Ausgabe 
27.6.1873
 
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für di- mit Landes-Papiergeld allzu sehr belasteten Einzelstaalen in Aus-

' - < rrx . i » a Yuilb baUrt belli'

Ottilien.

aen" für di- mit Landes-Papiergew auzu Uiuucii.

sicht genommen sind. Das künftige Reichs-Papiergew-Gcfetz. wir a - g}01|t/ 21. Juni. Der heilige Vater feierte heute den 28. Jahrestag

nächst wohl so ziemlich aus die ^3°» preußlsche V sch gs, Ahnung. Di- Vertreter der in Bologna gestifteten Gesellschaft der

welcher der Mehrheit des Bnndesraihs schon M er wa: u b 8 Hg> ber i fart>0Iiidjen Jugend Italiens, zahlreiche Mitglieder des mittleren und höheren Reichstag eine Mehrheit gesunden habe, wmd, h"^°m'n-n. k Gerus auch einige Cardinale, endlich die Exkönigin von Spanien mit ihren

Discnssio» der Vorlage wurde nun vor Allem festgestellt 60 @c"t $6d)tcrn waren gegenwärtig. Auf die unvermeidliche Ädreste der katholychen

Bundesrathsvertreter D-lbruck und CdMphausen, daß i-uWwartete der Papst, indem er auf die Bedeutung der sieben «acra-

Lokal-Notiz.

Gießen, 27. Juni

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Wir theilen unseren Lesern die in der lebten Bürgerversammlung

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mente als eben so vieler Säulen bei Kirche hinwies, bann bekräftigte er noch­mals bas Wort, baß eine Versöhnungbes Lichtes und der Finsterniß" nicht möglich sei, und forderte Alle auf, sich von jeder Berührung mit den Feinden der Kirche fern zu halten. Dann wandte er sich an die in Thränen schwim­mende Isabella und äußerte den lebhaften Wunsch, endlich das Ende der Lei­den ihres Landes zu sehen. Es sieht das fast wie ein Schmerzensgeld aus, derjenigen zuertheilt, auf deren Ansinnen bireeter Einmischung er nicht hat ein- Darauf erhob sich der Papst, segnete die Versammlung nnd

der Kaiserin, und dem Fürsten von Rumänien u. fuhren sofort nach Schönbrunn-

sehen sich veranlaßt, vor verehrlichem Stadtvorstand freimuthlg chre Meinung über Vie Wahl eines Platzes für die neuen Universitätsgebäude auszusprechen, da sie mit der Mehrheit des Gemeindcratbs nicht übereinstimmen. Mit Bedauern hatte man gehört, daß unser einziger öffentlicher Garten, die neue Anlage zum Bauplatz auscrschen sei und war hoch erfreut, als duffes Proiect an vem Widerstand des Stadtvorstanves scheiterte. Den schon vorher aufgetauchten zweiten Plan, die neuen Gebäude weilwcg von der Stadt in's Feld zu stellen, hielt man Anfangs für die Geburt eines Mannes, der sein Interesse dabei verfolgte, das der Stadt und ,hier Burger aber hinterstellte. Dagegen befriedigte es allgemein, als die Delegirten des Stadtvorstandes mit den Staatsbehörden sich dahin geeinigt hatten, daß bic neue Aula zwischen Wallthor und Neuenwegerthor errichtet werden sollte.

Damit war der gleichmäßig schönen Entwickelung unserer Stadt die Bahn eröffnet, die alten Anstalten der Universität mit den neu zu schaffenden in unmittelbare Verbindung gebracht, es bedurfte nur einer Ueberbrückung des Schoorgrabens an der paffenden /-stelle. Da zugleich ...... r Sanitäts- und Baubehörden für die Wahl vieles Platzes vt 'die volle Billigung des Großherzoglichen Ministerialdirec- so mußte es in hohem Grade befremden, daß plötzlich

ncrhju(ba, 26. Juni. Bestem Vernehmen nach hat sich nunmehr auch ber Börsenberichte

