Aus Memphis (Tennessee) kommen grauenerregende Schilderungen des dort herr-
Weclisel
Amsterdam
4
9 42—44
Pistolen
1864r
150
Aecht kölnisches Wasser
ae'sunder und starker Mann, zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl per halbes Dutzend und 45 fr. per Glas gehorsamst en ckeinlick bessere Tage ge-' Johann Maria Fartna in Köln.
ss->
Börsennachrichten.
26. November 1873
Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto
Disconto
östr s. Lombard 49
Livorneser 33 ,/<
Toscaner 54
Elisabeth.-Prior. 92
Maxbahn 129'/2 Bayer. Ostbahn 116 Rhein-Nahebahn-AcL Hess. Ludwigsb.-Act.
Oberhessen „
29' . 152 74
Actien«
Frankf. Bank 147'/2
Frankf. Vereins-Kasse 88
Darmst. Bankact. 377 Rheinische Hyp.-Bank — Wien Bankactien 1001 Oest. Creditact. 233 Galizien —
Cholera, des gelben Fiebers, in Folge der Börsenkrisis endlich, welche den Fall der ersten Bankhäuser in Memphis herbeifübrte, ist die Einwohnerzahl auf 8—10,000 herabgesunken und sind die Zurückgebliebenen namenlosem Elende preisgcgeben. Zahlreiche Deutsche haben sich mit ihren Familien in Memphis angesiedelt.
— Seitens der Polizeibehörde in Berlin ist von Neuem verlangt worden, daß den Angestellten der Feuerwehr, namentlich den Feuerwehrmännern und Ober-Feuerwehrmännern, welche im Dienst beim Feuer selbst beschädigt oder nach längerer Dienstzeit dienstunfähig werden, Pensionen und Unterstützungen Seitens der Stadt bewilligt werden. Der erhobene Anspruch wird von dem Minister des Innern unterstützt. Und wir meinen, mit vollem Rechte. Es wäre an der Zeit, auch für die Hess. Städte Aehnliches ins Auge zu fassen.
— Das Deutsche Dampfschiff „Göthe," Capt. I. A. Wilson, von der Adler-Linie in Hamburg, welches am 13. November er. von Hamburg abgegangen, ist nach einer Reise von 12 Tagen am 25. November wohlbehalten in New-Jork angckommen.
Prioritäten.
3% östr. Stsb.-Prior. 60'/2
von Jean Maria Farina.
Meine Niederlage davon in der Expedition des Giehener Anzeigers empfehle ich
Börsenberichte.
Frankfurt a. M., 26. November. Die Stimmung der Börse war heute wieder eine festere. Von günstigem Einfluß zeigte sich die Nachricht von einer in Kürze stattsindenden Herabsetzung des englischen Bankoiscontos um 20/0. Die gestrige Flauheit Berlins führt man jetzt auf Manöver der Contremine zurück, welche die in Blanco verkauften Stücke wieder billig zurückkaufen wollte. Zu welchen Mitteln die Contremine greift, um ihre Zwecke zu erreichen, beweisen Berichte in gestrigen Berliner Blättern, wo, als Ursache der matteren Tendenz, Gerüchte über bevorstehende bedeutende Fallissements in Frankfurt a. M. angegeben werden. Es scheint, daß diese absurden Gerüchte, an denen kein wahres Wort ist, an der Berliner Börse, wie die von dort gesandten Notirungen darthun, einigen Glauben fanden. Im Verlauf des heutigen Geschäftes wurde die gute Stimmung unseres Platzes noch durch die bessere Haltung Berlins befestigt und waren es am Sheculationsmarkte namentlich Creditactien, welche davon profitirten. Dieselben bewegten sich zwischen 232 — 2'/2 und 23/4. In Liquidation zahlten Creditactien einen Deport von circa 48 Kr. — Staatsbahnactie» eröffneten mit 341-14 und schlossen 34074, Lombarden blieben 175. Von Oesterr. Bahnen sind Galizier höher. Banken zeigten sich im Ganzen behauptet. Prov.-Disconto schlossen 9O'/2( um 33/4o/o besser, wie gestern, in Folge eines theilweisen Dementis der über das Institut umlaufenden Nachrichten. Staats- onds waren fest. Am Looseffectenmarkte fand ein reges Geschäft statt. Große und kleine Mailänder sowie Bukarester, Schwedische, Ansbacher und Bordeaux 100 Frc.-Loose hob er. Florenzer, Venediger und Triester stark offerirt. St. Louis und South Eastern offerirt und io/o niedriger. Fremde Devisen matter.
