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Erzbischofs L-dochowski, mit der ruhigen und apathisch-» Haltung, welche die Der damals im April zertrümmerte Altar der Lateiner wird auf Kosten der Geistlichkeit der begonnenen Ausführung der Kirchengcsehe gegenüber beobachtet, türkischen Regierung wieder h-rgestelld Die St. Helena - oder Saulenkirche t-nriiiaiis ttiibt ntfriebcu und sucht deshalb in einem Artikel, überschrieben i „An gehört nach wie vor den griechisch Orthodoxen, wie es die in ihren Händen
die Nrielker ' den aciitlickcn Fanatismus und Kampfesmnth anzufachen. Der befti,blichen Hatti-Scherifs besagen; die Lateiner haben »ach wie vor das Recht
u elleickt aus der Keder des Erzbischofs selbst stammende Artikel characterisirt, des Durchgangs, dürfen aber darin weder Proccssionen aufführen, noch Lita-
otll mittheiU, zimächst den Feind, der den Kampf gegen die »eien absingen. Statt der am 13. April abgerissenen und verschwundenen
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Grottenvorhänge sind dort jetzt Vorhänge von einfacher Leinwand; dabei bleibt
es, bis die Pforte eine besondere Verfügung erlassen haben wird.
Wechsel.
l/4
Vi
9 38—40
Pistolen
Amerik.
Bonds
1882r 963/4 1885r 98’,8 1887r 99
Börseunachrichten.
28. Juli 1873.
Baden 4,/2°/q ObL c. E. L. 101 ', Oesterr. Silberrente 655/b
„ Papierrente 61
tioldsorteu. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57—58
Actien.
Frankf. Bank 145 */«
Frankf. Vereins-Kasse 108
Darmst. Bankact. 395
Rheinische Hyp.-Bank 987s
Wien Bankaotien 1011
Oest. Creditact. 226 Vg
Galizien 118
Oesterreich.
Wien, 26. Juli Einer Meldung des „Pester Lloyd" znfolge wäre der Erzherzog Albrecht der Überbringer eines Handschreibens des Kaisers an den in Warschau weilenden Zaren, welches den Besuch des österreichischen Kaisers in Persburg für die zweite Hälfte des September ankündigt. Derselben Quelle zufolge würde der Besuch des Kaisers auch auf Moskau ausgedehnt werden.
Schweiz.
Bern, 26. Juli. Der Nationalrath hat die drei gegen Mermillod's Ausweisung eingereichten Necurse, wovon einer von 180 Genfer Katholiken, der zweite von der Genfer katholischen Geistlichkeit und der dritte von Mer- millod selbst ergriffen worden war, mit 79 gegen 23 Stimmen abgewiesen.
Türkei.
* Die Zeitung „Bassiretwelche auf einige Zeit unterdrückt worden war, weil sie eine türkische Flotte nach Sumatra hatte auslaufen lassen, darf wieder erscheinen, doch ist ihr bedeutet worden, sie möge sich künftig mit ihren Nachrichten besser in Achtzehnten. ,
Die Schlägerei, welche im April d. I. zu Bethlehem zwischen Griechen uud Lateinern innerhalb der Heilandskirche stattgefunden, veranlaßte bekanntlich die Pforte, Ziver Bey als besonderen Commissarius dorthin zu schicken. Dieser hat nun nach vielen Verhandlungen folgendes Abkommen zu Stande gebracht : Die Geistlichen beider Conscssionen, die sich an dem ärgerlichen Vorfälle bethei- ligt, die Oberen der Klöster von Bethlehem und deren Amtsverweser werden abgesetzt oder anderswohin verseht. Die Grottenvorhänge bei der Krippe und beim südlichen Thore werden von den Lateinern angefertigt, das Aushängen aber besorgt die türkische Negierung. Der Ort, um dessen Besitz sich Armenier und Lateiner streiten, der sogenannte Schrein, wird den letzteren zugesprochen.