SDberpräfibent ber Provinz Hessen - Nassau zu Repressiv-Maßregeln gegen ben x- t a M 26. Juni. Die Vorbereitungen für die Ultimoliquidation mach«

hiesigen Bischof entschlossen. M bereits/ühlbarund bestimmen den Charaeter des Geschäftes, welches, da sich die Sp-cul-

Stttttaart, 26. Juni. (Silier Nachricht desSchwab. Merk, zufolge, a uothwendigsten Operationen beschränkt, wenig belangreich war. Obgleich sich» werden am L Juli ber Fürst und die Fürstin von Rumänien in Jmnau tu $ u unb ^icr heute ein Deport für Crebitactien herausstellte, 'si vleHaussepartel ch i

.m-> «U w-«- **- t-fc wwä ssttasr säm

acneiat wieder in Action zu treten, da man äugen,«einucy vcn vei A

hier'für u hoch hält. Für Staatsbahn wurde ein kleiner Report gezahlt, Die Börse ftg il/ifliH-roirfi im ßJamen in lustloser Stimmung, namentlich am Speculations- und Bankenmarkts, n

ilCHllieiCQ. Bahnen-verhältnißmäßig etwas mehr Animo herrschte. Gew hat heute eine Kleinigkeit

Wien, 25. Juni. Die Kaiserin Augusta traf in Begleitung des Kai-Imogen. Crcditaclien, gestern 274 ,, gingen von 27ü'/r auf 2,oi/r hera . ^^?"Babn«

f-rs von Orstcrrrich, welcher derselben bis St. Pölten °utg°g-nges°hrm war 6our8.WoMi

Uhr Abends auf dem Penzinger Bahnhofe ein und wurde >- asilbst vo > Prioritäten zeigten sich in guicm Begehr. Von Banken blieben 9^inn?SeY' ? tcp , dem Kronprinzen Rudolph, den Erzherzogen und Erzherzoginnen Diseonto, Baubank, Darmstädter, höher. Bankoerein 1'/4 Proc. mattes Deut.che Effttt E s w bearützt. Die höchsten Herrschaften bank fest. Oesterr. Renten anziehend. Spanier unbelebt. t8d0er Loose etwas matter, vi 8

Ungarische höher. Don Wechseln Wien theucrer, London billiger.

^r Erziehung des Landes- Papiergeldes bis zum l. Januar l876 vom Bun. desrathe nur werde bewilligt werden mit der ansdrückltehen Voraussetzung, daß der in Aussicht gestellte Ersatz durch Ausgabe von Reichs-Papiergeld vom Reichs-

imVrnciv" zuaestanden sei, und von Setten der Redner des Reichs- taas b°s°^ders LuskiBs, daß aber doch, falls -twa über di- Modtf-catwn-n bei Reichs-Papi-rgelb-Ges-tzes feine U-bercinstünmung zwischen ben Regierungen und dein R-ichtng- bis zum 1. Januar 1876 erreicht würbe, bie unbedingt Bestimmung des Art. 18 über bic ®l"»!^«8 'gehen wollen. Darauf erhob sich ber Papst, segnete Die lycriammimig uno etwa bannt hinfällig werde, was Delbrück m>gstand. Das -- I ) b 8._ ben ®nrten, wo man sein Lieblingsplätzchen mit Blumen schon

vielgestaltigen deutschen Landes - Papiergeld- Sorten bis zum . j - .schmückt hatte. - Die ursprünglich für Montag in's Auge gefaxte Erncn- ist demnach durch Den jetzigen «".18 u°aba'l3 3CW; Micks - Mümaesetz nung reip. Proelamirung von neuen Bischöfen wird erst später stattfinden.

