wien, 7. November. ES bestätigt sich immer mehr und mehr, daß es für die Wahrung des Friedens ziemlich gleichgültig war, daß die Pforte das ™ .......
russische Ultimatum angenommen hatte. Die Friedens-Versicherungen scheinens der Schluß der Schifffahrt sehr bald tn Aussicht.
berichtet :
„Die Manöver sind hier beendet und nunmehr kehrt ein Theil der dabei verwendeten Truppen in ihre Garnisonen im Innern zurück, ein anderer Theil bleibt in Odessa. Die Ordre, nach dem Kaukasus abzugehen, scheint sistirt zu sein. Was den Kaukasus anbetrifft, so ist es unzweifelhaft, daß in Poti, an Der kaukasisch-türkischen Grenze, 150,000 Mann concentrirt sind. Den letzten Passus dieses Berichts bestätigt auch ein Prioat-Telegramm der „Augsb. Allg. Ztg." ans Konstantinopel vom 4. November."
Auch die polnischen Blätter wimmeln von Mittheilunzen über Transporte, namentlich in der Richtung nach Kiew und von Kiew südwärts; die letzteren Nachrichten sind, obgleich ihrer Quelle nach ein wenig problematisch, doch sehr charakteristisch für den Ernst der Lage.
Wien, 7. November. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel: Gestern vereinbarten die Botschafter die Instructionen für die heute zur Feststellung der Demarcations-Linie abreisenden Commiffäre. In der Thrt- sache der Vereinbarung dec Instructionen liege die sicherste Gewähr, daß die Demarcations-Frage keine weiteren Schwierigkeiten verursache. Betreffs des Conferenz-Ortes scheinen Rußland und die Türkei größeres Gewicht darauf zu legen, die Friedensfrage nicht durch eine Conferenz der Botschafter in Konstant nopel verhandelt zu sehen, während die anderen Großmächte geneigt sind, für Konstantinopel als eventuellen Conferenz-Ort einzutreten.
— Oie Zeitungs-Meldung, das hiesige Crbinet habe die Pforte wegen Annahme des Waffe iftillstandes beglückwünscht, wird von unterrichteter Seite für unbegründet erklärt. \
Wien, 7. November. Abgeordnetenhaus. Im confessionellen Ausschüsse drückte der Cultus-Mmister bei der Berathung der RegierungS-Vorlage über die Dotation der katholischen Seelsorger den Wunsch aus, dieselbe dringlich ' zu berathen, damit d'.e Entscheidung noch vor der Budget-Berathung erfolge. Auf eine Interpellation theilte der Minister mit, daß der Kaiser das Kloster- Gesetz nicht sanctionirt, aber den Minister zur Einbringung eines neuen Kloster- Gesetzes ermächtigt habe.
I Wien, 8. November. Lord Loftus ist gestern in Wien eingetroffen । und geht heute über Berlin nach London. — Wie ans Belgrad berichtet wird, ; reist Tscderuajeff nach Rußland. Das Ober-Commando der serbischen Armee - übernimmt Horvatovic, die Stelle des Generalstabs-Chefs Doktoroff. Ueber- ’ Haupt sollen viele Russen abgesetzt werden.
der Ort des beabsichtigten Betriebs gehört, zu erwirken ist. Die Anzahl der zu ver- i wendenden Gewerbsgehülfen ist in diesem Patent anzugeben. . 1
Di- (Äewerbsteuer mit Einschluß der Ausfertigungsgebühr des Patents wird aleichzeMg mit der AussteUung des letzteren mittelst Stempels für die ganze Dauer des für einen bestimmten Ort angemeldeten Betriebs auf einmal erhoben^ b Soll das Gewerbe nach -Ablauf der angemeldeten Z-tt am nämlichen Ort oder i an einem andern Orte sortbe,rieben werden, so ist ein neues Patent ,u erwerben. ; an clne".an3oerSBy ba'g in sxrt. 1 genannte Gewerbe betrecht, ohne mit dem nach Ar. 2 da.u erforderlichen Patent verletzen ,u sein, verfällt in -in- Siras- gleich dem dovv-lt-n Betrag der für di- Zeit des unbefugte» Betriebs sich berechnenden Steuer, latere nebenbei noch zu erheben ist, und muß außerdem für den nachi Beendi- Ea d-?betr-ff-nd-n Woche ober an einem andern Orte etwa sorizu eßenden Gewerbs- gung der oerress be^e zahlbare Patent bei dem Kreisamt erwirken.
DaS Verfahren bet Erledigung der Zuwiderhandlungen richtet sich nach den m über die Bestrafung der Gewerbsteuercontraventionen der außer-
NÄGwßh-.og.hums wohnenden und dauernde Niederlassungen tn Jnlande nicht b*n£.TXeÄ®<f<t tritt mit Januar '877 in Wirksamkeit und bl,lben von diesem Tage an die Bestimmungen des Gesetzes, die gleichmäßige Besteuerung der Gewerbe betreffend, vom 4. December 1860 foroie (Zesetzes, den Ge, werK vom 4. Februar 1874 soweit sich diese Bestimmungen auf
das in Art 1 genannte Gewerbe beziehen, außer Anwendung.
