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Re^actton, Druck und Verlag der hl Aschen Uni»«-Druckerei ($r. Lhr. Ptetsch) in Gießen.
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Lokal-Notiz.
Gießen, 17. December. Soeben, bei Schlug des Blattes, wird uns die Mittheilung, daß neben dem Kirchhof eine junge Frau von hier tobt gefunden worden ist. Das Nähere werden wir morgen bringen.
Frankreich.
Paris, 13. December. Der Marschall Bazaiue richtete au seinen Ver- theidiger folgendes Schreiben:
Mein theurer und muthiger Vertheidiger 1
Vor der letzten Stunde will ich Ihnen von ganzein Herzen für die bel- denmüthigen Anstrengungen danken, welche Sie zur Vertheidignng meiner Sache gemacht haben. Wenn der Ausdrlick der höchsten Beredsamkeit, welche Sie in dem Gefühl der Wahrheit und in der Aufopferung Ihres edlen Herzens geschöpft haben, meine Richter nicht überzeugen konnte, so kam es daher, daß sie nicht überzeugt werden konnten. Denn in Ihrem bewunderungswürdigen Vortrage haben Sie die menschliche Anstrengung übertroffen. Ich werde kein Revi- sionsgesuch einreichen. Ich will nicht vor der ganzen Welt das Schauspiel
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Regien.
Brüssel, 16. December. Der „Jnd6p." schreibt man aus Paris, die Regierung habe dem StaatSrath als Antwort auf das Ergebniß der jüngsten Wahlen einen Gesetz-Entwurf übergeben, der einer großen Anzahl Wähler das Wahlrecht entzieht.
Deutschsand.
Darmstadt, 16. December. Die erste Kammer ist den Beschlüssen der zweiten Kammer über die landstänbische Geschäfts-Ordnung und über die Kreis- und Städte-Ordnung beigetreten, beharrte aber bezüglich der wichtigsten Punkte der Gemeinde-Ordnung in der Opposition.
Berlin, 14. December. Die „Schl. Ztg." schreibt unter Breslau, 13. December: „In den ultramontanen Kreisen unserer >Ltadt und, wie wir hören, auch in denen der Provinz colportirt man mit einer gewissen Ostentation folgende Geschichte, als deren letzte Quelle das Gerücht sogar die Person des Herrn Fürstbischofs bezeichnet: Eine Dame, deren hocherhabene Stellung und jede nähere Bezeichnung verbietet, soll jüngst einen Prinzen polnischen Namens und preußischer Staatsangehörigkeit mit einer Mission an den Herrn Fürstbischof betraut haben, um ihm zu sagen: „er möge nur ruhig anshalten und fest bleiben — die Verfolgungen und Angriffe würden bald enden." Wir hätten von dieser Geschichte, die uns ein Localreporter meldete, erst gar keine Notiz genommen, wenn nicht eine eben von Berlin eingehende Correspondenz Meldete, daß Fama dieselbe bereits nach Berlin getragen habe und daß man ihr selbst im Hause der Abgeordneten in den Kreisen des Centrums Glauben beimesse. Da lohnt sich denn vielleicht doch der Aufwand an Druckerschwärze,
atafien.
Nom, 12. December. Der Vatican befindet sich in nicht geringer Aufregung durch die Aussicht auf das bevorstehende Consistorium, und der Kampf der Meinungen und Interessen ist hinter diesen stillen Mauern lebhafter entfacht als je zuvor. Die Radicalisten der Ultramontanen zürnen dem Papste wegen seines Entschlusses. Es ist das erste Mal seit der Bresche neben der Porta Pia, daß man sich zu einer Handlung anschickt, die als ein Wendepunkt in der Politik des Vaticans betrachtet werden kann. Es befindet sich auch ein Jesuit, Pater Tarquini, unter den gegenwärtigen Candidatcn des Purpurs, der erste seit Vellarmin, und es ist eine ironische Wendung des Schicksals, daß gerade die Jesuiten die größten Gegner dieser Beförderung sind. Sehr gelegen scheint das Consistorium der französischen Negierung zu kommen. Dieselbe hat sich ausdrücklich darum bemüht, den Ritter Nigra wieder als Gesandten in Paris zu haben, und die italienische Negierung hat sich in diesem Punkte sehr willfährig gezeigt. Nur soll der Gesandte in Rom bleiben, bis die Interpellation von du Temple vorüber ist. Die französische Negierung aber würde bei dieser Gelegenheit allerdings ihren festen Entschluß, die Unabhängigkeit des Papstes zu schützen, aussprechen, aber auf das Consistorium Hinweisen als auf ein erfreuliches Zeichen der vollständigen Freiheit, mit der die Kirche ihre inneren Angelegenheiten verwalte.
stark durch mein Gewissen, das mir nichts vorwirft, die Ausführung des Urteils. Marschall Bazaiue.
