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Theilnahme an diesem gemein-
Spanien.
der evangelischen Gemeinde zu Gießen.
Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 16. bis 22. Februar 1873 besorgt Pfarrer Dr. Seel.
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Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Ziopulirte.
Den 12. Februar. Urias Maurer, Stationsgehülfe an der Oberh. Bahn in Stockheim aus Bermuthshain, des dasigen ev. Lehrers, Leonhard Maurer, ehelicher Sohn - und Helene Antonie Noll, des verstorbenen hiesigen Bürgers und Friedhofs-
tvriums sei gesichert.
Madrid, 13. Febr. Dir nordamerikanische Union erkannte bereits gestern vnrch ihren Gesandten, General Sickles, die Regierung der spanischen Republik au.
Madrid. 13. Febr. Der Senat ernannte einen aus 20 Mitgliedern bestehenden Ausschuß. Malcampo und Topete boten Zorilla im Namen Serrano'S die Unterstützung des Letzter« jur Aufrechterhaltung der Ordnung an. Zorilla erwiderte, er werde heute das Präsidentschafts-PalaiS verlassen und morgen nach dem Auslande abreisen. An verschiedenen Punkten der Stadt sammelten fich Grup- pen von Menschen, welche jedoch eine friedliche Haltung beobachteten. Eavallerte. Abtheilungen säuberten die Umgebung de« Congreß.PalasteS ohne Widerstand.
England.
Loudon, 10. Febr. Die Untersuchung gegen die katholische» Geistlichen ia Galwap, wegen Wahlbeeinfluffung, scheint pch sehr in die Länge ju ziehen. Der erste der Angeklagten ist der Pfarrer LoftuS, der letzte der ersten Sene der Bischof von Cloufort, Dr. Duggan. So viele Zeuge» sind zu vernehmen, daß jeder einzelne Fall von längerer Dauer sein wird, al- der Proceß wegen der Wahl, beonstanvung selbst. Da eifrig ein DertheidigungSfondS gesammelt wird, so kann man auf starken Aufwand irischer «dvocatenberedtsamkeit rechnen.
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Madrid, 12. Febr. In der CorteSfitzung wurde die Regierung gewählt. Die Wahl lieferte folgendes Resultat: FigueraS, ConfeilSpräßvent; Pimarall, Inneres; Cordova, Krieg; Nicolas Salmeron, Justiz; Franzisko Salmeron, Colonien; Beranger, Marine; Castelar, Auswärtiges; Becerra, Arbeiten; Eche- garay, Finanzen. FigueraS spricht aus, er verdanke die Erwählung seiner polt- tischen Haltung, denn die vollzogenen Wahlen seien völlig frei gewesen. Er hofft, die Republik sei nun für immer errichtet und Spanien werde seinen berech» tigten Einfluß in West-Europa zur Geltung bringen. Die Integrität des Terri-
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Deutschland.
Aus Qberhesscn, 12. Febr. In Frltdb-rg wurden b-i d-r Wahl zur Lündes.dnvd« bei 36 «dstimmenden Prvstffor Dr. theol. Kohler dort mit 24, Prosessor Dr. jur. Waff-rjchltb-n in Gi-tztn mit 23, al« Sttllvtr itltr du H-r. ren Decan Buchhold in Offenheim mit 33 und Hvsgerichisraih Volcker in Dietzen mit 24 Summen gewählt. Die Gewählten gehören sammtl'ch der .og. Fried, berger Confereu,, also der gemätzigt-liberaleu lirthlichen Richtung, an; die »er- ren Kohler und Wafferschleben find Lehrer dr« Kirchenrecht« und daher ihre Wahi von befonderrr Bedeutung für die künftige Spnode.
