vierteljährig 1 ff. 12 ft. arit Dringerl^hn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 ff. 29 fr.
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Grschemt tätlich, «ii nähme Sonntags.
Expedition: Canzleibrrg, Lrt. B- Nr. 1.
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen.
273»
greitag dcn 21. November
>853.
ümtsicher Theit.
Gießen, am 19. November 1873. Betreffend: Die Reichslasswahlen.
9 <i s G rohher) üglich e K r e i s d m l Gießen
an die Groscheyoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Da es neuerdings wieder zweifelhaft geworden ist, ob die Reichstagswahlen schon zu der in unserer Verfügung vom N. l. Mts. (Anz.-Blatt Nr. 266) angegebenen Zeit stattfinden werden, so beauftragen wir Sie zufolge höherer Weisung, zwar die Aufstellung der Wahllisten ganz in der angeordneten Weise und so beschleunigt vorzunehmen, daß deren Auslegung am 27. l. Mts. jedenfalls beginnen kann, die Auslegung jedoch nicht eher stattfinden und die bezügliche Bekanntmachung nicht eher publiciren zu lassen, bi» weitere Verfügung erfolgt.
Bis zum 25. l. Mts. werden Sie unerinnert an uns berichten, ob die Aufstellung Der Listen beendigt ist und kann die Ihnen durch die Eingangs erwähnte Verfügung aufgetrageue Berichterstattung über Publication unserer Bekanntmachung in Nr. 266. des Anzeigeblattes, soweit Sie hierüber nicht schon berichtet haben, bis zu jenem Zeitpunkte verschoben werden.
v. Röder.
B e k a tl n t in a ch u n g.
5375) Der Landwirth Johannes Müller XXXI. zu Lang-Göns beabsichtigt auf dem Grundstücke Flur XXI Nr. 461 , 462 und 463 der Gemarkung Laug-Göns eine Feldbacksteinbrennerei anzulegen.
Etwaige Einwendungen gegen dieses Unternehmen sind um so gewisser binnen 14 Tagen bei der unterzeichneten Behörde, auf deren Registratur die Beschreibungen und Pläne offen liegen, anzubringen, als sie sonst in diesem Verfahren keine Berücksichtigung finden können.
Gießen, am 7. November 1873. Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. N ö d e r.
Politischer Th eit.
Frankreich.
Mahon hat ungeachtet des Wortes „suspensives*, welches man hinter die
Ukas lesen und sich ohne Zweifel fragen, was es gethan hat, um so geringe Nachsicht bei einem Manne zu finden, dessen Unglück eö ebenso sehr ehrte, wie es seine Ruhe bewundert hatte."
Paris, 20. November. Nach der gestrigen Sitzung versammelten sich
Paris, 18. November. Die Aufregung, welche heute in Versailles die Minister bei Mac Mahon und stellten demselben ihre Portefeuilles zurück, herrscht, ist noch größer als gestern. Die Botschaft des Marschalls Mac Mac Mahon bat die Minister, die Portefeuilles bis zur Neubildung des Ca-
Dciltfcfifanö. i Phrase mit „ä des röserves et cenditions* stellte, selbst auf solche, die bis
! jetzt zu ihm hielten, den schlimmsten Effect gemacht. In den beiden Sitzun- Bcrlin, 19. November. Es ist noch in Erinnerung, daß Anfangsjgen, welche die Commission über den Changarnier'schen Antrag gestern abhielt, dieses Jahres eine Annonce in mehreren Blattern erschien, wonach Lehrer für!fielen sogar sehr scharfe Worte gegen Mac Mahon; Läon Say meinte, man den Setzerdienst gesucht wurden, und daß darauf eine nicht unbedeutende An-!sei keineswegs davor gesichert, daß der Marschall, falls man ihm die Unabzahl Lehrer in größeren Buchdruckereien, rn Hamburg wie in Berlin rc., sich ein-jsetzbarkeit bewillige, sich das Recht nehme, die Bayonnette zu Hülfe zu rufen, stellten. Die kärgliche Besoldung des Lehrerstandes, namentlich in Preußen/um die Versammlung vor die Thür zu setzen. Heute um 12 Uhr trat die hat längst die Erscheinung zu Tage gefördert, daß die Lehrer bald die Volks-'Commission zu einer dritten Sitzung zusammen, um den Vortrag des Vervoll schule verlassen und sich anderen einträglicheren Lebensstellungen zuwenden.jständigungsberichts anzuhören. Nach einer längeren Discussion beschloß die Jetzt. bringt das „Hamb. Schulbl." eine Mittheilung aus Posen, die, wenn-Commission wieder mit 8 gegen 7 Stimmen, ihre Anträge vollständig aufrecht begründet, ein trauriges Licht auf die bureaukratisch bevormundende Verwal-szu erhalten und betreffs der Dauer der Gewalten nur dann