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Art. 2. In den drei Tagen, welche der Veröffentlichung dieses Gesetzes folgen, wird eine Commission von 30 Mitgliedern in öffentlicher Sitzung und nach einer Abstimmungsliste für die Prüfung der constitutionellen Gesetze er­nannt werden.

. . 25. November. DieJndspend " erfährt aus Paris, daß

r mi? ^h^lnbord vollständig gebrochen haben sollen. Letzterer habe

beabsichtigt, plötzlich in der National Versammlung zu erscheinen, um die Pro- clamation des legitimen Königthums zu erzielen. Die Regierung sei jedoch von diesem Plan in Kenntniß gesetzt worden und habe denselben vereitelt.

Art. 1. Die Executivgewalk wird für sieben Jahre dem Marschall MacsLeon Say werde den Herioq v. Broqlie durck Darieaunn h,r t

M°h°n, Herzog von Magenta, von der Veröffentlichung des gegenwärtigen Betheiligung an der nLffe« ®6am6orb4ei, SntnXiVXn Gesetzes ab anvertraut; diese Gewalt wird mit dem Titel eines Präsidenten Es geht ein Gerücht Mac Mahon selbst b.ibe ^rwchen.

der Republik und unter der gegenwärtigen Bedingung bis zu den Modificatio- dessen Abrest- von hier ae p!ochen * ®fro ÜOr

nen ausgeübt, welche durch die constitutionellen Gesetze an derselben angebracht ~ -

werden können.

die noch zu Cham-

WechseL

Oberhessen

74

9 4244

Pistolen

len ditto ditto

k. k.

k

hat bereits den Ge- gebrachr. Die An-

Oestr. 1858r 186Or 1864r

S. 99% 8. 100

S 1047/g

fl. 250 v. 1854 87' -

Priori tätsloose 186

Loose 91 %

, 150

Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon

Actieie.

Frankf. Bank 147%

Frankf. Vereins-Kasse 86%

Darmst. Bankact. 374 Rheinische Hyp.-Bank Wien Bankactien 994 Oest. Creditact. 228 Galizien

Goidsorteii. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 5859

bord hält, ausschließen.

Paris, 24. November. DasJournal officiell" setzentwurf über die siebenjährige Dictatur Mac Mahon's gelegenheit hat doch so Mauchen Kopfschmerzen gemacht.

Acsien.

50/g östr. F. 8t. E. B. 3371/2

Lombard. Bahn 173%

Ludwigsh. Bexbach 188

Maxbahn 129

Bayer. Ostbahn 1181 4 Rhein-Nahebahn-Act. 29% Hess. Ludwigsb.-Act. 150

Börsenberichte.

flirt a , 25. November. Die Haussebewegung der letzten zwei Wochen hat, nach mancher schwächeren Reaction, heute plötzlich einen ziemlich starken Stoß erlitten. Die mattere Haltung der heutigen Börse ist hauptsächlich auf die schlechten Berliner Notirungen zurückzuführen, welche schon in der gestrigen Abendbörse verstimmten und heute noch eine weitere Herabsetzung der Course veranlaßten Man schob die Schuld der unerwartet in Berlin ein­getretenen Baisserichtung, theils auf ungünstige Berichte über die Lage der Prov.-Diseonto- Gesellschaft, theils auf die schlimme Konjunktur am Eisenmarkte, welche auf die Jndustriepapiere, namentlich auf Dortmunder Union einen starken Druck ausübte. Andere suchten die neue un­günstige Signatur der Börse durch die Beendigung der Contremine-Deckungskäufe zu begründen. Sicher ist, daß man über die Ursache des erneuten Rückfalles hier noch nicht ganz im Klaren ist. Der heute bekannt gewordene neueste Ausweis der preuß. Bank zeigt günstige Positionen, vermochte jedoch keinen Einfluß auf die vorherrschend matte Tendenz auszuüben. Die Haupt- speculationseffecten wurden heute ohne besondere Bevorzugung eines Einzelnen gehandelt und folgten in ihrer Coursbewegung dem jeweiligen Stande der im Laufe des Geschäftes eingetroffenen Berliner Course. Creditactien variirten zwischen 227%-2727%, verloren demnach gegen gestern ca. 7 fl. Staatsbahnen schlossen 338%, büßten mithin 2% fl. ein. Lombarden wichen gegen gestern, mit 172%, ca. 3'/-- fl. Auf den übrigen Verkehrsgebieten gab sich ebenfalls eine mattere Haltung kund Von Bahnen bröckelten Elisabeth 2 fl., Alte Bayer. Osibahn 1% ab. Von Banken gingen Prov.-Disconto von 92 auf 86%. Darmstädter sind 10 fl., Meininger 30 0 matter. Von Looseffeeten sind Ansbacher und Schwedische höher. Fremde Wechsel unverändert.