Triauon-sous-Bois, 13. December 1873.
Paris, 15. December. Die Begnadigung Bazaine's erregt in Paris größere Entrüstung, als man Anfangs glaubte. Gewiß ist es ein taktloses Benehmen von Seiten der Nichter, zu derselben Zeit das Todesurtheil und das Begnadigungsgesuch zu entwerfen und mit derselben Feder zu unterzeichnen; man nennt die Bittschrift selbst eine wahre Nehabilitation Bazaine's; unter den Deputaten wurden Stimmen laut, die Mac Mahon's Begnadigung eine Feigheit nannten und meinten, wenn er den Marschall Bazaiue nicht habe erschießen lassen wollen, so hätte er am 25. Mai auch die Executivgewalt nicht übernehmen sollen u. s w. Die äußerste Linke aber bereitet jetzt einen Feldzug, den sie schon längst im Plane hatte, vor, einen Feldzug für einen General-Pardon; sich auf den Gnadenakt für Bazaine stützend, will sie zunächst eine allgemeine Amnestie verlangen. Dabei wird sie natürlich auf starken Widerspruch stoßen, aber schließlich dabei ihre Partei-Interessen fördern und dem Marschall-Präsidenten einige Verlegenheiten bereiten.
Paris, 16. December, Der Herzog v. Aumale hat vor seiner Abreise nach Besamen dem Präsidenten Mac Mahon erklärt, er wolle sein Mandat als Deputirter niederlegen Er ist aber davon abgestanden, in Folge dringlichen Abrathens des Präsidenten der Republik.
Actiesi.
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Lombard. Bahn 180’/2 Ludwigsh. Bexbach —
Maxbahn 131
Bayer. Ostbahn 115*/« Rhein-Nahebahn-Act. 29* 5 Hess. Ludwigsb.-Aot. 160' 2
um ein Dementi zu extrahiren."
— Das Ober-Tribunal hat vorgestern den Proceß Kozmian wegen der Homburger Spiel-Affaire verhandelt. Der Abgeordnete und Rechtsanwalt Braun vertrat die Nordd. Allg. Ztg. Der Kläger hatte sich auf §. 37 des Preßgesetzes berufen, um die Staatsanwaltschaft zum Einschreiteu zu veranlassen, wurde indessen in allen Instanzen abgewiesen.
Berlin, 15. December. Der Kaiser empfing heute Mittag 12 Uhr die Condolenzvisiten sämmtlicher Mitglieder der königliche» Familie. Die Leiche der Köuigin-Wittwe trifft nach der bisherigen Bestimmung Mittwoch früh von Dresden in dem Schlosse zu Sanssouci ein und wird dort bis zur Beisetzung in der Friedenskirche in den Zimmern Friedrich des Großen ausgestellt werden
Berlin, 15. December. Ein königl. Erlaß an das Staatsministerium vom heutigen Tage ordnet wegen des Ablebens der Königin-Wittwe eine allgemeine Landestrauer auf 6 Wochen von heute ab an und untersagt die öffentlichen Aufführungen von Musik, Theater, Lustbarkeiten und Schauspiel-Vorstellungen für die ersten 8 Tage.
Berlin, 16. December.
von Varzin hier eintreffen.
Berlin, 16. December. Sitzung des Herrenhauses. Das Präsidium wird beauftragt, dem Kaiser die Theilnahme des Hauses über das Ableben der Königin-Wittwe Elisabeth auszusprechen. — Die Beschlußfassungen betreffs der geschäftlichen Behandlung des Gesetz-Entwurfs über Vereinigung einiger neu- vorpommer'scher Districte mit Altpommern und des Antrages Bernard über Aufhebung der Kalender- und Zeitungsstempel-Steuer sollen durch Vor- und Schlußberathung erledigt werden. Die übrigen, durchaus unbedeutenden Gegenstände der Tagesordnung werden angenommen. Nächste Sitzung Mittwoch. Aus der Tagesordnung steht die Berathung betreffs Vereinigung des Oberappellationsgerichts mit dem Obertribunal.
Bonn, 15. December. Vom Bischof Reinkens ist heute ein gegen die Encyklica des Papstes vom 21. November d. I. gerichteter Hirtenbrief erschienen.