Damit ist denn das einheitliche und deennale deutsche Reichs- Munzgesttz 3 25 DieGazze.ta nfsteiale" veröffentlicht ein Secret,

in würdiger Weise zu Staude gebracht, vielleicht "'M . b 4 belJ wodurch die Vollziehung des Gesetzes über die Aufhebung der religiösen Kor-

aber wir sind davon fest überzeugt, «> perschaften angeordnet wird. - Die Deputirteukammer verwarf mit 157 gegen

Bcschwerben unb Plagen ber Uebergangszett balb unb auf lange Y einc üon ber Regierung acceptirte Tagesorbnung, welche erklärt,

thuenbes, bequemes unb beliebtes sich bewahren wirb. l. ßammcr Angesichts ber Nothwenbigkeit, unverzüglich für bie Fmanz-

-- Bebürfnisse bes Laubes burch neue Mtttel vorzusorgen, zur Beralhung ber Ttm.frrfirnnh Finanzvorlage übergehe. Finanzminister Sella erklärte in Folge bes Votums,

UeUlJUJlUHU» haß Pie Regierung basselbe bem Könige mittheilen unb morgen ber Kammer

Darmstadt 23. Juni. Die Großh. Ministerien bes Großh. Hauses ihre Entschließung kunbgebeil werbe.

unb des Aenßern, sowie der Finanzen, haben an die ^eite '

des Großherzeqthnms nachstehende Vorlage gerichtet. In Folge des. Frred'e -

Vertrags vom 3. September 1866, durch welchen einige Theile der Prov^

Oberhessen mit allen Souveränetäts- und Domamal-Rechten an Prcutzen g - 23;'yun^gefaftiPetition cm'vcn hiesigen Stadtvorstanv im Nachfolgenden mit.- .

treten und dagegen die im Art. 15 jenes Vertrags benannten Gebletsthette, J Stadtvorstand zu Gießen. Die unterzeichneten Burger und Bewohner Gießens ebenfalls mit allen Souveränetäts- unb Domamal-Rechten, dem Großherzog..... -----------

tbum zugetheilt worden sind, hat das Letztere cinestheils Domameu verloren und anderntheils solche erworben. Die ersteren bestanden mit Ausnahme ber Chausseen unb einiger Bezirksgefängnisse, bie Lanbeseiqenthnm bildeten, ledig Uch aus Großh. Hausdoniänen,' worunter circa 69,000 Morgen D°mamal- Waldunaen. Von. den erworbenen Domänen wurden mit Rücklicht aus i Bestimmung ber Objecte für ben öffentlichen Verkehr, oder für ^taatszwecke als Landeseigenthum behandelt der durch die vormaligen Kurheffrscheri imd Frankfurtischen Ortöbezirke Nauheim und Dortelweil gehende Theil i ei Ma w Weser-Eisenbahn, ein sehr werthvolles Obsect, welches der ^kaatskass^ seit Jahren eine bedeutende jährliche Einnahme gewahrt, ferner die Chaupeen,

SS v-rkanft- Chansi-ehäns-r in d-n G-m-rNn.g-n Nnn^im UND Dor-

dst°dvrtÜ3- AMsdi-n-rwohnung", beide ebenfalls bereits veräußert, einige zum 2 Von 7-r MchÄh" dn Gemmw-rSth^n Ued-r-instimmung mit der M°hrz-»l d-r PE abgelöste Waff^allzinsen und endlich eine M-itErfah^^

Rumpenheim, die verpachtet ist. Die sammtlicheil übrig ejncr an Staatsbehörde gerichteten Adresse, in einer Resolution uno IN einer an ven Mml-

Domänen zu welcken auch die Saline Nauheim nebst der damit verbunden i abaesandten Deputation, die uns bestätigt, daß auch die Großh. Staatsregierung, welcher Rad a llait aebör sind bisher theils unter der Verwaltung der Ober-Forst- -michl°g°udm V-rhältnist. >°°h,b-k°nnt feien, unser Besremden über den s°n°erb°«

» I / per Oberbaudirection als Cameral' Beschluß jener Majoritäten theüt.

und ?-I"himgsw-is- Foch-Dom-nen behandelt word.i m.d di- Großl, Regie- «

Ve7fasfi7gs-Urkunde XÄft »A Womi«.. ^°^hmeine L SÄÄ« L

in ben abaetreteneii Gebietstheiltii dem Großh. Familieneigenthume zugefallen Brückenbau verbunden ist. .....

c ^piiprnna eilaubt voraussetzen zu können, daß die Stande Irrch vom ästhetischen Standpunkt aus empfiehlt es sich, unsere L>tadt n^t nach einer,

seien. Die an einem formellen sondern gleichmäßig nach allen Seiten hin auszudehnen und für große öffentliche Gebäude ,ch°ne

hiermit einverstanden sind. ( bie noa? a , 1 ,ber nicht die gerade niedrigsten Punkte zu wählen.

