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Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags.
Expedition: Canzletberg, Lit. D. Nr. 1.
Mnzeige- und Mmtsölait für den Kreis Kiessen.
Nr 215.. Montag den 15. September g^s.
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De» Verkehr mit Pctroleuni »«d anderen leicht entzündliche« Mineral-Oelen betreffend.
Nach dem Erscheinen des Gesetzes und der Verordnnng vorn 17. October 1868 haben mehrere Geschäftsleute die Erklärung abgegeben, das; sie die Absicht hätten, vor der Stadt ein geeignetes, fellersicheres Lagerhaus für Petroleum und andere Mineralöle Herrichten zu laffeu.
Derartige Lagerhäuser sind jedoch nicht errichtet worden, dagegen hat man die Wahrnehmung machen müssen, daß einzelne Geschäftsleute stets größere Massen von Petroleum eingelegt haben, ohne ein hierfür geeignetes, feuersicheres Local zu besitzen.
Da durch so große Qliantitäten Petroleum unermeßliches Unglück über die Stadt gebracht werben könnte, sieht man sich veranlaßt, unter Bezug auf das im Anzeigeblatt vom 8. Dccember 1868 abgedruckte Gesetz, folgende Vorschriften für die Stadt Gießen einznschärfen:
1J Wer mit Petroleum handelt, darf in einem gewölbten, gut ventilirten Keller höchstens fünf Centner — das ist zwei hessische Ohm, oder zwei Originalfaß — ausbewahren. Damit ein Auslaufen nicht möglich ist, muß der Mer miudesteus 6 Fuß tief in die Erde gehen. Die 2 Fässer müssen auf 2 big 3 Fnß hohen Pritschen ruhen und möglichst weit von einander lagern.
2) Das zum Kleinverkauf bestimmte, in den Läden befindliche Petroleum muß in geschloffenen Kannen von Blech oder Zinn ausbewahrt werden. Mehr als drei Kannen voll, die Kanne zu drei bis vier Maas gerechnet, darf kein Verkäufer im Laden führen.
3) Wer größere Quantitäten Petroleum in seiner Hofraithe aufbewahren will, muß ein besonderes Gesuch einreichen und demselben eine genaue Beschreibung des Lagerraums beifügen.
Hierbei bemerken wir aber im Voraus, daß in einer Stadt, die so viele von Holz erbaute, dicht beisammen stehende und mit brennbaren Stoffen angefüllte Häuser, Scheuern und Ställe hat, nur dann das Lagern größerer Quantitäten Petroleum gestattet werden kann, wenn der Eigenthümer einen sehr großen Hof oder einen Garten bei seiner Hofraithe besitzt.
4) Wer das Petroleum nicht so sicher aufbewahren kann, wie oben unter Ziffer 1 bemerkt ist; oder wer größere Quantitäten als oben gestattet ist, in seiner Hofraithe niedergelegt haben sollte, wird aufgefordert, dasselbe sofort vor die Stadt zu bringen und dasselbe an gefahrlosen Orten (in Gärten, Gartenhäusern rc.) aufzubewahren.
5) Bald nach dem Erscheine»! dieser Bekanntmachung wird eine Revision der Geschäftslocale vorgenommen werden. Ergiebt sich hierbei, daß die obigen Vorschriften nicht befolgt worden wären, so wird die Nichtbefolgung derselben nach dem genannten Gesetze mit drei Gnlden bis zu zweihundert Gulden bestraft.
Gießen, 10. September 1873. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzial-Hattptstadt Gießen.
Nove r.
V e k a >l ll t m a ch 11 11 g.
Um das Zusammenfallen der Märkte in Schotten und Ortenberg am 28. und 29. October l. I. zu vermeiden, ist die Verlegung des Marktes in Schotten auf Dienstag den 21. October und Mittwoch den 22. October l. I. beschlossen worden, was hiermit zur öffentlichen Keuntniß gebracht wird. v
Schotten, den 11. September 1873. Großherzogliches Kreisamt Schotten.
Dr. Hoffmann.
politischer Theil.
