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Italien.

Nom, 26. Mai. Die Chefs der hiesigen Abtheilung der Jnternüttoua- len wurden verhaftet und wichtige Documente bei ihnen mit Beschlag gelegt. Unter den Verhafteten befindet sich kein Römer. Die Deputirtenkammer genehmigte die noch übrig gebliebenen Artikel des Klostergesetzes.

Lokal-Notiz.

Gießen, 25. Mai. Die Frage über den Platz für das neueUniversttätsgebäude soll entschieden und nun doch der von der Stadt zuerst angebotene und von der Universität zuerst so entschieden abgelehnte Platz in der Stcphansmark gewählt sein. Das Ganze soll sich so entwickelt haben: Die Universität hat vor Allem einen Platz gewünscht, aus welchem früher oder später die Institute der Universität, deren Verlegung wünschcnswerth und nach allen Ver­hältnissen möglich sei, als das chemische Laboratorium, das physikalische Institut, die Sammlun­gen und Hörsäle für das Forstinstitut u. s. w., zusammen gelegt werden könnten. Dazu schien nun der Platz in der neuen Anlage mit dem unmittelbar gegenüber liegenden, ebenfalls noch

mit 865,078 Tblr.), theils in der mäßigen Ausgabe für Sterbefälle (2 ' 25 Thlr. unter der rechnunasmäßigen Erwartung), theils in den geringen Verwaltungskosten, welche nur wenig über 5Vs Procent der Jahreseinnahme betrugen. Freilich war da« ThatlgkeUsgebiet der Bank im vorigen Jahre von größeren Epidemteen glücklich ver­tont geblieben. Die Blättern-Epidemie des Jahres 1871 erlosch beinahe überall in ?ZUtX$Ianb schon gegen Ausgang des zweiten Vierteljahres 1872. Von den im Ganzen 841 Theühabcrn, welche die Bank im vorigen Jahre durch den Tod verlor, fielen nur Erkrankung an Blattern zum Opfer; aber zwei Drittheile von diesen Stcrbe- fallen ereigneten sich im ersten Viertel des Jahres. Uebrigens zeigte sich auch im vorigen Jahre aufs Neue der Segen der wiederholten Impfung. Es ist auch diesmal kein Versicherter an den Blattern gestorben, der diese Vorsichtsmaaßregel ange­wendet hatte.

Im Ganzen waren während des vorigen Jahres 1,416,500 Thlr für 827 Sterbe­fälle zu vergüten.

Der Fonds der Bank stieg durch obigen Zuwachs auf 19,418,208 Thlr. und umfaßt 15,204,833 Thlr. Prämienreierve und Prämien-Uebertrag, sowie 3,883,553 Thlr. reine Ueberschüsse. Letztere kommen in den nächsten 5 Jahren (1873 mit 35 Procent der Prämie) zur Vertheilung.

freien und der Stadt gehörenden Platze durchaus passend, der zugleich durch seine Lage mitten in der Stadt ebenso den Interessen der Bürgerschaft als der Universität gerecht geworden wäre. Aber ganz abgesehen von dem Wunsche des Magistrats, die neue Anlage unbebaut zu erhalten und den gegenüber liegenden Platz für das neue Gymnasium bestimmt zu sehen, soll nun in der letzten Berathung des akademischen Senats noch die Nvthwendigkeit, ein, noch größeres akademi­sches Institut als die schon genannten, ebenfalls zu verlegen, zur Sprache unv Anerkennung gebracht und nun von den Bau-Technikern des akademischen Senates selbst auf das Entschie­denste erklärt worden sein, daß für das so erweiterte Bedürfnis; der Platz in der neuen Anlage nicht zureiche, selbst wenn er der Universität in der gewünschten Ausdehnung gewährt werde. Da nun gegen den in der mündlichen Verhandlung zwischen Universität und Gemeinderath vor- geschlagenen neuen Platz sich noch größere Bedenken erhoben hätten, so habe die Universität sich nun doch für die Stephans-Mark entschieden, wie es freilich die Consequenz verlangte, wenn die Universität ihrem Hauptgedanken, der Zusammenlegung der Universitäts-Gebäude und Insti­tute, nicht untreu werden wollte. (Fr. I.)

Gotha, 24. Mai. Der Rechenschaftsbericht der hiesigen Lebensversiche­rungsbank für 1872, welcher jetzt den Ausschüssen der Versicherten zur Prüfung vor­liegt und demnächst veröffentlicht werden wird, liefert Nachweis über die sehr günstigen Ergebnisse dieser Periode Der Zugang an neuen Versicherungen betrug 3511 Personen mit einer Versicherungssumme von 8,277,500 Thlr. Kein früheres Jahr hatte einen so starken Zugang aufzuweisen. Nach Abzug des mäßigen Abganges, der, soweit er bei Lebzeiten Statt fand, nur V2 Procent des ganzen Versicherungsbestandes betrug, erhob sich dieser Bestand für den Jahresschluß auf 40,460 Personen mit 78,411,400 Thlr. Versicherungssumme und es fand im Vergleich mit dem Bestände am Anfang des Jahres ein reiner Zuwachs von 2379 Personen mit 6,226,000 Thlr. Statt.

