Auf diese Weise wurden Lauth und seine ehrbaren
stellen, die andere, um vor Europa die Regierungspoliiik von jedem dencalcn
stadium die Prinz - Präsidentschaft anstrebt. Der Prinz Napoleon, welcher in
er es, seine Person den Gefahren der Oeffenrlichkeit auszusetzen. Er hofft sich ! 1 ..Ss 1« C. « at A Clv Alt ft A <\ \ 1 AI» 11 All II Itt U Alt I It V Alt I I A V ft «4t I ttl Q) ll
oq cv....: et.. . m r »r die Viehhaltung als notbwendiqrs liebel anschen; allein die Zahl derselben wird immer kleiner
ParlH, 23. ^Ullt. -L. as Ergebnis der Straßburger Gencralrathswahlen unb gYüiier die Za bl derjenigen, welche auch schon in der verstärkten Düngerqewinnung mit
ursprüngliche^ Entwürfe etwas geändert. Sie hat das System aufgegebcn, nach welchem die Maires von den Municipalräthen unter Mitwirkung der Höchstbesteuerten gewählt werden sollen. Eben so verwirft sie den Vorschlag, diese Wahlen von den Municipalräthen allein vornehmen zu lassen.
Das linke Centrum hat zur Interpellation von L. Roher Stellung gonommen. Dasselbe will eine Tagesordnung einreichen, welche sich auf die Gewissensfreiheit bezieht und mittelbar einen Tadel gegen Ducros enthält, ohne denselben ausdrücklich anszusprechen.
Velfort, 22. Juni, In unserer Festung befinden sich 100,000 labo- rirte Hohlgeschosse, etwa ^000 Centner loses Pulver und 1000 Gentner Patronen. Em Theil dieser Munition wurde vorgefunden, der andere durch die delltsche Kriegsbehörde ergänzt. Die Fortschaffung dieses Materials wird fünf volle Wochen hindurch dauern, während welcher Zeit täglich 30 und etliche Wagen nach Straßburg abgcheu.
oft wi« verkehrende Auftreten der Lungenseuche in den westlichen Grenzländcrn die Loncurrenz von außen her wesentlich beschränkt. Zwar fehlt cs auch heute nicht an Landwirthen, die trotzdem
Nouber'schen Restauration für eine Chiselhurster Hexensage. Ec will als Prinz- Präsident der Republik die Imperiral-Demokratie ii ftalliren, um mit den weißen Dlonscn zu regieren, gegen die Jacobiner, die Pf ffin, die Adeligen und die Gtldmacherei einer zum Kreuz kriechenden Bourgeoisie. Wenn ein Herzog von Aumale Erbschleicherei um die Präsidentschaft der Republik treiben darf, so glaubt er sie um so leichter in die Tasche sticken zu können. Bisher vermeidet
Einfluß zu befreien Die Bonaparlisten wollen für die Reg'erung stimmen. Das linke Centrum entschied sich für eine Tagesordnung, welche die Gewissensfreiheit sichert, die Verordnung Ducros kräftig tadelt.
Paris, 24 Juni. Bei dem politischen Gaukelspiel in Frankreich kommen bie geschicktesten Gaukler, die Bonaparlisten, mehr und mehr an die Oberfläche. In dem Conglomcrat der drei ntvnarchischen Parteien geben in der Thar die Bonaparlisten fast einzig den Ton; es würde wohl augchen, das drille Kaiserreich bald zu begründen, doch glücklicher Weise sind die Bonapar- tisten nicht einig. Die Burgfrau v n Arenenberg speculirl auf directe Restau-
L a n d w i r t h s ch a f t l i ch e S.
(Mitgetheill von der höheren landwirthschasilicken Lehranstalt in 2Bornv3.)