Spanier, neuest. 3% 177/8
.....1881r 997/1
Sitdje‘unternommen häb^Hs solche» bezeichnet er 'den moderne» Liberalismus, der sich mit der neuprotestantische» Apostasie (Alikaiholtcismiis), den: Naiuralis- mus der Protestantenvereine, der Freimaurerloge und der „sogenannten' SDeuh; schen Wissenschaft verbunden und dadurch eine ungeheuere Macht erlangt habe. „Dieser mächtige Feind - heißt es weiter - wird noch unterstützt durch unsere Halbheit, Rathlosigkeit, Unentschiedenheit und Schwache. Es ist lech , in ben heitern Tagen der Ruhe und des Friedens zu sagen, daß man di- Wahrheit vertheidigen und lieber den Tod erleiden als den Glauben verleug n-n werd- • aber wen» die Gewitterwolke über unserem Haupte braust und tobt, dann ist es schwer und gar sehr schwer, von sich fern zu halten die Sophismen des Kl-inmuthes und di- mancherlei Ausreden der Geistesträgheit und Körperschwäche, die sich uns aufdrängen, um uns von der Erfüllung der heiligen Pflicht abzuhalten und das Gewissen zu b-schwichttg-u." Es folgt nun die dringendste Ermahnung an di-Geistlichkeit, sich zu dem heroischen Kampfes- muthe der Christen der ersten Jahrhunderte zu ermannen, mit deren Verfolgungen, Leiden und Martern Die kleinen Unannehmlichkeiten, die sich die hoch- müthigen herrschsüchtigen Bischöfe durch ihre» Trotz gegen das Staatsgesetz selbst zuziehen, ganz auf gleiche Linie gestellt werden. _
Bonn, 26. Jnli. Wie mir soeben von unterrichteter Seite mitgetheilt wird, ist das Gnadengesuch, welches der R-dactenr der „Deutschen R-ichs- äeitimg," Dr. Matzner, an den König gesandt hat, um eine Umwandlung der verschiedener Preßvergehen halber ihm zudietirt-n mehrmonatlichen Gefängniß- strafe in Festungshaft zu erlangen, abschlägig beschieden worden, und zwar mit dem Bemerken, daß der re Maßuer innerhalb 4 Tagen seine Strafe anzntre- ten habe. Die „Deutsche Reichs-Zeitung" muß also in den nächsten Monaten mit ihrem verantwortlichen Naddreher-Redact-nr vorlieb nehmen. Nun: „Be- sch-idenscheid verzieret immer selbst das schlechtste Frauenzimmer!"
Bonn, 27. Juli. Der Termin für die alikatholische Bischofsweihe ist jetzt definitiv festgestellt. Dieselbe wird nicht, wie jüngst eine durch die Presse laufende Berliner Nachricht meldete, am 3., sondern am 11. August in Rotterdam durch den Bischos von Deventer vorgenommen. Letzterer eonseerirt nm 5. August den neuen Bischof von Haarlem, Rinkel, welcher mit dem Ca- pitularvicar von Utrecht bei der Bischofsweihe R-ink-ns' als Assistent fungirt.
n doppelte 9 38—40 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 30—32 20 Frankenst. 9 20—21 Engi. Sover. 11 46—48 Russ. Imper. 9 39—41 Dollar in Gold 2 25—26
Vermischtes.
Aus Oberhessen, 25. Juli. Der „Fr. Z." wird über die nunmehr festgestellte Frequenz und die Betriebseinnahmen der Oberhessischen Bahnen pro Juni nebst Se- mestralabschluß geschrieben: Dieselbe ergibt pro Juni d. I. eine Einnahme von 40594 fl. gegen 30591 fl im Juni 1872. Die Mehreinnahme von 10003 fl. vertheilt sich zu 7/io auf den Personenverkehr und 3/io auf den Güterverkehr. Während die Mehreinnahme im ersten Quartal schon 22,000 fl. gegen das Vorjahr betrug, ist dieselbe am Ende des 2. Quartals auf 56,006 fl gestiegen, was, wenn auch kein glänzendes, so doch immer ein recht erfreuliches Resultat ergibt. Die Gesammteinnahme pro 1873 belief sich am Schlüsse des Manats Juni auf 219,732 fl. 59 fr.
Grünberg. Nachdem in den letzten Wochen zu Wettsaasen und Ermenrod 2 kleine Brände Statt hatten, brannten am 17. d. in dem benachbarten Neinhardshain in dem kurzen Zeitraum von nur wenigen Stunden 14 Gebäude nieder. An Mobilien konnten bei der ungeheuren Schnelligkeit, mit welcher das Feuer um sich griff (es gingen 5 Gebäude zu gleicher Zeit in Flammen auf), nur sehr wenige gerettet werden. Die Bewohner hatten kaum so viel Zeit, um das Vieh aus den Ställen in's Freie zu treiben. Bei den Bränden in Wettsaasen und Ermenrod ist die Ursache derselben bis jetzt unbekannt; bezüglich des Brandes in Neinhardshain ist ein Geisteskranker aus Groß-Buseck als der Brandlegung verdächtig, gefänglich eingezogen. — Bei dem Gewitter am Abend des 18. Juli wurden in einem Stalle zu Ruppertenrod 2 Stück Rindvieh vom Blitz erschlagen. ,
Mainz. Der M. A. schreibt: Ein erschütterndes Drama spielte sich gestern Nachmittag auf der Gustavsburg ad. Von einem Augenzeugen erfahren wir darüber: „Ich wollte", so erzählte unser Gewährsmann, „gestern Nachmittag nach 4 Uhr von der Gustavsburg über die Eisenbahnbrücke nach Mainz gehen, als ich van der Brücke aus unten auf den nach dem Rheinarm sich hinziehenden Wiesen eine Frau mit zwei Kindern gewahrte, welche nach dem Wasser zugingcn. Die Frau war sauber schwarz gekleidet und in dem Alter Dun ungefähr 30 Jahren. Ein Bübchen, das sie an der Hand führte, machte 4 und das Kind, welches in ihren Armen ruhte, ungefähr i/a Jahr zählen. Da die Frau ziemlich vetstärt aussah, so ahnte mir nichts Gutes, wollte daher umkehren, um zu sehen, was die Frau oorhätte. Doch in dem Moment war sie an dem Wasser angekommen. Mir stockte das Blut in den Adern--ich wollte
um Hülfe rufen, doch der Ton blieb wie gebannt in der Kehle--die Frau hatte
ihr Bübchen weit hinaus in die Wellen geschleudert und sich mit ihrem jüngsten Kind nachgestürzt----Noch einmal öffnete sich das nasse Grad, die Kleider der
Unglücklichen wurden noch einen Augenblick sichtbar und dann — war alles still. Es war mir nicht möglich, länger an der Stelle des dreifachen Mordes zu weilen, ich eilte hinweg, denn es war nur als hörte ich in der Ferne das Gewimmer der Klemen und das wahnsinnige Lachen ihrer Mörderin." — Nachträglich erfahren wir, daß die be- klagenswerthe Frau die Gattin eines in einer hiesigen Möbelfabrik beschäftigten Schreiners F. sei und wäre angeblich ehelicher Zwist Veranlassung zu dieser ver- zweifeliiden Thal gewesen-
Preuss. 41/3°/o Oblig. 104 Frankf. 3Vz% Oblig. 87 Nass. 4V2o/o Obi. 96 Kurhess. 4°,° „ 96'/, Gr. Hess. 5% Obi. —
„ , 4% n 98V,
n n 3*/2% " —
Bayer. 5% « —
„ 4‘zaO/o 1jährige 102 „ 4° q 1jährige 96'/4
Wurtemb. 472% Obi. 101',
Actien.
