Einzelbild herunterladen

gische Postverwaltung ihre

Mit vv v jivmyuiu/v j vwp vvtv -v ~n-' '-***/>»

am üppigsten unter den streng-kirchlich erzogenen Bevölkerungen rein katholischer Länder oder vielmehr mit einiger Ueppigkeit gerade nur unter diesen aufsprießt und gedeiht! Es erinnert die arglos - gutmüthige Bemerkung derGermania" wieder an die verwandte Naivetät des päpstlichen Schreibens, in welchem der

Oesterreich.

Wien, 22. October. DieAbendpost" schreibt: Hier und da tauchen Angaben auf, daß anläßlich des Welt-Ausstellungs-Besuches des Deutschen Kai­sers in der französischen Abtheilung einige Aussteller ihre Kästen verdeckt hätten. Auf Ersuchen des französischen General-Commissärs constatnen wir, daß obige Behauptung vollständig falsch ist, indem der Deutsche Kaiser von den französi­schen Ausstellern mit aller Courtoisie empfangen wurde. Dies wurde auch seitens des General-Commissärs des Deutschen Reiches anerkannt.

/rankreich.

Paris, 21. October. In dem Protokoll der heutigen Versammlung der republikanischen Linken ist gesagt, die monarchischen Restaurations-Projekte erregen den Unwillen des Landes. Im Schooße der National-Versammlung ist die Mehrheit der Stimmen der Republik gewonnen. Die republikanische Linke wird sich täglich versammeln.

Einige Deputirte haben sich heute zum Präsidenten der Republik be­geben, um ihn zu fragen, ob die über ihn verbreiteten Gerüchte richtig seien. Der Präsident antwortete:Wenn ich als Soldat zu jeder Stunde meinem Lande zu Diensten bin, so weise ich durchaus den Gedanken zurück, daß ich die Regierung unter allen Umständen bewahren müsse, unter welchen Bedingungen mir dieselbe auch angeboten werde. Ich bin von einer conservativen Mehrheit ernannt worden, von der ich mich nicht trennen werde. Das Amtsblatt wird morgen die Decrete veröffentlichen, durch welche die Wahlcollegien der Aube und unteren Seine einberufen werden.

Paris, 21. October. (Proceß Bazaine.) Canrobert betont den per­sönlichen Muth Bazaine's. Dann berichtet er über die Schlacht von St. Pri­vat. Zweimal benachrichtigte er den Generalftab, daß er keine Munition habe. Man ließ ihm gegen Mittag sagen, die Garde werde zu Hülfe kommen, aber mchts davon geschah. Bazaine scheine keine Ahnung von der Wichtigkeit der L-chlacht gehabt zu haben. Leboeuf, Ladmirault, Bourbaki, Frossard und Jar- ras gaben ihre Aussagen über die militärischen Operationen bis zum 19. Ang. Bourbaki sagt, er habe am 18. keine Ordre erhalten, Canrobert zu helfen. Er kannte die Gefahr nicht, in welcher er schwebte, und hielt sich nicht für berech­tigt, ohne Befehl zu marschiren. Schneider und Rouher sagten ans, daß Ba- zaine keineswegs sich um den Oberbefehl beworben habe.

Paris, 22. October. Aus zuverlässiger Quelle verlautet, daß daS Ministerium erst nach Berathung der Verfassungs-Entwürfe Aenderunqen er­leiden soll.

Alle Officiere, die sich auf Urlaub befinden, haben Befehl erhalten, zu ihren Regimentern zu stoßen.

seines Thrones beraubteGefangene" des Vaticans den Deutschen Kaiser warnt, doch nicht seinen Thron zuuntergraben." Freilich, in ganz anderm Sinne als der Briesschreiber es meint, kann man an der bunten Reihe der noch lebenden Thron-Prätendenten, an Heinrich V., an Don Carlos rc. sowohl wie an Sr. Heiligkeit selber lernen, wie Throne verloren werden, nämlich noch heute gerade so, wie zu den Zeiten der Stuart's, durch Widerstand gegen den Culturfortschritt und Liebhaberei für die Contrerevolution!

