Gießener Anzeiger
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Anzeige- und Amtsötatt für den Kreis Kiessen
9?r. 223
Mittwoch den 24. September
S8V3.
in. Weber, Wann.
fincnt
873.
Kammer eine Staatssubvention der katholischen Geistlichkeit verwilligt hat.
wieviel es sonst sein mögen — Petitionen der Schwarzen zu überflügeln, wenn
(Darmst. Ztg.)
Grund vorhanden.
vierteljährig 1 ft. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig
1 fi. 29 kr.
düngen der katholischen Geistlichkeit zu klagen- Denn wenn sie an ihren Bischof abgeben kann, hat sie zu viel. Bernben aber die Abzüge auf Zwang — was wahrscheinlich, da die niedere Geistlichkeit ausschließlich durch den Bischof angestellt wird — dann liegt von ultramontaner Seite wieder kein Grund vor, über die Noth der katholischen Geistlichkeit zu klagen. Der Bischof könnte dem einfach abhelfen, indem er auf die Abzüge verzichtet. Jedenfalls ist es Sache der Staatsregierung, dieser Frage naher zu treten, weil die vorige
Drittel oder Viertel ihres Einkommens an den Bischof abgeben. Dann aber hätten die ultramontanen Blätter auch keine Ursache, über die schlechten Besol
den 2 Thlr. 20 Sgr. Probenummern ver- in Serlhi.
Derselbe erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen vierteljährlich l fl. 12 kr., frei ins Haus geliefert.
Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im IV. Quartal 1873 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen.
^Diejenigen, welche den Anzeiger Abends bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben zu 1 fi. pro Quartal.
Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 1 ff. 29 kr. incl. Postaufschlags. Dieselben können nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren. — Damit wir nun in den Stand gesetzt sind, die Auflage des Blattes bestimmen zu können, ersuchen wir Alle, welche auf den Gießener Anzeiger abonniren wollen, dies sofort bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostbotcn zu thun, da wir uns sonst nicht verbindlich machen können, vollständige Exemplare zu liefern. ______________ Die Redaction.
Gefundene Gegenstände:
Ein Taschentuch, gezeichnet I. S und mit einer Krone darüber, ein Sonneuschirmchen, drei kleine Schlüsselchen (zusammengebunden.)
. ... Ale Elgenthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückaegeben oder jpater zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden.
Zugelaufen: Ein Spitzhund von gelber und weißer Farbe, mit Schlappohren, ein schwarzer Dachshund mit weißen Vorderpfoten.
ließen, den 24. September 1873. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzial-Hauptstadt Gießen.
Nover.
Erscheint täglich, mii Aufnahme Sonntags.
Expedition: Eanzletberg, Lit. B. Nr. 1.
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Einladung Mm Abonnement
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werden, eine vom Stadtvorstand, eine zweite von dem Verein zum Schutze der Großh. Negierung stattgefundcu hat. Zu der Besorguiß, daß hierdurch des Versainmluugörechts, welche letztere im Namen von 1100 versammelten der rechtzeitige Abschluß des Budgets verhindert werde, ist durchaus kein Mitgliedern von dem Vorstand unterzeichnet sein wird! Grund vorhanden. (Darmst. Ztg.)
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1,u!r,i9e Leitartikel - pfroubenien - m ta ~ Berichte über ^/Heaters in seinen öliges Feuilleton.
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Darmstadt, 19. September. Dem Vernehmen nach soll bei der dem-
D misch lauk). nächstigen Nachtragsberathung des Budgets auch die längst erhoffte Gehalts-
zy.. ~ r ,r aufbesserung unserer Gensd'armerie zum endlichen Abschluß gelangen und zwar,
totesten, 23. September. Soeben ist das 4. Heft des 1. Theils des wie versichert wird, soll die Aufbesserung ganz nach den Normen der königl.
Eeneralstabewerks über den deutsch-französischen Krieg erschienen; es schildert preußischen Gensd'armerie festgesetzt werden; wir wünschen dieser Nachricht die
! j 9 ©eiten (die schmale Einrichtung der Hefte ist wohl auf Rechnung vollste Bestätigung. Daß die bisherige Besoldung unserer Gensd'armerie eine
bnchhandlerischer Speculalion zu setzen) den Vormarsch der drei deutschen Ar-^äußerst kärgliche ist, wird recht klar werden, wenn man Zahlen reden läßt, meen von der Saar und aus den Vogesen zur Mosel und die Schlacht am So wendet z. B. die Stadt Frankfurt a. M. jährlich etwa 105,000 fl. für 14. August bei Colombey - Neuilly, wie der Generalstab sie nennt- Das Heft'ihre Polizei auf, während das ganze Großherzogthum Hessen für seine Landes- bietet eine höchst eingehende Geschichte der Tagö vom 7. bis 14. August und, Polizei, die Gensd'armerie, nur beilänsig 45,000 fl. jährlich mehr wie die eine zeigt an drastischen Beispielen die furchtbare Verwirrung und förmliche Kopf-i Stadt Frankfurt aufwendet.
