N;.jK Ä - «issd
wird f le £kqBen!*n‘ I,f -7tre Mdin ; gren^w”S:
DL'L ÄÄ
Tt^ P ein erst in den 'cna^ ^n bayerischen romanum, diesen Mit- »verpunkt dieser Maß- ''er kategorischen Form ^er von diesem Verbot
.es Deutschen Reiche Mä, dchchde mx und verließ um 7 Ufo öurus begleitet, die sch über jiveihundert Delk- i gelöst, unter Alldem b, Dberregierungs».i Holland ist vertrrkn den Right Rev-Wm eine ^abl Don W- \a:n, mvabltn Bischvs'
VerversMinlung bt» eler als Vorstand bd ManiicheDischosDvW iburg, Pros. Holtz»' ■e Michaud aus M Mammann Kellett Beifall empfangen. Ä j t Den Vorsttz W melius und ilaadamntW. athMMewegmg W[ ,k mit der WW Mrvahl vorausgeganx, M Mz-smdm M iM als g-rchte * dir Lache W*alf ;
T ie »'M sw tte '*
3 die Bi»-« MttS-istlich-r» ien«H “ Sefa tfl W ÖN für N” Hier« : ®'(aÄ Äsch- « , W"w
- und ivahll :fes ss* <* all . Schluß H 2 ? z-ß-r» bl
v^S'l t*“ '(„eit g^M ‘ ‘ »n <» |
' ,,n
F v 5
dem dort ihrer harrenden Beamten vorgestellt. Im Laufe des Verhörs wurden auch zwei der Hauptattentäter vorgeführt, von denen unsere Landsleute aber nur einen recognosciren konnten, welcher aber ganz offen bemerkte, daß er wiedervorkommenden Falles eben so handeln werde. Die Verhandlungen wurden streng unparteiisch geführt, was hauptsächlich der Intervention des Herrn Ober-Präsidenten v. Möller zu danken ist, auf dessen Betreiben die Angelegenheit zum Gegenstände gebracht wurde. Worin die Satisfaction bestehen wird, ob in einem Schmerzensgelde oder einem Entschuldigungsschreiben, ist nicht bekannt.
Schweiz.
Genf, 13. September. Der Congreß der Internationalen beschloß, Betheiligung der Arbeiterklasse an jeder Politik, welche ihre Emancipation bezweckt, anzuemvfehlen. Den Bundesgenossen in den verschiedenen Ländern soll überlassen bleiben, nach den jeweilig gegebenen Umständen zu handeln. Die Vorlage des Generalraths, betr. die Gründung einer internationalen Gewerks- Union, wurde angenommen. Die Voraussetzung für die Mitgliedschaft bei der Gewerks-Union ist Anerkennung des Programms der Internationalen. Die Gründung einer Kasse für politische Flüchtlinge wird damit verbunden, j 7 <;
Frankreich.
Paris, 11. September. In der heutigen Sitzung des ständigen Ausschusses (Permanenz-Commission) lenkte Noel Parfait (Republikaner) die Aufmerksamkeit des Ministers des Auswärtigen auf den Hirtenbrief des Erzbischofs von Paris. Der Minister erwiderte, die auswärtige Politik der Regierung sei unverändert dieselbe, wie sie in den Botschaften und Rundschreiben dargelegt worden; für das, was die Bischöfe sagten, sei die Regierung nicht verantwortlich. Noel Parfait erklärte, von dieser indirecten Verwerfung des erzbischöflichen Hirtenbriefes Act nehmen zu wollen. Mahy (Republikaner) verlangte darauf Auskunft über die Lage der Departements, in denen nächstens die Wahlen vorgenommen werden sollen. Broglie erwidert, die Regierung werde den Wählern alle gesetzliche Freiheit lassen, könne sich aber nicht ihre eigenen Machtbefugnisse aus den Händen winden lassen; über ihre Handlungen werde sie der National-Versammlung Rede stehen.