AiilehensBoose«

Darmstädter fl. 50Loose

7, n 25 59

Kurh. 40 Thlr. Loose 71 Nassau 25 fl. Braunschweiger 21%

3° 0 Oldenburg. ä40Thlr. 37% 4% bayr. Präm.-Anl. 112% 4% badische Loose 110% Badische fl. 35 Louse 67%

V r m i f tfe t e

Wien. Die Eröffnung der Hochquellenleitung der Stadt Wien wird von allen Zeitungen mit Recht als der Beginn einer neuen Periode der Gesundung für die oft von verheerenden Epidemien schwer heimgesuchte Stadt Wien gefeiert. Das Verdienst, ein Werk von so weit in die Zukunft hinausragender Bedeutung zu glücklichem Ende geführt zu baden ein Werk, zu dessen Inangriffnahme die Regierung keine Zeit gefunden und keinen Finger gerührt bat, gebührt ausschließlich den Stadtvätcrn. Die Wiener Hochquellenleitung ist gegen­wärtig die größte unter den sämmtlichen Großstädten Europa s. Es giebt deren zwar einige, welche vielleicht auf längeren Strecken geführt werden; aber in Bezug auf das Wasserquantum, dessen krystallhclle Reinheit und nachhaltig frische Temperatur wird sie unseres Wissens von keinem anderen existirenden Wasserwerke des Wclttheiles überboten. Die Wassermenge, welche bald innerhalb 24 Stunden in den Umfang Wiens einströmen wird, ist namentlich so groß und reichhaltig, daß die täglichen Lieferungen särnrntlicker Wasserleitungen der Stadt Rom, von denen die prachtvollen Monumente der Aqua Paola, des Fontanone dell acqua felice und der Fontana di Trevi gespeist werden, dagegen tief in den Schatten zurücktreten. Selbst Paris, die Musterstadt des Festlandes seit Menschengedenkcn in solchen baulichen Angelegenheiten, hält mit der Wiener Hochqucllenleitung nicht den entferntesten Vergleich aus, und trotz der mit un­geheueren Kosten versuchten Einführung von Flußgewässern aus der Marne und Dhuis stillen mehr als zwei Drittel ihrer Bewohner noch immer mit dem abgestandenen und schlecht filtrirten Seinewasser ihren Durst. Durch Pumpbrunnen würden sie auch kein besseres erhalten.

. Die legitimistischen

Blätter wurden gebeten, solgende Erklärung an die Nationalversammlung.zu bringen, welche, wenn auch post festum, noch immer beachtenöwerth erscheint Ueberzeugt, daß die nationale und christliche Monarchie das einzige Mittel des Heils für das Land ist, und daß Sie dieselbe bilden konnten, hätten Sie es

drei Tage nach seiner Annahme iinOfsiciellen Blatt" erscheinen muß. Die Commission für die Prüfung der constitutionellen Gesetze muß in Folge dessen bis zum nächsten Mittwoch ernannt sein. Die Führer der neuen Majorität weläe in der Nacht vom 19. auf den 20. d. gebildet wurde, wollen die ex­tremen Parteien, d. h. die Linke und die äußerste Rechte,

