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Auch Okstrrretch scheint von dem Kampfe nicht verschont bleiben zu sollen, welcher von Rom an» gcgen den modernen Staat unternommen morden ist. Frei­lich wird derselbe nicht die Dimenfloeen annehmen, mie bei un» im Dentschen Reich; dazu ist schon der Lnlatz, die Bcrathong dts Gesetzentwurfes über die Re­organisation der Univcrsilät-dehörden im Herrenhauie, ein viel zu geriuzsügiger. D.r Larbinal Fürst Schwarzenberg beantragte, die Vorlage an die Regierung ziruckzuweise,, uw vor Weiterem die Rechlsvcrhältnist der Wiener und Prag.r Universität einer genaueren Feststellung tu nnteeziehen. Rach den Latecedencier' des Fürsten kann es für Niemanden einem Zweifel unterliegen, tatz er *nt t ^Feststellung der Rechtsverhältnisse" lediglich eie Feststellung der Rechte der K.rche über vie Universität versteht. Der Antrag wurde jedoch zurückgewies n und die Diskussion de, Ekictzkntwnrfes ans den 28. d. Vits, ong,setzt, bei welcher Ge- legenh.it die eler'ealen und die reßierungssrenutzlichtn Elemente des österreichisch n Herrenhauses auseinander platzen »erde».

Schwei;.

Aecbt kölnisches Wnsfer von Jean Maria Aarina.

Meine Niederlage davon in der (S^pMion bei Siebener Anzeigers empfehle ich zu 8 ft. per Dutzend, 4 fl ver halbes Dutzend und 45 f per Slaa gehorsamst Johann Maria Karina tn Köln

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Diocesantinkuafte beantragen. Auch solle, veehantlungen über die Rrvisto, des D'oersa,Vertrages eröffnet, und die hierüber gefotzte, Beschlüsse dnrch den v,,d.sr,ih « de, väpstl.chen Stuhl geleitet »erde». Diese dnechare,sende, M-tzregel, dursten vielleicht, sore.t es die sch-e.zer Verhältnisse bctr sst, in tee Kampfe gegen Rom sich als probat erweisen. Anders woge, die Dinge hei uns liege,, obscho, auch die deutschen B'schofe, tretz der zur Sch,, getragene, Zu. versicht, das tiefste Unbehagen nicht verderge, können, welches ihnen die steil»« Sesetzraardert des preutz.sche, »bgeordnetenhanses ans kirchliche, Gcb.ete vern.sachl. Das neue, für den Anfang des Frühjahrs anberaowte Coaclave zu Fulda mied wahrschtinlich diese veklemmungen auch znr K.nntnij der Laie,welt bringen.

Krankreict».

Pari-, 27. Jan. Das Colonialblatt»ie* meldet, dztz am Roch, mittag des 6. Dccemder 1872 an per Thür der «atrie von »le ü v.tre a,l Guadrloupe e,n lekgramm angeschlagen »ar, worin die »bdaokana tu Drjli. r'n« * « ^publik wurde. DerMoniteur de la Montaa,«" erh.elt e* 241 ^"kmber von Rew Aork ein Idtgrae», worin gemeldet wurde. die Rational,ersammlung habe Versailles v.e Monarch-e proelam.rt. Hieraus er. -ellt, datz gewiss, Stute, als Ehongarnier das Säbelgerassel machle Keikrel seine, Antrag aus eine, Tadel gegen k.e Botschaft stellte und Dncrot sein-, Truppin schon Marschbefehl zum Losschlagen ertheilt hatte, de, S:ea der Mo. narchi- bereits für ei,e feststehende Sache behandelte, und Telegramme wie tu obige, io die Coloniee, schickten.

Spanien.

