England.
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über Topolnitza gegen Nisch.
Pesth, 28. August. Am (Sonntag kam mit der ungarischen -Staats- Lahn eine russische Reisegesellschaft von 14 Männern und einer Frau in Pesth an. Die Leute wurden im Austrage des Ministeriums angehalten und in's Stadthans gebracht; sie legitimirten sich als russische Ofstciere lind Chirurgen, die nach Belgrad zur Krankenpflege gehen. Nach ihrer Vernehmung wurden fit durch Trabanten in die Kaserne geführt und dort internirt. Das russische Consulat ist eingeschritten und die Internaten wurden heute auf Anordnung des Polizei-Chefs wieder freigelassen, erhielten ihre Pässe zurück und durften ihre Reise nach Belieben fortsetzen. In der jüngsten Zeit sind über 200 Russen in derselben Eigenschaft nach Pesth gereist.
Salzburg, 29. August. Die Sectionen des hier versammelten deutschen Juristen-Tages haben heute ihre Arbeiten geschlossen. Die strafrechtliche Section sprach sich für die Heranziehung des Staates zur Leistung von Entschädigung an ohne ihr Verschulden in Untersuchungs-Haft gewesene Personen aus.
Verwischtes.
Darmstadt. Die Industrie-Ausstellung zu Darmstadt erfreut sich fortwäjr rend eines zahlreichen Besuchs. — Sehr viele größere Zeitungen bringen die günstig- sten und ausführliche Berichte, welche wohl das auswärtige Publikum für die not kurze Dauer der Ausstellung bis zum 11 September zur Besichtigung derselben an- regen dürfen, um somehr da die Preisermäßigungen der Eisenbahnen hierzu besonders etnladen. — Für die folgenden Sonntage ist das Eintrittsgeld auf 50 Pf. für Erwachsene und 25 Pf. für Kinder festgesetzt.
Für die näher gelegenen Schulen empfehlen wir den Besuch der Kinder unter Führung des Herrn Lehrers ganz besonders, wie dieses bereits hier Anklang gesunr den hat.
Naun h ei m , 24. Aug. Ein betrübender Unglücksfall ereignete sich hierselbß gestern gegen Mittag aus der Dampfdreschmaschtne- Der 15jährige Sohn eines hiesigen. Gutsbesitzers wollte nach Beginn der Arbeit, als die Maschine schon in Thätigkeit gesetzt war, über die Trommel springen; der Knabe mutz indessen ausgeglitten sein; er gerieth mit einem Bein in die Maschine, welche das ganze Bein furchtbar zerstümmelte. Die Amputation, welche sofort vorgenommen wurde, war jedoch vergebens, indem btr Knabe nach Beendigung derselben in Folge des erlittenen Blutverlustes verschied
— (Ein köstliches Gesuch) Der Scbulgehilse E. Krumm aus W. war M Schulmeister erwählt worden In^ dieser Eigenschaft hatte er das Herz einer Pächterstochter erobert, und der künftige Schwiegerpapa versprach der Tochter als Mitgift die schönste Kuh aus dem Stalle. Da aber die für E. Krumm bestimmten Räumlichkeiten auher dem Wohnzimmer nur eine Stätte für Federvieh und einen kleinen Schweinestall enthielten, wandte sich K. mit folgender Bittschrift an seine Gemeinde: „An die löbliche Gemeinde! Nachdem der Unterzeichnete durch seine nächstens ersol- gende Heirath mit Leopoldine Lamm, Pächterstochter allh'er, ein schönes Stück Rindvieh ins Haus bekommen wird, bittet derselbe um gütige Erweiterung der Schullokali- täten durch einen großen Stall, nämlich für die erheirathete Kuh und allenfalls später nachkommendes Rindvieh, wozu bei der Vorliebe des Unterzeichneten für die ländlich? Arbeit im engen Familienkreise und bei der schon im elterlichen Hause anerkannt guten Viehzucht seiner Auserwählten alle Aussicht vorhanden ist. Elias Krümmt
Türkei.