Fruchtstandbericht. Der Stand des Roggens wird ziemlich allgemein als sehr unbefriedigend bezeichnet. Namentlich wird aus dem nördlichen Frankreich, aus Belgien und auch aus den nordwestlichen Provinzen Tcutscklanvs berichtet, der Roggen sei teuer auffallend klein im Halme und stehe sehr dünn. Dieselbe Klage wird auch aus den Rheingcgcnden laut und ist, wie.sich Jedermann leicht überzeugen kann, vollständig begründet. Im Ganzen gut lauten die Nachrichten über den Waizenstand. Der Waizen war bei dem (Eintritte der Spätfröste noch zu wenig im WachSthum begriffen, als daß er ernstlich hatte gefährdet werden können; er zeigt daher neben einer kräftigen Bestockung auch eine bessere Entwickelung im Halme. Selbst von Amerika aus, wo man in Folge des dortigen strengen Winters fo viel für den Waizen fürchtete, lauten die Berichte gut. Aus England dagegen wird über dünnen Stand des Waizens Klage geführt, während die Berichte aus Rußland durchweg befriedigend lauten. Um so mehr klagt man mit Recht über den sehr dürftigen Stand der Futterkräuter. Die Gräscreien werden voraussichtlich einen höchst spärlichen Heuschnitt geben und von den für die Mäht bestimmten Fekv- Futterstoffen bleibt bis die Heumachzeit kommt, nicht viel übrig, weil die Unterhaltung der seit zwei Jahren wieder ziemlich complctt gewordenen Viehstände bedeutende Grünfuttermassen erheischt Die Frühjahrsbestellungen, Kartoffeln, Rüben, Gerste und alle Arten von Gemüse wollen nicht vom Platze. Treten nicht halb günstigere Witkerungsvcrhältnisse ein, bann werden die Hoffnungen noch weil mehr herabgestimmt, als sie es bereits sind.
Zur Pferdepflcge Herr Wilhelm Kraft, Gutsbesitzer in Groß-Dohlen berichtet der höheren landwirthschaftlichen Lehranstalt in Worms, daß er ganz gegen den üblichen Gebrauch ieit längerer Zeit schon seine Arbeitspferde, anstatt Morgens schon Abends tüchtig putzen und Morgens nur bürsten lasse. Nach der Uederzcugung des Herrn Dohlen genießen die so behandelten Pferde d>s Nachts über eine vollkommene Ruhe, sind v.s andern Morgens frischer in der Arbeit und weit weniger Erkaltungen ausgesetzt, als wenn morgens durch kräftiges Putzen bie Poren der Haut zu sehr geöffnet werben.
Zur Verstärkung der Viehhaltung. Unter allen landwirthschaftlichen Prcbucten hat keins in letzterer Zeit eine so enorme Preissteigerung erfahren als das Fleisch. Die Land- wirthe sehen daher in der Verstärkung ihrer Viehbestände einen Haupt-Hebel zur Steigerung ihres Reinertrags Was noch besonders in dieser Beziehung antmirend wirkt, das ist der Umstand, daß das immer und immer wieder Auftreten der Rinderpest in den östlichen und da-
Paris und Frankreich ein- und ansgcht und den Herzog v. Broglie wie Herrn Rouhcr rein zum Narren hält, speiste mit E. About, Herrn Pessard vom „Soir"
(fnifllanb.
London, 24 Juni. Die amtliche Zeitung von Peking bestätigt, daß der Kaiser von China die ausländischen Vertreter persönlich empfangen wird.
London, 23. Juni. Die Flottenbesichtigung, bei welcher 44 Schiffe in drei Linien vor Portsmouth ausgestellt waren, ging mit bestem Erfolge von Statten. Außer dem Schah waren zugegen der Prinz und Prinzessin von Wales und der Zarewitsch.
Haus einftimmt.
Stuttgart, 25. Juni. Der König ist heute nach Ulm zur Truppen bcsichtigung abgereist; morgen geht derselbe nach Friedrichshafen zum Sommeraufenthalt.
Straßburg, 23. Juni. Unsere Blonsenmänner, eigentlich „Wackes," pflegen sie berührende freudige Ereignisse durch Spazierenfahren in Kutschen und durch das Vertilgen von Unmassen von Absyntb zu feiern. Als wir deshalb gegen Abend des ersten Wahltages betrunkene Individuen zu allen Theilen der Stadt hinaus- und in derselben herumfahren sahen, hatten wir schon genügende Ursache, an dem Siege der von der Versöhnungspartei vorgcschlagenen Candidaten zu zweifeln. Unfern Zweifel bestätigte denn auch Herr Klein, indem er sagte, es sei gar nicht daran zu denken, daß er gewählt werde. Als nun gar gestern Morgen die Damen wieder mit den üblichen dreifarbigen Schleifen herumspazirten und zur Kirche gingen, da konnte man als sicher an- nehmen: die Unversöhnlichen werden siegen. Sie haben denn auch gesiegt. Die Versöhnungspartci hat cs versäumt, sich zu rechter Zeit gegenseitig eng anzu schließen und in strammer Einheit vorzugehen, insbesondere dafür zu sorgen, daß ihre sämmtlichen Mitglieder in die Wählerlisten eingetragen wurden. Dann hätte es sich wohl der Mühe verlohnt, die Agitation auch wie die Gegenpartei ans der Straße zu betreiben. Es geschah aber nahezu nichts; die Agitation war eine verschämte, kleinlaute. Unseres Wissens befinden sich hier 2300 wahlfähige Deutsche. Die Herren North, Schmitten, Schneegans und Klein erhielten zusammen nur 2282 Stimmen. Wo sind die Uebrigen und wo sind die Versöhnlichen unter den Einheimischen? Es wäre ein anderes Resultat erzielt worden, wenn man stramm zusammengehalten hätte.