— In Schotten erhielten Pfarrer Heinrichs von Gedern 17, Graf Fned- rich von Solms-Laubach 16, Pfarrer Schaub von Ulrichstein 15, Apotheker Scrtba von Schotten 16 Stimmen. Als Stellvertreter für Pfarrer Heinrichs und Graf Friedrich von SolmS-Laubach wurden die Herren Kullmann vou Schot- ten und Bürgermeister Ritter vo» Lanbach gewählt. Pfarrer Eckhard so» Schot- ren »nb Lehrer Offenbächer von Bobenhaufrn blieben al« Stellvertreter m der
— Bei der am 6. d. Mts. zu Hungen stattgehabten Wahl der Abgeordneten zur Landes-Synode wurden Decan Cellarius zu Geredet und Ober-Appel- lationsgertchtsrath Dr. Kraft zu Darmstadt gewählt. Al« Stellvertreter: Pfar- rer Brridenstein zu Södel und Landrichter Cellarius zu Hungen.
Kassel, io. Febr. Das Organ des Horzowitzer Hofes, dre „Hessischen Blätter," hat sich n»n ebenfalls über den Gesundheitszustand de« Exkurfürsten informirt und kann aus zuverlässiger Quelle wittheilen, „daß bas Bchnden Sr. k. Hoheit nach wie vor ein ganz vorzügliches ist." Es ist, wie weiter gesagt wird, die Hoffnung begründet, „baß der Kurfürst nicht nur den Tag der Rückkehr t» seine Stammlanbe, sondern in denselben noch viele glückliche Reg.erungS- jahre in gleich rüstiger Gesundheit erleben wird." (Wir sehen hieran«, daß der Gesundheitszustand der Redaction der „Hessischen Blätter" leider nicht so vor- rüglich ist, wie der ihre- Patrons.) Am 16. v. M. ist eine von einigen dreißig orthodoxen Pfarrern der uiederhesfifchen Kirche unterzeichnete Adresse an den König abgegange», in welcher dieser gebeten wird, die beabsichtigte Errichtung eine« Gesammtconfistorium- für den Regierungsbezirk Kassrl nicht zu gestatten undMn Ausübung des ihm von Gott überkommenen Berufs, die Rechte der christlichen Kirche zu schütze», nicht zuzugeben, daß die Selbstständigkeit der »iederhessifchtN Kirche durch eine solche Behörde vernichtet werde. E- muß einem Jede», bemerkt die „Nat.-Ztg." hierzu, der die Tendenz und das Treiben der vilmartaner etwas näher kennt, in hohem Grade Wunder nehmen, daß Vilmar und Confortrn sich dazu verstehen konnten, eine Bittschrift an den deutschen Kaiser zu richte», von dem sie sonst durchaus nicht- wisse» wollte». Aber Roth bricht Eisen, und da- Gesammtconfistorium ist in den Augen der Orthodoxen ein Uebel von so unbe- recheubaren Folgen, daß dieselben schließlich in den sauren Apfel bissen und die letzte, freilich schwache Hoffnung a»f eine Intervention de- König- zu realifiren suchten. Es darf übrigens nicht unberücksichtigt bleiben, daß der Wunsch unserer Frommen, die gegenwärtig in Hanau, Kassel und Marburg bestehenden kleineren Consistorten möchte» auch ferner beibehalteu werden, fast ausschließlich von politr- schen Motiven getragen wirb.
Aus Elsaß-Lothringen, 13. Febr. Zur Ergänzung de« Telegramms tn unferm gestrigen Blatt über Vas Treiben eines französischen Eomitü's, welches sich die Ueberführung elsässischer Kinder nach Frankreich zur Aufgabe gemacht hat, theilen wir das Nähere nach der „Straßb. Zig." mit. Sie schreibt: vor einiger Zeit ging der Name Marquis be Gouvello tn einem eigenthümlichru Zusammen- Hauge durch die Blätter. Der genannte edle Freiherr wurde als der Vorstand cmes Pariser Comitv'S bezeichnet, welches sich die Aufgabe gestellt habe, elsas- fischen Mütieru ihre Kiuber abzulocken, um sie in Frankreich erziehen zu lasse». Man hielt diese Geschichte damals fast durchweg für ein Märchen, das nur m der Einbildungskraft irgend eines phantastischen Gallomoncn rxistire, und wollte nicht an die Wirklichkeit dieses modernen patriotischen Menschenhandels glauben. , Em Zujall aber Hai di-- Unglaublich- al« Thaisach- j-stg-fi-lli. Sitte Mutier bieners, H-mrich Noll, ebelid;e Tochter.