Act, wodurch dies anerkannt wird,° nX L Die Majorität im Gememderath ist nun vorzugsweise durch Männer gebildet welche

haften Feststellung des Eigenthumsverhaltmsies und Beseitigung möglichen ^sönlich und unmittelbar durch ihren Landbesitz in der Stephansmark dabei mteressir St" Ssäss ÄVBSttÄ&es,

lichen Hoheit des Großherzogs dav Ansinnen an die Stande, ihr ^inversta <\ Stephansmark bei der jüngsten Abstimmung den Vorzug geben, das ist uns allen niß damit zu erklären, daß, mit Ausnahme der oben erwähnten, als ^aud-s- n^t fIot 8ClüOrte.

eioeiitbiim bebandelten Objecte, bie Übrigen Domänen Hl den neuerworbenen Die Majorität der Professoren wird vorzugsweise durch jüngere Kruste gebildet' ~ ^bietstlieilen beuebunasweise die Erlöse ans denselben, soweit sie bereits ver- uuyere localen Interessen und klimatischen Verhältnisse noch Nicht kennen, wahrend die Mincm- Gebietstheilen, vezieyun^welse ow lieneiaenthums des Großher- tät zum großen Theil aus den alten Mitgliedern des a-ademffchen Senats besteht, - hier M

äußert worden sind, einen Bestandtyett des ^anillieueig ) p also die Stimmen nicht blos zu zahlen, sondern auch zu wagen.

zoglichen Hauses bilden. . «.rn Schließlich machen wir auf die Gefahren aufmerksam, welche unserer Universität drohen,

Berlin, 25. Juni. Amtlich wird gewissermaßen bestätigt, daß Bayern ^au der notwendigen Lehranstalten noch länger hinausgezogen wird. Die Lehr rafti

allein an ber Vertagung ber Papiergelbfrage bie Schulb trage. In einigen dadurch mißmuthig und kehren uns schließlick den Rucken, der Beiuch der^ Höchst )

n bf? Rat ^ta " war nämlich mitgetheilt worben, batz Seitens der Studirenden wird nicht gefördert und Niemand steht unsdafür, daß n cht d.e Dlatttrn so auch m^ de^ «« © Stadt feindlichen Mächte an maßgebender Stelle einen Einfluß gewinnen, der d.e En.

Sachsen sich der Opposition Bayerns angeiU)iv!te.i yuv p Wickelung der Universität hemmt oder ganz IN Frage stellt.

nun von bem Bevollmächtigten ber sächsischen Regierung, e jj.0 Wir gehen von der Meinung aus, daß in unserer Zeit in einer größeren Stadtgemcin^

Witz, bie BerichtigiMg zugegangen,baß bie fragliche Vorlage ber .Sujtimmung Bürgerschaft bei wichtigen Entscheidungen über ihre öffentlichen Interest en zu Horen ist, wr M S» SÄ &SSÄ «ÄS«»",,' ' nicht aber gegen erwähnten Gesetzentwurf opponirt habe. H - --18 unvt) Wallthor als Bauplatz für die neue Aula und zwar IM Anschluß an die vci

knüpft hieran die Mitlheiliing, baß eswesentlich der Vermittelung der st. cy- den Delegirten gefaßten Beschlüsse, anzubieten sei.

fischen Regierung zuzuschreiben sei, baß eine Einigung ber roeituberiüicgenben Gießen, den 23. Juni 1873.

M-hrh-it der verbündeten Regierungen in dieser Angelegenheit herbeigefuhrt (Folgen die Unt-r,chritttiu)