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(rttie vierteljährig 1 |L 11 h- mit Vringrrlohn. Durch di« Potz dqogen vierteljährig r fi. IS Er.
Erscheint täglich, mtt h« nähme SonntagS
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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Giessen.
»TijJ " Döüncrstag den 17. Juti
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sein.
Gießen, am 28. Juni 1873.
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Bekanntmachung.
Betreffend: Das bei Gesuchen um Bau-'rlaubniff ei'nzubaltende Versal,ren.
Die Pläne, welche bei Gesuchen um Bcmcrlaubmß uns vorzulegen sind, leiden so häufig an äußeren und inneren Mängeln, daß w,r uns veranlaßt
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b. aus den Grundrissen der Keller und Fundamente, sowie der übrigen Stockwerke,
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den Ausschluß geben. Nöthigenfalles müssen die zu diesem Behufe geeigneten Detarlzeichuungen geliefert »er sct ^uruckweifuna
J &«firnftottÄrtiTe meld e seitber besonders häufig zur Beanstandung Anlaß gaben, müssen bet LZermesvung Der ^tiriicnvcnung
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eine daraus entspringende Verzögerung in Aussührung ihrer Projekte sich lediglich selbst zuzu,chrelben haben-
Gießen, den 28. Juni 1873. Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. 9! ö d e r.
Betreffend: Das bei Gesuchen um Bauerlaubniß einzuhaltende Verfahren. _ ,
Das Großhcrzogliche Krclsamt Gießen
an die Grolshrrmglichrn Bürgermeistereien des Kreises.
Ludern wir Sie auf die vorstehende Bekanntmachung verweisen, bcanftragen wir Sie, bei vorkommenden Bangesnchen die Interessenten danach zu bedeuten, die in Ihren Gemeinden wohnenden Bauhandwerker, (Bauunternehmer) aber alsbald von dem Inhalt der Bekanntmachung ui Kenntnlß zu sehe,.
' v. Röder.
politischer T h e i t.
zog denselben hieraus pflichtschuldigst zurück.
Die definitiven Beschlüsse der Kammer über verschiedene Budgetansatze müssen häufig ausgesetzt werden und es nimmt deshalb das ganze Budget mehr und mehr einen rein provisorischeii Eharakter an. Die Regierung hat eine Reihe von Vorlagen noch gar nicht eingebracht, der Finanzausschuß eine Menge von Berichten noch nicht erstattet. Unter diesen Umständen stellt es sich heraus, daß die Berathung des Buogcts eine verfrühte war. Sollten diejenigen Abgeordneten Recht behalten, welche, als dasselbe Anfangs voriger Woche aus die Tagesordnung gesetzt wurde, meinten, es. geschehe dies nur, weil einem bekannten Agitator in Schul Angelegenheiten noch Zeit und Gelegenheit zum Wühlen verschafft werden müsse? ,
Darmstadt, 15. Juli. Die Assisenverhandlnngen in Frankfurt über die bekannten Bterkeawalle, haben begonnen Rach den anSsührlichen Anklageacten ist wirklich von den Krawallern Erstaunliches in kurzer Zeit geleistet worden
bau" darauf getrieben werde. Natürlich secundirte ihm Herr Metz; dieser erimiHVfiGinh sprach von „Regligeuz" der Negierung, sand es „unbegreiflich", daß dem seit-
UeUUUJlimU. herigen Pachter deS MönchhofS Pachtnachlässige verwilligt worden seien und
• * Darmstadt, IS. Juli. (Die landständischcn Verhandlungeu ; daS Laß man nicht wenigstens den Versuch mache, das Gut zu parcelliren u. s.. w. Budget.) Die Verhandlungen der zweiten Kammer nehmen ihren regel- Die Kammer folgte den erregten 11 slaffungen iVrer ®Führer mäßigen Verlauf, die Anträge des Finanzausschusses werden fast überall mit sichtllchcr Spannung und nahm alle^Anträgedes Finanzausschusses beinahe angenommen; hin und wieder wagen einzelne Abgeordnete einen schüchternen einstimmig an. Die Regierung wird aber Wohlthun, auf die deutlichen Be. Wwcrspruch Nur nahm heute die Debatte wiederholt eine cigenthümliche! weife der Unzufriedenheit, welche ihr heute der laudständische Dnector gegeben, Wendung, deren Ursache und Ziel Nichteingeweihten zur Zeit noch nicht genau zu achten; das Gewitter das diesmal
wegen seiner offenbaren Widerspenstigkeit gegen den Willen des Fnianzaus-
Zunächst forderte der Abg. Metz Anskunft über das Schicksal des An- schnsses sich entladen hat, könnte leicht auch einmal das Gesammtminlsteriinn traas von Landmann wegen Einführung der Civilehe; er beauftragt so-J'iberzichen ! . , a » . „ c Mit»
banu den Gesetzgebungsaiisschuß, das Jnstizministerinn> zu einer Berathung Bei dem Bndgetposten, „Unterhaltung der StaatSstr ße , st ’ , .md dem voraäuaa baldigst Bericht zu erstatten. Iber Abg. Landmann den Antrag ans Aufhebung der sog. Staatsstraßen und
Bei dem Kapitel ^„H o fbaut en" hatte der Finanzausschuß Ablehnung Ueberweisuug der llnterhaltimgspflicht der öffentlichen Wege an die Provinzen, eines Theils der Regiernugs-Anfordernngen beantragt; der Abg. Metz meinte — was den Flnauzminister zu der Bemerkung veranlaßte, daß bei A - nun u. a. daß Bewilligungen zu Neubauten nicht ohne Vorlage specicller nahnie dieses Antrags die Provinz Oberheffen sicher schwer benachthciligt Voranschläge Seitens de) Regierung erfolgen könnten, die Vorlage daher nur den würde. Herr Metz meinte, der jll,lr(,fl ’,®be c‘,,e ® ,,bma..n
als ein Hohn auf die Kammer angesehen werden müsse. Der Regierungs-müsse sich denselben aber erst noch einmal näher ansehe». Herr Land Commissär bat ganz gehorsamst, ben Ausdruck „Hohn" zurückweiseu zu dürfen, — Herr Metz schien dies aber nicht zugebcn zu wollen.
Der Abg. Schaub, dessen famoser Antrag auf Lösung der socialen Frage heute im Druck erschienen ist und die verdiente Aufmerksamkeit erregt, benutzte die Gelegenheit, bei dem Posten „Vorwerk Ulrichstein" eine Pauke gegen die Regierung zu halten, die den preußischen Militär-Beamten bei Errichtung des Reichsremonte-Depots nicht mit der erforderlichen Conrtoisie entgegengekommen sei und dadurä) beinahe die Interessen des armen Vogelsbergs geschädigt habe. Der Fin anzMinister erklärte in sichtlich gereiztem Tone, daß das, was der Herr Kanzeiredner sage, nicht wahr sei.
Auch der Abg. Dern bürg zeigte sich heute mit der Regierung unzufrieden ; er drückte bei der Berathung des Poste..s: „Neubau der Pachtwohnung zu Mönch Hof" sein „höchstes" Erstaunen darüber aus, daß, man ein Domanialgut in gänzlichen Verfall gerathen und geschehen lasse, daß „Raub-


