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gebracht wird. Ein Prätendent, den man noch vor wenigen Monaten seiner

Principientreue wegen als einen Irren bezeichnete, ist nun charakterlos geworden und dadurch sind seine Chancen für den Königsthron gestiegen. Wenn auch seit gestern keine neue rettende That aus Paris gemeldet worden, so sind die monarchischen Blätter einmüthig in dem Frohlocken: die Wiederherstellung der Monarchie ist jetzt zweifellos. Ganz so Zweifelsohne, wie in den Köpfen der Royalisten, ist bei andern Menschen die Fertigstellung des Königthums doch

der Civilisation marschirle, war es wohl berechtigt, daß die Augen Europas auf Paris gerichtet waren. Gegenwärtig marschirt die Regierung der großen Ration an der Spitze der Reaction und wiederum ist die erste Frage: Nichts Neues von Paris? Ja es ist die Neugierde Europas, welche möglichst bald erfahren möchte, wie die Französische Nation unter Befehl des Krummstabes

freundlichen Besuch, den Ew. Majestät in Verbindung mit Sr. Majestät dem Kaiser von Rußland im vorigen Jahre in Berlin machten, noch während der Weltausstellung habe erwidern können. Die damals unter uns ausgetauschten freundschaftlichen Gesinnungen, die ich hier jetzt in vollem Maße wiedergefunden habe, sind eine Bürgschaft des europäischen Friedens und der Wohlfahrt unse­rer Völker Ich trinke auf das Wohl Sr. Majestät des Kaisers von Oester­reich und Königs von Ungarn, meines erhabenen Freundes und Bruders."

Frankreich.

Paris. So lange Frankreich wenigstens stellenweise an der Spitze

h uv» w' München, 21. October. Gestern Abend fand eine zahlreich besuchte

aeltend aemack- Versammlung der Liberalen des vierten Bezirksvereins statt. Dieselbe beschloß ^^r^°s^es Innern' sollen beispiels- folgende Resolution: Die Versammlung erkennt in dem Briese des Papstes In dem Ressort des MmtstenurnS deS^ Innern^ ,°t en »«ipu» jedem Deutschen znstehenden Religionsfreiheit, sowie eine

Beleidigung der Würde und des Ansehens des Deutschen Kaisers, protestirt mit aller Entschiedenheit gegen die in dem Briefe des Papstes ausgesprochene

troffen sein wird, an Stelle der seither bestandenen fixen Etats mit derselben die Gcneraldirection und stützte sich dabei auf das Reichsgesetz vom ^Juui gesetzlichen Wirkung wie dies- treten werden. Der Vorlage sind ein- große 1871, wo § 1 lautet:Wenn be, dem Bctrtebe -wer Etjenbc.hu -tu Mensch Anzahl Denkschriften und Erläuterungen zu den einzelnen Positionen beigegebe» getödlct oder körperlich verletzt wird , Jo haftet der Betrtebsunternehmer für und basirt das Ganze selbstverständlich aus der Markrechnung unter Gegen-den dadurch entstehenden Schaden, jvsern er nicht beweist, daß der Unfall Überstellung der seitherigen Bewilligung in Gulden. Von den Vereinfachungen durch höhere Gewalt oder durch eigenes Verschulden des Getodteten oder der Staatsverwaltung, welche diese Vorlage enthält, ist bis jetzt nichts Be- Verletzten verursacht ist." - Seltsamer Weise wurde der Proceß auf alle er- fiimmtes bekannt: sicher ist jedoch die Aushebung der Oberstudien-Direction, denkliche Art in die Lang- gezogen. - Statt der Generaldwecnon mußte der für welche zwei technische Räthe in das Ministerium des Innern treten werden, Kläger den Beweis führen, daß der Mann >m Dienst gewesen und getvdtet das Eingehen von 6 Kreisämtern, wogegen jeder Provinzial-Direction ein sei, ersteres durch Zeuger>, letzteres durch di- Leiche. Wer we,ß welchen Aus- St-llv-rtr-t-r des Provinzial-Directors zugetheilt werden soll, sowie die V-r-gang die Sach- noch schließlich genommen, hatte sich nicht Se. Exccll. der schmclzung der Oberbau - Direction mit einer anderen Behörde. Der Finanz-Herr Justizrnimster Leonhardt ins Mittel gelegt und eme Entscheidung herbci- ausschiiß hielt bereits am Samstag eine vorbcraihende Sitzung über diesen geführt, die für alle Eisenbahnbeamtcn des Dentichen Reiches von allergrößter Keaenffand Wichtigkeit ist. Die Generaldirection zu Hannover ist also verurtheilt worden,

9 Heute wird der Gesetzgebungs-Ausschuß über di- von der ersten Kammer der Wittwe des Haake eine jährliche Pension von 100 Thlr. ans Lebenszeit erledigten, resp. Amendirungen an di- zweite Kammer zurückgesandte Gesetzes- zu zahlen. Von den vier Kindern bekommen die Wäschen jedes 40 Thlr. bis Vorlage definitiv- Entscheidung treffen. zum vollendeten 15., der Knabe ebenfalls bis zum 16. Jahre. Für die seit