Berlin, 22. Octobcr. DieProv -Corresp.", die Wiener Zusammen-, kunft und den glänzenden, dem Kaiser Wilhelm von dem Kaiser Franz Joseph und der Wiener Bevölkerung bereiteten Empfang besprechend, sagt: Alle deut­schen Herzen widmen dem Kaiser Franz Joseph die tiefste und dankbarste An­erkennung für die wahrhaft hochherzige und edle Gesinnung, die er in der neuen Gestaltung der Beziehungen Oesterreich-Ungarns zum Deutschen Reiche bewiesen. Die Geschichte werde des Kaisers Verhalten dereinst als eine Th t wahrhaft fürstlicher Größe rühmend verzeichnen und als festeste Grundlage einer seither mit so großem Gewicht angebahnten Politik anerkennen. Der Artikel schließt: Die Aufnahme des Kaisers dürfe uns nicht blos mit patrio­tischer Freude, sondern anch mit hoher politischer Gcnugthung und Zuversicht erfüllen. Aus vollem Herzen widmen wir dem Kaiserhausc und dem gastlichen Volke, bei dem Kaiser Wilhelm weilt, mit dem wärmsten Danke zugleich den aufrichtigsten Wunsch, daß inmitten des Friedens, den wir gemeinsam zu wah­ren hoffen, Oesterreich - Ungarn in immer festeren Beziehungen zum deutschen Nachbarreiche gedeihe, erstarke und erblühe. Dasselbe Blatt sagt in einem anderen Artikel: Bei der von dem Papstthume und den Ultramontanen gegen­wärtig dem Kaiser und der preußischen Regierung gegenüber eingenommenen Stellung könne kein evangelischer Christ, kein ehrlicher preußischer Patriot mit der ultramontanen Partei bei den Wahlen Hand in Hand gehen. Jede Stär­kung der Ultramontanen, jede Wahlgemeinschaft mit ihnen wäre ein Vergehen ebenso an der evangelischen Kirche, wie an der Krene des Königs und dem preußischen Vaterlande.

Paderborn, 17. Oct. Trotz der verweigerten staatlichen Anerkennung, trotz Sperrung der Professoren-Gehälter und trotz Versiegelung der Hörsäle, hat, wie das Wests. Volksblatt schreibt, unsere philosophisch-theologische Lehr­anstalt am 16. d. M. das neue Schuljahr eröffnet, und zwar wie üblich mit einem Festgottesdienste. Dem Vernehmen nach haben sich 18 Studirende ein­gefunden. Die Vorlesungen werden entweder im Convicts-Gebäude oder im Priester-Seminar gehalten werden.

Constanzer Ztg." zum Beweise, daß Kaiser Wilhelm nicht erst seit Kurzem den Ansichten huldige, die er in seinem Briefe vom 3. September 1873 aus­gesprochen , eine bis jetzt nicht in die Oeffentlichkeit gedrungene Aeußerung des Monarchen aus der Zeit seines der Stadt Constanz vor zwei Jahren, am 12. September 1871, abzestatteteu denkwürdigen Besuches in Erinnerung. Als nämlich der Kaiser damals den Conciliumssaal besuchte, sagte er beim Anblick des Pech'schen Freskogemäldes, welches den Triumphzug des Papstes Martin darstellt, mit Bezug aus Kaiser Sigismund, der zu Fuß gehend, des Papstes Pferd am Zügel führt:Das Erbe habe ich antreten müffen, aber die Zügel halten würde ich nicht." Der Ausspruch:Nach Canossa gehen wir nicht," war damals noch nicht geschehen.