H-iM-h »*
Den Nr- 116, *
Sahn dahitt
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Heinrich M * Den! Friedrich Hej geboren den, * Den! Elisabeth W
Gottesdienst.
_ i Morgens: Pfarrer Dr. Seel.
Am 16- Februar. [ Nachmittags: Mitprediger Freienschner.
anels Unter diese» befand sich ein gar au- nämlich empfand Reue über die Weggabe ihres Kindes und wendete sich mit ihrer . Auf den hatten die Ersten im Lande ihre Klage an die hiesige Polizei. Aus ve» Reden der Frau erhellte, daß mcht »ur ' ' * • ' * vag Pariser Somits des Marquis de Gouvello rxistire, sonder» daß rhm sogar in
Nämlich auf die Kinder Victor Emanuels muthigee Pri«i mit «««> '. R e „«« P.rilee Comite de« M.equi« de ®ou»tBt> txist.ee, londeett cag t»o togar tn au9en «e»»d<n; ff« begaben M “■’ "Yjanne, autzetdem füllte tzi.sigee Stadt ein Z-eige°--tö j« den. edle» Zwecke, den er verso,gt, Hand an-
n« am Der gl«««'»», Schwuck « ff fl gefrttd)tetee Boll ,u gerdienfie leiste. So wurden Hau«suchungen »orgenommen, wesch- die erstaunlich,
den Drang in sich »nd du -o t ch ist ' ® Deutsch Gottlieb, sten Ergebnisse lieferten. Die direkte und indirekte Theilnahme an diesem gemein-
" L,7L-u °i Sda°i ch. R°!'kn regi.reu. nützigen Uot.raehm-n erstreckt ffch laut d«. bi« jetzt oorg-sunden.u Postiere zwar
gang eint« solchen Beginnen« »°tau«juseb-n; wie soll auch ein tm Een ttbalt- Frankretch.
ntff'? 'inM'W"1^tU"u'“(Sntf";tbawt'nbM «Wluknäter 18t»e. Paris, 12. Febr. In der heutigen Sitzung der Nationalotrsammlung
die uberau« lchwlerige «xfeabe, »bei in 1 ®naCe, die so sichtlich wurde Greost al« Präsident mit 421 Stimmen wieder gewählt; 98 Stimmzettel
gang begriffene« Volk ,u herrschen, losen? »i gott n»e WMN, • «VW » V * «amen zu enthalten, abgegeben. Buch die bi«herigen Vice-
übet ven gel.on.en Hausttern g ^e u ti°uale B?schrän,t. sträsidenien wurden wieder gewählt. - D.e Regierung erließ den Besehl, die
vor wir nn« in Demnth beugen, hat aoer^etne^g^v st^ fpani(d)6 aus'« Sotgsältigste zu überwachen.
Hut. Sie beschützt die Fürsten nur inh g Londe-arenre in Anspruch Versailles, 14. Febr. Rach Nachrichten aus Madrid herrschte gesternAbend den, sall. sie Abe. die°!ülen verungÄ daselbst Ruh. Datz König Amadeu« in Lissabon eingetroffen ist, wird bestätigt
?eu B-rluche der An Ä« chreck.n den jungen Ptinz.nnachwuch«, natürlich - Die japanischen Gesandten werden Sonntag bei dem Präsidenten der Restubl.k die LLzenallerLände? au-genomm-n, vor immer erneuten «n'ausenaus ssteisen. die Kbnig«würbe nicht ab. We.halb sollte Amadeus vernünftiger sein, al« so Mancher unter seine» Vettern? t .