Gleich günstig waren die finanziellen Ergebnisse des vorigen Jahres. Die Ein­nahme an Prämien und Zinsen stieg im Vergleich mit 1871 um 248,073 Thlr. und betrug 3,592,614 Thlr. Nach Abzug der in 2,427,145 Thlr. bestehenden Ausgabe stellt sich ein Zuwachs zum Bankfonds von 1,165,499 Thr. und nach Feststellung der Bilanz ein reiner Ueberschuß für 1872 von 1,007,133 Thlr. heraus. Beide Be- Iräße sind bedeutender, als in jedem früheren Jahre. Der Grund dieses günstigen Resultates liegt theils in dem guten Zinsertrag des Bankvermögens (4.87 Procent,

Börsennachrichten.

27. Mai 1873.

Preuss. 41;30/0 Oblig. 104 Frankf. 3 V2°/o Oblig. 87 Naas. 4i/?, o Obi. 100 Kurhess. 40,0

Gr. Hess. 5% Obi.

n , 40/g 99

n n 31/2% » 96

Bayer. 50/0

» 4% O,o 1jährige 100%

n 40 0 1jährige 91%

Würtemb. 4/2o/o Obi. 100 Baden 4 »/2°/o Obi. c. E. L. 100 Oesterr. Silberrente 64%

Papierrente 60 Spanier, neuest. 3% 19'/? Amerik. Bonds 1881r 97% » « 1882r 953/s

1885r 96>/s

» n 1887r 961/8

Actien«

Frankf. Bank 140

Frankf. Vereins-Kasse 123

Darmst. Bankact. 425

Wien Bankactien 990

Oest. Creditact. 294

Galizien

Actien.

50/0 östr. F. St. E. B. 339 Lombard. Bahn 192!/2 Ludwigsh. Bexbach

Maxbahn 129

Bayer. Ostbahn 121 Rhein-Nahebahn-Act. Hess. Ludwigsb.-Act. Oberhessen n

WecliseL

Amsterdam k.. S. 97t/4

Augsburg k. S. 100

Berlin k. 8 104?/8

Bremen k. S. 105%

Brüssel k. S. 923/b

Hamburg k. S. 105%

Leipzig k. S. 105

London k. 8. 1173/e

Lyon k. S.

Paris k. S. 9N/g

Wien k. S. 1048/4

ditto m. S. IO41/4

ditto 1. 8. 104

Disconto 6 °/°

Prioritäten» 3° o östr. Stsb. Prior. 5b3/4 3% östr s. Lombard 49% 3°/o Livorneser 34*/b 5u,o Toscaner 553,8 5°/o Elisabeth.-Prior. 84 Va do. II. Emiss. 81

Goldsorteiie

fl. kr.

Pr. Friedrdor 9 5657 Pistolen . . 9 3840 doppelte 9 3840 Holl. fl. 10 St. 9 5254 Ducaten . . 5 3032 20 Frankenst. 9 17/818J/2 Engi. Sover. 11 4244 Russ. Imper. 9 3941 Dollar in Gold 2 2526

Anleliensloose» Darmstädter fl. 50Loose n 25 __

Kurh. 40 Thlr. Loose 72*/4 Nassau 25 fl. Braunschweiger 23Vg 30 g Oldenburg, ä 40Thlr. 377/b 40/g bayr. Präm.-Anl. 111 40/g badische Locse Badische fl. 35 Loose 695/ö Oestr. fl. 250 v. 1854 1858r Prioritätsloose 206 1860r Loose 91*/4 1864r 171

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2538) Donnerstag den 29. Mai, Nachmittags 2 Uhr, I lasse ich die diesjährige Graserndte von:

Klftr.

165 Wiele an der Marburger Chaussee,

234 daselbst,

327 bei dem Fürstenbrunncn,

s ersteigern.

Gießen, den 25. Mai 1873.

Iughard

besondere Zäekanntmachung Edictalladung.

2080) Nachdem Großherzogliches Hofge- der Provinz Oberhessen über das Ver­mögen des Heinrich Rohm von Wieseck den förmlichen Concurs erkannt hat, werden alle Diejenigen, welche Forderungen oder sonstige Ansprüche an denselben zu bilden haben, aufgefordert, solche im Termin

Dienstag den 24. Juni d. I., Vormittags 9 Uhr, dahier anzumelden und mit etwaigen Vor­zugsrechten zu begründen, widrigenfalls stillschweigender Ausschluß von der Masse erfolgen wird. In diesem Termin soll zu­gleich ein Arrangement versucht und in wessen Entstehung zur Wahl eines Gläubiger- ausschusses und Massecurators geschritten werden. Die durch gehörig Bevollmächtigte nicht vertretenen Gläubiger werden deßhalb insoweit als den Beschlüssen der Mehrheit der erscheinenden. Gläubiger beitretend an­gesehen werden.