Goldsorten.
fl. kr.
Pr. Friedrdor 9 58—59
k. S. 99,') k. 8. 100 k. 8 1047 6 k. 8. 105'/. k. 8. 93'/.
k. 8. 105',R
k. 8. 105
k. 8. 119 k. 8. — k. 8. 93' z k. 8. 102:V4 m. 8. 1023 4
1. 8. K'2'/z °/o
3O/o 3O/o 5°/o 5°/o
Actien.
5% östr. F. St. E. B. 341'/2
Lombard. Bahn 176
Ludwigsh. Bexbach 188
„ doppelte 9 36—38 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankenst. 9 22—23 Engi. Sover. 11 51 — 53 Russ. Imper. 9 42 — 44 Dollar in Geld 2 25'/2- 26' 2
Preuss. 4', 2° o Oblig. 1013/g Frankf. 3'/g°/o Oblig. 81 Nass. 3'/2% Obi. 91'/2 Kurhess. 4° 0 „ — Gr. Hess. 5°/q Obi. — „ „ 40/0 „ 99',2
„ n 3'/2°/o r 96'/2
Bayer. 5°/0 » —
„ 4'/5°/o 1jährige 100‘/4
n 40 0 1jährige 953/,
Wiirtemb. 4 '/2o/o 0dl. 100' \ Baden 4'/20,q ObL e. E. L. 100 Oesterr. Silberrente 64'/2 „ Papierrente 60'/,
Spanier, neuest. 3% 15'/^ Amerik. Bonds 1881r 1007t, e „ 1882r 975/,
n 1885r 987/h n „ 1887r 100'/4
t Kn 4/' TÄbWmÄÄmS.
antmr gxKuHon,8b« Deliq'u-nt mit glüendcn Zangen gmfftn würbe, ebenmäßig 26 Alb. 15. Einen so sich selbst crhenckt, zu begraben, dem Scharffrichter vor seine Muhe 3. 16. Kopffcn, und den Kopff auf eine Stange zu stechen 5. 17. Lebendig zu vergraben oder ertranken, ist zwar dieser Orten nicht üblich, dafern gleichwohl eine von diesen Exekütronen sollte erkennt und vor; a nommen werden, solle dem Scharffrichter ebensoviel gebühren, wie vom Kopffen und Rad pfleckten nemblich 6. 18. An den Pranger zu stellen, zu brennen, und außzustreichen, zusammen 3. 19 An den Pranger zu stellen, und außzustreichen 2. 20. Allein an den Pranger zu stellen 1. 6. 21.' Auffm Thurm zu streichen 1. 26. Tortur. 22. Zu b.nden Schrauben an den Daumen, und Sclüenbein anzusetzcn, und aufzuziehcn, daß erste Viertel Stund 1. 23. Nachgehends von iedem Viertel Stund 1 24. Vorbehaltlich was den Scharffrichter hernach wegen wieder ein
gerichteter Glieder für seine Mühe, und anderes der Billigkeit nach gebühren mochte. 25. Zu binden, die Schrauben, wie vorgcmelt, anzulegen, und zumaufziehen die völlige Anstalt^zu machen, vom ersten viertel Stund 1. 26. 26. Hernach von jedem viertel Stund 1. 27 Mit
der Tortur zu terriren 1. 28. Falls nun vor specchcirte Executiones, und Torturae in den verpfändeten Aembtern, und Unterherrlichkertcn hiesigen Ertz-Stlffts oder wo derielbe keine Be^ stellung hat, vorgehen würde, solle dem Scharffrichter em Drlttheü mehreres a s vorgesetzt der Ursachen gegeben werden, weilen Jhro Churfürstl -Durchlaucht allem ohne Zuthun der Unterherren und Pfands-Inhabern demselben sein Zugelegtes Jahrgehalt reichen lassen. 29. Dann auch solle derselb allein von Unterherren und Pfand-Inhabern bei, allen vorfallenden Exc- cutionen gebraucht und kein Frembter dazu genommen werden. 30. Für Rech und Tags Geld werden ihm täglich 2 Gülden kölnisch zugelegt dergestalt jedoch daß wann er die Execution oder Tortur verrichtet derselbe kein Tag Gelo )u fordern haben sollen 31. Für Fahrgeld, wenn er zu Wasier reißet, solle demselben entrichtet werden, was jedes Orts ub- und gewöhnlich ist. Signatum Bonn, 15. Februari 1688." f. < f
— Laut Uebcrsicht des Postverkehrs im Großherzogthum Hessen in 1872 stellt sich auf fast allen Gebieten des Postverkehrs eine beträchtliche Zunahme gegen daS Vorjahr heraus. Namentlich stieg der Briefverkehr außerordentlich. Die Zay l der angekommenen Briefpost- gegenstände, die der Zahl der abgesandten annähernd gleich ,st^ betrug nn Ganzen 10 90o,678 Stück. Hiervon entfallen auf die Postanstalt 2,626,002, auf Darmstadt 1,4/2,598, auf Offen bach 723,780, auf Gießen 487,116 und auf Worms 485,406 Stück. An Zeitungen wurden bei sämmtlichen Postanstaltcn 4,24»,569 Nummern aufgegeben. Auswärtige Zeitungen wurden ' im 4. Quartal 1872 7308 Exemplare durch die Post bezogen. An Packeten und Geldiendungen wurden 1,019,394 Stück im'Werthc von st. 107,437,334 expedirt, an baaren Zahlungen fl. 4,507,801. Die Zahl der Postreisenden endlich betrug 89,437.
