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Mannheim, 21. April. In Folge des neulichen Bier-Crawalls fin«
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Straßburg, 22. April. 26 Gemeinderäthe erhoben in einer Eingabe
durch einen unglücklichen Zufall in der Kaserne, indem Jemand einem Kinde rung zugegangene Nachrichten melden, Serrano habe sich in Folge einer Diffe-
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renz hinsichtlich der Artillerie-Frage offen von der Regierung losgesagt, an die
das Gewehr zeigen wollte, ohne zu wissen, daß es geladen war.
hoch genug steigern können, warnt, sich vor
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Frankfurt, 23. April. Bezüglich der vorgestrigen Excesse theileu wir Spitze einer neuen, von allen Prätendenten unabhängigen, konservativ - republi- noch folgende Notizen mit: Seit gestern befindet sich Herr Negierungs-Präsident kauischen Ordnungspartei gestellt und Madrid verlassen.
v. Wurmb aus Wiesbaden hier. Als gestern Abend ein großer Zug mit Ar- Stmnipn
Leitern aus Offenbach im Sachsenhäuser Bahnhof einlief, durften dieselben die , opiimtll.
Waggons nicht verlassen, die Locomotive wurde umgespannt und dampfte nach Madrid. Wer sich die unumschränkte Willkühr vergegenwärtigt, mit Offenbach zurück. Eine ziemliche Anzahl weiterer Verhaftungen erfolgte welcher theils die Gemeinderäthe und Provinzialstände, theils die Freiwilligem gestern und heute Morgen. Darunter befinden sich mehrere blessirte Arbeiter, in Barcelona, Malaga, Cadix und andern Orten handelnd auftreten, wird nicht die seither in Privatpflege waren, sich schließlich aber zur Herbeirufung ärzt- läugnen können, daß die Republik einem Theile der Bevölkerung ein ganz äußerlicher Hülfe entschließen mußten. Heute Morgen brachte ein Zug Dragoner gewöhnliches Maß von Freiheit gebracht hat. Wie es aber mit den in de: 10 im benachbarten Isenburger Wald aufgetriebene Individuen hier gefänglich Verfassung von 1869 gewährleisteten bürgerlichen Rechten, welche selbst dir ein. Der Redner, welcher an der Leiche der erschossenen Frau auf dem Gar- Zustimmung der republikanischen Partei gefunden hatten, unter dem Schuhe küchenplatz eine die Umstehenden aufreizende Ansprache hielt, ist ermittelt und der Republik ausfieht, das ist eine andere Frage, auf die unter anderen That- bereits hinter Schloß und Riegel. Derselbe ist erst 19 Jahre alt. Das In fachen neuerdings eine Bekanntmachung des Gouverneurs der Provinz Valencir dividuum, welches bei dem Angriff auf die Bier-Localitäten das Signal mit ein eigenthümliches Licht wirst. Man kann nicht viel dagegen haben, daß dik einem Horn gegeben, ist gleichfalls verhaftet. An der Hanauer Bahn wurden Bürgermeister und Polizei-Commissare aufgefordert werden, die Mitschuldiger etwa 30 Bursche mit Stoß- und Schußwaffen verhaftet. des bewaffneten Aufstandes zu verhaften; wohl aber, wenn im dritten Abschnitt
Leipzig, 24. April: Die Zurückziehung der allgemeinen Kündigung als Mitschuldige alle die bezeichnet werden, „welche der carlistischen Idee zugc» der Verbands - Gehülfen ist nicht vor Aufhebung des Strikes erfolgt, sondern than, in irgend welcher Weise den Aufruhr unterstützen, sei cs durch Aufreizung gleichzeitig mit dieser, sowie mit Ausschreibung der Delegirten-Versammlung. der Gemüther vermittelst Reden oder durch offene oder geheime Verschwörung