Metz, 25. Juni. Die General- und Kreisraths Wahlen sind überall unter lebhafter Vetbeiligung zu Stande gekommen. Nur vier Nachwahlen sind erforderlich. Die Wahlen tragen einen durchaus sachlichen und jeder politischen Demonstration baren Charakter.
Ikfil’iTCtCf).
Wien, 21. Juni. Wie man dem „Vaterland" aus Laibach telegra- phirt, hat das krainische Landes-Präsidium die Jesuiten-Niederlassung in Repnje „wegen gemeinschädlichcr Folgen in volkswirthschaftlicher und sanitärer Beziehung" aufgehoben.
Pestb, 24. Juni. In der heutigen Sitzung des Unterhauses beantwortete der Cultusmiuister eine Interpellation wegen Veröffentlichung des U» fehlb irkeits-Dogmas durch den Rosenauer Bischof dahin, daß der Bischof 200 Exemplare des vatikanischen Decr-tes vertheilt und die Regierung ihm darauf ihre Mißbilligung unter Hinweis auf die Ungesehlichkeit des Verfahrens ausgedrückt habe. Der Interpellant erklärte sich mit der Antwort nicht zufrieden gestellt, verlangte vielmehr, daß das Haus in eine Debatte hierüber eintrcte. Dieses Verlangen wurde bei bei ber Abstimmung mit 83 gegen 71 Stimmen angenommen unb bie Debatte auf Sonuabenb anberaumt.
J'rmiltmrfj.
hat hier großen Jubel erregt; ja, man gibt dieselben für einen „französischen" Rechten vorzügliches Mutti zur'Hebung der Bodenkultur erblicken.
Sieg aus unb speubct ben Elsässern das höchste Lob, „daß sie Frankreich die Petroleum als Ncinigungömittel für Maschinen aller Art. Es bleibt Srcue bewahren." „Die Liqne d'Älsace", sagt das „XIX. ©iccle", das Blatt b-i d-7 Anwmkun» ber M.gchmm in der e-ndn-mbschaft immer ein aroßer Uedelsinnd d°ß tte VCUl About, „hatte bie Enthaltung angcrathen; ihre Rath'cklägc werden am überlassen werden muß. Zugleich ist bie Unterbrechung bes Gebrauchs bie'en so cornplieirt Dbcrrhein unb vom größten Thcile bes Unterrheins wörtlich befolgt worben zusammengefügten Instrumenten nicht bienlich, unb ber Staub, sowie bie Aufstellung im Freie»
ration des Kaiserreichs, währenb ber rothe Prinz für sich als Uebergangs-
Berlitt, 24. Ium. In parlamentarischen Kreisen ist die Nachricht ver-jsem. Die Straßburger betheiligten sich aber an der Abstimmung, weil sie breitet daß Fürst Bismarck in seiner Eigenschaft als preußischer Minister der gegen die Absetzung ihres Maires und ihrer Adjuncten, die alle gute Franzosen auswärtigen Angelegenheiten Urlaub erbeten und erhalten habe. Die Nachricht, sind, protestiren wollten Auf diese Weise wurden Lauth unb seine ehrbaren wenn sie sich bestätigen sollte, würbe nach ber „Speu. Ztg." als erster Schritt Collegen, ungeachtet der 700 Enthaltungen, mit 4600 St mmen aus Haß des Reichskanzlers zum Ausscheiden aus dem preußischen Ministerinm aufge- gegen Preußen gewählt. Die preußische Liste hatte nur 2300 Stimmen. CS faßt werben. Indessen zweifelt bas Blatt, baß bie Nachricht in ber obigemUbe Frankreich!"