Latrrarmora's Buch
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, hin sind die Enthüllungen Lamarmora'S bedeutsam. Zuvörderst was Louisider Berechnung war eben für Louis Napoleon verhängnißvoll. Für den nüch-
Napoleon's Stellung zur italienischen Frage anlangt. Die sich vorbereitende fernen italienischen Politiker muß jedoch dieses falsche Spiel Napoleon's, der
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Die Entrüstung Lamarmora's, das; man ihm zumuthet, lediglich einen Krieg zum Schein zu führen, ist natürlich sehr groß; davon will er Nichts wissen. Allein, wie jeder Betrug aus einem Druckfehler beruht, und darum immer mißlingt, so ging cs auch der päpstlichen Combination Napoleon's. Denn siegte Oesterreich, so war Venedig für Italien verloren. Diese Lücke in
preußisch-italienische Alliance ist ihm begreiflicherweise em Stein des Anstoßes, denn er fühlt, daß von diesem Moment an und besonders wenn dieselbe siegreich aus dem drohenden Kampfe hervorgehen sollte, es mit der eigenen leitenden Nolle in Europa unwiederbringlich vorbei ist. Daher denn auch seine Nathschläge, die er durch Nigra dem italienischen Cabinette ertheileu läßt, um keinen Preis gegen Oesterreich die Initiative zu ergreifen. In dem Gedanken der Cession Venetiens an Frankreich und so mittelbar an Italien begegnen sich die Cabinette von Wien und Paris, als dem geeignetsten Mittel, der wachsenden Bedeutung Preußens in Deutschland und somit in Europa den wirksamsten Hennuschuh zu bereiten. Allein Louis Napoleon ist bereits nicht mehr der Beherrscher der Situation. Er schwankt planlos hin und her und will im Wege der rein diplomatischen Jutrigue die Erfüllung seines italienischen Programms „frei bis zur Adria" durchsetzen. Daß er eventuell das Schwert in die Waagschale werfen würde, dafür bieten die Lamarmora'schen Enthüllungen nicht die leiseste Andeutung. Man weiß aber auch jetzt, daß Louis Napoleon iil Folge der alle Armeevorräthe aufsaugenden mexicanischen Expedition damals nicht in der Lage war, irgendwie nennenswerthe militärische Demonstrationen machen zu können. Wie also dem siegreichen Oesterreich die Abtretuilg Venetiens abzwingen? Daß aber Oesterreich siegen würde, darauf allein war mau tu den Tuilerien gefaßt, und in diesem Sinne erthetlte auch Nigra am 8. Juni, sicherlich auf Napoleon's Inspiration hin seinen Nath nach Florenz: „Bestiinmen Sie (Lamarmora) Bismarck, den Degen zu ziehen, und ist einmal der Krieg ausgebrochen, so gehen Sie rasch darauf los, gauz so, als wenn wir von dem Schritte, den der Kaiser in Wien unternommen hat, gar nichts wüßten, um uns in dem Falle, das; Oesterreich Preußen besiegen würde, Venetien zu sichern I"
1 L S. 981/, k. 8. 100 k. 8 Wb k. S. Wt k. 8. 93 k. s. Äi k. 8. 105 k. 8. H8V1 k. S. - L 8. 93 k. S. 104’/t w. S. l04'/t
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Die Lamarmora'schen Enthüllungen über die innere Geschichte der Ereignisse, welche dem Kriege von 1866 unmittelbar vorangingen, werden natürlich in den weitesten Kreisen der ganzen Welt sehr großes Aufsehen erregen und in der Thal gehören dieselben zu den interessantesten Offenbarungen aus der Diplomatie unserer Zeit. Was jedoch dieser Publication noch ein gewichtigeres Interesse verleihen dürfte, ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung selbst. Zn/ei Königsreisen nach Wien und Berlin stehen bevor. Der König von Preußen wird dem österreichischen Kaiser seinen längst angekündigten Besuch abstatteu. Victor Emanuel rüstet sich zur Reise nach Wien und Berlin; in diesem Momente schlendert Lamarmora seine Schrift in die Oeffentlichkeit. Dieser Uin- stand gtebt natürlich zu denken und viel zu denken- Im Allgemeinen mißt man der Reise des Königs von Italien eine sehr große politische Bedentung bei und selbst in Wien tänscht man sich darüber keineswegs, daß das Endziel Berlin das weitaus wichtigste sei und Wien rc. nur als eine Art Etappenstation anf- zufassen. Da tritt unverhofft Lamarmora aus seinem Schweigen heraus und „legt sich aus" — wie es in der Mensursprache heißt - daß der Geguer stutzig wird und keinen wirksamen Gegenhieb schlagen kann. Will Lamarmora, der Preußen grimmig haßt, trotzdem er 1866 als militärischer Biedermann auf dem treuen Festhalten an dem „sogenannten preußisch-italteuischen Vertrage" be
stand , das jetzige Einvernehme;; der beiden jüngsten europäischen Staaten, Neudeutschland und Italien, stören? Soll die schon vernarbte Wunde, die der ltrieg von 1866 geschlagen, wieder aufgerissen werden? Wieweit ist es etwa mit diesen Enthüllutlgen auf die Haltung Frankreichs abgesehen? Kurz, eS drängen sich der Fragen viele dem Leser dieses Buches auf
Für denjenigen, welcher im Jahre 1866 in der Lage rvar, hinter die politischen Coulissen zu gucken, enthält die in Rede stehende Schrift wenig that- sächlich Neues, nur daß all' die Dinge, welche danrals gerüchtweise die Luft erfüllten, jetzt eine nicht wegzuleugnende Gewißheit erhalten, und daß Louis Napoleon's urschlauer Calcul jetzt offen zn Tage liegt. Nach drei Nichtrmgen