Darmstadt, 21. October. Die neuen Beamten - Etats lehnen sich dem T^e Haake s v-rfloffern Zeit wn^nachbczahK. ......

zwar im Allgemeinen an die früheren Etats au, berücksichtigen aber doch in mehr als einer Hinsicht die namentlich von der zweiten Kammer

ten Wünsche. I,.-- - weise die Ober-Studien-Direction und der AdmimstrativJustizhof, sowie sechs Kreisämter eingehen ; im Ressort des Ministeriums der Finanzen ist der Weg- fall einer Anzahl von T«°r°ien und -ine N°^s-tion der Llberbau- ^aßung'uud auerk-nnt'tntt Dank nnd Bcfriedigui,g, daß der Deutsche Kai- Dtrection n Aussicht^ge °nn-,i u. ., w. In kirchlichen Ge- s-r in seinem Namen unb in jenem d-s Deutschen Reiches dieselbe mit Würde

meinde übertragen werden. In einer Reihe von Punkten glaubt übrigens die und Mannhaftigkeit zurückgewiesen hat. Die Annahme der Resolution cjf°lgte Regierung den ^Wünschen der zweiten Kammer nicht willfahren zu können und einstimmig und wurde dem Deutschen Kaiser ein begeistertes dreimaliges Hoch

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etscnbahnamt demnächst dem BundeSrathe vorgelegt weiden wird, ist Freitag S weniger enthält, als die entrüstete Austritts-Erklärung des

von der D-l-girtenconferenz der Eis-ubahndtrectton-n dtscuttr worden um so- Kittchen Priesters aus der römische» Kirche:

dann an die am 3. November SUsaimnent^tende Generalvertammlu^ der Christus ist nicht mehr mit dieser Kirche ruft Marchal aus ;

Eisenbahn-Gesellschaften zu gelangen. Das Retchseisenbahnamt ist bekanntlich Ianfle ich gekämpft, geseufzt und gehofft, aber ich ziehe

an die Beschlüsse beider Versammlung^ in keiner Weise gebunden, r r 25 Jahren Priester, die Verbannung dem Schreckens-Loose vor, das

selbstverständlich deren Ansichten nach Möglichkeit berücksichtigen. In den ersten je^enl |ranjßftf<f>eii von Ron, au« bereitet hat. Denen, die

Tagen des nächsten Monats wird sich das Reglement oeretts m den Händen , meiner That Haffen und verleumden werden, verzeihe ich; Dieje-

des Bundesrathes befinden. Wie du-: ,,Elb. Ztg, au Kretsen des Handels, ch denen die Versuchung nahe treten sollte, mich zu bedauern, mögen standes hort, werde dasselbe die Wünsche der Handelswelt m hohem Matze v Mitleid sich selbst bewahren, denn ich verlasse das Land der Todten und zufrieden zu stellen geeignet sein. Dasselbe ist vor der Hand bestrebt alle die*£ L der Lebendiaen -ina-tr-t«. . . . ." am Eisenbahnwesen hastenden Uebelstände in möglichst kurzer Zeit und in der erfolgreichsten Weise zu beseitigen, die ohne vorherige Aenderung der einschla- npfiprrpirfi

genden Bestimmungen des Handelsgesetzbuches abzustellen sind. Im werteren JJLHLLltlUJ.

Versolg seiner Ziele und in consequenter Durchführung der Principien deS Wien, 21. Oct. Die bei dem Gala-Diner ausgebrachten Toaste lau­neuen Betriebsreglements wird das Reichseisenbahnamt dann später auf eine ten; Der des Kaisers Franz Joseph:Nachdem mein innigster Wunsch, Modification der angeführten Bestimmungen des Handelsgesetzbuches hinarberten, me[ncn [ie6eu Freund und B rüder noch währen der Weltausstellung in Wien welche auf nichts geringeres als auf eine gänzliche Umarbeitung des ganzen, romfommen heißen zu können, in Erfüllung gegangen ist, so erhebe ich mit die Eisenbahngesetzgebung berührenden Abschnittes des Handelsgesetzbuches hm- ^reu^(ßCm Herzen und bestem Danke das Glas auf das Wohl unseres lieben auslausen dürste. Die wichtigsten und erfreulichsten Aenderungen des neuen Se. Majestät der deutsche Kaiser und König von Preußen lebe hoch!"