gewollt, können wir uns nicht entschließen, Frankreich durch das Votum des Gesetzentwurfs zu sagen, wir böten ihm ein nothwendiges Werkzeug der socia­len Erhaltung an Diejenigen, welche so denken, mögen es sagen und dem zu folge stimmen; das ist ihr Recht, ihre Pflicht, die wir achten. Wir haben unsere Gewissen geprüft; unserer Ansicht nach wäre diese Handlung nicht auf­richtig. Unter dem Könige stehend, aber wie er, haben wir nie unser Land betrogen und werden es nie betrügen. Wir bleiben der Abstimmung fern. Vicomte d'Aboville, de Belcastel, Graf de Cornulier-Luciuiore, Dezanneau, Marquis de Franclieu, Gras de Tröville, du Temple. Zum einzigen Zwecke, Frankreich vor der es bedrohenden Anarchie zu bewahren, auf die Redlichkeit und Uneigennützigkeit des Marschalls de Mac Mahon vertrauend, werde ich für ihn 0)1111, was ich für Niemand that, und die Verlängerung seiner Voll­machten votiren, dabei aber der Monarchie, die ich allein für fähig halte, Frankreich zu retten, meine Zuneigungen, meine Hoffnungen, meine Ergeben­heit und meine Anstrengungen bewahrend. Vicomte de Lorgeril." Diese Er­klärungen sollten von der Tribüne gegeben werden. Der Schluß der Debatte verhinderte aber, daß sie gemacht werden konnten. Auch au sonstigen in­teressanten Zwischenfällen hat es nicht gefehlt. Wie dieGazette de France" meldet, soll Thiers in dem Augenblick, als man das Ergebniß der Abstimmung proclamirte, von der Niederlage der Republikaner gleichsam wie vernichtet die Arme sinken gelassen und gerufen haben:Ich kann nichts mehr verstehen von diesem Roman!" Laurier, der sich durch die Unverschämtheit auszeichnet, mit welcher er stets seine Ueberzeugungen wechselt, um der im Momente stär­ker» Partei anzugehören, soll hierauf erwidert haben:Wenn es ein Roman ist, so sind Sie jedenfalls nicht der Held!" Pikanter noch als diese ziemlich unglaublich klingende Episode ist folgendes Intermezzo, welches nach der ersten Sitzung stattfand und das beweist, daß die Deputirten sich gegenwärtig doch hie und da in die Haare gefahren sind. In einem der Zwischenacte wurde der parlamentarische Streit am Buffet mit Heftigkeit fortgesetzt. Dort war es auch, wo plötzlich Duvergier de Hauranne seinem College« Vicomte Othonin d'Haussonville eine Ohrfeige applicirte.Ich kann ihm nicht sehr zürnen", sagte Letzterer,wir waren Schulkameraden."

Paris, 25. November. DasJournal officiell" meldet, daß die Minister heute ihre Demission gegeben haben und diese auch angenommen ist. Man glaubt, das amtliche Blatt werde schon morgen das neue Ministe­rium publiciren.

Versailles, 24. November. In Ter heutigen Sitzung der National- Versammlung kam ein Schreiben Mac Mahon's zur Verlesung, worin derselbe der National-Versammlung für das durch die Verlängerung seiner Gewalten ihm bewiesene Vertrauen seinen Dank ausjpricht und sagt, daß er der feste Vertheidiger der Ordnung und eine treue Stütze der National - Versammlung hinsichtlich ihrer Entscheidungen sein werde. Hierauf ergriff Leon Say das Wort, um seine Interpellation zu entwickeln. Derselbe machte dem Ministe­rium den Vorwurf, Wahlen vertagt zu haben, um gewiffe Parteien zu begün­stigen. Der Minister des Innern, Beuls, wies den Vorwurf zurück, indem er die Unparteilichkeit der Regierung in dem hinsichtlich der Wahlen von ihr! beobachteten Verfahren darzuthun suchte. Nachdem noch Broglie gesprochen,! wurde die einfache Tagesordnung, welche die Negierung anzunehmen erklärt hatte, mit 364 gegen 314 Stimmen beschlossen.

Zehnen.

Brüssel, 21. November. Man schreibt derJndepend." aus Paris,

doppelte 9 3638 Holl. fl. 10 St. 9 5254 Ducaten . . 5 34 36 20 Frankens!. 9 2223 Engi. Sover. 11 52 54 Kuss. Imper. 9 42 14 Dollar in Geld 2 2526

Beschlossen in öffentlicher Sitzung zu Versailles am 20. November 1873. Der Präsident: L. Buffet. Die Secretäre: L. Grivart, Albert Desjardins Vicomte Blin de Bourdon, Felix Boisin, Francisaue Rive, E. de Cacenove, de Pradine.