Madrid, 26. 3«n. Slmceit Sliittt >o. euer U.tartu«, tu Äogig« Bit ÄfiiSerriOe »ifftn, »orig Itglrcr tabt Öen« über t>ir t.iufaiefrit ui ter Untabrudmg bi« Sarhßc* aa;|«n»i« habt hort» müsse,, ßernaa bebe -aae« ayfgeboten, den Äomg z, beruhig!,, »j« ihm ftdo» ,1-, g,I,.,,n f,L Eie dlericale, aXrtt« natürli», tutz tiefer Berf.U »on unberutiab.ren Ibetie für »ie r.ticele »erlei fei« »ürte. 3n«wif4)en trifft erngflt.« nie frei, litte Nachricht ein: datz die Lande Eisarle i, der Provinz G,,puzcoa »ollßan- e.g geschlagen und gesprengt worden fei. Auch kündigt Gr, rat Morio,es ai Cfl6 er tn d baskischen Provinzen and Ravarra binnen kürz'ster F-,st die Rahe hergestellt haben werde. Das wäre sehr zu wünschen. In Malaga und Umae. grnd »erdin jetzt Werdun.,eu für die Carlisten oorgenowmen; der R reut erhält ein Handgeld von 500 Realen, wobei ihm ein täglicher Sold von 8 Reales l versprochen wird. Die Leute, welche dumm genug find, ans tz!e Verlockung e>n. zugehea, werde, nach Eatalonien befördert. Es scheint also, datz eie B pöe'e, sedr schlecht ansp^ssen; wahrscheinlich aber find eie geh..wen Werbunarn aar nicht so becentend, wie die Blätter fie wache,.

Belgien.

Sriiffti, 28. Jan. Kaiserin Eharlotte »on Meri'ro, das bodaueriswerlbe Opfer napoleonischer Politik u,d Treulostgk^t, tV §estordcn.

Deutschland.

Darmstadt, 29. Ian. Bei unserem Rachbarort Weiterstadt soll dewnachs ein camp de Chalons in kleinem Matzstah errichtet «erden. Die preutzische Mi­litärverwaltung ist nämlich im Begriff, eine, bedeutenden Sütercompler zn er­werben, aus welchem Baracken und sonstige Räumlichkeiie, für ungefähr 1000 Mann errichtet werden sollen. Cs solle, diese Raume den Artilleristen zur Unter- kuaft dienen, welche jeweilen, sei es von der Corps-Arttlerie des neunten, sei es von derjenigen anderer Armee -Eorps, zn Schietzüduuge,, welche auf dem bei Weiterstadt zu errichtenden ausgedehnt n Artillerie.Schiehplatz adgehalten werden sollen, obcommondirt werden. Man will da» Terrain zwischen Weiterstadt und Gritshel« als zu einem Schietzplatz in grotzartigem Matzstabe besonders geeignet gesunden haben.

Berlin, 27. Jan. Ein neues prvtestatische» Ketzergericht hat, wie schon kurz gemeldet, iw hannöverschen stattgefonden. Wie man demHaan, öoirm* "s Aurich meldet, ist Rector cSittermanu (über dessen Anklage wege, Theiluawe am Protestanteoverei, wir schon berichtet Haden) am 23. Januar »o« Hannover- scheu Eonfistorium kahl, verurtheilt worden, datz der Angeklagte seines Dienstes als' Rector der höheren Bürgerschule in E»ens zu entlassen, datz ihm, als Ean divaten der Theologie, die licenlia concionandi zu entziehen sei, datz ferner das Urtheil einstweilige Suspension von Amte mit sich führe, datz indessen mit Rück ficht ans den von dem Angeklagten geführten bürgerlich unbescholtenen Lebenswandel höheren Ort» die Bevilliging einer Pension beantragt werden soll.

Rector Gittermann soll nach allen von Ostfriesland kommenden Nachrichten etn in sittlicher Beziehung völlig tadelloses Leben geführt und als Lehrer unf Krühprediger einen großen Zufluß in seiner Gemeinde gehabt haben. Haupt- gegenständ der Anklage war seine Thätigkeit als Lehrer de» Protestant,nvereins i, Seriem. Insbesondere wurde ihm vorgeworfen, er habe bei seinem Unterricht verschiedene alttestamenklichc Erzählungen mit Sagen der elassischen Derzeit ver- glichen. Ferner habe er auch die leibliche Himmelfahrt Christi bestritten. Rur der Geist des grotzen Gründers unserer Religion sei tn tit Heimath des L chts zurückgekehrt, nicht sein Körper, der dc» ewigen Raturgesetzen unterlegen sei. Ein Hauptvorwnrf wurde ihm auch an» der Behauptung gemacht, Goliath sei nichl von David, sonder, »on einem gewissen El-Lhanan getöbtet worden. Die Cei thridigung durch Berufung aus Schleiermacher wurde auch hier für ungültig erklärt.

