Gießener Anzeiger
Anzeige- und Amtsblatt für den Freis Kiessen.
1S73.
Freitag den 20. Juni
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gehabt hätte, auf das Entschiedenste entgegengetreten sein wurde. Es ist daher den erbitterten Gegnern des Herrn Thiers - und unter ihnen smd die Bona- partisten die latttesten - Alles daran gelegen, Herrn Thiers in öffentlicher Verhandlung der Begünstigung radicaler Tendenzen, oder wenigstens einer Mit seiner Stellung als Staatsoberhaupt unverembaren 9MW 8e9e» b^cIbell u überführen und so ein für alle Mal ihn politisch zn bese tigern Gelingt dies, so glaubt man mit Herrn Gambetta, der den Gemäßigten ebenso - pathisch ist, wie den streng Conservativen, verhältmßmaßig l-ichi-s Spiel zu haben. Zu diesem Angriff gegen Herrn Thiers soll nun die Äffaire Ranc be-
Aber° die Conservativen fordern einen gefährlichen Gegner heraus., Herr Thiers ist, wie man sagt, entschlossen, sich nur in dem Me an der^Debatte persönlich angegriffen wird, dann aber auch mit voller
wird aber Herr Thiers ganz selbst nicht an ihre Behauptungen ihn eben so sehr fürchten als angemessen Balten, sich zunächst nut oer moue vev ,ü beanüaen und höchstens im Stillen und unter der Hand zu wirken . er za vortrefflich versteht -, feinen «»ennben guten «$ e’ vol tiscken Kampf selbst aber den jüngeren Kräften zu überlasten.
Norwurf daß er die Consolidirung der neuen Negierung durch ...,
HMMZMZM Werber um die höchste Gewalt ou^uneien, monarchischen
monarchischen Parteien sofort wieder fstg aeschlossenen Coalition
Fraktionen haben Herrn Tlper g-gmuber Ät«t.n
vereinigt, aber bereits am Tage nach oem g j' des
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der konservativen Partei. Man weiß, d ß r nur &t(n ncI)ineu
ne« Republikaner wieder einen _a4l?en<;n x* ertremen Partei be-
kann und man ist überzeugt, daß seinSiegden S g b ^es
deuten und das Vorspiel zur Gambetta.schen P s W Reitunaen richten ihre halb beobachtet ihn die Rechte mit großer O g , ) eqenheit, ihm eine schärfsten Pfeile gerade gegen ihn, und spähen nach der Mtegenyeri, v
Es ist möglich, daß di- Minister selbst sich bemühen werden, dein gifer ihrer ungeduldigen Anhänger Zügel anznlegen, um Herrn, Thier mcht die Ge- legenheit zn einem „moralischen Siege» zn bieten. Es wird aber schwer halten der Leidenschaft Besonnenheit zu predigen, wenn die Zeitungen beider Parteien täalick die Kampflust reizen. Die „Patrie" läßt keinen Tag vergehen, ohne das Publikum von den bei Herrn Thiers angesponnenen V«sch«»nmg^ zu Unterbalten. Der „Soir" hatte mitgetheilt, daß man in zahlreich be- fnÄten Soiröe bei Herrn Thiers viel über das Pascal'sche Rundschreiben sich unterhalten und es natürlich lebhaft getadelt habe. Auch sei die Rede auf em anderes ebenso vertraiilichcs und ebenso interessantes Aktenstück S°kmmnen, welches wahrscheinlich binnen Knrzem ebetisalls auf die Tribun? geb ach werde n i'n-d.' stier'« bemerkt die Patrie" mit Entrüstung, man könne gar nicht offener anerkennen, daß die Wohnung des ehemaligen Präsidenten ein thatiges Oppositionscentriim geworden sei, nud daß man dort g°wssftrmaß°u^em Mneau administrativer Indiskretion begründet habe. Herrn Thiers officielles ^rgan
.MMMZZWMZNOW wird aber Herr Thiers ganz gewiß nicht theilen (un s 3 < - ^1 Zweifel eintreten; denn den entschiedenen Gegnern des Herrn Thiers ist Herrn
selbst nicht an ihre Behauptungen, da sie deutlich zu L. ’ "für^Ranc's Angelegenheit an sich verhältnißmäßig gleichgültig, sie soll ihnen nur
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als Sieger aus einem aufgenöthigten Kampf hervorgeht, bedeutend abgekürzt
moralische Illederlage beizubringen, die ihn in den Angen nicht nur der Con-
Französische Zustände. 'servativen, sondern aller Gegner der Gambettisten für immer compromlttlren
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Lm 24 Mai eine große Zurückhaltung bewahrt. Er mag im Stillen an dem Kampfe gegen die Coalition, welche ihn gestürzt hat, M betheiligt und viel- le?cht üi sthr wirksamer Weise sich betheiligt haben. Das setzen seme Gegn im Grunde als selbstverständlich voraus, und seme Freunde stellen es nicht in Abr^e. Aber sein öffentliches Auftreten beschränkt sich bis jetzt^auf das.kurze offenbar für die Publication bestimmte Schreiben an den Freund in Nancy, in
«Bitt wenigen Worten seine Haltung in der jüngsten Katastrophe zu recbtfertiaen sucht, und in der Schlußwendung zu verstehen giebt, daß er sich aa«i von der Politik zurückzuziehen beabsichtige. Man wurde sich gewiß irren, wenn man etwa durch diese Wendung sich zu dem Glauben wollte verleiten lassen daß der rastlose Staatsmann für immer den Anstrengungen und Sorgen des öffentlichen Lebens entsagt habe, nm fortan in friedlicherStill'i nur b« Wissenschaft nnd Kunst zu leben. S—° " «"'»uders die Bonavartisten,
wiederholen zwar täglich und oft in
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Sonntag Abend
Fußpfade, e em Cigarren- « Finder wird gute Belohnung jugeben.
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