— Die Antwort des Herzogs v. Broglie in der Sitzung des ständigen Ausschusses in Betreff des Hirtenbriefes des Erzbischofs von Paris lautete vollständig: Die Schriftstücke, um die es sich hier handelt, sind, so achtenswerth auch ihre Quelle ist, der Regierung fremd; ihre Verfasser bekunden keineswegs die Absicht, im Namen der Regierung zu sprechen, sie in Verantwortlichkeiten zu bringen oder auf ihre Entschließungen einzuwirken. Die auswärtige Politik der Regierung ist mehrere Male in Botschaften und Rundschreiben dargelcgt. Sie ist die Politik des Friedens, der Eintracht und der guten Beziehungen zu den fremden Mächten ohne Ausnahme. Sie ist die Politik, die Europa so nimmt, wie es ist und nichts daran zu ändern sucht. Dieses Verhalten wurde bei mehreren Gelegenheiten von der National-Versammlung gebilligt. Der Redner erklärt, daß er deßhalb keine Aenderung in derselben vornehmen werde. Zum Schluß bemerkte er, daß, wenn sich in dem besagten Schriftstücke einige Behauptungen finden, die von dieser Politik abweichen, die Negierung dafür in keiner Weise die Verantwortlichkeit tragen könnte. Der Cultus-Minister fügt hinzu, daß die Bischöfe keine öffentlichen Beamten seien und die Regierung daher in dieser Angelegenheit nicht beschuldet werden könne.
Versailles, 12. September. Briefen aus Verdun zufolge wird der Abmarsch der dortigen deutschen Garnison morgen 8 Uhr früh beginnen; dieselbe dürfte Dienstag früh die Grenze überschreiten.
Verdun, 13. September. Der Abmarsch der deutschen Truppen ist heute Morgen 8 Uhr ohne die geringste Störung der Ruhe und Ordnung erfolgt.
Italien.
Nom, 13. September. Der Minister des Innern, Visconti-Venosta, ist gestern Abend nach Turin abgereist, wohin Minghetti am Montag geht. Beide schließen sich von dort, von ihrem Cabinets-Chef begleitet, der königlichen Suite an. Einige Journale versichern, der Herzog v. Aosta habe ein Truppen-Commando in Sicilien übernommen. Die Nachricht ist, gutem Ver- nehmeu nach, verfrüht. Zwar schweben hierüber feit einiger Zeit Verhandlungen, doch ist bis jetzt nichts entschieden.
Turin, 13. September. Der deutsche Gesandte, Herr v. Keudell, ist^ heute vom König empfangen worden und hat demselben ein Einladungsschreiben i des Deutschen Kaisers überreicht. Der König wird Sonntag 7y2 Uhr Morgens nach Wien abreisen.
flmerifta.
New-Uork, 10. September. Die Republikaner haben Mashburn zum Gouverneur von Maffachusets erwählt. Sein Gegencandidat war General Buttler.
— In Baltimore ist Ford's Theater und das St. Nichalas Hotel abgebrannt. Der Schaden wird auf 700,000 Doll, geschätzt.
— Die „Polaris" wurde verlaffen. Dieselbe ist gesunken, man glaubt über, daß die Bemannung gerettet sei.
rM
Vermischtes.
München, 8. September. Wie dem „N. K." mitgethetlt wird, hat der König da? Todesurtheil, welches der oberfälzische Gerichtshof unterm 23. Juli ds. Js. gegen den fünffachen Mörder Laver Marchner verhängt hat, bestätigt.
* — Rothschild von Wien durchgebrannt — aber nicht der große, der reiche, sondern Rothschild und Co., ersterer — Julius Friedrich — auS Offenbach gebürtig und „Co." — ein gewisser Heinrich Benzion Schottenfels aus Frankfurt a. M. Es ist dieses ein interessantes Nachspiel zum Krach und ein ebenso interessanter Beitrag zur Naturgeschichte des „Banquiers." Das große Haus Rothschild batte es sich zur Gewohnheit gemacht, zur Neinerhaltung seines Namens den etwaigen Namensvettern, wenn sie Banquiergeschäfte eröffnen wollten, die Firma abzukaufen. I. Fr. Rothschild aber zog cs vor, seinen Namen selbst berühmt zu machen und lehnte diesfällige Anträge ab. Und einerseits hatten Rothschild und Co. recht; denn sie machten zum größten Theil wohl in Folge des Namens bald glänzende Geschäfte (stit Februar 1869) und lebten demgemäß als „Banquier" und Kinder ihrer Zeit. Beispielsweise ließ „Co." bei anderen Liebesverhältnissen auch eine Auserwählte zum Theater ausbilden, welche ihm monatlich 2000 Gulden kostete. Der wettere Verlauf der Geschäfte gleicht den derartigen übrigen: Gründungen, bei welchen der Name im Prospectus ein mächtiges Zugmittel war, so bei der in unseligem Andenken stehenden Central-Baubank, Annahme von Depositen und von Nateneinzah- lungen auf Lotterie-Effecten und dann Luftveränderung, das war ihr Geschäftszweig. Beim großen Krach im Mai fand die gerichtliche Revision, welche durch das Ministerium angeordnet war, eine günstige Bilanz, bis dann endlich am 1. September das Comptoir Nr. 21 am Opernring im 1. Stock sich geschlossen fand und blieb. Die Zahl der Betrogenen ist eine sehr bedeutende. Ein oberösterreichischer Veteran verliert sein ganzes, seit einem halben Jahrhundert zusammengespartes Vermögen und ist darüber dem Wahnsinn nahe, ein anderer, der schon früher . bei Placht, Reichenberg 2c. stark betroffen wurde, verliert den Rest seines Vermögens.
