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Schriften der Professoren Herrmann, E- Friedberg und Schulte, welche zu

dem Resultate kommen, daß die Krone Preußen das unbedingte Recht hat, bei

Der Kaiser trifft

3 Uhr vom Kronprinzen hier empfangen werden.

ita-

Wien, 23. October,

Frankreich.

Patrie" zufolge würde Marschall Canrobert

Nachbörse: Neueste

Lokomotivführer wurde erheblich verwundet, ein- Locomotive, Tender und einige Güterwagen wur-

um um

von 26.

Ein Bremser blieb tobt, der zelne Passagiere contusionirt. den zertrümmert.

üeflerreich.

Abends. Zu der Abreise des Deutschen Kaisers,

rungen der oberrheinischen Kirchenprovinz zusteht.

In einigen Corresprndenzen auswärtiger Blätter aus Berlin wird die Behauptung aufgestellt, daß die Regierung auf Grund der Nothstands- Para­graphen die Civilehe in Posen einzuführen beabsichtige. Dieser Behauptung läßt sich, wie die officiösen Correspondenten schreiben, gegenüber den Wirrnissen,

Bischosswahlen mißfällige Candidaten schlechthin auszuschließen und daß dieses ! Recht auf Grund des Breve Re sacra vom 28. Mai 1827 auch den Regie-

wobei auf den Wunsch desselben ein officieller Abschieds-Empfang unterblieb, hatten sich auf dem bengalisch beleuchteten Vorplatze des Nordwest-Bahnhofes große Menschenmassen, auf dem glänzend decorirten Perron die Suiten, die deutsche Botschaft, der Verwaltungsrath der Nordwestbahn u. A. eingefunden. Vor halb 8 Uhr erschienen die Monarchen zusammen und verabschiedeten sich von den gegenseitigen Suiten, worauf der Deutsche Kaiser, von dem Kaiser Franz Joseph mit herzlicher Umarmung und Kuß Abschied nehmend, den Wag­gon bestieg und am Fenster stehend wiederholt Abschiedsgrüße wechselte, bis der Hofseparatzug die Halle verließ.

halb 6 Uhr hier ein.

Berlin, 25. October. Die hiesigen Abend-Zeitungen bringen den lienischen Text des von dem Papst an den Kaiser gerichteten Briefes.

wie sie in Posen um sich greifen, zwar kein entschiedenes Dementi entgegen- tellen, aber der Umstand, daß der Landtag so nahe ist, macht es nicht eben ehr wahrscheinlich, daß die Regierung in dieser Angelegenheit ohne Einverneh­

men mit dem Landtage vorgehen werde.

Berlin, 25. October. Bischof Reinkens wird heute Nachmittag

Posen, 23. October. Der Erzbischaf Ledochowski hat einem großen Theil der Kleriker des hiesigen aufgelösten geistlichen Seminars auf die nicht­deutsche Universität nach Innsbruck geschickt. Wie derKuryer" meldet, ist nunmehr das auf das Maigesetz über Vorbildung und Anstellung Geistlicher bezügliche Nescript des Kriegsministers wegen der Militärpflicht von Candida­ten der Theologie praktisch durchgeführt und, der Subdiaconus Smigielski, welcher nach Erlaß des besagten Rescripts die Weihe erhalten hat, zum Mili­tärdienst ausgeboten worden.

Posen, 25. October. DieOstdeutsche Zeitung" meldet: Die gegen den Officialcanonicus Dorfzewski geführte Untersuchung hat ergeben, daß die Unterschlagungen in der Domcapitel-Casse zu Gnesen bisher die Höhe von 9000 Thalern erreichten.

Fulda, 25. October. Die Revision der oberhessischen Bahnlinien durch den hessischen Finanz-Ausschuß hat ein durchaus befriedigendes Resultat geliefert. Baurath Same von der polytechnischen Schule in Darmstadt hat ein besonders günstiges Gutachten abgegeben.

Leipzig, 25. October. Gestern Abend 11 Uhr stieß ein Personenzug bei der Einfahrt in den Thüringer Bahnhof auf einen dort haltenden Güterzug.

Von 205 heute Morgen bekannt gewordenen Reichsrathswahlen ent­fallen, wie dieNeue freie Presse" berechnet, 124 Mandate auf die VerfassungS- Partei und 81 auf die übrigen Fractionen.