5% östr. F. St. E. B. 349 ;/2 Lombard. Bahn 194'/2 Ludwigsh. Bexbach 187'/< Maxbahn 131
Bayer. Ostbahn 119 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. — Oberhessen „_____—
Prioritäten.
3°/o östr. Stsb. Prior. 60’/, 3% östr s. Lombard 493/t 3° o Livorneser 33'/?
5% Toscaner 54'/2 5% Elisabeth.-Prior. 83'/4 do. II. Emiss. 82
Anleliensloose.
Darmstädter fl. 50Loose —
n n 25 „ -
Kurh. 40 Thlr. Loose 691/4 Nassau 25 fl. 453/4 Braunschweiger 23 30 0 Oldenburg. ä40Thlr. 37'/4 4°zq bayr. Präm.-Anl. 111 4°/0 badische Locse 1093 0 Badische fl. 35 Louse 687t Oestr. fl. 250 v. 1854 92?/b 1868r Prioritätsloose 198 1840r Loose 93 7* 1865r „ —
Amsterdam
k.. S. 981/4
Augsburg
k. 8. 100
Berlin
k. S 1047,
Bremen
k. S. 1051/e
Brüssel
k. S. 93i/4
Hamburg
k. S. 1051/g
Leipzig
k. S. 105
London
k. 8. 1177/2
Lyon
k. 8. —
Paris
k. S. 92%
Wien
k. 8. 1047s
ditto
m. 8. IOI74
ditto
1. S. 104%
Disconto 5
0/0
Aststeineiner Anzeiger.
besondere Bekanntmachung Bekanntmachung.
3451) Die am 15. d. Mts. fällig gewesenen Pachtgelder von städtischen Triebvierteln können in den ersten 8 Tagen an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag ohne Kosten zur hiesigen Stadtkaffe bezahlt werden.
Gießen, den 28. Juli 1873.
Der Stadtrentmeister: Enders.
Verkauf zum Abbruch. 3438) Samstag den 2. August 1873, Mittags 1 Uhr,
soll auf hiesigem Rathhause ein zweistöckige-
Wohnhaus, 6,3 Meter lang, 5,5 Meter tief, zum Abbruch öffenlich versteigert werden.
Lich, den 25. Juli 1873.
Großherzogliche Bürgermeisterei Lich.
I- A.:
K- Schön, Bezirksbauaufseher.
Verkauf v. Bahnschwelleu.
3447) Freitag den 1. August d. I. sollen auf dem Bahnhof zu Gießen eine große Partie alter Bahnschwellen öffentlich an die Meistbietenden verkaust werden.
Der Anfang ist des Nachmittags um 3 Uhr dem Postgebäude gegenüber.
Gießen, den 28. Juli 1873.
Der Bahnmeister: Gerhard.
Ieilgeöotenes.
Oelfarben, trocken, sowie in Oel auf's Feinste gerieben; Pinsel, Firnisse in allen Sorten und sämmtliche Ingredienzien für Fußbodenanstrich billigst bet
E rn st Hermes, (3352)
2818) Backsteine, im Ofen gebrannt, empfiehlt
W. Delgehansen Nachfolger L. Wolshofer aus Weilbnrg a. d. Lahn.
§ Neue holl. Dollhäringe
empfiehlt Emil Fischbach.
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3460) Wir halten einfache Wagen-Drehscheiben für 400 Ckr. Belastung, sowie Weichen für Nebengeleise stets auf Lager.
Win<lhofl\ Deelerft 4’ <"«•'
Eisengießerei und Maschinenfabrik,
Lingen a. d. binS.


