Das Sendschreiben hat eigentlich seine Spitze in der weinerlichen Auf-
Die Geistlichen aber haben durch jene Adressen sich selbst gleichsam Schling
räue huldigt.
münze für 1870/71 betreffend.
v. Gagern.
v. Starck.
uns alsbald wieder:
Widerstand wird ein
der ältesten Zeit zuerst gebracht, wie
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Wir halten an Heil der Kirche und ihren Sieg in diesen schweren Kämpsen besondere Gebete - .......und Andachten zu verrichten." „Die Kirche" ist nämlich so lange verfolgt bis
alle Crcatur erkannt hat, daß es ihr zum Heil uothwendig sei, dem^Papst unterworfen zu sein, und dieser Erkenntniß gemäß dem Souverän der Souve-
Darmstadt, 15. Mai. Der Worl.mt der Anträge des Finanzausschusses zweiter Kammer bezüglich der Wcinsteuer liegt nunmehr vor uns. Dieselben erfreuen sich im Wesentlichen der Zustimmung der Negierung und
werden uns ihnen nremals beugen!"
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Deutschland.
Darmstadt, 14. Mai. Das Großh. Ministerium des Innern hat nachstehende Bekanntmachung erlassen:
Bekanntmachung,
die Erlanbniß zur Annahme mit) zum Tragen der deutschen Kriegsdenk
1. Januar 1874 an — zu ersuchen, für die nächste Finanzperiode 1876—1878 geeignete Vorschläge zu machen, um diese Einnahme von 272,000 st., falls ihr völliger Wegfall ohne Ersatz wider Erwarten nicht thunlich sein sollte, auf andere Weise, z. B. durch Ausschlag auf die Einkommensteuer der Staatscaffe zu sichern. III. Mit dem Wegfall der seitherigen Weinsteuergesetzgebung, also vom 1. Januar 1874 an behufs Gleichstellung der inneren (hessischen) Besteuerung der 3 Provinzen, die Vorbesteuerung von Oberhessen und Starkenburg mit 3 Heller pro Gulden Normalsteuercapital wegfallen zu lassen und diese zu 3i/2 pCt. verzinsliche Provinzial-Straßenbauschuld, die nach dem Stande von Ende 1872 betrug: für Oberhessen 1,170,726 fl., für Starkenburg 301,000 fL, zusammen 1,471,726 fl., vielmehr als Staatsschuld zu übernehmen, deren Verzinsung und Tilgung forthin aus den vorhandenen Activen der Staatsschulden- tilgungscasse bewirkt wird.
Berlin, 17. Mai. Der Reichstag genehmigte bei der L-chlußabstrm- mung das Gesetz über den Reichsinvalidenfonds mit größter Majorität und
eingebrac brücklichs Vedelike» beffl einer rill Monsb Sitzung
mehrte ist die 3 Rtgiernn
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prophezeihte Verderben, nicht die Zerstörung, an die sie nur mit Entsetzen denken können, hereinbrechen , sondern cs wird ein erleuchteter, tief religiöser, da» Volk liebender Klerus erstehen, und nicht die Glorificinmg und Machterhöhung
liche Organisation des Altkatholicismus paßt in den Zusammenhang des Schreibens nicht hinein, und ist auch sehr matt. Die Berufung darauf, daß der heilige Geist sie als Bischöfe gesetzt habe, während sie unmittelbar daraus den apostolischen Stuhl als ,die Quelle der kirchlichen Amtsgewalt" bekennen, ist völlig unberechtigt und nur aus einer heillosen Confnsion zu erklären. Die Worte' denn seit den Tagen wo Eonstantin der Große sich zum Ehnstcn- thum bekehrte und der 300jährigen Verfolgung der Kirche durch die bis dahm heidnische Staatsgewalt (Negierung?) ein Ende machte, ist wohl kaizm eine Zeit gewesen, in der die Kirche auf der ganzen Welt aller menschlichen Hulse so beraubt und von so großen Gefahren bedroht war, wie in der gegenwärtigen, zeugen von einer Unwisjenheit dieser Bischöfe in der Kirchengeschichte, welche sie in'ihrer allerdings schwierigen Stellung des tiefsten Mitleids werth macht. Hr. v. Ketteler hat sein kirchcngeschichtliches Wissen noch lange nicht genug ergänzt, wenn er jetzt statt bis auf Nero bloß bis auf Eonstantin zurückgeht. Selbst Kaiser Constantin hat über die Bischöfe — den römischen eingeschlossen —