eine Concession zu tung werfen würde. Es wird behauptet, daß sich über 50 Lehrer zum Eintritt!machen, falls man den Art. 3 annehme, welcher das Gesetz erst für constitu- in den Eisenbahndienst gemeldet batten, und zwar bei der königlichen Ostbahn-ftioneü erklärt haben will, wenn die organischen Gesetze votirr sein werden. In Direction. Nach zuverlässigen Mittheilungen hätte die königliche Regierung il/der Commissions-Sitzung erklärte Herr v. Remusat, der Präsident der Com- Bromberg die genannte Direction ersucht, die Annahme der Lehrer abzulehnen^ Mission, ganz offen, daß der Marschall nach seiner letzten Botschaft nicht des wenigstens vorläufig warten zu lassen. Auch ist von den Schul-Jnspectoren^ nämlichen Vertrauens würdig sei, das bisher seine Freunde und er selbst in bereits das Nöthige geschehen, um den Uebertritt aus dem Lehrerstande zu er-';ihn gesetzt hätten. Leroyer (republikanische Linke) verlangte sogar, daß man schweren. Wir erfahren, heißt es weiter, daß auch die Postbehörden eine ged in dem neuen Bericht dem Marschall einen Tadel ertheile. Ein Theil des lin- Heime Weisung erhalten haben sollen, die Bewerber aus bem Lehrstande umi feil Centrums, die sog. Gruppe Germain will sieben Jahre Verlängerung an- Zulassnng zum Postdienst einfach abzuweisen. «nehmen, falls mau sie an die constitutionellen Gesetze knüpft. Ein Theil der
Karlsruhe, 19. November Wie verlautet, hat die badische Regie-!äußersten Rechten, daruiuer Dahirel und du Temple, ist dagegen entschlossen, rung den Prof. Reinkens als katholischen Bischof anerkannt. Derselbe wird,'jede Verlängerung zu verweigern, während mehrere einflußreiche Mitglieder am 22. d. zur Eidesleistung dahier eintreffen. dieser Gruppe, wie Herwg von Larochefoucauld-Bisaccia und Carayon-Latonr,
Karlsruhe, 20. November. Der Landtag wurde heute durch den die wahrscheinlich den Befehlen des Bischofs von Versailles Folge geleistet Großherzog eröffnet. Die Thronrede betont bezüglich des Deutschen Reiches,!haben, das Negierungsproject votiren wollen und ihre ganze Opposition darauf daß die badische Regierung auf die naturgemäße Entwickelung der gemeinsamen^beschräiikt haben, daß sie dem Marschall mittheilten, daß sie ihre Hoffnungen deutschen Angelegenheiten unter Wahrung der berechtigten Sonderinteressen ifür die Zukunft Vorbehalten. Die Bonapartisten sind gegen die Verlängerung, der Einzelstaaten hinwirke und kündigt folgende Gesetz-Entwürfe an: lieber;toenu diese den constitutionellen und nicht den legislativen Charakter erhält. Modifikation der Gemeinde-Ordnung, Einführung des obligatorischen Fortbil--jDem Marschall selbst scheint die Verlängerung seiner Gewalten sehr am Her- dungs-Unterrichts, Gehalts-Erhöhung der Volksschullehrer, Gewährung vonizeu zu liegen, denn fein geheimer Secretär, der Vicomte d'Harcourt, fand sich Wohnungs-Zuschüssen an alle Angestellten des Staates und Aufbesserung der!heute in der Kammer ein, um die Versicherung zu geben, daß der Marschall Rulw- und Wittwen-Gehalte. Die Finanzlage wird als eine erfreuliche bezeich-!nur die Verlängerung annehme, indem er die thatsächlich bestehende Gewalt net- Das Budget pro 1874/75 schließe in vollkommenem Gleichgewicht ab,Iausübe. Er fügte hinzu, daß er entschlossen sei, jeden factischen Widerstand ohne daß eine Steuer-Erhöhung oder die Zuhülfeuahme außerordentlicher Mittel zu unterdrücken, einerlei, ob er von der Rechten, von der Linken oder den nothwendig werde. Aus dem Antheil der französischen Kriegs-Contri- Bonapartisten komme „Mac Mahon", schreibt das XIX Sivcle, „spricht wie bution habe an die Amortisationskasse ein Ueberreft überwiesen werden können,'Ludwig XIV. Ludwig XIV. kam in's Parlament mit gespornten Stiefeln, der ihrer gesammten verzinslichen Schuld gleichkomme. Schließlich wird ein'Mac Mahon kam mit seinem Säbel. Er erschien nicht in Person; er zog es Gesetz-Entwurf über Einführung einer allgemeinen Einkommensteuer und n'iber vor, sich durch eine Botschaft repräsentiren zu lassen. Frankreich wird diesen Umgestaltung des Capital-Steuergesetzes angekündigt. Ukas lesen und sich ohne Zweifel fragen, was es gethan hat, um so geringe