Reglements liegen aus dem Gebiete des Güterverkehrs. Bei den Fracht-^z^^elm erwiderte:Erlauben mir Ew. Majestät, daß ich ans die Briefen werden künftig alle Reverse, welche die von Eisenbahngesellschasten e^en gehörten erhebenden Worte meinen herzlichsten und freundschaftlichsten zu übernehmenden Verpflichtungen bei dem Transport zu vermindern oder ge- Dank ausspreche. An diesen Dank reihe ich den für die gastliche und freund- radezu illusorisch zu machen geeignet sind, durchaus sortfallen. Ebeiiso fallen sch^liche Aufnahme, welche die Kaiserin, meine Gemahlin, und meine Kinder bei Empfang des Gutes die Quittungen weg, deren Formulare dem Empfänger Kunden haben. Es ist mir eine besondere Genugthunng, daß ich den oft mit der Wahrheit contrastiret.de Veh-uptunqen über rechlzetttgen Empfang 7 - - - - ~ - ... .

deS Gute« tc. zur Unterschrift präsentiren. Sehr wichtig n»d ersprießlich ist es ferner daß das Reichs-Eisenbahnamt durch das neue Betriebs -Reglement , Vorsorge getroffen hat, jedem dem Eisenbahn Verkehrswesen Fernstehenden volle und klare Einsicht in die Zeitdauer zu verschaffen, die ein Stück im Güter- verkehr fahrplanmäßig auf einer bestimmten Strecke zu verbringen hat, nach deren Ablauf die Verspätung ohne Einrede sofort zu constatiren ist. Zur Zeit ist das bekanntlich nicht möglich, weil die Principien des Güterverkehrs in ein niystisches Dunkel gehüllt sind und kein Mensch genau weiß, ob er nach Lage der Sache ein Recht zur Beschwerde hat oder nicht. Auf dem Gebiete des Personenverkehrs wird die Bestimmung allgemeine Billigung finden, daß die Eisenbahngesellschaft den Passagier, der durch ihre Schuld einen fahrplan­mäßigen Anschluß ans einer Station versäumt, auf Verlangen kostenfrei nach dem Ausgangspunkt der Reise zurückzubefördern und ihm das Fahrgeld für die ganze intendirte Reise zu erstatten verpflichtet ist. Ebenso zweckentsprechend ist die Bestimmung, daß die Eiseiibahngesellschasten bei Verlusten von Gepäck­stücken dem Passagier dieselben schon nach 3 Tagen statt wie jetzt nach 8 gen zu ersetzen gehalten sein sollen. Die Principien unb Maßnahmen, nach denen und durch die das Reichseisenbahnamt die Eisenbahngesellschasten und die Interessen des^ Verkehrs mit einander zu versöhnen gedenkt, sind ebenso zweckmäßig als großartig concipirt. Bei jeder Verbesserung ist der Blick auf das große Ganze gerichtet, die Beseitigung bestehender Uebelstände wird nicht durch die Schärfung der Verpflichtungen einzelner subalterner Organe ange- z , . , , v o ... .........

strebt, sondern sie wird gefordert von den leitenden Behörden, welche das Ver- nidjt. Zahlreiche Gerüchte über partielle Ministerkrisen, denen das Dementi kehrswesen auf eine unserer nationalen Entwickelung entsprechende Höhe zu auf dem Fuße folgt, durchschwirren die Luft.

bringen berufen und verpflichtet sind. Paris, 20. Oct. Frankreich ist des Provisoriums müde, das gilt

Berlin, 22. October. Nach amtlichen Mittheilungen wird die Neube-'nicht allein für die Handwerkspolitiker, welche aus dem Aufhören des Provi- schaffung der Betriebsmittel für die Staatsbahnen größten Theils noch in die-,soriums Nutzen zu ziehen gedenken, das gilt für die Franzosen im Allgemeinen, sein Jahre erfolgen. Es ist eine Verlängerung der Entladungssrist für-^Die Republikaner erklären, neuerdings Grevy durch einen Brief, daß das ein- tcrwagen vom Januar 1874 ab in Aussicht genommen. !zige Heil Frankreichs in der republikanischen Staatsform bestehe, die Royalisten

Bremen, 20. October. (Haftpflicht.) Auf dem hiesigen Bahn-behaupten, nur das Bourbonen-Königthum kann Frankreich retten; die Bona- hofe verunglückte vor etwa zwei Jahren der Weichensteller F. W- Haake. Die partisten fischen, wie immer, im Trüben. Die Consequenz und die Ehrlichkeit Frau und seine vier unmündigen Kinder waren hülslos und verlassen, denn haben die Republikaner für sich; diese Attribute sind in Anbetracht der Macht von einem Gehalte von monatlich 18 Thlrn. können keine Ersparnisse gemacht der Royalisten nicht maßgebend. Die Republikaner müssen sich vor der Hand werden, und die Hannoversche Eisenbahn - Generaldirection fand sich nicht ver- auf einen schweren parlamentarischen Kampf rüsten, da dem Vernehmen nach anlaßt, der Familie irgend welche Unterstützung zukommen zu lassen, auch fehl- die Nationalversammlung auf heute über acht Tage wieder zusammenlreten soll, ten die Mittel, um einen Proceß anzustrengen. Da nahm sich Herr Fr. Wilh. Wenn der Graf Chambord durch Charakter- und Principienlosigkeit die Royali-^ Wilkers ans Hemelingen der Armen an, er reichte für sie eine Klage ein gegen sten in der Nationalversammlung in der That zur Proclamirung des Bour-