Wien, 24. October. DieWiener Ztg." veröffentlicht die durch kai­serliche Entschließung vom 18. October erfolgte Ernennung des Deutschen Kai­sers zum Oberst-Inhaber des Husaren-RegimentsFriedrich Wilhelm III. König Preußen Nr. 10." Ein kaiserliches Patent beruft die Landtage auf den November ein.

wohlverstandenen Jntereffe der Religion, der Kirche und des geistlichen Stan- sei. Wer sich über die Rechtsfrage des Einflusses der Regierungen der ober- des selbst eben so wohl entspreche, wie dem Interesse des Staates und der rheinischen Klrchenprovinz bei den Bischofswahlen näher unterrichten will, den bürgerlichen Gesellschaft, so würde eine Verständigung der staatlichen und der verweisen wir auf die betreffenden im Jahre 1869 gelegentlich des Streites kirchlichen Gewalt nicht schwer sein; sei eine solche Verständigung nicht möglich, über die Wiederbesetzung des erzbischöflichen Stuhles in Freiburg erschienenen so bleibe der Staatsregierung vorerst nichts übrig, als ihrerseits die Forde-m 'c ..... Ä m c.....

rungen zu formuliren, die sie bezüglich der Vorbildung der Geistlichen zu stellen! sich für berechtigt und verpflichtet halte.

Gietzen, 24. October. Die von dem Finanzausschuß unserer zweitem Kammer in Aussicht genommene Besichtigung der beiden Eisenbahn- Strecken von hier nach Gelnhausen einerseits und Fulda andererseits hat inzwischen stattge­habt. Vorgestern wurde die erstere Strecke, gestern die letztere befahren. Die Fahrt fand in einem von der Direction zur Verfügung gestellten Extrazug mit Salonwagen statt, der an den für den Ausschuß wichtigen Punkten anhielt. Außer dem Regierungs-Commissar, Geh. Baurath Eickemeyer, befanden sich von Technikern bei der Einsichtnahme Professor Same und Geh. Ober-Baurath Renner von Darmstadt, Ober-Maschinenmeister Thomas von Mainz und Krels- baumeister Wetter von Nidda, welche hiernächst dem Ausschuß seine Ansichten mittheilten und dadurch demselben eine zuverlässige Grundlage für sein Urtheil boten. Außer dem Ausschuß nahmen in Folge besonderer Einladung fast alle oberhessischen Abgeordneten und zwei Mitglieder des Büreaus der Kammer an der Fahrt Thcil, die als Zeichen dafür, daß die oberhessischen Eisenbahn-Ver­hältnisse von den Ständen eingehendster Prüfung unterworfen werden sollen, in der Provinz freudig begrüßt worden ist und wohl sicherlich auch ihre Früchte

tragen wird.

Darmstadt, 23. Oct. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 44 enthält:

1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, das Oc- troi-Reglement der Provinzial-Hauptstadt Gießen betreffend.

2. Bekanntmachung desselben Ministeriums, die Erhebung des Octrois in der Provinzial-Hauptstadt Mainz betreffend.

3. Bekanntmachung desselben Ministeriums, die Bestätigung von Stiftun­gen und Vermächtnissen betreffend.

4. Ueversicht über Einnahmen und Ausgaben des Kirchen- und Schulbau- Fonds für die Provinz Rheinhessen betreffend.

5. Concurrenzeröffnung

Berlin, 23. October. Die Notwendigkeit einer Ergänzung der in der letzten Session des Landtages beschlossenen kirchen-politischen Gesetze durch ein allgemeines Gesetz über die Einführung der Civilehe, welche von der libe­ralen Presse seit Monaten vertreten wird, scheint nachgerade auch im Schooße der Regierung anerkannt zu werden. Es ist vielleicht noch etwas verfrüht, wenn officiöse Correspondenzen die Vorlegung deö betreffenden Gesetzes in Der nächsten Session schon jetzt mit Bestimmtheit in Aussicht stellen. Irgend welche Beschlüsse in dieser Richtung liegen bis jetzt nicht vor Thatsächlich ist nur zu bemerken, daß der Cultusminister vor einigen Wochen eine Verfügung an die Oberpräsidicn erlassen hat, in welcher er dieselben zur Berichterstattung auf­fordert , welche Uebelstände sich in Folge der bisherigen Handhabung der Kir­chengesetze in Betreff der Führung der Civilstands-Register resp. Kirchenbücher herausgestellt haben und welche Maßregeln zur Abhülfe zu ergreifen seien. Aus Grund der Berichte wird die Frage von Neuem zur Erörterung gelangen, welche, wie erinnerlich, bereits im vorigen Herbste im Sinne der obligatorischen Civilehe gelöst werden sollte. Der damals von Commissarien der Minister des Innern, der Justiz und des Cultusministers ansgearbeitete Gesetzentwurf ist aus bisher nicht näher bekannt gewordenen Gründen im Staatsministerium ad acta gelegt worden. Hoffentlich werden die damals von verschiedenen Sei­ten erhobenen Bedenken bei der durch die Unbotmäßigkeit des Klerus den Staatsgesetzen gegenüber geschaffenen Nothlage dieses Mal unwirksam sein.