Konstantinopel, 30. August. Die Regierung läßt die Zeitungs- Meldungen von einer Niederlage der türkischen Armee vor Alexinatz für erfunden erklären; vielmehr habe bisher die türkische Armee ununterbrochene Erfolge gehabt, die vor Alexinatz errichteten Verschanzungen eine nach der anderen genommen und ein serbisches Geschütz erbeutet. Die serbischen Streitkräfte seien in die sog. großen Befestigungen zurückgeworfen, deren sich zu bemächtigen du türkische Armee gegenwärtig Vorbereitungen treffe. Die Division unter Ali Saib Pascha habe alle befestigten Stellungen der Serben genommen und erleichtere dadurch die Herstellung der Vereinigung mit der Armee von Nisch.
Ragusa, 30. August. Djeladdin ist mit sechs Batterieen und mehreren Geschützen von Stolac in Trebinje eingetroffen. Verläßlicher Nachricht zufolge haben die Montenegriner Bilec beschoffen; zum Entsätze desselben soll Mukhtar Pascha von Trebinje her sich in Marsch setzen. Nach einer Meldung aus Cattaro wäre bei Podgoritza seit gestern eine Schlacht im Gange.
Cettittje, 29. August. Die amtliche Zeitung „Glas Cernagorza" weist jede auswärtige Vermittlung zurück und erklärt: Serbien und Montenegro werden erst die Waffen niederlegen, wenn die slavischen Provinzen vom türkischen Joche vollständig befreit sind.
Amerika.
New-Uork, 28. August. Es wird bestätigt, daß die Sioux jede« Kampf mit den Truppen vermeiden wollen. Ein Theil will nordwärts in britisches Gebiet sich zurückziehen, indeffen General Miles bewacht mit einem Regiment Infanterie den Pellowstone-Fluß, um sie an dem Ueberschreiten bei- selben zu hindern. Eine Friedens-Commission tritt am Montag in Omaha zusammen , um auf Grundlage des neuen Gesetzes mit den freundlich gesinnt» Sioux zu unterhandeln und die Räumung der Black Hills-Landschaft, sowie bii Uebersiedlung des Stammes auf das Jndianergebiet zu erzielen. — Am Samstag , dem zweiten Tage mit halbem Eintrittsgeld, besuchten 95,873 Person« die Ausstellung in Philadelphia. __
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beendet sein kann. ,
Heidelberg, 30. August. Dem zehnten deutschen Protestanten-Tag zu Ehren, welcher unter äußerst zahlreicher Betheiligung eröffnet wurde, hat die Stadt Heidelberg sich mit Flaggen geschmückt. Bei der am 28. d. - Abends von Senior Haase und am 29. d. früh von Profeffor Baumgarten (Rostock) gehaltenen Predigt waren die Kirchen stark besucht. Kiefer hielt einen Vc trag Über Gemeinde-Recht und Kirchen-Steuer. Soeben eröffnet Bluntschli die Verhandlungen in der Providenzkirche. Er erklärt die Wahl Heidelbergs zum Versammlungs-Ort als eine Ehre für das badische Lano; der Protestanten- Verein sei zu einer Zeit gestiftet, in welcher auf der einen Seite hierarchische Knechtung, auf der anderen Auflösung der Kirche drohte; der Verein wolle Fortbildung der Kirche mit gleicher Berücksichtigung freier Forschung und wahrer Religiösität. Neuerdings sei namentlich in Preußen Vieles erreicht, was her Verein erstrebt, aber noch blieben viele Ausgaben zu lösen. (Beifall.) Auf Antrag von Neßler (Berlin) erklärt die Versammlung ihr Einverständniß mit den auf Preußen bezüglichen Worten Bluiitschli's.
Nürnberg, 30. August. Heute Morgen starb in Erlangen Profeffor Rudolph Raumer.