Berlill, 29. Jan. Die jüngsten Erklärungen de» Fürsten Bismarck im Abgeorbnetenhause werten, der ^Piov.-Eorresp." zufolge, unfehlbar den «us- gaugepunkt neuer Erwägungen und Gestaltungen inuevhalb der Reichsneewaltung bilden. Insofern werde der Wechsel im preutzische, Ministcrprästdium voraus ßchtlich eine bedeutsame Nachwirkung in der Entwickelung der Reichsangelegen- Helten babea.

Köln, 27. Ja, Der Superior der aufgelbsten Jesuiten - Niederlassung, Pater Rive, hat der hießgen Polizeibehörde die schriftliche Mittheilung gemacht, datz er seinen Wohnort in Frankfurt a. M. nehmen werde, zugleich aber ange- fragt, wie die Regierung ihn für die durch das Jesuitengesetz ihm geraubten Sud- fistenzmiitel schadlos zu halten gedenk,. Darauf schickte Polizripräsitent Drven» dem Fragesteller einen Polizisten zu, welcher zu der Erklärung ermächtigt war, datz es bei de« AusweisungSkeeret sein Bewenden habe, müsse, und Rive, wenn " nicht bi» Mont g die Stadt »erlassen habe, auf dem Schub befördert werden würbe. Der Peter dürfte nach dieser kategoetschtn Erklärung wohl schcn In Frankfurt eingetroffen sein.

Mllllchell, 29. Jan. Durch königlich,» Rescript wurden der Gouverneur , der Festung Ingolstadt Generalllenteiant Huetz nud der Eommandant dieser Festung Generalmajor Thiereck mit Pension zur Disposition gestillt, der Gouvtr- ' neue der Festung Germersheim, Generallieutenant Butz, zum Gouverneur von \ Ingolstadt, der Ulmer Festung»-Eommandant Generalmajor Dietl unter veför- d.rung zum Generallieutenant zum Gcuvrrnenr der Festung Geroiershei», der ' EommHndant de» Eabctten-Eorps Oberst Hrdberling zum Eommandeur der Festung Ingolstadt ernannt.

Bern, 27. Jan. Eine srantalöse Geschichte, die den Bundesrath zn einer ernsten Rüg, »cranlatzke, wird durch das Lui. Tagbl. verdienter Matzen zur offene liche» Kenntnitz gebracht. Obwalken, d. h. der Militärvorstznd von Odwalkrr. und die Militär Eommisston in gegenseitigem Einverständnitz, haben dem Bundes- rathe für die Jnternirte, Rechnung 134 Fr. 40 Rp., für 28 Tag, ,n viel Sole nnd verpflegnngskosten »errechnet. Der Banbesrath hat d,ese. Betrug entdeckt und drückt de» Herr, Re»iernl,g»ratb Rctnert, dem ne, erwählten Rationalratb mit dessen Vorwiffen kiele Handlung begangen und von de» fie kann zu ver- tuschen gesucht wurde, mit Schreiben vvw 23. Drermder ». I. fein Befremden und seine ernste M'tzdillignng über das ,inzeschlag,ne Verfahren und über dt, «r» unk Weise ans wie .straibare Handluugen »on Ihrer Behörde noch z. rechtfertigen gesucht werd,,." Die z, vl berechnete Suwme, d ei, Schützen- Lieutenant Röthli, bezog,, hat wie es scheint, ohne te, Dienst überhaupt gemach- zu haben, «ntz Okwalke, der französischen Re^iernng zurück»ergüien.