München, 21. April. (Frhr. v. Liebig f.) München hat gestern gegen die jetzigen Staatseinrichtungen, oder durch Bcschützung der Rebellen
einen großen Todten begraben; Justus v. Liebig wurde um die fünfte Abend- oder Hülfeleistung in irgend welcher Weise." Nach der Verfassung kann kein
stunde auf dem südlichen Friedhöfe in seiner Familiengruft beigesetzt. Innig Spanier anders als wegen eines Verbrechens oder Vergehens und nur aus
und herzlich war die Theilnahme, mit der die Bevölkerung die Mittheilungen richterlichen Befehl verhaftet werden; hier soll der Bürgermeister ohne der
über den Verlauf seiner Krankheit, welche freilich von Anbeginn schon 'densRichter zu fragen jeden verhaften, welcher „der carlistischen Idee zugethan" ist tödtlichen Ausgang nur zu deutlich ahnen ließen, aufnahm, und die gewaltigen 'und an das Recht der freien Meinungsäußerung glaubend seine politische Bor- Menschenmassen, die sich in den weiten Räumen des campo santo drängte,','liebe ausgesprochen hat; ja, jedem droht das Gefängniß, der gegen die jetzigen legten beredtes Zeugniß ab, daß die Bedeutung des Dahingeschiedenen für die'Staatseinrichtungen redet, als jedem principiellen Vertheidiger einer monarchü Wissenschaft, für unser großes Vaterland und die Stadt, in der er so lange schen Staatsform. Welches Geschrei würden die Republikaner erhoben haben, und segensreich gewirkt, deren Zierden er für alle Zeiten zugezählt werden wenn unter Amadeo's Regierung ihre Versammlungen verboten worden wären! wird, wohl erfaßt wurde Den Trauerzug eröffnete die Fahne der bayerischen Und war es nicht offene Verschwörung, wenn die Partei Castelar's, Figueras' Akademie der Wissenschaften, deren Präsident Liebig viele Jahre hindurch ge-und Pi y Margall's damals Spanien theoretisch in Bundesstaaten zerlegte und wesen und deren Devise: „rerum cognoscere causas“ seine geniale Kraft mit factisch die Vertreter der einzelnen Staaten in Madrid zu einer parlamenta- so glänzendem Erfolge vertrat. Hinter dem mit Lorbeerkränzen buchstäblich'rischen Versammlung in allen Formen berief? Nach der Bekanntschaft des
rathe hat. Einiger Widerstand wurde vor einiger Zeit an anderen Stellen überschütteten und mit den sämmtlichen Orden des Verblichenen geschmückten vermuthet, ob dies aber mit Grund, konnte nicht mit Sicherheit festgestellt Sarge folgten zunächst die Söhne und übrigen Verwandten, dann General toerbcn- ' v. Spruner als Vertreter des Königs, die Minister v. Lutz und v. Pfeifer und
Berlin, 22. April. Dreitausend Schuhmacher-Gesellen haben beschlossen, die Mitglieder der Akademie. Ihnen schlossen sich die Rectoren und Professoren sofort den Strike zu beginnen, nachdem die Verhandlungen mit den Meistern der Universität und der polytechnischen Hochschule, Deputationen der Studen- über eine Erhöhung des Lohnes um 33 V3 pCt. gescheitert sind. tcnschaft und der Polytechniker, die Bürgermeister und sämmtliche Mitgleder
Berlin, 22. April. Die jesuitische „Correspondance de Geneve" zeigt der Gemeindecollegien, die Delegirten des liberalen Kreisvereins und der 10 wieder Glühhitze auf dem Thermometer ihres Hasses gegen Preußen. Ihr gilt hiesigen Bezirksvereine an. Die Beerdigungs-Ceremonien vollzog Pastor Rodde, die Ausweisung des Generalvicars von Straßburg als ein Akt der „Gottlosig- In seiner Grabrede feierte derselbe die hohen Verdienste Liebtg's um die Wist feit, Feigheit, Schwachheit." Die „Tyrannen in Berlin" kennen wie „Dio- senschaft, seine ächt deutsche Gesinnung und die