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iprriS vierteljährig 1 fl. 12 fr. «nt Brtngerlohn. Durch di« Post vezogen vierteljährig 1 fl. 29 fr.

Erscheint täglich, mit AuS- nähme Sonntags.

Expedition: Canzleiberg, Ltt. B. Nr. 1.

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen.

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Rr. iZ'sd Freitag den 2 L Oktober

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Bekanntmach u n g.

4877) Der Maurermeister Christian Haubach und der Commisswnär Johannes Blitz, beide zu Gießen, beabsichtigen auf dem Grundstücke Mur XXV Nr. 204 der Gemarkung Gießen einen Kalkofen zu errichten und in Betrieb zu setzen. m t

Etwaige Einwendungen gegen diese Anlage sind binnen 14 Tagen bei der unterzeichneten Behörde, auf deren Registratur Plan und Beschreibung während dieser Frist zur Einsicht offen liegen, um so gewifler anzumelken, als sie sonst in diesem Verfahren keine Berückilchtigiing mehr ftnden können.

Gießen, am 20. October 1873. Großherzvgliches Kreisamt Gießen.

v. Röder.

Bekannt m a ch u n g.

Von Setten der französischen Regierung sind unter Andern die Todesscheine der nachstehend verzeichneten, angeblich Großherzoglich Hessischen Staats­angehörigen an Großherzogliches Ministerium des Innern mitgetheilt worden, deren Gebnrts- beziehungswelse Heimathsorte bis letzt nicht ermittelt werden konnten, indem dieselben in den betreffenden Todesscheinen irrig bezeichnet sind. , . x c . <

Da eine Bekanntmachung der Namen vielleicht zu weiteren Ermittelungen führen könnte, so werd das fragliche Verzetchmß nachstehend unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß, falls die Todesscheine nicht innerhalb sechs Monaten bei Großh. Ministerium des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern reclamirt werdeii sollten, deren Rückgabe an die Französische Regierung angeordnet werden würde.

Gießen, am 22. October 1873. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

P v. Röder-

1) Gestorben den 2. April 1871 in Paris: Mougin, Nicolaus, Taglöhner aus Laubenheim, 63 Jahre alt, Sohn des Jacob Mougin und der Anna Marie, geb. Caron; , r. 4.

2) gch. am 24. Septbr. 1871 in Constantine: Petri, Madeleine, Ehefrau des August Rostan, Metzger aus Mainz, 45 ^ahre alt, Tochter des Smon Petri und der Elisabetha, geb. Eclair; ~ < o ~ ,

3) am 21. Juli 1872 in Paris: Kremer, Sarah, Wittwe des Salomon Proops ans Jügesheim, 82 Jagre alt, Tochter des -Lamuer

4) gest. am 25. Juli 1872 in Paris: Kaiser, Friedrich, Schreiner aus Ortenberg, 62 Jahre alt, Sohn des Friedrich Kaiser und der Ursula Reichte, Ehemann von Marie Maillot; f

5) gest. am 18. Febr. 1873 in Paris: Durand, Madeleine, verehelichte Sarraute, aus Mainz, 64 Jahre alt, Tochter des Jean Baptiste Durand und der Marie Anna, geb. Stackmüller.

In dem Budget des landwirthjchaftlicheu Bezirksvereins Gießen pro 1873 ist thetls zttr Verwiüignug von Stipendien für den Besuch der Ackerbau­schulen zu Fri-dberg und Alsfeld, theils zur Verwilligung von Prämien an Lehrer les Kreises für die Leitung landwirthschaftlicher Forrbildunzsschulen die Summe von 200 fl. vorgesehen. Jene Prämien, welche sich bis auf 50 fl. belaufen können, sind für junge, dem Kreis Gießen angehörige, Reute bestimmt, deren künftiger Beruf der Betrieb der Landwirthschaft sein wird, und die das 14. Lebensjahr zurückgelegt haben, die anderer Vorkenntnisse aber nicht bedürfen, als wie sie die Volksschule gewährt. Eltern solcher junger Leute, welche die von dem Vezirksvereiii in Aussicht gestellte Beihülfe in Anspruch nehmen, werden aufgefordert, sich bis zum 15. November l. Z. bei dem Unterzeichneten zu melden. , ,, , , ... ,. Ä

Anmeldungen für Verwilligung von Prämien für Leitung von laiidwirthschaftlrchen Fortbildungsschulen innerhalb des Kreises Gießen können bis Cnde December L I. bei dem Unterzeichneten eiugereicht werden.

Gießen, den 17. October 1873. Der Director des landwirthschaftlichen Vezirksvereins Gießen.

v. Röder.

Posi! > lcher Cher s.