Einen enticheikenden Schritt gegen den Ultramo,ta,ismus unternimmt jetzt die Staatsgemalt in ker Schweiz. Wie man aus Bern melket, wird kie dortige Regierung auf der ber»Oist,hknt,n Dibcesanconferenz g-gen den störr gen Bischof dou Basel verschiedene Mabreaeln. u s v / it». ______

. _______________________ ____________lDbCTWd)r Eiskiibah», sowie fäuimtliche jollamtlicheo

tea 8,1,1 «atzttg-li, i i bi, SatKufcgu.g Kffdbri, bi« «pirtoig Formulare, find zu Haden bei W. Lire, am Mari,.

Wer eine Annonce

in hiesigen oder auswärtigen Blättern veröffentlichen will, erspart Mühe unb tz?o kosten, wenn er damit di, Unterzeichneten eauitragt. r-eren alleiniges und auSschlteck- licbes Geschäft es ist, Anzeigen in alle Zeitungen der Welt zum Orig-nal-Koftenpretse un» Obnr »«bmiprin, ,u b.fbrbmL Haalkngem »V Voglrr,

-rankfurt a. M., große Gallusftraße 1

P c a l I W p t i J.

. ^esse,. 30. Januar. Ein fremder Mann, der sich ÄaU Ullmann von Ramm. | nennt und Seifensieder ist, wurde gestern früh auf dem Vorplätze des Gasthauses zur 6ennr in seinem Blute lieaend gefundm, nn neue» äR.firr neben ihm. Ür hatte zwei Stich in de, linken Seite und gab auf Befragen an: er habe sich umbringen wollen, habe aber das Her, ni*t getroffen. Warum er sich entleiben wolle, sagte er nicht, lsr war mit Geld versehen unb X 'cheinend nicht in Roth, vielleicht ist der junge Mann gemüth»: oder in gelindem Grade anQA krank. Die Polizei bat denselben in das akademische Hospital ausnehmen la firn

In d,n letzten H Tagen sind in vier ver,chi,eenen Seichäftbhäujern amerikanisch, selten polizeilich eonfi»cirt wordni, weil sich Trichinen in denselben gefunden hatten.

(Gingesandt.)

Die neue Aula. Nachdem das sebr eigentbümliche Projekt: die neue Aula an eM (Snfcf der Dilbelm-strape, somit unter schwerster Schäolgung der Bür.ier'chott ton Gießen tr eine qroßk Entfernung von der Stadl - zudem die Absicht, an solche» Ge straße - zu stellen, mit geringen «usuabmen den gerechtesten und allgemeinsten Widerspruch c* funden hat, und durch dm bekanntm Smatsbeschlup destuitiv beseitigt ist, w,rd dermalen d,- vlatzfrage lebhaft diseutirt. Unseres Dafürhalten» hat bmba tu Bürg.-r cha't und be»t,hungs- weise der die Intereffen derselben »erlretmde Gemanderath die Pflicht, zu prüfe,- obfich tzw r^n der Umotrfiiät gewählte und gewünschte Platz - an der neuen «n lag,. :er Turn' gegenüber im Einklang mit den Intnesim der Stadt bennde? Diese» dürst, aber gerade bei dem von der Universität gewahltm Platze nach cllm Richtungm bin veUständiq der «d hin. Am öentTum ker Stakt, von allm Seiten nab, zugänglich, wird dre «ala 'ortm nni 1 Z'erde der sei bm san und durch diesm Platz allm vkrüattniff^n .eichmähiq Rechnona aetraae» I werden Der neb mit dem Gedanken, daß an d,e Stelle r ,,

stkhni kommt, nicht recht befreunden kann, möge bedmken, daß der schattige Gai-: auf dir Inlase I selbst bleibt, ebenso die Wege längs de» Schocrgrabms bl» an die Grenze tn Gebäudes und I daß Staat und Stadt da» schwere Geld, welche» für jedm anderen Platz ausaeaeben werbe, I wußte, zu notbwkndigen Verbesierungm in städtische, «ngdegaibdtm bmuxm »innen. Wt, I zwnfeln nicht, daß der Gemeinverath da» Inlerefie der Bürgerschaft wahre, unb dem durchaus l angemesimm Vorschläge und Wunsche der Univerfität seine .-justimmung rrtbalen werde. " ?

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