den bester bezahlten Retchöpostdienst übergehen, aus der jetzigen Nothlage sich befreien werde, steht dahin ~ T

besterung der Gehälter seiner Beamten; da kam aber der Eisenbahn-Director worden. Ton Carlos dielt am 19. d. Mts. eine' Revue bei'Esiella""a^ ' Ge und forderte für seine Cchaa. das Gleiche, und der Finanz-Minister hielt die neral Morioues hat sich nach Olite begeben, um dort seine Wtederbersiellnna Taschen noch fester zu, als zuvor. So erzählt man hier allgemein; vielleicht abzuwarten. " y qicuung

reichen würde, und das Bewußtsein, daß eine solche Rache unausbleiblich wäre, bringen die Landtagsverhandlungen, welche morgen beginnen, nähere Aufklä- wird auch die höchste Prämie erfolglos machen. Weder Strenge noch Nachsicht rung. Aus demDeutschen Volksblatt", dem hiesigen katholischen Organ, kann die wachsende Verwilderung zügeln; dies bleibt das Werk der Kirche, erfährt man, daß in den letzten Tagen eine Cartel-Versammlung der katholi- wenn sie die Freiheit zurückerhalten haben wird, ihrem erhabenen Berufe nach- schen deutschen Studenten-Verbindungen in Stuttgart stattgefunden hat.

zugehen." Sie vergißt, daß dieBriganten" um Salerno viel älter sind, als. Aus Baden, 20. October. In einem Augenblicke, wo der Brief un- die des Königreichs Italien, daß das Brigantenthum aber allerdings bisher iseres Kaisers an den Papst so großes und gerechtes Aufsehen macht und in am üppigsten unter den streng-kirchlich erzogenen Bevölkerungen rein katholischer allen deutschgesinnten Kreisen die freudigste Erregung hervorruft, bringt die

LautAssemblee National" hat der Prinz Napoleon eine Unterredung mit dem Herrn Thiers gehabt.

Paris, 22. October. Mehre Zeitungen sprechen davon, daß Magne seil, Amt niederlegen will. Der Messager de Paris erklärt dagegen, daß solche Gerüchte eulstweilen noch ganz falsch seien. Werde aber die Monarchie erklärt, so werde Magne es vielleicht für eine Pflicht des Zartgefühls halten, nicht dem ersten Ministerium Heinrich's V. anzugehören.

Es sind wieder Briefe von Dcputirten des linken Centrums erschie- l,eu, die sich zu Gunsten der Republik aussprechen. Die Briefe kommen fast alle von Deputirten her, die am 24. Mai für Thiers gestimmt hatten. An­dere Briefe, namentlich von Target, Johnston, dem Marquis de Plocui und Admiral ^aisset erklären als Antwort auf gewisse Ansinnen einiger ihrer Wäh­ler, daß Niemand das Recht habe, ihnen ihre zukünftigen Abstimmungen zu dic- tiren. Sie würden nach freiem Gewissen stimmen.

Versailles, 23 October DieAgence Havas" meldet: Die Re- gierilng spricht sich weder für noch gegen die vorzeitige Einberufung der Natio­nalversammlung aus, sondern überläßt die Entscheidung dieser Frage der Weis­heit der Permanenz-Commission.

Trianon, 22. October. Proceß Bazaine. Zu dem heute fortgesetzten Zeugenverhor war Solellle, General der Artillerie, wegen einer Krankheit nicht erschienen. ^Der Generalstabschef desselben sagt ans, daß nach Schätzung d7s Generals soleille bis zum 16. August Abends die Hälfte der vorhandenen