Gestalt richtig ist. Von guter Seite hören wir vielmehr, daß ber Rcicbskanz- Paris, 23. Juni Die Regierung wirb bet ber morgenden Jnterpella- 1er sich nur von ber Theilnahme an ben Geschäften des preußischen Staats-'^tion Uebergaug zur Tagesordnung verlangen. Ein Theil ber Mitglieder ber Ministeriums hat entbinden lassen. Auch diese Thatsache freilich deutet darauf Rechten will für diese nur stimmen, wenn die Regierung eine doppelte Erklä- hin daß die Harmonie in unseren obersten politischen Regionen augenblicklich rung gibt, bie eine, um Gewissensfreiheit in ben Augen beö Landes sicher zu sehr viel zu wünschen ubng laßt.
Berliu, 25. Juni. Die „Provinzial-Corresponbenz" erwähnt in einem Rückblick auf die verflossene Reichstags-Session des NichtzustanbekoMmens bcs Militär-Gesetzes, besten Erlebigung ber Reichstag für eine Ehrensache halten werbe, unb hebt hervor, baß ber Schluß ber Reichstags Arbeiten nicht zugleich ber Schluß ber Wirksamkeit ber gegenwärtigen Reichsvertrctung sein werbe. - Demselben Blatte zufolge schreitet bie Stärkung ber Gesundheit bcs Kaisers fort unb erfolgt seine Abreise nach Ems am 5. Juli. Fürst Bismarck würbe sich nach bem Schluß bes Reichstags nach Varzin begeben. Auf bie Interpellation von Banks, betreffend die Verfolgung von Postbeamten durch deren Vorgesetzte wegen aus den bezüglichen Abonncmentslisten ^ermittelten Abonne ments auf ben Letzteren mißliebige Zeitungen, crwibene Staatsminister Delbrück heute im Reichstag, baß in zwei Fällen ein solches Vorgehen gegen Postbeamte, jeboch ohne irgcnb welche Folgen für bieselben, ftattgefunben habe, bie „ ..... . a ... .
übrigen angeführten Fälle würben eingehend untersucht werben. Nochbemjunb bergleichcn Boulevardsfiguranten bei Emil von Girardin. Wie er sich darauf bas Vanknotcngesetz und bie Zolltarifreform in befinitiver Abstimmun Inicht geirrt hatte, als er vor unb nach dem 2. December in bem Glauben an anaenommen worben unb ber Etat in dritter Lesung genehmigt ist, verliest der die Jmbccillität" seines Vetters verharrte, hält er jetzt die Chancen einer
angenommen worben unb ber Etat in dritter Lesnng genehmigt ist, verliest der Reichskanzler eine kaiserliche Botschaft über den heute vorzum hmenbcn Reichs- tagsbeschlnß. Nachdem hierauf Präsident Simson eine Uebersicht der Arbeiten des Reichstages gegeben u..b ber Alterspräsident dem Ersteren den Dank des Hauses für seine Geschäftsleitung ausgesprochen, erklärt Fürst Bismarck: „Se. Maj. ber Kaiser bedauert lebhaft, durch ein mit Gottes Hülfe in sicherer Besserung befindliches Unwohlsein verhindert zu sein, die Herren vor ihrer Trennung zu sehen unb ben Schluß ihrer Sitzungen persönlich zu bewirken. Se.
Majestät hat mich beauftragt, Ihnen zu erklären, wie gern ber Kaiier selbst,jeboch hinter sune Frau stecken zu können, um von ihr, wenn er sich im Publi- dem Danke ber verbünbeten Regierungen dafür Ausbruck gegeben haben würde, kum sehen läßt, gedeckt zu werben, will er bie Prinzessin Clotilbe kommen daß Sie sich in dieser Session unb zum Theil unter schwierigen Umständen lasten.
der weiteren Ausbildung unserer verfassungsmäßigen Institutionen und ber Versailles, 23. Juni. Die Decentralisations-Commission hat an ihrem Lösung ber Aufgaben, welche uns der Krieg Hinterlasten hat, mit hingebenber Anstrengung gewidmet haben. Indem ich mich darauf beschränke, diesen Allerhöchsten Auftrag hiermit zn vollziehen, erkläre ich auf Befehl Sr. Maj des Kaisers im Namen der verbündeten Negierungen den Reichstag für geschlossen." Präsident Simson bringt hierauf ein Hoch auf den Kaiser aus, in welches das
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