* Aus G enf wird dem „Bund" über einen cigenthümlichen Landfriedensbruch berichtet. Das Tambourencorps von Genf hatte die Genehmigung erbeten und erhalten, in corpore unv uniformirt die Gassen der Stadt zu durchziehen und für die Opfer einer im Kanton vorgekommenen Feuersbrunst zu trommeln und zu collcctiren. Am Sonnabend verwirklichten sie den Plan und sammelten für die Abgebrannten. Zu diesen zählten sie sich nun offenbar selbst und löschten weidlich ihren brennenden Durst, so weidlich, daß sie die Wohnungslosen aux Grolles vergaßen, ja nicht mehr wußten, daß sie in Uniform und theilweise bewaffnet waren, daß Domi- cil, Person und Eigenthum unverletzlich sind in einem civilisirten Staate, wo man Trommler braucht.
Etwas nach 11 Uhr präsentirten sie sich vor einer Bterwirthschaft. Dieselbe war aber schon geschlossen und erwiderte der Wirth von Innen, es sei zu spät, er laffe Niemanden mehr herein. Etwa 10 Minuten später klopft es abermals, und war hierin offenbar die Polizei nachgeahmt. Der Wirth fragt: „Wer da?" „Oeffnct im Namen der Polizei!" war die Antwort. Da öffnete der Mann natürlich, sicht aber sogleich, daß die zahlreiche Schaar zwar uniformirt, doch nicht von der Polizei ist und schließt die Thüre wieder. Allein die 15—18 Mann starke Bande schlägt dieselbe ein und Einer derselben versetzt ihm einen Säbelhieb an den Hals. Hierauf wirft sich die Bande über den Kellner her und maltraitirt ihn. Die Wirthsfrau und das Dienstmädchen kommen erschrocken vom ersten Stock in die Wirtschaft herunter, werden aber ebenfalls mißhandelt und müssen flüchten. Ja eines der bewaffneten Individuen wollte ihnen, den Säbel in der Faust, bis in's Schlafzimmer nachdringen, und konnte die Frau nur mit genauer Roth die Thüre schließen, sonst wäre sie von dem Rasenden wahrscheinlich zusammengehauen worden. Die wenigen anwesenden Gäste hatten nicht den Muth, Widerstand zu leisten, flüchteten sich, so gut sie konnten und holten die Polizei. Unterdessen wirthschaftete die rohe Bande nach Gutdünken fort, warf Blumentöpfe, Flaschen und Gläser zu Boden, zerschlug Stühle, leerte die SpirituSflaschen und nahm andere mit, drohte, mit den „Allemand“ ein Ende zu machen (der Wirth ist Deutsch-Schweitzer), bis endlich die Polizei änrückte. Statt Verstärkung zu holen und die ganze Rotte in Nummer Sicher zu bringen, nahm sie aber, wie es scheint, nur eines der Individuen mit und ließ den Rest laufen.
Börsennachrichten.
13 September 1873.
Aclieii.
50/0 östr. F. St. E. B. 353
Lombard. Bahn 1791/2
Ludwigsh. Bexbach 188
Maxbahn 132
Bayer. Ostbahn 117% Rhein-Nahebahn-Act. —
Hess. Ludwigsb.-Act. 150
Oberhessen „ 7 41/2
Wechsel« Amsterdam k.. S. 98%
Augsburg k. 8. 100
Berlin k. S 104%
Bremen k. S. 105%
Brüssel k. S. 92%
Hamburg k. S. 105%
Leipzig k. S. 105
London k. 8. 118%
Lyon k. 8. —
Paris k. 8. 92%
Wien k. 8. 104%
ditto m. S. —
ditto 1. 8. 104
Disconto 4 °/°
Preuss. 41/3% Oblig. 104% Frankf. 31/2% Oblig. 871/4 Nass. 4i/2o.0 Obi. 963, § Kurhess. 4°, ° „ 97% Gr. Hess. 50/0 Obi. 1013/.