— (Wie man mit wilden — Thalerscheinen umzugehen hat.) Em Berliner Anwalt bekam am 24. Juli cr. einen kohlschwarzen und gänzlich unkenntlichen Einthalerschem des 'Herzogthums Meiningen. Da der Schein aus einer Unzahl von Stucken bestand und |eine Abstammung nur mit der Lupe zu erkennen war, so packte er ihn ein und sandte ihn nebst Begleitschreiben direct an den Herzog von Meiningen mit der Bitte, doch dafür gütigst Mitwirken zu wollen, daß dergleichen Geld ouS dem Verkehr gezogen und ihm an Stelle dieses Scheines ein guter preußischer Einthalerschein zugeschickt werde. In Folge dieses Schreibens erschien am 2. October ein Geldbriefträger bei dem resoluten Anwalt und überreichte demselben einen großen Schreibebrief mit fünf Herzoglichen Siegeln, der nachstehendes enthielt: „Aus Ihr geehrtes Schreiben vom 24. Juli cr. an Seine Hoheit den Herzog von Sachsen-Me.nmgen wird Ihnen hierdurch für den defecten Kassenschein ein preußischer Emthalerschem übersandt. Meiningen, 30. September 1873. Herzoglich Sachsen-Meiningensches Staats - Ministerium. Der Finanz-Minister." Vivat sequens!
— (Zur Geschichte des Frühschoppens.) Der Frühschoppen, jenes Labsal aller auf der Universität geschulter oder auf Civilwege gebildeter Kneipgenies, ist nicht etwa eine Ausgeburt der verwilderten Neuzeit, sondern war schon im classischen Alterthum bekannt und geliebt und die alten Ritter des Mittelalters thaten das Ihre, daß die löbliche Sitte, dem Bachus und Gambrinus schon vor der Hauptmahlzeit zu opfern, nicht abkam. Bis in die Zetten der Republik galt cs zwar bei den Römern für liederlich, wenn man schon am frühen Morgen dem Glase zusprach, indeß ihre Anhänger hatte diese Mode schon damals, und spater unter Kmser Tiberius verfielen junge Aerzte, die sich beliebt macken wollten , darauf, den Cultus des Frühschoppens ihren Patienten als Stärkemittel zu empfehlen. Plinius behauptet die Romer hatten diese Schlemmerei nicht aufgebracht, sondern sie sei ein Stück von fremden Künsten und damit spielt er wahrscheinlich auf die Griechen an, die überhaupt in der Kunst des Trinkens den Romern mit einem würdigen Beispiele vorangingen. - .
— Folgender neuester Modeartikel dürfte eine durchaus „zeitgemäße' Erfindung sein.! Es ist ein Damenhut, der in einzelnen Exemplaren schon von Paris aus versandt wurde und die Erfindung einer Amerikanischen Modistin sein soll, mit welchem dessen Trägerin, sobald sie' es wünscht, erröthen kann. An den Bindbändern desselben befinden sich auf der inneren Seite ein paar kleine Stahlklappen, welche, wenn die Dame sich verneigt oder den Kops senkt,, die Arterien an beiden Schläfen drücken und sofort das Blut in die Wangen treiben, hebe-- . glühenden Jünglingen würden wir also empfehlen, sobald sich die Theure "^ef errothcnd an |ie schmiegt," zunächst zu constatiren, ob daS Letztere mit oder ohne Klappe zu Wege gebracht ist. Damen dagegen, die das „Rothwerden" etwas verlernt haben, dürften diese Hute durchaus geeignet sein, den Zauber jugendlicher Naivität auf Momente wieder zu verschaffen.