Gießen, den 24. April 1873.

Großherzogliches Landgericht Gießen.

Bötticher, Bramm, Landrichter. Landger.-Affessrr.

Versteigerungen.

Bekanntmachung.

2521) Auf dem für das neue Garnison- Lazareth bestimmten Bauplatze in der Brau- gafse wird die diesjährige Graserndte

Freitag den 30. d. Mts.,

Vormittags 10 Uhr, auf dem Büreau des unterzeichneten Garnifon- Lazareths öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Gleichzeitig soll der neben der Wiese befindliche Grabgarten für das laufende Jahr in Pacht gegeben werden. Die näheren Bedingungen werden bei der Versteigerung bekannt gemacht.

Gießen, den 22. Mai 1873. Grvßhcrzogliches Garnison - Lazareth.

Bauholzvcrsteigerung.

2546) In der Freiherrlich v. Milchling'- schen Mitgebrauchswaldung Oberseilbach, Oberförsterei Treis a/L-, sollen

Dienstag den 3. Juni er.,

Vormittags präcis 10 Uhr,

5 Eichen-Stämme von 7 bis 10 Meter Länge und 32 bis 50 Centimeter Durch­messer, öffentlich meistbietend versteigert werden. Kauflustige wollen sich in der bezeichneten Waldung am Pfad von Treis nach Alt- Buseck einfinden.

Treis a L-, am 25. Mai 1873.

Die Freiherrlich v. Milchling'sche Administration:

Kehr, Lehrer, k. A.

Aeilgebotenes.

2556) Feinstes Blüthenmehl, neue Matjes - Häringe und gute Tafel­pflaumen empfiehlt I. Haggenmüller, ________________________Frankfurterstraße.

2548) Mehrere Wagen Kuhmist sind zu verkaufen bei L. Wolf, Wallthor.

2553) Circa 3 Morgen Klee, auf meinem Grundstücke an der Bahn, zu verkaufen. August Schlessinger.

2541) Ente Kartoffeln find zu ver­kaufen bei Enders,

________________________Stadtrentmeister. \

Kösiigs-Reisstärke, unübertroffenes Fabrikat zum Stärken der Wäsche, empfiehlt

(1613)__________Emil Fischbach.

2194) Ich beabsichtige, mein Haus in der Brandgasse Lit. A. Nr. 202 nebst Zubehör zu verkaufen.

_______Heinr. Carl Magnus.

Borsdorfcr Aepfelmm tu bekannter Güte empfehlen (2226) I. A. Busch Sühne.

2543) Zwei Feuftertrlttc mit Schub- laden bei_________Schreinermeister B e st.

Neue Maries - Häringe

find eingetroffen bei (2377) I. A. Busch Söhne.

2539) Fourntere zu circa 1000 Cigarren- kistchen werden billig abgegeben. Selters­berg E. Nr. 3.

W Beachtenswertho Anzeige. | Zwei Engländer,

die durch ungünstige Verbindung mit einem Geschäftshause Berlins bedeu- [ tende Verluste erlitten und es ihnen noch besonders geglückt hat, einen I großen Theil von ihren Fabrikaten zu retten, haben'diese Bestände bei V ihrer Zurückreise nach London, um schnell damit zu räumen, mir zum | schleunigen Verkauf übergeben und habe ich diese Maaren im Hotel l Einhorn, parterre rechts, zum Verkauf ausgestellt.

Das Lager bietet den hohen' Herrschaften Gießens und Umgegend

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das Dutzend von 11/3 Thaler an bis zu den feinsten. Hansmacherleinen in Stücken von 30 Meter von 5y4 Thlr. au. Gebleichte Küchenhandtücher, das Stück von 3334 Meter zu 4*/4 Thlr.

Um das geehrte Pulbikurn beim Einkauf sicher zu stellen, sichere ich demjenigen Käufer

500 Thaler

zu, der von mir ein Stück für reines Leinen kauft und nach vorgenommener 0 chemischer Prüfung des Gewebes sich das Gegentheil beweisen sollte.

Der Verkauf beginnt Montag den 26. d. M. und dauert unwiderruf- 1 lich bis Freitag den 30. Mai Abends.

Um baldigen Besuch bittet ergebenst. (2488) I

bei Earl Frech

in Glas, Porzellan, lackirtem Blech, Galanterie-Sachen, Reise- nnd Schultaschen, Necessaires, Lampen, Leuchtern, Standuhren, Gold- leisten , Seidenhüten, Kinderspielsachen, Haushaltungsgegenständen, Oefen, Gußwaaien, Eisen, Stahl, Sicheln, Sensen, Sttohmessern, Ketten, Spaten, Schippen, Handwerkszeugen und verschiedenen anderen Maaren.

Versteigerung wird keine vorgenommen.

(2280)