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Washington, 12. December. Das Haus der Repräsentanten ist
| Berastegui (südwestlich bei Tolosa) 10. December Um 2 Uh r gester Mittag entspann sich ein Gefecht auf den Höhen nördlich von Tolosa gegen Moriones und Loma, die von San Sebastian her angriffen. Stärke des Feindes 14,000 Mann, der der Carlisten 5000. Unfern (der Carlisten) linken Flügel und das Centrum, die Bataillone Guipozcoa, befehligte Lizarrago, den rechten Flügel, vier Bataillone Navarra, der General Ollo, beide in sehr guter Stellung. Gegen diese richtete sieb der Hanptangriff des an Zahl weit überlegenen Feindes, 8000 Mann gegen 2000. Das Gefecht wurde mit anßer- ordentlcher Heftigkeit bis zu einbrechender Dunkelheit geführt. Mehrfache Bayonnet Angriffe wurden von beiden Seiten unternommen Da jedoch das schwach besetzte Centrum gegen 4 Uhr durchbrochen war und unser rechter Flügel von den dort gelegenen Höhen flankirt wurde, befahl der inzwischen eingetroffene General Elio um halb 6 Uhr, unter dem Schutz des 3. Ba» taillons Navarra den Rückzug in unsere am Morgen verlassenen Quartiere anzutreten. Ihren Zweck, Tolosa zu entsetzen, haben die Republikaner erreicht, aber unter schweren Verlusten. Auch die unsrigen sind verhältnißmäßig bedeutend und werden sich für die Bataillone Navarra allein auf 300 Mann belaufen.
worden, welche die sieben militärischen Richter mit Ja beantwortet haben.j Während sie über die Schuld des Marschalls beriethen, redigirten sie zugleich ein acht Seiten langes Actenstück, den Antrag auf Begnadigung, und nur Dank diesem Anträge hat der Präsident des Kriegsgerichts die Einstimmigkeit des Ausspruchs erlangt. Wenn man aber ein Prinz von Orleans ist und in seinem Gewissen Muth genug findet, um einen Marschall von Frankreich zu ver- urtheilen, so muß man würdiger zu handeln wissen. Das Ziel, welches der Herzog von Aumale verfolgt hat, ist so plump, daß es aller Welt in die Augen fallen muß, souwbl im Publikum wie in der Armee. Den Massen, welche einen blinden Groll wegen der Niederlagen von 1870—71 hegen, durch ' ein grausaumes Urtheil schmeicheln und sich dann den Rücken decken durch ein heuchlerisch s Gnadengesuch! Wenn aber der Herzog von Aumale geglaubt' hat, sich durch dieses Verfahren populär zu machen, so hat er. sich geirrt, und . wird das erfahren, wenn er ür seinen Militärbezirk ankommen wird, wohin er i abgereist ist. Man wird ihm zu Vesauyon und Belfort keine Ovationen < machen. <
Paris, 13. December, Der „Liberty" zufolge soll auch Thiers sich! bei Mac Mahon für Bazaine's Begnadigung verwendet haben. — Zwei Söhne 1 Bazaine's haben ihre Entlassung als Officiere gegeben — Die äußerste Linke will auf Grund der Begnadigung Bazaine's eine Amnestie für die verurtheilten Communarden zum Anträge bringen, die keine hervorragende Rolle gespielt
haben.
Paris, 13. December. Die Münz - Couferenz zwischen Frankreich, Italien, Belgien und der Schweiz ist auf den Wunsch Italiens bis zum 8. Januar 1874 vertagt.
— Die Armee - Commission hat den Bericht über die Nichtwählbarkeit von Militär im activcn Dienste angenommen.
Paris, 13. December. Bazaine hat anläßlich der Strafumwandlung einen Brief an Mac Mahon gerichtet, in welchem er ausspricht, der Marschall habe sich wohl der Zeiten erinnert, wo er gemeinschaftlich mit ihm dem Vaterlande gedient Habeger (Bazaine) fürchte, das Herz Mac Mahon's habe über die Staatsklugheit gesiegt; er würde gerne den Tod erlitten haben.
3 la fien. i
Nkom, 13. December. Eine eben erschienene päpstliche Bulle hebt die bei der Wahl von Cardinälen bisher üblichen Förmlichkeiten auf.
Spanien.
Vladrid, 13. December. Eine Bande von 400 Mann mit rother Fahne ist in das Gemeindehaus von Vegabolla in der Provinz Orense eingedrungen und hat alle Papiere verbrannt. Die Mitglieder des Gemeinderaths konnten sich nur mit Mühe in Sicherheit bringen. ________
vernünftig genug gewesen, einen Antrag, den cubanischen Aufständischen den Charakter einer kriegführenden Partei zuzuerkennen, mit großer Mehrheit ab- zulehnen. Ein Schritt, wie der beantragte, wäre gegen Spanien, so lange die friedlichen Unterhandlungen überhaupt nicht abgebrochen sind, geradezu eine internationale Unanständigkeit, er würde in einer ähnlichen Sachlage von einer stärkern Macht sofort mit einer Kriegserklärung beantwortet werden. Was auch sonst an einem solchen Vorgehen auszusetzen wäre, zumal bei einem Rückblick auf die Grundsätze, welche die Regierung während des amerikanischen Bürgerkrieges aufgestellt — jedenfalls wäre der Zeitpunkt so verwerflich gewählt gewesen wie möglich.
Lokal- Rotiz.
Gießen, 15. December. Gestern Vormittag um 11 Uhr brannte eine Scheuer am । Selterswege ab. Durch rasches energisches Eingreifen wurde einem weiteren Umsichgreifen des Feuers Einhalt gcthan.