— Vor dem Gerichte spielte sich jüngst folgende Scene ab. Vorsitzendcr:^Sie sind angeklagt auf öffentlicher Straße gebettelt zu haben, Sic, ein c,:
Angeklagter, ein heruntergekommenes Subject, das früher augenscheinlich beffere -Lage ge-
do. II. Emiss. —
Anlehensloose.
Darmstädter fl. 50Loose 216'/2 n n 25 „ 58'/2
Kurh. 40 Thlr. Leose 71 Nassau 25 fl. 46' 2 Braunschweiger 213/e
30 o Oldenburg, ä 4()Thlr. 37'/4 4% bayr. Präm.-Anl. 112'/4 4% badische Loose — Badische fl. 35 Loose 673/4 Oestr. fl. 250 v. 1854 87' 4 1858r Prioritätsloose 190 i 1860r Loose 91 '/2
- »*, waasr-'Ä ssms xäms
CöllmOvoselbst es bei dem alten ausein^ zu vttr" (g (TenO^ Schiwe^en des'^ort herr-
und sonstigen gcgeb.en^iveid^cn v. • t » y ^«<,n und zu verbrennen 8. schenden Elends an hiesige Anverwandte dort lebender. Deutschen hierher. Die Stadt zahlte
theilen Collms. Thlr. 8 -- 'n vier TH z " verbrennest ebensoviel 6. 6. Lebendig noch vor 18 Monaten 80,000 Einwohner; in Folge von Pestilenzen, der schwarzen Blattern,
4' ^-^tranguliren und zu Körper gauffs Rad zu legen und zu pflechten 6. Cholera, des gelben Fiebers, in Folge der Börsenkrisis endlich, welche den Fall der erster---
zu Radern 8. 7. von kopffcn, dan )_______ n 6 fAuKrn bäuier in Memvhis herbeiführtc, ist die Einwohnerzahl auf 8—10,000 herabaesunken in
Allgemeiner Anzeiger.
IersteigeMgen.
5433) Freitag dm 28. L Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause versteigert werden:
A. Schreinerarbeit (An-
fertigen von Schulbänken), veranschl. zu 328 fl- — fr -
B. Spenglerarbeit, „ „ 19 „ 12 „
Gießen, den 25. November 1873.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Vogt.
Ieilgebotenes.
Das gut assortirte Garnlager der Unterzeichneten empfiehlt als ganz besonders billig eine Parthie 4-, 5- und 6drähtige natnrellfarbige Strickwolle per Zoll-Pfund fl. 2. Z. A. Busch Söhne.
397) Thee, Chocolade und Stearinlichter bei PH. Schlatter.
5047) Jtal. Maronen empfiehlt____________Emil Fisch back-
Feinere Holzschnhe
empfiehlt (5445)
A- D octer am Kirchenplatz.
Feinste Gothaer Cervelatwurst, „ y Trnffelwurst,
, , Iungenwurst,
im Ganzen und im Ausschnitt, empfehlen
I. A. Busch Söhne.
5441) Futtergerste verkauft Emil Noll, Löwengasse.
Türk. Zwetfchenkraut,
Prima-Qualität, empfiehlt (5243)
Emil Fischbach. I
Ausverkauf.
Wegen Aufgabe d-S Geschäfts verkaufe ich meine sämmtlichen Maaren unter Fabrikpreisen, rote:
Schleifenbänder, Dorstecker, Fächer, Coiffuren, Blumen, Fantasiefedern, ächte roeiße, schwarze und farbige Federn, Gaze, Schleier, Tüll, Blonden, roeiße Spitzen, schroarze Guipures, roollene Spitzen, farbigen Seidensammt, darunter namentlich in braun, per Elle fl. 3, schwarzen Delvet vorzüglicher Qualität, La- valliere und Echarpes, Cravatten und Shlipfe fr'r Herren, besonders reiche Auswahl, Glace-, Wildleder-, Fille d’Ecose- und BukSkin-Handfchuhe für Herren, Damen und Kinder, Regen- und Sonnenschirme, Gummifchnhe, Filzhüte für Herren u. Knaben, Wachstuchhüte. (5453)
JL Köhler, SelterSroeg.
Lachsforellen und Bückinge zum Rohessen empfehlen
I. A. Busch Söhne.
4287) Wollene Hemden, Unterjacken, Unterhosen, Leibbinden, sowie stets das Neueste in Halsbinden, empfiehlt in großer Auswahl H. Nübsamen.