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Wien, 28. August. Wie dem „Pesther Lloyd" gemeldet wird, haben trotz des Sonntags die Botschafter Deutschlands, Englands und Rußlands mit Frhrn. v. Hofmann, der zuvor beim Kaiser in Schönbrrinn war, eine Unterredung gehabt. Zweifellos ist, daß sämmtliche Mächte das Gesuch Milan's annehmen. Es wird ein Collectivschritt in Konstantinopel vorbereitet, über dessen Form eine Verständigung angebahnt wurde. Ausschlaggebend für das serbische Friedensansuchen war die Erklärung Montenegros, es sei nicht Willens, mit feinen Erfolgen fremde Mißerfolge zu decken; nachdem es mit Ruhm den Krieg geführt, wolle es auch mit Vortheil Frieden schließen.
Wie«, 29. August. Der „Neuen Fr. Pr."-wird aus dem türkischen Hauptquartier vor Alexinatz vorn 26. d. gemeldet: Seit heute Morgen 8 Uhr tobt ein furchtbarer Geschützkampf in Front, Flanke und Rücken der türkischen Armee. Mittags 1 Uhr beginnt auch der Kampf auf dem linken Morawa Ufer. Bei fortwährendem, bis 8 Uhr Abends anhaltenden Feuer wurden die Serben unter ungeheuren Verlusten zurückgeworfen. Dem „Neuen Wien. Tage blatt" wird aus Belgrad vom 28. d. berichtet: Heute entbrannte der Kamps abermals. Die Serben gingen angriffsweise vor und drängten die Türken
über dir Mitgliederzahl und die Höhe der Geschaftsumsätze. Daß die allge-
meine, andauernde Entmutigung keine Macht über das Genoffenschaftswesen Frankreich. /
gehabt, ist der schlagendste Beweis für seinen Werth. Es war wahrlich keine Paris, 29. August. Neuen Nachrichten zufolge haben die Mächte geringe Leistung von Schulze-Delitzsch, diese Institution ins Leben gerufen zu beute einen gemeinsamen Schritt bei der Pforte gethan und ihr gerathen, den haben, in einer Zeit der politischen Reaktion, als ein verfolgter, beargwöhnter Befehl zur Einstellung aller Feindseligkeiten zu geben. Die Grundlagen der mittelloser Mann. Aber höher als dieses Zeichen von Umsicht und Energie Vermittlung würden der Pariser Vertrag für die politische Lage Serbiens und schlagen wir die Treue an, mit welcher er die Genossenschaften bei dem Geiste ber Status quo ante bellum für den Gebietsstand deffelben sein.
sesthielt in welchem sie gegründet worden waren. Ein fünfundzwanzigjähriger, — Ans Windsor kommt die Nachricht von dem Tode des weiland tat ftet« sich steigernder Triumph hat ihn nicht berauscht noch verblendet. Niemals listischen Generals Cabrera.
in diesem langen Zeitraum hat er sich vermeffen, an dem Ziele zu sein, wo «s nichts mehr zu sorgen gäbe. Auf das sorgfältigste hat er stets vor jeder
hochmüthigen Ueberhebung gewarnt und die Gefahren betont, welche auch dem London, 29. August. Der Gouverneur des GefängniffeS in Chatham blühendsten Institut durch Nachlässigkeit oder durch Verkennen seiner Grund- (,at hie Mittheilung erhalten, daß ein gewaltsamer Versuch, die dort gefangen laaen erwachsen müssen. Die Hauptsache ist ihm der genoffenschaftliche Geist, gehaltenen Fenier zu befreien, gemacht werden soll. In Folge deffen ist die Dieser genoffenschaftliche Geist hat sich die genoffenschaftliche Form selbst ge- ganze Nacht militärische Besatzung im Gefängniß und eine Kette von Schildschaffen. Durch diese Form vermag er mehr zu wirken, als ohne sie; aber die wachen um die Gesängnißwälle ausgestellt worden.