— — Gestern Mittag hielten in der „Germania" die Gesangvereine des Lahnthal- Sängerbundes einen Sängertag ab.
Dem Vernehmen nach soll im Monat Mai k I. hiersetbst eine Sängerfahrt stattesinden. --Gestern Abend wurde auf hiesigem Bahnhofe beim Rangiren einem Manne das eine Bein über dem Knie abgefahren Der Gießener Eahnhof trägt sein gutes Theil zur Statistik der Etsenbabnunfälle bei.
— — Heute Nacht war es sehr munter in der Stadt und hatten die Schutzleute vollauf zu thun, die singenden und jodelnden Pasianten in der Ordnung zu halten. Namentlich 3 Herren aus Marburg beschäftigten die Schutzleute sehr. Die Animirung scheint jedenfalls aus Wenzcl's Garten und seinem decorirten Saale gekommen zu sein.
Ass gemeiner Anzeiger.
Blüthenmebl, gesiebte Raffinade, Ceylon Zimmt, Citronat, Orangeat, Citronen, Rosinen, Mandeln,
empfiehlt in bester Qualität
(5697)
«x. Willi. Weidig.
Ausverkauf.
5717) Bon heute an bis Mitte der nächsten Woche werden aus dem Nachlasse des Herrn Ferdinand Windecker Eisen- waaren, bestehend in: Schlössern, Ketten, Strohmessern, Spaten, Holzschrauben, Strohfeilen, Nieten, Pftug- schareu, sowie Werkzeuge aller Art, von dem seitherigen Geschäfts- sichrer Herrn Seipp zu bedeutend herabgesetzten Preisen abgegeben
Besondere Bekanntmachungen. Chrrftbinrmcherr 5763) Dem hiesigen Publikum die Nachricht, daß auch in diesem Jahre die Abgabe von Christbäumchen ans den Stadt- waldungen aus forstwirthschaftlichen Rücksichten nicht erfolgen kann, jedoch Vorsorge getroffen ist, daß das Bedürfniß durch Private befriedigt wird.
/, Gjeßen, dm 13. December 1873.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.
richts die Lieferung der für das hiesige Be- zirksgefängniß im Jahre 1874 erforderlich werdenden Bedürfnisse, als:
des Strohes, des Holzes, der Besen, Kleidungsstücke und namentlich auch der Schuhe, Hemden, Strohsäcke, sowie das Kleinmachen des Holzes, Rasiren und Haarschneiden von Gefangenen öffentlich an den Wcnigstnehmenden vergeben werden.
Bemerkt wird, daß Nachgebote nicht berücksichtigt werden.
Gießen, am 12. December 1873.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher.
Besaimtmachuna
(5721)
'd-r' Schuldschein- 'sich zu, b-mn Messerschmieds Carl Haubach dah.
184
und 11 bis
14
27
30
bis 16 Metei Cmtr. Durch
die Kies-Lieferung und Handarbeiten versteigert werden.
Gießen, den 12. December 1873.
wird mit der Instrumenten- und Waaren- versteigerung in der Wohnung des verstor-
Cmtr. Durchmesser, Stück Eichen von 10 Länge und 27 bis 45 Messer, Stück Sparren.
„ Leiterbäume,
fortgefahren.
Gießen, den 15. December 1873- tÄroßherzogliches Ortsgericht Gießen- (5758) Wortman n. Scmmler.
Dienstag den 16. December d. I-, Vormittags 9 Uhr,
Versteigerungen.
B e k a i> ii t m a ch u n fl.
5746) Lieferungen in dasBezirksgcfäng- niß dah'er betreffend.
Arettaa, den 19. December L I-, Nachmittags 2 Uhr, soll in de n Locale des unterzeichneten Ge-
legitimiren.
Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind.
Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 24. November 1873.
Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr.
Dienstag den 16. l. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem hiesigen Nathhause für die laufenden Straßenunterhaltungen pro 1874 der Stein-Brecher-, „ Fuhr- und „ Schlager-Lohn,
17.
18.
20.
23.
24
27.
30.
5767) In der Freiherrlich von N a u'sch Waldung bei Nordeck sollen im Termin:
Donnerstag den 18. l. MtS., Morgens 10 Uhr,
Großverzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.
7 „ Heu bäume,
öffentlich meistbietend verkauft werden.
Die Zusammenkunft ist auf dem Pachter: Hof in Nordeck.
Marburg, den 13. December 1873.
folgende Gehölze, als:
‘ ’ Stück Nadelholz - Abschnitte von 5, bis 18,2 Meter Länge und 11 bis 3
Die Interessenten werden daher amge-> fordert, die Zahlung an diesen Tagen in; Empfang zu nehmen und hierzu durch
Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar - und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar:
Dienstag „ 16. December, Mittwoch „ Donnerstag „ Samstag „ Dienstag „ Mittwoch „ Samstag „ Dienstag „
Mittwoch „ 31. „
Interessenten werden daher aufge:
Australisches Ochfenfieisch,
gekocht und ohne Knochen,
in Blechbüchsen von 2i/^ und 4 Pfund, sehr vortheilhast und von sehr gutem Geschmack, allein zu hoben be (5244) Emil Fischbach.
J. II. Ewhr, Sonnenstr. 104, empfiehlt für die bevorstehende Wintersaison zu den billigsten Preisen sein großes Lager in: Winter Handschuhen, fertigen nwKcnen IJnterzeilgen für Herren, Damen und Kinder, fSaschliks, Ka putz en, Seelenwärmern und Shawls, Kindei-kleidchen u. -Jäckchen, sowie eine Parthie Frauen - und Minderst rümpfI- zu Fabrikpreis en ; ferner große Auswahl angefangener Stickereien, Stick-, Strick- und Häkelgarne, Seide und Ferien in allen Farben. (4922)