n , 40/0 „ 991/4
n n 3%% i> —
Bayer. 50/0 „ —
„ *%% 4jährige —
„ 40 0 1jährige 96%
Würtemb. 4*/20/0 Obi. 100% Baden 41/2% Obi. c. E. L. 1001/2 Oesterr. Silberrente 65%
n Papierrente 621/g Spanier, neuest. 3% 17 % Amerik. Bonds 1881 r 100% „ n 1882r 971/r
„ n 1885r 993/8
„ „ 1887r 100
Prioritäten.
3% östr. Stsb.-Prior. 60%
3% östr s. Lombard 49%
3% Livorneser 33%
5% Toscaner 523/8
5% Elisabeth.-Prior. 86% do. II. Emiss. —
Goldsorten.
fl. kr.
Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . 9 39—41
„ doppelte 9 36—38 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankenst. 9 21—22 Engi. Sover. 11 47—49 Ruse. Imper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 24%—25%
Anleliensloose» Darmstädter fl. 50Loose 212% ■n n 25 „ —
Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fl. 46 Braunschweiger 221/2 30,o Oldenburg. ä40Thlr. 37?/fc 4°/0 bayr. Präm.-Anl. — 4O/o badische Locse HOVg Badische fl. 35 Loose 67% Oestr. fl. 250 v. 1854 — 1858r Prioritätsloose 202 1860r Loose 90% 1864r „ 147%
Actien«
Frankf. Bank 148%
Frankf. Vereins-Kasse 110%
Darmst. Bankact. 408%
Rheinische Hyp.-Bank 100 Wien Bankactien 1001
Oest. Creditact. 240
Galizien 119
Für Jmmenstadt find ferner bei uns eingegangen:
Adolph Noll 5 fl., Franz Peppler & Co. 10 fl., Wittwe N. N. 30 fr., Brm. 1 fl. — 16 fl. 30 fr., mit früherer Quittung — 39 fl. 57 fr.
Bet Herren Burf & Storck gingen ein: O. Kempff 17 fl. 30 fr., H. Schirmer 3 fl. 30 fr., Georgi & Klingspor 2 fl., Kraatz 1 fl., Roth 1 fl., Horst 5 fl.,> A. Müller 2 fl., A. Schaumann 24 fl. 10 fr. = 56 fl. 20 fr.
Um weitere Gaben bittet
Die Expedition des Gießener Anzeigers.
allgemeiner Anzeiger.
dersiergerungen.
Obstversteigerung.
Dtnnerstag den 18. September d. I., von Morgens 9 Uhr an, soll das Gemeinde-Obst, bestehend in Aepfeln und Birnen, versteigert werden.
Eberstadt, am 12. September 1873. Großherzogliche Bürgermeisterei Eberstadt. (4178) Görlach.
- 4173) Das durch Erbauung der Lud- iwigsstraße überflüssig gewordene städtische ! Grabengelände auf der Stephansmarf, Zwischen dem Eigenthum der Herren Actuar 'Fünf, I. Hanstein und Lehrer Jung geleigen, zusammen mit 10,05 ^Klafter Flä- ichengehalt, soll
Mittwoch den 17. ds. Mts., Vormittags 9 Uhr
im Rathhause öffentlich verkauft werden. Gießen, am 12. September 1873. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.
Versteigerung.
4161) Dienstag den \ß. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll in dem Vorhofe der Universitätsbiblio- thef eine Parthie gut erhaltener Stuben- thüren, Fenster, Läden, Glasthüren, Flü- gelthüren, Topfgestelle, sowie Glasschränfe, gegen sofortige Zahlung versteigert werden.
Gießen, am 12. September 1873. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen.
In Verh. des Kreisbaumeisters: Miessell, Bauaccessist.
Jagdverpachtung.
4188) Die am 12. August er. stattgehabte Jagdverpachtung der Gemeinde Königsberg ist nicht genehmigt worden.
Es soll deßhalb
Freitag den 19. September er., des Nachmittags um 2 Uhr, eine nochmalige Verpachtung derselben im Ganzen im Gemeindehaus daselbst statt- finden.
Königsberg, den 11. September 1873.
Griebel, Beigeordneter.