5 ^8% auffallend, daß sie kein Gewicht darauf legen, daß die Geistlichen
in ihren Adressen selbst an ihr Versprechen (nicht ,M," wie die u tramontane Presse gewöhnlich lügt) des Gehorsams gegen den Bischof bei der Priesterwelhe erinnert haben. Wir wollen aber nicht unterlassen, zu bemerken, daß die,er ®e- horsam (obedientia) feine Regel und Schranke stets in den kanonischen Gesetzen und innerhalb der Wahrheit und Pflicht hatte, während man s-tzt, wo das kanonische Recht mit Füßen getreten und an feine Stelle mit gleichem Rainen jede momentane hierarchische Willkür gesetzt wird den lesuitischen Cadaveo
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unb Hefe ben- milben" in bie ^>anb gege? fotberung znm Gebet. Das Volk soll sich selbst innerlich erregen, erhitzen und
den H^s g°l°gt unb d»s d°n m>ld^^ « Y°I A y^n des in der Erhitzung sich in seinem Heiligsten, in der Religion, verfolgt glauben, m"' # a ra mhpn mit bem gebet i aottseliaer Freude, und wie wen» sie selbst an Hat es einmal gegen seine Verfolger gebetet, dann müssen sie auch da sein. Papstes Gnaden mit dem Sch 0 1 0 * 8« erhebenden Bezeugungen Die Hierarchie aber hat ein Interesse daran, die Kirche immer als verfolgt dar-
„di-se freien und freudigen, an diese rnyrenomi un° »9?», _ zustellen. Wer sollt- es glauben, daß „die Kirche" schon am Ende des Jahres
selbst^ ^"a^laubtt"? bi" Schlingen fst zuzfthen und beim ^würgen der loyalen 1853 - zur Zeit der sanftesten Umarmung zwischen Staat und Hierarchie in selbst - gUubten, fite ö^ling T I i H Mit dieser Knndge- Preußen, fast so schlimm wie heute, verfolgt war? Der jetzige Fürstbischof von
^ aEllcksdersckw-rmG efahrenmit welchen die kirche(!) Breslau erließ durch sein General>Vie.-Amt am 7. Dec. 1855 die folgende und^die^Hkten derselben nächster Zeit bedroht sind, die heilige Versicherung, Verordnnng: In Erwägung der schweren Heimsuchnngen und Verfolgungen, hnfi ShT »1« aueb immer die Zukunft bringen werde, unwandelbar treu zu welche unsere heilige Kirche in dieser Zeit zu bestehen hat und die keineswegs daß Ihr , was auch imm o Lehrer und Hirten aller Christen (im da am gefährlichsten und drückendsten sind, wo sie am offensten zu Tage treten, SMabusl und zu uns Euren rechtmäßige,, Bischof«, (nur nicht mehr nach haben Se. fürstbisch. Gnaden, nufer hochwürdigster Fürstbischof Heinrich, ange- Syllabus) und zu uns, C und daß Ihr, wie Ihr Theilnehmer ordnet, daß der ehrwürdige Klerus unserer Diocese neben der Collecte ne de-
be? Kümmernisse (bli alle'r herausfordernde» Behaglichkeit des Le- spicias noch die Collecte (eigenthümliche Bezeichnung bestimmter Gebete) contra
'a,' fjÄ bieÄtr Z kbeilncbmer uufeter Kämpfe und Leiden sein werdet.... persecutores ecclisiae (gegen die Verfolger der Kirche) in der täglichen heil.
\ ?bi> SBweuflunaen bet Sreue) bewahren als theure An- Messe einlege, auch die Glänbigen in entsprechender Weise ermahne fnr das
Wir werden dieselben (die B^z Kirche Qt';" GirrU« ikrm (s^irn in kiffen f(inneren Kärnvfen besondere Gebete
kfnfUbe.?'sest''als m,"einer Bürqschaft°Eurer nnerschütterlichen Treue,'und wir und Andachten z,i verrichten.
beschwörend,.challe,llid« S Jesu Christi unter allen Verhältnissen treu alle Creatnr erkannt bat. in Eurer Gesinnung zu beharren und durch die That Euer gegebenes Wort
r*4,r.
2409) billig ji d- Bitt!