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Frankf. Vereins-Kasse 95s/6
Darmst. Bankact. 412*/2
Rheinische Hyp.-Bank — Wien Bankactien 1044 Oest. Creditact. 249 Galizien —
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§ 11. Die ordnungsmäßig geführten Standesregister 8—10) beweisen diejenigen Thatsachen, zu deren Beurkundung sie bestimmt, und welche in ihnen eingetragen sind, bis der Nachweis der Fälschung oder der Unrichtigkeit der Anzeigen und Feststellungen, ailf Grilnd deren die Eintragung stattgefunden hat, erbracht ist. Dieselbe Beweiskraft haben die Auszüge, welche als gleichlautend mit den Registern bestätigt und mit der Unterschrift und dem Dienstsiegel des Standesbeamten oder des zuständigen Gerichtsbeamten versehen sind. In wie fern durch Verstöße gegen die Vorschriften dieses Gesetzes über Art und Form der Eintragungen die Beweiskraft aufgehoben oder geschwächt wird, ist nach freiem richterlichen Ermessen zu beurtheile».
§ 12. Die Führung der Standesregister »»b die darauf bezüglichen Verhandlungen erfolgen koste,!- und ftempelfrei. Gegen Zahlung der in den, augehängten Tarif festgesetzten Gebühren müssen die Standesregister zur Em- sicht beigelegt, sowie beglaubigte Auszüge (§ 11) aus denselben ertheilt werden. Die Gebühren bezieht der Standesbeamte. Unvermögenden Betheiligten und wo das amtliche Interesse es erfordert, ist die Einsicht der Register und die Ertheilung der Auszüge gebührenfrei zu gewähren. Jeder Auszug einer Eintragung muß auch die zu derselben gehörigen Ergänzungen und Berichtigungen enthalten. (Forts, folgt.)
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§ 1 Hebamme, Achtung schriftliche der Anjei neter Wei a ,Si vMlierm t>en £ infolge Kindes: = Eltern, «ch fest, ncich ber ।
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Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 41—43 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankenst. 9 21' z—22'/r Engi. Sover. 11 49— 51 Russ. Imper. 9 41—43 Dollar in Gold 2 25-26
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Kurh. 40 Thir. Loose — Nassau 25 fl. 48' , Braunschweiger 22 V2 3% Oldenburg. K40Ttilr. 37'/2 4% bayr. Präm.-Anl. 113 4% badische Loose 112 Badische fl. 35 Loose 673 4 Oestr. fl. 250 v. 1854 — 1858r Prioritätsloose 196 1860r Loose 933/8 1864r n 1473/4
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16. December 1873.
Preuss. 41/2O/o Oblig. — Frankf. 3Vs% Oblig. 873/4
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iu führen in welchem jede Eintragung noch am Tage ihrer Vornahme in einer eines so schimpflichen Kampfes erneuern, und ich bitte Sie, keinen Schritt zu l LV ' ,,, bealaubiaenden Abschrift nachzutraqen ist. Nach meinen Gunsten zu thun. Von den Menschen verlange ich nicht mehr, daß sie
eremplar abzuschließen und das Nebenexemplar dem Staatsanwalt emzuretchen. Der Letztere hat dieses nach erfolgter Prüfung dem Gericht zur Aufbewahrung zuzustellen. Eintragungen, welche nach Einreichung des Nebenexemplars bei dem Hauptexemplar der Register gemacht werden, sind gleichzeitig dem Staatsanwalt in beglaubigter Abschrift mitzutheilen. Der Letztere hat dafür zu sorgen, daß diese Eintragungen dem bei Gericht niedergelegten Nebenexemplar beigege-
engfanö.
London, 14. December. Heute wird in sämmtlicheu katholischen Kirchen der Diöcese Westminster die päpstliche Encyklica von der Kanzel oder den Altarstufen herab verlesen, desgleichen eine osficielle Widerlegung der in den Zeitungen aufgetauchten Angabe, daß das Unfehlbarkeits-Dogma für die englischen Katholiken nicht streng bindend sei. Dasselbe sei nicht minder bindend wie die Dogmen der Dreieinigkeit und der Fleischwerdung. Zuwiderhandelnde seien ipso facto excommunicirt.
London, 16. Decembor. Die „Morning Post" veröffentlicht einen Aufruf der, Flüchtlinge der Pariser Commune, welcher heftige Auslassungen gegen die Verlängerung der Präsidentschaft Mac Mahon's enthält. Der Aufruf schließt: Die Stunde habe geschlagen, sich zu erinnern, daß das Leben von Ty rannen Denen gehöre, welche bereit seien, es zu nehmen.
Amsterdam
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Augsburg
k. 8. 100
Berlin
k 8 1047/s
Bremen
k. 8. 105%
Brüssel
k. 8. 93i,2
Hamburg
k. 8. 105' p
Leipzig
k. 8. 105
London
k. 8. 1183/4
Lyon
k. 8. -
Paris
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Wien
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ditto
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ditto
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