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Ojeßener Anzeiger.
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Expedition: LanzlrlLer^.
8tt B. Rr. 1.
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kressen.
Rr. 188
Donnerstag den 14. August
amtlicher Theis.
1893.
Gießen, am 12. August 1873.
Betreffend: 'Herbstübungen der 25. (Großherzoglich Hessischen) Division.
Das Gr»!;!) r r $ u ij I i d) f Kreisamt Gietzeu
an die Grofcheyoglichen Bürgermeistrreien.
Wir empfehlen Ihnen, sofort eine Revision der in Ihren Gemarkungen vorhandenen Wegweiser vorzunehmen und bestehende Mängel ohne Verzug und jedenfalls so rechtzeitig beseitigen zu lassen, daß bei den nahe bevorstehenden Truppenübungen im hiesigen Kreis die Wegweiser überall gehörig im Irland sind.
v. Röder.
B e k a n n t m a ch u n g, die Ausführung des Reichsgefetzcs vvm 14. Juni 1871 Wege« Gewährung von Beihülfen an auS Frankreich ausgcwiesene Deutsche betreffend.
Von verschiedenen Großherzoglich Hess. Staatsangehörigen, welche im Jahr 1871 ihre durch die Ausweisung aus Frankreich erlittenen Verluste zur Anmeldung gebracht haben, sind die ihnen zugegangenen Aufforderungen zum Nachweis ihrer Legitimation unbeantwortet geblieben, und hat deßhalb die Zuweisung einer Beihülfe an dieselben nicht stattfinden können.
Nachdem die von der bisher bestandenen Commission zur Prüfung der Ansprüche aus Frankreich ausgewiesener Hessen- unternommenen Versuche zur Ermittelung des dermaligen Aufenthalts der betreffendenden Personen nicht zum Ziel geführt haben, werden diejenigen Liquidanten, welche ihre Ansprüche im Jahr 18*71 angemeldet uud bis 'jetzt keine Beihülfe empfangen haben, hierdurch nochmals aufgefordert, die verlangten Nachweise bis spätestens den 31. August l. I. bei uns einzureichen, widrigenfalls Verzicht auf die erhobenen Airsprüche unterstellt werden wird.
Darmstadt, den 29. Juli 1873.
Großherzogliches Ministerium des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern.
gez. Hofmann.
P o i i t i f d) e r Th ei L
lichen Dinge leidlich gelenkt hatte. Ein halbes Jahr versuchte Serrano im Geiste der einst so freudig begrüßten, so wohlgemeinten Union weiter zu regieren. Das Demokraten - Ministerium unter Zorilla, der im Kampfe gegen Priesterherrschaft, als Urheber der Gesetze über Religionsfreiheit uud den Volks- jchulunterricht sehr gediegene Verdienste um sein Land sich erwarb, auch in dem Chaos der Finanzen und des Beamtenthums etwas aufzuräumen verstand, führte nur ein kurzes Traumleben. Die Wiederkehr besserer Tage ließ auf sich warten. Die Ränke im Parlamente ließen nicht nach. Zorilla reichte seine Entlassung ein, weil Sagasta, anstatt des von ihm begünstigten Rivero, Prä-
dergelegt, hatte Europa ihn schon vergessen. Mau rief die Republik aus, ohue daß auch dieses Ereiguiß große Welleukreise um sich zog. Was soll beim auch Spanien weiter sein, als eine Republik?
Weder ein importirter, noch ein legitimistischer König ist dort an seiner Stelle. Der junge König Amadeus hat mehr Erust uud guten Willen gezeigt, als ihm zugetraut worden war, aber eine Verwaltung, wie sie dies unglückliche Land braucht, zu bilden, konnte ihm nicht gelingen. Die Ermordung Prims hatte jener Union aller freisinnigen Parteien den letzten Stoß gegeben, die die September-Revolution von 1868 gemacht und die seitdem die öffenr-
Männer" nannte es der Volkswitz — das bald nach fürchterlichen Scaudaleu im Parlamente ihm selber Platz machte, ohne aber die mindeste Aussicht auf —o....., , , ~ , .. -
die innere Genesung des Staates zu eröffnen. Man weiß, wie seitdeni der schlagen, je nachdem dieser oder jener General, dieser oder jener Politiker Wirrwar zunahm, bis endlich Amadeo sich überzeugte, daß weder ,&r selbst, nach der Dictatur herrscht.