Kurz und gut, er wurde König — und kurz und gut, er hat König zu sein ausgehört. Sonst hat sich Nichts geändert. Spanien ist ruhig, Amadeus packt seine Siebensachen, wickelt sein neugeboren Infantlem t» warme Decken, nimmt sei» Weib unter den Arm und begtebt sich unter dem Schutze einer Es- corte von Gensdarme» und La»ddoten nach Cad'x — woselbst ihn "ne Königlich Italienische Jacht tu Empfang nehme« und hoffentlich wohlbehalten in Ostia a - setzen wird. Bon dort führt ihn ein Königlicher Train noch Rom und im Qui- nsal empfängt ihn wiederum der über die glückliche Wiederkunft zu Thranen gerührte Herr Papa. Amadeus ober, die Exmajestat, wird fichs m Rom so bequem al- möglich zu machen suchen. Vielleicht wird er m Rom eine sehr ver- wendbare Person abgeben, da sich der Spanische König im besten Einvernehmen mit dem heiligen Doter befindet. Möglich immerhin, doß er dann die Verw.tte. lang zwischen Piu- und Victor Emanuel übernimmt und wir erstaunt ausrufen werden: ^welche gückliche Wendung durch Gotte- Fügung! —
Loeal-Notiz.
ffiitficn 15 Februar. Sester» Nachmittag brach ein 7jähriger Realschüler beim Ueber, schreiten der mamentan 5 Fuß tiefe» Wieseck an ber G.Sfabrik ein und geriettz unter da- «iS. Der Bäckergeselle Curli» (bei Bäcker Le»z) holte den Jungen mit eigener Lebensgefahr unter dem Eise hervor und brachte ihn glücklich a«'S Land. Ehre dem Lebensretter'.________________J
Das „Breslauer Intelligenz- und Fremdenblatl" bringt in seiner Nr. 258 v. v. Z. nachstehenden Redaktions-Artikel: ~ .
W Heber das Geheimmittel-Unwesen auS dem Sprechzimmer eines ArrteS. Wenn eS die Pflicht jedes gewissenhaften Arztes ist, daS Publikum mr Allgemeinen vor dem Gebrauch der von unwissenden Charlatanen angesertrgten Geheim- mittel ru warnen, insbesondere vor denjenigen, die als sogenannte Universalmittel gegen alle denkbaren, meist schweren, Krankheiten ganz verschiedener Natur angepnesen werden und Hülfe leisten sollen; so wird er gern auch wiederum em Heilmittel empfeh en, welches auf rationeller Basis ruht, nach wissenschaftlichen Principien zusammengesetzt ist und mit Fachkenntniß von geprüften und approbirten Medicinalpersonen bereitet wird. Ein solche? ist das von dem königl. preuß. Apotheker l. Klasse Herrn Dr. Ludwig Tiedemann*) combinirtc stärkende Elixir und der dazu gehörige Balsam zur Wiedererlangung resp. Erhaltung der durch Onanie oder Excesse geschwächten Manneskraft. Wenn das aus besonders wirksamen und heilkräftigen Vegctablien bereitete Elirir durch das ihm innewohnende Tonicum nervmum eme speciftsche Wirkung auf den allgemeinen Ernährungszustand ausübt, die Blutcirculation regelt, die Verdauungsorgane kräftigt, stärkend und belebend auf das Nervensystem einwirkt und auf diese Weise eine Säfte-Verbesserung und Vermehrung rm ganzen Organismus an- bahnt, kräftigt der aromatische Balsam Sterven und Muskeln, besonders auch die Samengefäße, und unterstützt das El.xir auf das Wirksamste dadurch daßl er du Geschlechtsapparate zu erneuter Thätigkeit anregt und so durch Entfernung der Schwache- ursache die verlorene Kraft wieder ersetzt. .
Wir halten deßhalb die Dr. Ludwig Tledemann'schen Heilmittel für eine Errungenschaft der Medicin, die die größte Anerkennung verdienen und von arztlicha Seite jedem Hilfesuchenden aus innerster Ueberzeugung empfohlen werden können. (Hiu
♦) Ueber die Bezugsquelle verweisen wir hiermit gleichzeitig auf den Jnserutentheil unseres Blattes. (D. RedO


