Ausgabe 
21.8.1873
 
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Gießener Anzeiger

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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Liessen

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Donnerstag den 21. August

Nr. 19'4

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i lächeln als unausbleibliches Echo. Dies hat sich geändert; Frankreich, Paris, in seinen Adern, um lenem Bearner nachzusuhlen und Arm ,n Ann mit Cham- imb zwar in seinen fortgeschrittensten Elementen, lacht zu den neuesten Ercig-'bord nach Paray-le-Momal zu pügern. Der Plan ist so übel nicht, eisten ganz und gar nicht; im Gegentheil, es zeigt eine auffällige Ruhe, und colo« der Orleans gewinnt die Armee und Chambord s LU.en-Ban^r gewmnt

> Sii-mand kann Voraussagen, ob hinter derselben ein Vulkan oder vollständige den Klerus. Somit sind d.e Elemente r"«mmireuzzug- g^n D-ut ckland

, ainnfhip Berbnraen Ist verbündet. In diesem Augenblick ist Dcutschland Nicht vws ver veriiapre

'' Genug, Chambord ist durch die äußerlich vollendete Aussöhnung mit sei- politische Rival Frankreichs, »ein, es ist vor Allein dessen «ligwser Widerpart.

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Der Reichskanzler. Im Auftrage: (gcz.) E ck.

Genug, Chambord ist durch die äußerlich vollendete Aussöhnung mit sei­nem durch die Revolution entheiligten Vettern ein politischer Factor geworden, imb es läßt sich durchaus nicht bestimnien, von wie langer Dauer diese Wich-

chweinesteischwaaren warnen. Gießen, am 18. August 1873.

Darmstadt, den 29. Juli 1873.

Großherzogliches Ministerium des Großherzoglichen Hauses und des Aeutzern. gez. H 0 f m a n n.

auszudehnen.

Berlin, den 20. Juli 1873.

r Nachricht, b dpel, im frühe Baum, meister.

Das deutsche Reich ist im Kampfe auf Leben und Tod gegen Die Curie; kann es zweifelhaft sein, was der wieder zu ihrem Selbstbewußtsein erwachten älte-

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Ärschrint täglich, mit F«®» nähme SonntagS

Expeoittsn: Lanzletkir^ Ltt. B. Rr. 1.

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B e k a n n r m a ch u n g, die Ausführung des Reichsgesetzes vom 14. Juni 1871 wegen Gewährung von Beihülfen an aus Frank­reich ausgowiescne Deutsche betreffend.

bis,, bei bU "bcrnoniinn _______(3076 '

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Die nachstehende Bekanntmachung des Herrn Reichskanzlers bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß.

Gießen, den 16. August 1873. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Röder.

Bekannt m a ch u u g.

Betreffend eine Abänderung des Berzeichniffes der gewerblichen Anlagen, welche einer besonderen Genehmigung bedürfen.

Auf Gruud des § 16 der Gewerbe-Ordnung vom 21. Juni 1869 - Bundes-Gesetzblatt, Seite 245 - hat der Bundesrath, vorbehaltlich der

Genehmiauna des nächstfolgenden Reichstages, beschlossen, das in diesem § 16 enthaltene Verzeichniß concesstonspflichtiger Anlagen

'auf^ Hopfen - Schwefeldörren, Asphaltkochereien und Pechsiedereien, sofern sie außerhalb der Gewmnuugsorte dev Materials errichtet werden, strotz- Papierstoff - Fabriken und Darmzubereitungs - Anstalten

Bekanntmachung.

Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß neuerdings abermals durch den städtischen Fleischbeschauer Lony Trichinen in amerikanischen Speckseiten entdeckt worden sind, welche von einer hiesigen Handlung zum Wiederverkauf bezogen waren. s c

Unter Hinweisung auf frühere bezügliche Bekanntmachungen können wir nur wiederholt vor dem Genuß der aus Amerika elngefuhrt werdenden

tigkeit sein wird, da Frankreich eben unberechenbar ist. Nur unter dem Ge- Die Fusion und Deutschland. sichtspnukte, wie sich diese Coalition der monarchischen Parteien Deutschland

Wir bringen folgenden, demFranks. Journ." entnommenen Artikel zur gegenüber verhalten dürfte, nimmt diese Thatsache für uns festere Formen an; Beherzigung aller Derjenigen, die über die stete Kriegsbereitschaft, die Höhe denn daß in Frankreich Alles, nut ^ehr oder weniger Aplomb, mi Hm- der Militärbudgets im Deutschen Reiche r. ständig raisonniren und die am Ende Klick auf eine möglichst rasche und möglichst intensive Jn6ive£nn9 Der ben Gedanken absurd finden, daß Frankreich auf Revanche sinne. lvon Sedatt hinsteuert, kann von Niemanden bezweifelt werden. Indem also