Deutschland

Darmstadt, 21. October.

nähme

Redaction derGermania."

densbogen gilt, erscheint dem trauerumflorten Blicke des Ulrramontanismus als schwarzer Punkt, als Andeutung aufziehender Gewitterwolken ISchon in verschiedenen Perioden der Geschichte," so verkündet die tonsurirte Cassandra, Auf dem gegenwärtigen Landtage ist diehaben sich die Zusammenkünfte der Kaiser und Könige derartig gehaust, daß sie fast als eine Modesache zu betrachten waren. So liebte es Napoleon I., die europäischen Fürsten um sich zu versammeln; so folgten die Begegnungen von Salzburg, Gastein und Paris rasch auf einauder; so besuchen sich jetzt Kaiser und Könige in Petersburg, Berlin und Wien. Man kann nicht sagen, daß tu der Vergangenheit dergleichen Ereignisse, die jederzeit mit einem gewissen Schaugepränge in Scene gesetzt wurden, das ihre Berechnung auf die öffent­liche Meinung verrieth, sich als besonders günstig für das Schicksal der Völker erwiesen haben. Jedes Mal wurde mit vielem Geräusch verkündet, daß diese gegenseitigen Besuche der Mächtigen, in deren Händen die Geschicke der Nationen liegen, auf dauernden Frieden deuteten, und jedes Mal folgten ihnen - Es ist daher begreiflich, daß die Declarationen der

staatliche Fürsorge für die Invaliden und die Hinterbliebenen im Kriege gegen Frankreich gefallener Soldaten wiederholt durch Anträge der Abgeordneten in Anregung gebracht worden und Hardie Großhcrzogliche Negierung hieraus, sowie aus einer ausführlich motivirten Eingabe desHülfsvereins im Großherzog' thum Hessen für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde" die Ueberzeugung gewonnen, daß die durch das Reichsgesetz vom 27. Juni 1871 gemachten Pensionen zur Beseitigung aller vorhandenen Nothstände ebenso wenig hinreichen, wie die mit Daick anzuerkennende unterstützende Vereinsthätig- keit. Um nun in ausgiebiger Weise dem zu Tage getretenen Bedürfnisse ab­helfen zu können, ist in diesen Tagen von dem Großh. Ministerium des Innern u ,

an die zweite Kammer eine Vorlage gerichtet worden, in welcher mit Ermäch-sKriege. auf Kriege Es ist daher begreiflich, daß die Declarationen der tiauua Sr. König!. Hoheit des Großherzoas an die Stände das Ansinnen ge-liuspirirten Blätter auch heutzutage uicht das Mißtrauen verscheuchen können, stellt wird: jwelches die Reisen nach Wien und Berlin begleitet, und daß selbst die Freude

dieselben möchten die Gründung eines unter die Verwaltung Großh.,desLiberalismus" nur eine forcirte ist." Sollte aber diese schwarze Prophe- Ministeriums des Innern zti stellenden Fonds für Jnvalidenzwccke nut'izeiung den einen oder anderen unserer Leser für einen Aligenblick mit Trübsinn

eit er jährlichen Dotation von 10,000 fl. beschließen und zugleich ihre>anzustecken drohen, so sorgt doch dieGermania" selbst an anderer Stelle für

Zustinnnung ertheilen, daß, außer dieser Stinune, die jährlich sich er-ITrost und Erheiterung. Volt Wien schweift ihr rtlltdschaueltder Blick werter

gebendnr Ueberschüsse des Staatsverlags ztr Beihülfen für Juvalideu'und weilt daun arich rrber Italien urrd seinen Riiraldino. In der ^ovmz

und Hinterblieberre im Kriege gefalletrer oder in Folge des KriegesjSalerno, erzählt sie, ist es bereits dahin gekommen, daß nicht allein die Ud- verstoiber.er Milrtarpersonen verrvendet werden.

Berlin, 20. Oct.

|vuvil vvtlvvilvvi lvvtvull. ininistrativbehörden und das Militär Commando, sondern auch die Gemeinden

Die Nachrichten von der überaus herzlicherr Auf- Preise bis zrt 3000, ja, 8000 Francs auf die Köpfe einzelner Brigarrten gesetzt nähme urrseres .Kaisers in Wien, die alle Weit hier erfreut, scheinetr doch au haben.Das sind allerdings hohe Summen und schon geeigrtct , den Verrath Einem Orte mit gränilichnn Mißbehagen aufgirrommen zu werden auf der an dem Kameradeir herauszufordern; iadessen in der Hcimath tonnte bet

Was aller Welt als schöner, siebenfarbiger Frie- räther des Blutgeldes nicht froh werden, da der Rächer ihn nur zu bald er-