Aus dem Großherzogthum Hessen, 6. November. Das neueste Reaier.-Blatt" enthält eine Verordnung, wonach die schriftliche Prüfuiig tn der Polizei-Wissenschaft und National Oeconomie, die bisher bezüglich der Juristen im zweiten Examen (Staats-Examen) stattfand in die erste lurlstische Prüfung vor der Fakultät in Gießen verlegt wird. Mau billigt diese Ueuderung, die mit der Frühjahrs-Prüfung in 1878 in Kraft treten soll, allgemein, da jene wichtigen Fächer bisher entschieden vernachlässigt wurden.
Darmstadt, 6. November. Sicherem Vernehmen nach liegt es IN der Absicht einer Anzahl von Landtags-Abgeordneten, einen Gesetz-Entwurf über Aufhebung der Verordnung vom 29. Juli 1791 wegeu zwaiigSweis-r Abtretung benöthiqter Plätze zum Neubau von Häusern einzubringem Es handelt sich be, dieser Verordnung um Normen, die sich längst überlebt haben und beshalb je eher je besser aufgehoben werden. Die Abtretung von Gcund-Eigenthum zu öffentlichen Zwecken bleibt durch die Aufhebung jener Normen völlig unberührt. — Superintendent Linß erklärt in einer an mehrer- Zeitungen gelangten Zu- Ichrift die Angabe, daß er die Decane angewiesen habe, dafür Sorge zu tragen daß in den betr. Kirchen-Gememde-Vertr-tnngen nichts verhandelt werde, was nicht zu deren Eompetenz gehöre^ insbesondere nicht die Frage wegen Verstärkung des Laiem Elements in den Synoden, für unwahr.
Berlin, 7. November. Reichstag. In der Berathung über die geschäftlich- Behandlung der Jnstiz-Vorlag-n überreicht der Vorsitzende der Justiz- Commission einen Antrag auf Ueberweisung aller rem techmschen Differenzen au die Commission, dagegen sollen die politischen und alle anderen wichtigen Punkte durch das Plenum berathen werden, unter letzteren namentlich Die Zusammensetzung der Competenzgerichte, Verweisung der Preßoergehen an Schwurgerichte, Dauer der Gerichtsferien, Zeugnißzwang bei Preßvergehen, Verfahren bei Beamten-Vergehen, die Anheimstellung an die Geschwornen, mildernde Umstände anzunehmen. Der Justiz-Minister Leonhardt erklärt sich mit dem Antrag im Allgemeinen einverstanden, hält aber auch die sofortige Berathung der Fragen über die Handels-Gerichte und staatsrechtlichen Garantteen für das Richteramt, ferner über die von der Commission beantragten Bestimmungen über die Rechts Anwaltschaft, welche die Regierungen durch besondere Gesetze zu regeln beabsichtigen, sowie über die anderen Punkte, über welche man in der Commission selbst verschiedener Meinung sei, durch das Plenum für geboten. Nach längerer Debatte wird der Antrag Wehrenpfeunig's angenommen. Sämmt liche Bundesraths-Beschlüsse werden der Commission mit der Maßgabe überwiesen daß sie die einzelnen Punkte derselben auch ohne vorgängige Berathung wieder vor das Plenum bringen kann. Bei der demnächst folgenden zweiten Berathung des Etats werden die noch übrigen Positionen für das Reichskanzler- Amt, ferner die Ansätze für das Justiz-Amt, die Verwaltung der Reichende und die Marine-Verwaltung nach unerheblicher Debatte genehmigt. Der für den General'Arzt der Marine geforderte Posten von 8400 Mk. wird an die Budget-Commission verwiesen. Nächste Sitzung morgen 12 Uhr: Fortsetzung
Aelgien.
Brüssel, 7. November. Der „Nord" enthält einen Artikel, worin aus- geführt wird, daß das russische Ultimatum feineswegs eine Verletzung des Ein- vernehmens zwischen den drei Kaiser-Reichen bedeute. Erst die Fortsetzung btr Feindseligkeiten nach Beginn des Waffenstillstandes könnte Meinungs-Verschi-- | denheiten herbeiführen, deren Beilegung aber keinem Zweifel unterliege. Es sei zu hofftn, die Mächte würden die Verwüstung der von den Türken besetzten serbischen Districte hindern. Der „Nord" erwähnt ferner der Nachricht dei „Morning Post", daß England verlangt, die an der eventuellen Conferenz theilnehmenden Mächte sollten sich verpflichten, keine Gebiets-Vergrößerung aiv | zustrebeu, und hebt dabei hervor, eine derartige Vorsicht sei uanöthig, da zm- , scheu den Mächten kein Mißtrauen herrsche. Die von Paris gemeldete Nachricht von directen Pourparlers zwischen Rußland und der Türkei wird vom „Norb für unwahrscheinlich gehalten.
fugfattb.
London, 7. November. Der „Standard meldet, anscheinend autori- sirt: Elliot und Marquis Salisbury werden England bei der projectirlen