Der Präsident der Republik veröffentlicht das gegenwärtige Gesetz. Marschall Mac Mahon, Herzog von Magenta. Der Siegelbewahrer, Justiz- Minister E. Ernoul.

Der Marschall Mac Mahon ist somit endgültig für sieben Jahre Herr und Gebieter dergroßen Nation", obgleich er mit dieser Ernennung keines­wegs die Sympathie der Majorität des französischen Volkes hat und auch in der Armee nichts weniger als bejubelt wird. Des Marschalls Wahlspruch ist bekanntlich:J'y suis et jy resle, nämlich wenn er nicht geschlagen wird. Zwar haben die Royalisten die Absicht, und General Changarnier versprach dieses sogar in höchst feierlicher Weise, bei Gelegenheit der Discussion der constitutionellen Gesetze die Monarchie wieder in Vorschlag zu bringen. Sie werden damit aber schwerlich besser fahren, als die Republikaner, welche die Proclamirung der Republik bei dieser Gelegenheit durchzusetzen die Absicht haben. Das Gesetz über die Verlängerung der Gewalten wurde bereits heute veröffentlicht, weil jedes Gesetz, für das die Dringlichkeit erklärt worden war,

Englanü.

London, 25. November. Ein Telegramm derTimes" aus Phila- delphia vom 24. d. meldete Der spanische Colonial - Minister meldet teleqra- phisck von Havannah, baß man mit der Rückgabe des auf dem Virainius" fortgenommenen amerikanischen Eigenthnnis vorschreite. Dem Vernehmen nach wird der Congreß eine Politik des Friedens befolgen.

k. 8. 105% k. 8. 93% k. 8. 105% k. 8. 105 k. 8. 119 k. 8. k. 8. 93% k. 8. 102% m. 8. 102%

1. 8. 102% %

auf die in der vorgestrigen Nummer enthaltene Local-Notiz erwidern wir:

o.,, , , r bEen es für durchaus überflüssig, uns bei dem Verfasser derselben in ein günstiges Sid)t fe^en zu wollen; wir wollen demselben bloß bemerken, daß es durchaus unschön und un­gerecht ist , wenn man einen Verein, der einen durchaus edlen Zweck verfolgt, um Einzelner fuebt, Lte öur Mitgliedschaft gehören, in ein schlechtes Ncnommv zu bringen

Die MitgUeder sind fast durchweg verheirathete und vor allen Dingen unbescholtene Leute, die einen solchen Schimpf nicht auf |icb ruhen lassen und die insoweit gebildet sind, daß von derartigen Ruhestörungen gar keine Rede sein kann.

Wir halten es für unsere Pflicht, Namens der Mitglieder der Kasse, eine solche Ver­dächtigung entschieden abzuweisen.

Warum verdächtigt der Verfasser auch nochihre Damen!" Sind unsere Damen vielleicht darum weniger respectabel, weil sie Arbeiter-Frauen und -Töchter sind?

Der gesummte Vorstand

_____________ der Arbeiter-Krankenkasse.

BorsennachriclHen.

25. November 1873.

Preuss. 4%0 0 Oblig. 101% Frankf. 3%% Oblig. 86% Nass. 3%% Obi. 91 % Kurhess. 4U 0 r 95% Gr. Hess. 5" 0 Obi.

4O/o 99%

, 3%% -

Bayer. 5%

4 .0 o 1jährige 100

4° o 1jährige 94%

Würtemb. 4%° y Obi. 100',, Baden 4%% Obi. c. E. L. 100 Oesterr. Silberrente 64%

Papierrente 60% Spanier, neuest. 3°zu 14' . Amerik. Bonds 1881r 100%

1882r 97%

1885r 98%

» 1887r 100%

PrioritätCBi.

3%

östr. Stsb. Prior. 60%

3%

östr s. Lombard 49

3°n

Livorneser 34

3%

Toscaner 54

5%

Elisabeth.-Prior. 92%

do.

11. Emiss.