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vierteljährig 1 fl. 12 kr. tiit Vringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig
1 fl. 29 kr.
Gießener Anzeiger.
Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags.
Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1.
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen.
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Einladung Mm Abonnement
auf den
Gietzener Anzeiger
Derselbe erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Greßen vierteljährlich 1 1 Den ^eüherigen*AbvEnten der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch
im IV. Quartal 1873 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen.
Diejenigen, welche den Anzeiger Abends bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben zu i st. pro Quartal.
Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 1 fl- 29 kr. incl. /^^"lschlagS. Dieselben können nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren. — Damit wir nun in den Stand gesetzt sind, die Auflage des Blattes bestimmen zu können, ersuchen wir Alle, welche auf den Gießener Anzeiger abonniren wollen, dies sofort be. der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostboten zu thun, da wir uns sonst nicht verbindlich machen können, vollstandM Ermiplarc zu liefern.
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Amtlicher Theiß
------------ Gießen, am 24. September 1873.
Betreffend: Abverdienst der aus den Feldrügegerichtsperioden des Jahres 1872 herrührenden Feldstrafen.
Das GroKher^ogliche Kreisamt Kikizen
an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Burkhardsfelden, Dors-Gill, Eberstadt, Garbenteich, Gießen, Groß-Linden, Grüningen, Hattenrod, Lang-Göns, Sich, Ober-Hörgern und Treis a. d. Lda
Wir erinnern Sie an baldige Erledigung der Ihnen in obigem Betreff ertheilten Aufträge und an Rücksendung der bezüglichen Specralverzetchntffe binnen vier Wochen. Sollte diese Frist in einzelnen Fällen nicht eingehalten werden können, so erwarten wir Bericht über die obwaltenden Anstande.
v. Röder.
Gefundene Gegen ft ander
(5in mebrklinaiaes Taschenmesser, ein weißer Vorhang, ein Kinderjäckchen, ein Portemonnaies mit 25s'« kr. Inhalt, eine Spannkette.
EigenM , sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände aus Verlangen an die Finder zuruckgegeben oder
Wie®1n?£Ä®?Ä ttZi“ Großherzogliche Polizei - Verwaltung der Provinzial-Hauptstadt Gießen.
Cassel, den 12. September 1873.
General-Commando des
XI. ArmeeCorps.
Nachdem mit?//gestr^m Tage'die''Hn^sti^ der 22. Division und der Großh-rzoglich Hessischen (25.) Division beendet worden fühle ich mich gedrungen, im Namen der mir unterstellten Truppen meinen Dank zu sagen für die gute Aufnahme, dte dieselben m den betreffenden greifen wahrend ber Herbstübungen gefunden haben und muß ich namentlich auch die Bereitwilligkett der Lokalbehorden anerkennen, mit welcher diese ihrerseits für die gute Uufnahme^der ^ßherzog^iche Ministerium wolle sehr gefälligst in geeigneter Weise diesen meinen Dank zur Kenntniß der bezüglichen Kreise bringen.
Der General der Infanterie und commandirender General des XL Armee-Corps: von Bose.
politischer Theil.
sogar auf das „Wohl der braven Armee" getrunken wurde, von welcher soeben die französischen Heere bis zur Erschöpfung geschlagen worden waren, da zerfloß der Traum einer Allianz und das Blatt des Präsidenten Thiers, „Bien Public", mußte sich damit begnügen, das Publikum zu versichern, daß die Zusammenkunft der drei Kaiser nicht im Entferntesten etwas Beunruhigendes für Frankreich habe, da alle Mächte die Aufrechthaltung des Friedens wünschen. Diese Neuigkeit wollte nicht viel sagen. An Krieg denkt ja Deutschland nicht, von Kriegsprojecten war also in Berlin keine Rede. Wir haben, was wir wünschen und verlangen konnten, Elsaß und Lothringen; wir mußten nächstens auch unsere Milliarden haben und mehr wollten wir ja nicht von Frankreich.
Heute sehen wir, wie man ähnlich, angesichts der Reise des Königs von Italien nach Wien und Berlin, in der officiellen und officiösen Welt den Friedfertigen spielt. Man erinnert sich noch der Erklärung, welche, vor einigen Tagen der Minister des Auswärtigen in der Sitzung der Permanenz-Commission der Nationalversammlung über den Hirtenbrief des Erzbischofs von Paris und die Erlasse der Bischöfe überhaupt, sowie über die auswärtige Politik der Regierung abgegeben hat. Der Minister sprach sich dahin aus, daß die fraglichen Erlasse, so achtenswerth auch immer die Stelle sei, von der sie ausgegangen, durchaus in keiner Beziehung zur Regierung stünden, daß ihre Verfasser keineswegs irgend einen Anspruch darauf machen könnten, int Namen der Regierung zu sprechen, daß sie weder die Verantwortlichkeit der letzteren herbeisühren, noch überhaupt auf die Entschlüsse derselben einen Einfluß haben . Was die auswärtige Politik angehe, so habe die Negierung zu wie-
Zur Stimmung in Frankreich.
Die vorjährige Drei-Kaiser-Begenung ließ Frankreich äußerlich ziemlich ruhig, wenn es auch im Innern kochte. Heute wird um die Reise des Kömgs Victor Emanuel mehr Lärm gemacht. Dte officiöse Welt verhält sich heute aber in Paris ähnlich wie vor einem Jahre. Man setzte im September 1872 einen Dämpfer auf die Revanchegelüste, gerade wie heute, wo es besonders gilt, die Ausschreitungen der clericalen Heißsporne zu desavouiren.
Die vor einem Jahre dem Deutschen Kaiser und Reich dargebrachte Huldigung lag schon in der bloßen Anwesenheit der beiden auswärtigen Monarchen; wollten sie ihre Reise einer solchen Deutung nicht aussetzen, so mußten sie dieselbe unterlassen. Daran knüpfte sich als weitere Consequenz, daß diese engen Beziehungen der drei großen Reiche zu einander eine mächtige Bürgschaft für die Befestigung friedlicher und geordneter Zustände, für die Erhaltung und Sicherung des europäischen Friedens gaben, Nicht als ob dabei an eine Art Liebig'sche Conservirung des Weltfriedens, auch nur auf ein Jahrzehnt hinein,
gedacht wurde 1
Aber vorderhand giebt es einmal unter den drei Reichen mehr verbindende, als trennende Elemente, dieses Verhältniß möglichst lange zu erhalten, liegt im Interesse jedes dieser drei Reiche; somit wird, wenn ein viertes Reich tu den nächsten Jahren diesen Frieden stören will, dasselbe vollständig isolirt fein. Dies merkten sich auch die Franzosen. Zuerst wollten sie durchaus nicht calauben, daß Kaiser Alerander sich aleichfalls, wie dies von Kaiser Hrauz ....., , , . . . .. .
Joseph schon ausgemacht war, nach Berlin begeben werde; denn dies paßteftöunten. Was die auswärtige Poltttk angehe, so habe die äieglerung zu wie- ja durchaus nicht zu der vielfach ausgesprochenen Idee einer russisch-franzosischeiftderholten Malen in ihren Botschaften und sonstigen Erlassen die Oesichts- Manz, oder zunächst nur einet Entfremdung zwischen Preußen und Rußland, chunkte, von denen sie ausgeht, und ihre lelteuden Grundsätze dargelegt. Das Als aber an der Reise des russischen Kaisers' nicht mehr zu zweifeln war undlZiel derselben ist dte Aufrechterhaltung des Friedens, der Eintracht und der