Wer pessimistisch dächte, wie Jago, dem könnte es freilich gleichgültig ^Chambord seinen Pact nut den Orleans geschlossen, hat ^r sich Deutschland sein, ob Chambord den Grafen von Paris, ob dieser jenen, oder ob sie sich gegenüber in eine ganz andere Stellung gebracht, als beispielshalber Lud- Kkgenseitig zu Grunde richteten. Allein der Pessimismus rächt sich, um bei wig XVIII. dem damaligen Europa gegenüber. .

jenem Vergleich stehen zu bleiben, meistens an seinem Träger, und da wir nun Diese stillschweigende Anerkennung des Revanche-Gedankens war ;on- , einmal auf die Entwickelung der Dinge in Frankreich ein recht achtsames Augei».« n ,

l iüiben b- ^6en müssen, so können wir mit unserem Urtheil nicht neutral bleiben. schweigende Veileugming^ihrer H-amilien-Ueberlieferungene"t^9engebrad)i nUTbe. ^ür den nüchternen Beobachter ist der Streit zwischen dem letzten Bour-!Was aber von beiden Setten offen bekannt wurde, das war dieHinneigung

Enthaltenen & oie vorgelegenn tf auffällige SQt btr Schneiderir Im, einen A Unteriuckung q[; ) Retter.

1 dem Relltt, Klei n.

ter, welche, au

) d-iiais geiofjf.

t Notstand:

teil.

, Von verschiedenen Großherzoglich Hess. Staatsangehörigen, welche im Jahr 1871 ihre durch die Ausweisung aus Frankreich erlittenen Verluste zur Au-

Meldung gebracht haben, sind die ihnen zugegangenen Aufforderungen zum Nachweis ihrer Legitimation unbeantwortet geblieben, und hat deßhalb Die Zuweisung IV \\Vv Ul' einet Beihülfe, an dieselben nicht stattfinden können. , f

Nachdem die von der bisher bestandenen Commission zur Prüfung der Ansprüche aus Frankreich ausgewlesener Hessen unternommenen Versuche zur Ermittelung des dermaligen Aufenthalts der betreffendenden Personen nicht zum Ziel geführt haben, werden diejenigen Liquidanten, welche ihre Ansprüche tm Jahr 1871 angemeldet und bis jetzt keine Beihülfe empfangen haben, hierdurch nochmals aufgefordert. Die verlangten Nachweise bis spätestens Den 31. August I. I. bei uns einzureicheu, widrigenfalls Verzicht auf die erhobenen Ansprüche unterstellt werden wird.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Röder.

.....1 Diese stillschweigende Anerkennung des Revanche-Gedankens war con- w. v ... Auge (Mio sine qua non, ebenso wie von orleanistischer Seite eine ähnliche still-

'W 6i hlben" müssen? sv"könnc»"wir"mit"'unserem Urtheil nicht neutral bleiben. ' schweigende Verleugnung ihrer Familien-Ueberliefeiungm entgegengebracht wurde.

Für den nüchternen Beobachter ist der Streit zwischen dem letzten Bonr- Was aber von beiden L-eiten offen bckannr wurde, das war die Hu'MUNg bon und den Orleans eigentlich stets ein recht müßiger gewesen; denn so lange zum Ultramoutan.smus^ Chambord brachte g-wffsermaßen als CapttalM üage Frankreich keine Lust verspürt, sich der Leitung des einen oder des andern Prä- in das zu etablirende Geschäft seine Beziehungen zur Curie, das hieß mchts tendenten anzuvertrauen, ist und bleibt der Conflict ein lediglich heraldischer, mehr und nichts weniger, als Die Ueberfübrung des bisher bonapartistischen < Lt auf die^Gestaltung der Dinge gar keinen Einfluß hat. Zudem hat ja Landvolkes in's legitimistische Lager. Um diesen Preis erkannte der Graf von ßhambord's ganzes Thun und Treiben einen so ansgesprochenen Beigeschmack Pans Chambvrd's Legikmitats-Princip an.

Fl »on Don-Quiroterie, daß es schwer wird, seine Angelegenheit ernsthaft zu «wagte doch schon Hemnch der Vierte. Pans ,st wohl eme M e K Uscutiren. Auf den Namen Chambord antwortete bisher mir ein ironisches, werth." Der Prinz ans dem Hause Orleans hat so vn-l bonrbomsches^Blut