Icjigkeit, welche in Folge der vernichtenden Schläge bei Wörth und Spicheren' Darmstadt, 20. September. Neulich ging die Notiz durch die Zei- in den Reihen des französischen Heeres, nicht blos des Hauptquartiers, um sichflungen, die katholischen Pfarrer müßten bei ihrer Anstellung oder Beförderung gegriffen hatte. _ Interessant für uns Hessen ist die Thatsache, daß wenige Tage^ einen Revers unterschreiben, wonach sie einen bestimmten Theil ihrer Einkünfte nach dem famosen Verbote der Volksversammlung in Darmstadt, das mit dem, aus den Pfründen an den Bischof abzugeben hätten. Dieser schöne Brauch Cinri ckeu der Franzosen in Freiburg motivirt war, die französische Division^ soll auch in Hessen schon seit langer Zeit eiugesührt sein. Warum auch nicht? Liöbert auf die bloße Nachricht eines Rheinübergangs der Preußen in vollster, Das Geld wird jedenfalls in majorem dei gloriam verwendet. Im Falle Panik von Mülhausen bis Belfort flüchtete, wobei sie die Hälfte der Mann-'einer Temporaliensperre bilden diese Abzüge einen schönen Nothpfennig für säwft verlor und die Bewohner der Dörfer mit ihren Habseligkeiten in die den Bischof, sonst vielleicht einen Peterspfennig für den heiligen Vater. Es Wälder fortriß! Welcher Unterschied! Auf deutscher Seite ruhige kalte Ent-fließe sich nichts dagegen sagen, wenn die katholischen Pfarrer freiwillig ein slt'lossenheit mit energischem Draufgehen, auf französischer Seite excussive Großmäuligkeit und jämmerliches Davonlaufen beim ersten Mißerfolge. Dem Heft fmt> mehrere Skizzen und ein Plan der Schlacht am 14. August beigegeben.
Aus dem Großherzogthum Hessen, 19. September. Wenn beim doch Petitionen für das Volksschulgesetz erlassen werden sollen, so sind
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mir der Ansicht, daß dies rasch, in der richtigen Weise und vollständig geschehen sollte. Rasch, damit die Eingaben nicht dem brennenden Tage nachhum- pcln, in der richtigen Weise, d. h. in voller Uebereinstimmung aller Unterzeich- ner an die erste Kammer als richtige Adresse, vollständig, damit mit unwider- lkglicher Gewißheit daraus hervorgeht, daß eine die Ultramontanen vernichtende, öiuuiuiti. aut ^iuui»|uvuuuivu tu iuu;vii|u;tn ^equiaimi ucuvuuhi ym. Majorität im Volke hinter dem Gesetze und der zweiten Kammer steht. In Daß diese Subvention, wenn auch nur theilweise, in den Säckel des Bischofs
die einzelnen Abgeordneten der zwezten Kammer sich an ihre Wahlmänner und Darmstadt, 20. September. Die Behandlung des Budgets durch bie ihnen ergebene Bevölkerung wenden, sie gar zu einer Versammlung verci- den Finanz-Ausschuß der ersten Kammer und die Vertagung des Wiederzusam- nigen wollten. Die meisten haben sich ja ohnehin schon vor Verathung des-mentritts dieser Kammer bis nach dem Schlüsse der außerordentlichen Landes- Schulgesetzes der Uebereinstimmung ihrer Wähler versichert. Also, wenn über-'^Synode hat einigen Blättern zu Klagen über Verzögerung der landständischen hüupt ein Adressensturm zu Gunsten der Regierung und ihrer Vorlage iiß Geschäfte seitens der ersten Kammer Anlaß gegeben. Dem gegenüber coustati- Scene gesetzt werden soll, dann auf diese Weise voran! Man folge dem, reu wir, daß die Vertagung der Sitzungen der ersten Kammer bis nach dem Beispiel der Stadt Offenbach, von welcher nächstens zwei Adressen eiulaufen,Schluß der Landes-Synode im vollen und ausdrücklichen Eiuverständniß mit
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letzterer Hinsicht scheint es uns denn doch ein Kleines, die siebenzig — oder fließe, war gewiß weder von den Kammern noch von der Regierung beabsich- toievicl es sonst sein mögen — Petitionen der Schwarzen zu überflügeln, wenn tigt. (M.-Ztg.)
Darmstadt, 20. September. Die Behandlung des Budgets durch