Abneigung gegen den rohen kleti'an und Nero" weder Ehrlichkeit noch Scham. „Gewaltthätigkeit ist ihr Materialismus, die sein universaler, dem politischen und wirthschaftlichen Fort- Gesetz. Sie regieren wie die Briganten!" Bismarck ist ein „wahnsinniger schritt zugethaner Geist stets kundgegeben hat. Weitere Reden unterblieben, Vergewaltiger, ein Tyrann, der das für seine Sache vergossene Blut vergißt, die Abgeordneten der Vereine legten ihre Kränze auf das Grab nieder und die ein Verräther!" Der Liberalismus in Deutschland ist, dem edlen Blatte zu- ernste Feier war geschlossen. Stal nominis umbra! Speciell für München und folge, „faul bis in's Mark hinein" in seiner ganzen „ekelhaften Schamlosig- Bayern knüpft sich an Liebig's Namen eine bedeutungsvolle Erinnerung. Mit keit." Man predigte dort „protestantischen Maulaffen" die „Unterdrückung seiner Berufung eröffnete König Max die Reihe jener Reformen des höheren der katholischen Kirche, der einzigen Basis des Ehristenthums", durch „brutale Unterrichts, welche dahin zielten, den von Natur aus so kräftigen bayerischen Gesetze", welche ein „ekelhaftes Gemengsel von gemeinen Machinationen und Stamm von dem Drucke der ultramontanen Verbildung zu befreien und zum barbarischer Gewaltthätigkeit" bilden. „Auf der Stirne dieses politischen Ja- Wettkampf mit seinen entwickelteren Brüdern zu befähigen. Das Ziel ist, trotz uns zeigen sich die Doppelzüge der Heuchelei und Tyrannei." Eine hübsche mancher gelungener Gegenstöße der Dunkelmänner erreicht worden; hat auch Blumenlese! So schreibt das erklärte Organ einer Sippe, die einen Brand- mancher der Berufenen in tiefem Ekel über das widerliche, gehässige Treiben geruch durch ganze Jahrhunderte hinterlassen hat! der Feinde und erschreckt über das begiuuende Schwanken deS arglistig beein-
Frankfurt, 23. April. Wie wir vernehmen, sind nach allen größern flußten Fürsten uns wieder verlassen, es ist doch Vieles anders, es ist Licht und kleinern umliegenden Städten an die dortigen Polizeibehörden Weisungen geworden. Und dazu hat Liebig von Anbeginn an und später durch sein treues ergangen, im Falle besonderen Andrangs von Arbeitern auf die Eisenbahn, um Ausharren nicht das Wenigste beigetragen.
nach Frankfurt zu gelangen, alsbald Mittheilung an das hiesige Polizei- Mannheim, 21. April. In Folge des neulichen Bier-Crawalls fin- Präsidium gelangen zu lassen. D:e großartigen militärischen Vorbereitungen, den zahlreiche Verhaftungen von Rädelsführern statt, deren strenge Strafen welche getroffen waren, ließen es jcdoch den Exceßlustigen nicht gerathcn harren. Der Erfolg, ben der Bier-Crawall gehabt, hat schon heute die rans- scheinen, ihre Drohungen gegen Bäcker und Metzger zur Ausführung zu lustige Menge behaglich gestimmt, indem sie auf dem nicht mehr ungewöhn- bringe . Die Nacht verlief daher ruhig. Schon um 7 Uhr Abends hatte sich lichen Wege der Excesse sich auch anderer Angelegenheiten anzunehmen Willens in den auf den Straßen befindlichen Gruppen die Aufregung bis zum normalen ist. Augenblicklich ist ihr zwar der Muth gekühlt durch die fortwährende Be- Pulsschlage hcrabgemindert, und sie zertheilten sich allmählich. An der reitschaft, in der sich Militär und Polizei befinden, um bei Wiederholung ähn- Mainbrücke kam es jedoch Abends unter Arbeitern selbst über die Verschieden- licher Excesse rascher einschreiten zu können. Dem vom Großh. Ministerium heit des Begriffes „Arbeiter" zu