Don Carlos denkt jetzt das „sterbende Spanien" zu retten? Lächerlich. Der verkommenen bourbonischen Dynastie fehlt die sittliche Kraft dazu am aller-
ehesten. Sie kann mit Hülse der Pfaffen uud des päpstlichen Segens für die Dauer einer Saison einmal eine Art von Thron aufrichten ; aber den Abgrund zu schließen, der dort weitgähuend sich geöffnet hat, aber die Revolution über eine Saison hinaus zu bändigen, das ist in einem Lande nicht möglich, in dem die Monarchie nicht blos ihre Wurzeln vollständig verloren hat, sondern auch der Ordnungssinn uud das Pflichtgefühl der Verwilderung der Sitten, dem schrankenlosen Egoismus uud der wüsten Parteileidenschast gewichen sind, am wenigsten aber möglich für einen legitimistischeu Don Quixote. Spanien wird jetzt abwechselnd die Beute verschiedener uud zwar republikanischer Parteien, oder vielmehr Männer werden, gerade wie in den amerikanischen Republiken spanischen Ursprungs immer dem Schlauesten und Energischsten das Monopol der Staatsausbeutung zufällt. Es war bald nach Amadeo'S Abdankung, daß der neue Negierungsrath sich mit irgend einer politischen Frage beschäftigte, bei der man zu keinem Entschlüsse kam, weil in der Debatte constatirt wurde, „daß die Garnison von Madrid über die Frage getheiltcr Meinung sei." Die Infanterie votirte anders, als die Cavallerie. Das ist so ein Zug, der direct der Geschichte der südamerikanischen Republiken entnommen scheint, der aber dem europäischen Mutterlande angehört, und der heutzutage noch durch eine Menge anderer grasser Erscheinungen verstärkt worden ist. Das moralische Deficit hat das finanzielle schon weit überholt. Worauf der Ursprung davon zurückzuführen, das nachzuweisen, erfordert nicht vül Kopfzerbrechen. Die monarchistischen Mißreglerungen haben das Uebel verschuldet, uud ein Erbe einer dieser Regierungen drängt sich wieder an den Thron? Er will das „sterbende Spanien" retten? Er wird, was noch nicht verdorben, vollends verderben, uud was noch nicht republikanisch oder revolutionär, vollends republi- kanisiren uud revolutioniren. Weiter hat es keinen Zweck.
Die Spanier mögen sich gratuliren, daß ihre geographische Lage sie vor dem Appetite von Nachbarn schützt. Ohue ihre günstige Lage möchten Thei- lungs-Gelüste bald genug bei geordneteren und mächtigen Staaten sich ein-
, s . 9 noch überhaupt ein Monarch nach Spanien hingehört. Man ist dort reif für
toltv 0U5 'Ä'pölltCit . die Republik, allerdings nicht für eine solche von der nordamerikanischen oder
Wir wollen nicht untersuchen, welchem Loose jetzt Spanien zunächst ver-i schweizerischen gagoii. Mag die Regierung sich dort aus der extremsten Demosallen zu sollen scheint. Mag die Republik sich einigermaßen cousolidireu, oder'kratie zusammcusetzen, es findet sich immer noch eine Opposition, die weit eine carlistische Monarchie es bis zu einem ephemeren Dasein bringen, die Zu-Darüber hinausgeht, und Revolution von einem erhabeneren politischen Stand- kuuft gehört jedenfalls der Republik an. Die Monarchie ist jenseits der g^e*.fünfte aus macht.
nden unmöglich geworden. Was aber als Gegensatz davon die Oberhand ge- 9
winnen wird, die republikanische Staatefonn, mag als Form Bestand haben, ihre Signatur wird die permanente Revolution bleiben. Was jetzt schon lange in den amerikanischen Republiken spanischen Ursprungs das feste und bleibende ist, scheint auf das Mutterland sich übertragen zu wollen. Jenseits des Oceans, in Südamerika, ist die Revolution das chronische Uebel, die Kämpfe des Laplata- Beckens uud der Andeu werden diesseits des Oceans künftig ihren Pendant finden. Spanien war jchou unter Amadeo eine Republik, wenn Republik die jenige Staatsform ist, welche alle Macht dem jedesmaligen glücklichsten Intriganten zusprichr. Die Abdankung des Königs war daher ein ziemlich indiffe rentes Ereiguiß, vou aller Welt vorausgcseheu. Selbst auch die uuschuldige Isabella durfte, als sie Madrid verließ, einige Tage lang sich eiubilden, daß Europa auf sie blicke. Acht Tage, nachdem Don Amadeo sein Scepter nie-
fitent der Cortes geworden war, und dieser bildete unter Vorsitz des Admirals! stellen. Sie sind sich also selbst überlasten, und das ist auch ganz gut. A^ie Malcampo ein Ministerium von lauter Nullen — die Negierung der „dunklen fremden Mächte werden ihre Fregatten in den dortigen Gewässern permanent ' —■ c . < stattoniren lassen und darauf ihre Intervention beschränken, während unter ihren
Augen die Bürger derselben Nation sich von Zeit zu Zeit die Köpfe blutig