Form ohne den rechten Geist währe hohl und bedeutungslos. Die Solidarhast — Aus Sidney trifft die Nachricht ein, daß Eingeborene der Salomon- der Mitglieder gewährt an sich nicht die geringste Garantie für ein solides Inseln das Schiff „Dancing Wave" erobert und deffen Mannschaft bis auf SBirfen der Genossenschaft. Trotz der Solidarhast sind eine Reihe von Ge- guten verzehrt haben. Dieser Eine entfloh und machte Anzeige, in Folge deren noffenschaften elend zu Grunde gegangen. Die Solidarhast soll die einzelnen man auf Verfolgung ausging und — so sagt der Bericht — die „Dancing Mitglieder dazu anfeuern, bei Auswahl der Vorstandsmitglieder und bei Ueber- Wave" einer Fleischbank gleich wiederfand. Das Kriegsschiff „Sanafly" ist wachung derselben die größte Sorgfalt eintreten zu lasten. Wo die Sorgfalt $ur Züchtigung der Mörder ausgesandt worden.
fehlt, kann die Gesellschaft trotz der Solidarhast nicht bestehen, aber wo die — Die aus Woolwich nach der Türkei gesandten Lazareth-Zelte sind Solidarhast fehlt, wird sich diese Sorgfalt fast nie einfinden. Ist eine Ge- nicht von der Regierung geschickt, wie hiesige Blätter irrthümlich gemeldet sellschaft durch leichtsinnige Verwaltung zu Grunde gegangen, rote im letzten Ratten, sondern der Regierung durch den „Hülfsverein für die türkisch-serbischen cvakte bie Düsseldorfer Gewerbebank, so erhebt sich fast regelmäßig der Ruf Verwundeten" abgetauft worden.
nach Beseitigung der Solidarhast, welche ihren Zweck nicht erfülle. (Nicht nach
Aushebung, sondern nach schärferer Sicherstellung der Ausführung geht das Kervie».
berechtigte Verlangen.) Darauf ist zu antworten: Die «Lolidarhaft allein Belgrad, 29. August. (Amtliche Meldung.) Nachdem der 27. August fbut es freilich nicht, mit der Solidarhast kann eine Gesellschaft zu Grunde 0^ne Kampf verlaufen war, ließ sich gestern auf der ganzen Linie Alexinatz- gehen, ohne dieselbe muß sie zu Grunde gehen. Das wichtigste Element an Msch Gewehrfeuer vernehmen. Die Türken griffen unter Benutzung des Waldnern Genoffenschaftswesen ist die kühle Hinweisung auf die eigene Kraft der Terrains Mittags den linken Flügel der Serben an. Der Kampf im Walde Genoffen, die planmäßige Abmahnung von der Anwendung aller Wundercuxen dauerte bis 5 Uhr. Die beständig geschlagenen Türken erneuerten ihre Angriffe unb Geheimmittel." mit großer Kraft; endlich wurden sie durch einen Bajonnet-Angriff beroutirt
Berlin, 29. August. Die Untersuchungs-Commission über das PaUnt- un^ ^e^en ^rc sämmtlichen Todten, auch viel Munition und Waffen auf bem Wesen würbe heute unter bem Vorsitze bes Ministerial-Directors Jacobe eroff- Schlachtfelde zurück. Namentlich erlitt die Cavallerie der Baschi-Bozuks unb tut; ungefähr 18 Sachverständige unb Vertreter der Industrie waren anwesend. Tschexkeffen große Verluste an Menschen und Waffen. — Ein Angriff der Die erste Frage, ob überhaupt Patent-Schutz stattfinden solle, wurde von allen <£grfen gegen Klein-Zwornik wurde zurückgeschlagen.
Stimmen bis auf eine bejaht. £
Berlin, 30. August. Der „Prov-Corresp." zufolge sind dre Pro- vinzial-Behörden angewiesen, die Vorbereitungen für die Landtags - Wahlen so zeitig zu treffen, daß die Abgrenzung der Urwahl-Bezirke, die Ausstellung und Auslegung der Urwähler-Listen, sowie der Abtheilungs-Listen bis Mitte October