Wie übrigens die Clericalen auslegen:Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist", davon liefert einEingesandt" meh­rerer Ultramontanen imDüsseld. Anz." eine neue eclatante Probe. Es heißt da in einem Ausruf an die Wähler:Steht nicht der Papst höher als der Kaiser, ist nicht jener der unmittelbare Stellvertreter Gottes auf Erden, wäh­rend dieser nur der Repräsentant der weltlichen Macht ist? Wem wir folgen müssen, liegt nahe." Und dann:Alle, welche für die Regierung stimmen, sind gegen uns; darum laßt uns mit Denen stimmen, die gegen diese sind." Also für den Papst gegen den Kaiser und seine Negierung.

Berlin, 24. October. Der päpstlich officiclleOsservatore Romano" druckt den Briefwechsel zwischen Kaiser und Papst endlich ab und bemerkt dazu u. A.:Der Hochmuth des unverhofften Triumphes, den siegreichen Fuß au den Leichnam des eigenen Feindes haben stemmen zu können, scheint die Phan­tasie zu sehr erhitzt und den Kirchenverfolgern in Deutschland die Antwort des Kaisers eingegeben zu haben; sie vergessen jedoch, daß Gott den Hochmüthigen widerstrebe, den Demüthigen aber Gnade gewähre; daß das Menschengesetz thörichter Weise sich anmaße, das ewige Gesetz des unwandelbaren Gottes, des Schöpfers aller Dinge, niederzutreten; daß der Papst in seiner Schwäche, in seiner Verlassenheit hundertmal, ja tausendmal stärker und mächtiger sei im Namen Gottes, als die preußischen Ketzer und Alle, die ihnen gleichen und ihnen nachahmen im Namen der hinfälligen und elenden Macht des Menschen." Unsere BerlinerGermania" würde solchen Styl jedenfalls für Gassenbuben­jargon erklären.

Paris, 24. October. DasMemorial diplom." erfährt aus guter Quelle, daß Graf Chambord die großen europäischen Cabinette benachrichtigt, er habe im Falle seiner Thronbesteigung nicht die Absicht, die Politik der großen Mächte oder den Status quo der territorialen Verhältnisse Europas zu stören. Graf Chambord denke weder mehr an eine Wiederherstellung der weltlichen Macht des Papstes, noch an Restauration in Italien oder Spanien; er prote- stire entschieden gegen derartige Anschläge, die man ihm beimeffe.

Paris, 25. October. Der Finanzminister beabsichtigt zur Deckung des Deficits von 150 Millionen keine neuen Steuern vorzuschlagen. Am Tage vor dem Zusammeiitritt der Kammer wird der Minister den Generalbericht über die finanzielle Situation veröffentlichen.

Paris, 25. October. Eine heute stattgehabte Versammlung bonapar- tischer Deputirter beschloß, formellen Protest gegen die Restauration der Mo­narchie einzulegen. Es wurde eine Commission zur Aufnahme des Sitzungs- Protokolls gewählt. Wie es heißt, waren bereits 25 Beitritts - Erklärungen erfolgt, doch werden die Listen nicht veröffentlicht. DerAvenir national"

Seit dem Tode des Bischofs Kött hat sich die Presse mehrfach mit der Frage der definitiven Wiederbesetzung des bischöflichen Stuhles in Fulda, mit der hierbei in Betracht kommenden Rechtsfrage beschäftigt und sind dabet ...... ...............

über die Stellung dcr preußischen Regierung die verschiedensten Ansichten zu ist wegen eines gegen den Grafen^Chambörd gTricfcteten in der Mor-

Tage getreten. Wir können versichern, daß die preußische Regierung überhaupt gen-Rummer unterdrückt. ' v----

baraii fest hält, daß nach den vertragsmäßigen Vereinbarungen zwischen der nächstens einen höheren militärischen Posten erhalten. __

Krone Preußen und dem römischen Stuhle niemals ein Candidat zur Wahl Anleihe 92.25.

gelangen dürfte, über dessen Charakter als eine persona xrata das betreffende' Versailles, 25. October. In der heutigen Sitzung der Permanenz- Domcapitel nicht von Seiten der Regierung vorher Gewißheit erhalten hat,!Commission verlas ein Mitglied der Linken eine Erklärung, worin es heißt' und daß namentlich das Bestimmverfahren nach dem irischen Wahlmodus in'Unsere Aufgabe, Acte ministerieller Willkür zur Sprache zu bringen ist durch den Blsthumern, welche den Bestimmungen der Bulle de salute animarum die Rückkehr der meisten College« beendigt. Wir bleiben vereinigt' um die Re- untcrliegen, keine verpflichtende Geltung habe. Es würde also der Gewählte publik zu befestigen, in welche wir volles Vertrauen setzen." Die Maiorität kein Capitel auf Grund des Breve der Permanenz-Commission nahm davon Abstand, die vorzeitige Einberufung

J11; vom 21. Ium 1821 em Subzect wählen dürfen, von dem es sich der Nationalversammlung vorzuschlagen, da zu ihrer Kenntuiß gelangt mcht vorher verstchert hat, daß es nicht eine dem Könige nicht genehme Person war, daß die Negierung nicht damit einverstanden sei. In der heutigen