Ni falb e
wffSZ«feite’ die B-rathung der Jahresübeisicht über die Verwaltung Elsaß. SÄmÄ « Bischöfe «den nur der Civiltl Cattol.ca Lothringens fort Gegenüber Windthorst welcher noch.na die Bette nng be
i” ew. «■•»-***■XäJä“ angeftlZ’ Sammer über „das öffentliche Leben, Presse und Literatur" verdient! sei. lieber 200 Schulschwestern und einige hundert Schulbrüder feien gegen, feine Besprechung mehr. Die Furcht vor dem Anssterben oder Verderben des wärtig noch tm Elsaß thätig, aber die Entfernung der ^rett gemein,chadlichen Klerus wenn derselbe mehr wissenschastlich gebildet und freier und Menschen- Elemente unter denselben sei nothwendig gewesen, ^er Reichskanzler b*eU=t, würdiger gestellt werden soll, beweist uns, daß die Bischöfe selbst nicht mehr daß England und Riißland mit den Ultramontanen sympathlfiren, m England an die Göttlichkeit ihrer Sache glauben. Wenn der nltramontane alles selbst- werde selbst anerkannt, daß bei den iiltramontanen Wühlereien m Jiland eine eiaenen Denkens wie aller wahrhaft religiösen und sittlichen Energie entbehrende constitntionelle Regiernng innnoglich sen Betreffs Rußlands möge Windthorst römische Klerns aiisstirbt und verdirbt, dann wird nicht das von den Bischöfen die Stimmung der Gegner des,eiben bester kennen, über die Stimmung der romijaje Hierin, aus,rirvr nnv veioi v_, »>.........e.S-... 9ieäimlnfl fei eT (der Reichskanzler) besser unterrichtet. Mallinckrodt bezeichnet
die Andeutung des Fürsten, daß die Katholiken gegen die altkatholischen Negierungen untreu und unzuverlässig seien, als unwahr und die Anklage gegen die
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des Papstes und der M e Zb alAa« Ziel d^r Rttigftn Clericalen im Reichslande als unbegründet. Fürst Bismarck erwidert darauf,
werden sondern Wahrheit, Gerechtigkeit und Friede und freudige Gemeinschaft, Darüber ob ich die Ruhe- und Friedensstörer in den Reichslanden, ob ich die Geiste^ Gottes } d ! Anschürer aller Opposition verleumdet habe, rufe ich den Wahrspruch der offent-
gehen dahin: „
I. Für 1874 und 75 die Tranksteuer und Zapfgebühr von Wem mcht
schriften praktisch folgen, so müssen sie sich den klrchenpolltochen ^taatsgesetzen durch thätlichen Ungehorsam widersetzen; erfüllen sie aber mit unverbrüchlicher Treue und Gewissenhaftigkeit ihre Pflichten gegen die weltliche Obrigkeit, so werden sie jenen Gesetzen Gehorsam leisten. An Doppelzüngigkeit haben die Bischöfe seit dem auf Täuschung des Volkes berechneten Hirtenbriefe vom 6. Sept.
1861 lügnmS UB9la@&Ä Red^vom 9. d. M. mehr nach^deu bisherigen gesetzlichen Bestimmunge,i>rtzuerhebe,i, sondern nur
montamsmus. v Schorlemer-Alst fthlletzt ft ne fananwe w @ Weise zu bewilligen, daß jeder Kleiiiverkänfer von Wein wie ffieul^änb=
ftüe aber d k äak ich I neu : sie werden ^em'cks ausgeführt.werden, und wir ler 70 pCt. feiner im Jahr 1873 gezahlten Tranksteuer und Zapfgebühr auch
I? p 'c. $ ,n «nfa ft ph ii pn<r)ß(4\ Windtborst- Meppen begütigt für die Jahre 1874 und 75 zu zahlen hat. Ein neu etablirter Wemwirth,
uns^alsbald wkder^Wir werden niemals etwas Ungesetzliches thuu!" ^Der Kleinverkäufer von Wein oder Weinhändler soll dagegen für diese zwei Jahre
Widerstand wird ein passiver" sein. Aber die Bischöfe erwarten von ihrem die Steuer zahlen, die durch eine nach Ablauf ;e eines Vierteljahres vorzuneh.
KÄe Tha " "Öf fie werden die Aufgabe wohl tl,eilen. Die Bischöfe wende Abschätzung seines Absatzes Seitens einer Commission deren Zusammen-
werden väfsiven Widerstand eisten, damit die Martyrerkrone nicht wehe thue, setzung der Regierung überlasten ist, derart ermittelt wird, daß er 70 pCt.
»erben paf,tBen Blwersta 1 > Welcher Kleriker sich dem fönigl. seines ermittelten Absatzes zu versteuern hat und daß sammtliche Wirthe und
-d^ K -rii mu die That D^ Bstä öft. aber werden alle Weinhändler ihre Steuer nach der bisherigen Einrichtung quartalsweise auf
^f'kV „K P'ShHr SRater« leaenl Doch wir erwarten noch ihren Anforderungszettel zahlen. II. Die Regierung unter Einstellung von
£ÄCÄ nÄSSeS, XKÄ tmr ÄÄÄ *
w^iioch^inige Bemerkungen SÄ Ä ÄtfeuüW von S4X fS^ imd ÜÄ in machen^ "er verschämte Angstruf im Hinblick auf die bevorstehende bischös- Aufhebung jeder Kellercontrole Bezettelung und soM^gen.^.'^auk"ngen vom zu maa)en. ^er « »i i y ^rftrpi. 1. 1874 an — ru er ucken, für die nächste Finanzperiode 1876—1878