Excessen, wobei ein junger Mensch durchge- des Innern ausgegangenen Verbot von Voksversammlungen in der Gemarkung prügelt wurde. Als Nachtrag zu den Scenen von Montag auf Dienstag wollen Mannheim auf die Dauer von vier Wochen dürfte ein weiteres und sicher noch wir noch ansühren, daß Arbeiter einen Mann am Mainquai mißhandelten, unter bedeutend erfolgreicheres Verbot folgen, welches den social-demokratischen Wan- dem Ruse, er sei ein Verräther. Au der Hanauer Bahn wurde gestern ein derpredigern untersagt, die hiesige Stadt zu betreten. Uebrigens werden sich Individuum verhaftet, welches ein Stilet unter dem Rocke trug. Die Zahl die Gemüther hoffentlich beruhigen; man fängt nicht alle Tage Scandal an, der Verhafteten soll sich gegen 200 belaufen. Die Truppen wurden meist in und es ist offenbar übertriebene Aengstlichkeit, wenn man jetzt die Hausbesitzer, der Nähe der für ihre Operationen wichtigsten Punkte einquartirt. Wie wir welche die Miethen fortwährend t
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Martinsfeld, Kreis Heiligenstadt. 5) Witzler, unbekannt woher. 6) Anna der Beigeordnete Jmlin nachträglich seine Unterschrift unter dem Protest gegen Weber, Spenglersfrau. 7) Heinrich Hennerichs, Roßwärter aus Gifftich im die Suspension des Maires Lauth zurückgezogen.
Waldeck'schen, 35 Jahre alt, angeblich zuletzt bei Lohnkutscher Roth. 8) Un- C____“7 ~~ ~ , 7 ' ' - v
bekannte Leiche, nach den Zeichen au Halsbiude (Vorstecksnadel) Zimmermann. 9) an den Oberpräsidenten gegen die Suspension des Gemeinderathes Recurs, den Adanr Locher (?), trug eine Rechnung bei sich, auf Grund deren man schließt, ausge- sie aus eine abweichende Auslegung des Gesetzes gründen.
stellt von Herrn Hauser. 10) Otto Franz, 30 Jahre alt, Arbeirer aus Rödel- npftorroirfi
heim. 11) Martin Bullmann, Schristgießcr aus Oberrad. 12; Ph. Heine- -UUlllltlUh
mann, 14 Jahre alt, Sohn des Zimmermann Heinemann. An Wunden Wien, 21. April. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhausks starben: 13) Joseph Wittmann, Sohn des Oberlehrers W. aus Frankfurt, wurden die Galizischen Abgeordneten, welche trotz der Aufforderung des Präß- (Derselbe wurde, wie noch andere der hier Genannten, durch bloßen Unglück- denken, ihrem Mandate nachzukommen und ihre Sitze einzunehmen, den Sitzun. lichen Zufall und zwar in der Stelzengasse tödtlich verwundet.) 14) Johann gen bis jetzt ferngeblieben waren und ihre Abwesenheit nicht entschuldigt hatten, Jakob Roos, 24 Jahre alt, aus Ruppertshain, Amt Kölligstein. 15) Ionas ihres Mandates als Abgeordnete und Delegirte für verlustig erklärt.
Henning, aus Ellers, bei Fulda. 16) Conrad Müller aus Flieden, bei Fulda. -TrnnürHrfi
17) K. Kübler, Schneider, aus Spiegelberg. Die Namen der im Bürger- . JlillltU tlUJ.
spital liegenden Todten werden wir nachbringen. Ferner starb: 18) Ida Hesse Paris, 23. April. Dem spanischen Botschafter bei der hiesigen Regie
hören, sollen einige der Plünderer ermittelt sein. lienpreise auf dem Markte nicht
Frankfurt, 23. April. Im heiligen Geistspital liegen als bei dem Schaden zu hüten!
Krawall getödtet: 1) Buchbinder Hofmann aus Offenbach. 2) Adam Keim Stuttgart, 23. April, aus Widdern, 26 Jahre alt, Bäcker. 3) Kilian Walter, 28 Jahre alt, aus Jahre alt, heute hier gestorben.
Span bei Geisa. 4) Johann Dietrich, Taglöhner, 19 Jahre alt, aus Straßburg, 21. April. Wie der „Köln. Ztg.
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