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Anzeige- und Wntslilatt für den Areis Hiessen.
Kr»- 73. Donnerstag den 27. März. 1873.
Amtlicher T h e i l.
Bekanntmachung.
Den Faselmarkt zn Bad-Nauheim betreffend.
Der diesjährige Fasel-Markt des landwirthschaftl. Bezirks-Vereins Friedberg soll
Donnerstag den 3. April d. I. ju Bad - Nauheim stattfinden.
Sämmtliche aufgetriebenen Fasel werden von einer durch uns zu bestellenden Commission gemustert und den Besitzern der als prersnürdig erkannten Thiere Geldprämien zugebittigt, zu welchem Behufe von dem landwirthschaftlichen Bezirksverein und der Stadl Bad-Nauheim entsprechende Beträge zur Disposition gestellt sind. Die Prämiirnng erfolgt ohne Ansehung, ob die Thiere im Kreise Friedberg und- von dem Besitzer gezüchtet sind oder nicht.
Fasel, welche für Gemeinde Dienst thun und solche, die um 9 Uhr Vormittags noch nicht am Platze, sind von der Prcisbewcrbung ausgeschlossen. Den Besitzern tauglich befundener aber nicht prämiirter und nicht verkaufter Fasel wird abf Verlangen eine Megvergütung ausgezahlt. Nicht genügend gefesselte und geführte Thiere werden vom Platze weggewiesen.
Es wird gebeten, alle Verkäufe dem am Platze anwesenden Großherzoglicheu Bürgermeister von Bad-Nauheim anzuzeigen.
Wir laden alle Landwirthe und sonstige Interessenten zum Besuche des Marktes ein.
Friedberg, den 13. März 1873. Großherzogliches Kreisamt Friedberg.
Trapp
Bekanntmachung.
Die Prüfung der Aekerbaufchule zu Friedberg
soll Montag den 31. März d. I.,
Vormittags 8 Uhr beginnend, im Saale des Hotel Trapp zu Friedberg stattfindeu.
Wir erlauben uns, die Eltern der Schüler, die Mitglieder des landwirthschaftlichen Vereins, die Herren Lehrer und alle Freunde der Anstalt hierzu ergebenst einzuladen.
Friedberg, den 18. März 1873.
Das Curatorium der Ackerbauschule des landwirthschaftlichen Provinzialvereins für Oberhessen zu Friedberg.
Trapp. L i u d e ck. Haas.
Der Obstbaumwärter - Cursus
des landwirthschaftlichen Provinzial-Vereins für Oberhessen zu Friedberg.
Durch die mannigfaltigere Verwendung des Obstes und durch den leichten Transport der Fabrikate mittelst vermehrter Verkehrsmittel hat sich in den letzten Jahren ein nicht unwesentlicher Handel mit denselben entwickelt. Dadurch sind die Obstpreise erheblich gestiegen und ist der Obstbau zu einem sehr lohnenden Zweige der Landwirkhschaft geworden. Es ist deshalb gewiß gercchifertigt, demselben eine besondere Aufmerksamkeit und Fürsorge angedeihen zu lassen; allein nicht überall ist dies möglich, denn nur zu häufig fehlt es an Leuten, die mit dem Obstbau genügend vertraut sind und mit Geschick die nöthigen Arbeiten verrichten können. Dies veranlaßte den Ausschuß des landwirthschaftlichen Vereins für Oberhesjen, in seiner Sitzung vom 25. Januar d. I. die Errichtung eines Obstbaumwärter-Cursus zu Friedberg zu beschließen. Damit soll den dafür sich interejsirenden jungen Leuten Gelegenheit gegeben werden, sich theoretisch und praktisch zu tüchtigen Obstbaumwärtern auszubilden. Der Unterricht soll im laufenden Jahre vom 17. April bis den 14. Juni und im Nachsommer vom 1. bis den 13. September stattfinden und sich aus folgende Fächer erstrecken.
1) Schreiben: Uebungen zur Aneignung einer festen und deutlichen Handschrift. 2 Stunden wöchentlich — Reallehrer Lang.
2) Rechnen: Decimalbrüche; das neue Maß und Gewicht. 3 Stunden wöchentlich — Lehrer Weinet.
3) Deutsch: Geschäftsaufsätze. 2 Stunden wöchentlich — Lang.
4) Feldmessen: Ausmessen und Berechnen gradliniger Figuren. 2 Stunden wöchentlich — Weinel.
5) Botanik: Bau und Ernährung der Pflanzen. 3 Stunden wöchentlich — Laudwirthschaftslehrcr Rückert.
6) Obstbau: a. Obstbaumzucht, Obstbaumpfleqe und Obstbenutzung. 6 Stunden wöchentlich — Rückert.
b. Obstkunde: Klassifikation des Obstes nach Lukas, Kenntniß der Sorten mit Zugrundlegung des Arnoldischen Obstkabinets. 3 Stunden wöchentlich — Rückert.
c. Praktische Uebungen. 12 Stunden wöchentlich — Rückert.
Der theoretische Unterricht wird Vormittags ertheilt; die praktischen Uebungen zur Aneignung der nöthigen Fertigkeit und Sicherheit dagegen Nachmittags vorgenommen.
Der Vorstand der Stadt Frjedberg hat zur Anlage einer Jnstitutsbaumschule ein geeignetes Gelände zur Verfügung gestellt und wird dasielbe im Laufe dieses Jahres mit den nöthigen Sortenbäumen in den verschiedensten Formen angepflanzt werden, um theils den Zöglingen Gelegenheit zu geben, mit der Erziehung der Formenbäume praktisch vertraut zu werden und den Baumschnitt aus unmittelbarer Anschauung kennen zu lernen; theils um die für die hiesige Gegend geeigneten Sorten unter richtiger Benennung verbreiten zn können. Vorläufig werden die städtische Baumschule, sowie die Privatbaumschuleu der Herren Lang und Weinel bei dem praktischen Unterricht benutzt.
Der Unterricht wird unentgeldUch ertheilt. Für Kost und Wohnung haben die Zöglinge selbst zu sorgen.
Jeder Schüler muß im Besitze des Buches: die Lehre vom Obstbau von Lukas und Medicus, sowie einer Baumsäge, eines Gartenkneipes, eines Oculirmessers und der nöthigen Schreibmaterialien sein.
Die Zöglinge müssen gesund und kräftig sein und die nöthigen Arbeiten ohne besondere Anstrengungen verrichten können, auch Lust und Liebe zum Obst- und Gartenbau besitzen.
Die Anmeldungen sind bei dem unterzeichneten Curatorium bis zum 1. April d. I. einzureichen und dem Gesuch ein Zeugniß über seitheriges Betragen anzuschließen.
Friedberg, im März 1873.
Das Curatorium der Ackerbauschule des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen zu Friedberg.
Trapp, Regierungsraih. Lindeck, Rentamtmann. Haas, Kreis-Assessor.
P o > i t tfdiet X t> e i i.
Schwächung oder Stärkung?
Cffcn gesagt, der immer stärker werkende Anhang, den die Ultramontanen aus dem Lager der plvtestantischen Orihodox.n gewinnen, dünkt uns keine Stär
kung jener Partei. Als die „Kreuzzeitung" nach allerlei Schwankungen mit Sack und Pack unter der neuen Revaclton zu den Jesuiten überging, gratulirte sich die „Germania" zu vieler BunbeSgenoffenschaft und wies triumphirend darauf hin, indem sie zugleich Herrn v. Bismarck auf die zunehmende Gefährdung seiner