DasMainzer Journal" bringt unter dem Zeichen W. ein sfencs Schreiben an den Kaiser, welches sich gegen die bekannte Stelle des Kaiserlichen Briefes richtet, die von den staatsfeindlichen Umtrieben einer katho­lisch-politischen Partei und von dem Anschluß höherer katholischer Geistlichen an diese Bewegung sprach. Zur Kennzeichnung dieser neuesten beispiellos indo­lenten ultramontanen Kundgebung mögen die nachfolgenden Schlußsätze genü­gen :Staatsfeindliche Umtriebe" haben Ew. Majestät im Angesichte Europas uns vorgeworfen. Entweder bewegt sich unsere Agitation innerhalb der Schran­ken der Gesetze, und dann waren Sie nicht berechtigt, uns diesen Vorwurf zu machen, oder sie geht über diesen Boden hinaus, und dann begründen staats­feindliche Umtriebe das Verbrechen des Hochverrathes.Nun denn, Majestät, befehlen Sie Ihrer Regierung auf Grund der Thatsachen, die Ihnen ja ange­sichts eines solchen Vorwurfs zu Gebote stehen müssen, unsere Führer als Hoch- verräther vor Gericht zu stellen Nachdem Sie einen so furchtbaren Vorwurf gegen die Ehre, gegen die Integrität des Charakters, gegen die Loyalität ihrer Gesinnungen geschleudert, gestatten Sie wenigstens diesen Männern, Ihnen zu beweisen, wie übel Sie berichtet waren!

Dresden, 21. October. Das Bülletin aus Pillnitz von heute Vor­mittag halb 10 Uhr lautet: Der König brachte die Nacht ganz schlaflos zu. Es ist keinerlei Besserung eingetreten. Das Bewußtsein ist sehr getrübt. Die Kräfte sinken.

Dresden, 22. October. Das gestrige Abend-Vülletin meldet: Das Be­wußtsein des Königs sei im Lause des Nachmittags fast ganz geschnmnden. Das heutige Morgen-Bülletin lautet: Pillnitz, 71/2 Uhr: Die Nacht war ziem­lich ruhig; der König schlief kurze Zeit, die Beängstigung ließ etwas nach, die Bewußtlosigkeit und Schwäche dauern fort.

Dresden, 22. October. Der Stadtrath und die Stadtverordneten haben einstimmig beschlossen, eine Dank-Aorcsse an den Deutschen Kaiser wegen seines Antwortschreibens an den Papst, für die wahrhaft kaiserliche That, welche den Sieg des Rechtsstaats über die Pricsterschaft vollständig sichere, zu richten.

Dresden, 23. October. Das heute Nachmittag ausgegebene Bülletin

waltungen des Deutschen Reiches sind die württcmbergische, ^die bayerische und:könnte.

die Reichspost-Verwaltung zu verstehen. " r . ,

gische Postverwaltung ihre Selbstständigkeit bald aufgeben werde, sind wieder sion und selbst oft Widerspruch verstummt. Wie aber unsere Postdirection, deren Beamte fahlmiflüchtig in ISitzung Freitag.

, , ,r. t . Dayonne, 22. October. In Ondarroa (Provinz Biscayal sind 4000

Der Postdirccior verlangte eine erbebliche Aus- Remington-Gewehre und eine Million Patronen für die Carlisten ausaesckifft

V am fr 11 bn fv.m aber der Eisinbabn - Direktor wurden. Tph ftnrUs Molk 10 s. . c»...... < . ' auvgqcylssr

bezeichnet den Zustand des Königs als völlig hoffnungslos.

Stuttgart, 26. October. In voriger Woche hat die sog. Postab- rechnungs - Commission, die seit dem Frühlinge dieses Jahres hier versammelt war, die Arbeiten beendigt. Dieselbe hatte, wie der württembergischeStaats-, v _______

Anz." sich ausdrückt, die Antheile derdrei Postoerwaltungen des Deutschen ^Munition verbraucht gewesen sei, Bazaine sei^hiervon"^"benachrichtigt^^worden Reiches" und von Oesterreich-Ungarn zu ermitteln. Unter den drei Postver-^und habe dieser gefürchtet, daß in Folge dessen Mumtionsmangel eintretcn -------------- r"K ;"kL'brun sagt, mehrere Befehle seien gegeben worden, ebne daß diesel- ©te Gerüchte daß bie wurtiembcr- ben vorher den Generalstab passirt hätten. Dieser Umstand habe viele Confu- e finh hn.fi.,nn ,.h wiift nf, ben Instructionen h-rbeigefuhrt. Nächste