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Oießmcr Anzeiger.
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Srveditio»: Canzleider».
At. B- Rr. 1.
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Mittwoch den H. Mai
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ter celüsch-lateinischen Mächte (Frankreich, Spanten »nd Italien) chrerse ts d^ mffn ' r chtsrh « chen^c a) 8 9 unb inrtefonb„e die
ebenfalls ein Einvernehmen für die künftige Papstwahl treffen, ober ob Wen$ .verän gerne anerkannt. (Franks. Jour,-)
steus Italien unb Portugal es nicht vorztehen werben,. J.1", ® «Lritr 10. Mai Laut Mitth-ilmig beS ?.'■• $imh§-i>rh.:y
Preußen anznschließcn. ^lite bcni auch fei, man barf fid) baranf ft f> 6 ' , Kei immt ^lnspräanna an Reichs - Goldmünzen bis znni 26. v. Mts.
baß alle tiefe Mächte, die katholischen wie ow schwmatt,d)en,baS Ex ] b- o ® j 280^ lvoco„ 485,283,440 M. in Zwanzigmark- und 126,447,840 M.
Wchsr^) Antt' L hrtiägt
enftälL Anerkennung einer edlen That. (Rettung eines Ertrinkenden durch den Gardisten Helwig.) ,
2. Übersicht der von Großherzoglichem Muustermm des Innern für das Jahr 1873 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfmssen in den Gemeinden des Kreises Neustadt.
Aus Nheinhessen, 10. Mai. Es muß zugestanden werden, laß du jetzige hessische Regierung sich ernstlich Mühe gibt, den Schutt, von welchem ßnt H-ffmäu» gesprochen, wegzuräumen. Nachdem dem Lemhanbel schon Mr eu,iqer° Zeit gewisse Erleichterungen in ben Declarations -Formalitäten gewahrt worden, hat die Regierung sich also auch dazu verstauben, das ganze Bezitlc- lungswesen falleii zu lassen. Es ist ein wahrer Segen, baß diese unerhörten, dabei mit een widerwärtigsten Schnüffclcin verknüpften Belästigungen, welche die feitherige Tranksteuer mit sich brachte, endlich aufhören sollen. Zugleich erfährt man, daß die Regierung sich lebhaft M den Lau
6 t1,731,280 g» , »oZ *5,283,440 ®. in Zwanzigmark- und 126,447,840 M. in Zehnmarkstücken bestehen , . ± .
— Nachdem der Bischof von Ermcland durch zwei glcichlauteudc Erkenntnisse mit seiner Klag- gegen den Cnltiisminister auf Zahlung des mue behaltenen Gehaltes abgcwieseu worden ist, bleibt ihm nur noch die Ergreifung der Nichtigkeitsbeschwerde beim Ober-Tribunal übrig, da die ordentlichen Rechts-
Berlin/l d'°Mah"^Der General-Consul Schurtz brachte eine Petition beim Reichstage ein, welche beantragt, daß ein jeder Deutscher, der sich am >tiili- oder Selav-uhaiidel beteiligt, Sclaven hält oder miethet, des Bürgerrechts und Schutzes des Deutschen Reiches verlustig erklärt wird.
Berlin, kl. Mai. Der neue deutsch italienische Postvertrag ist heute Nachmittag zwischen dem italienischen Gesandten Launay, dem General-Post- direetor Stephan und dem Geh. Rath Günther unterzeichnet worden. Das Briefporto beträgt 2'/2 Sgr. oder 30 Cent., ohne Unterschied des Abgangsoder Bestimmnngsortes. Drucksachen, Musikalien, Kupferstich-, Lithograph,-en Photographieeu, gedruckte oder metallographirtc Aviw zahlen 6 Pfg. ob-r 5 Cent, pro 50 Gramm. Durch Erleichterungen im Transit iib-r Brmdisi ist die directc Postverbindimg mit Ostindien unb Australien ermöglicht.
Beritt,, 12. Mai. Die vom Handelsministerium ,m Ium v. I. angeregte Frage bezüglich der Herabsetzmig der Eisenbahn-Fahrpreis- ist nunmehr in ein anderes Stadium getreten, und zwar ans dem des Auffchiebeus m das des Aiifgebens. Es soll sich nämlich ans den Jahresrechnungen der einzelnen mehr oder minder frequentirteu Bahnen ergeben habeii, daß bei den täglich im Steigen begriffene,> Kosten für das Material, der Erhöhung der, Gehalte des Zugpersonals u. s. w. an eine Herabsetzung der Personen üahrpreye nicht mehr gedacht werde» könne, vielmehr der Zeitpunkt nicht mehr allzu fern hegen könne, wo man der Frage wegen einer - wenn auch unbedeutenden - Erhöhung dieser Preise näher treten müsse. Dagegen soll dre damals nut der belegten Angelegenheit verbundene Frage wegen Einführung des Cmclasseusystems für durchgehende Schnellzüge, der gleichmäßigen Erhöhung der Schuellzugs- Fabrpreise ,c. demiiächst in gesonderter Weise weiter behandelt werden.
( Berlin 13. Mai. Die Börse setzte sehr matt ein unb wurde immer flauer; um l1/« Uhr griff eine förmliche Panik Platz; die Course der lnter- naticnaten Speculations-Sachen sind nur nominell; in Banken herrscht Deronte,
elave folgende Mittheilmig:
Sobald der päpstliche Stuhl vacant wird, durfte es die erste Aufgabe der fremden Mächte sein, über den Ort sich zu verständigen an welchem das nächste Conclave stattznfinden hätte. Man darf nicht vergessen, daß bei der nächsten Papstwahl die weltliche Souveränetät nicht mehr bei deut Cardmats- Cvllegium steht, und daß demnach der italienischen Regiermig die Obsorge und Verantwortlichkeit für die Ruhe der Stadt, die persönliche Sicherheit der wählenden Cardinale, di- Unabhängigkeit und Freiheit ihren Voten zur Last fallt. Die italienische Regiernng wird wahrscheinlich wünschen, daß die Wahl des neuen Oberhauptes der Kirche zu Rom im Vatican stattfinde obgleich im Hinblick auf möglich- Unruhen eine andere. italienische Stadt sich vielleicht bester dafür geeignet hätte; wenn aber der OMrinal auf fernem Wunsche beharrt, so haben die Mächte kein Jnterefse, ihm zu widersprechen. Bekanntlich haben ehe -in Candidot die für die Tiara erforderliche Anzahl von Stimmen für sich ver- einigt, gewifie Mächte das Recht, zu eiklären, daß sie diese» Cai,didaten Nicht mögen; es ist dies das sog. Exclnsiousrecht. Bisher waren Frankreich, Wpa- nie» Oesterreich und Portugal allein im Besitze dieses Rechts; irn nächsten Comlave werden auch Preußen und Italien von diesem Veto Gebrauch machen. Man kann schon jetzt voraiiss-h-n, daß diese Mächte u' zwei Griippen gespalten sein werden, di- auch schon tbeilw-ise gebildet sind. Die Eabinete, von
«d)t7n ieinem"gm7$en' Umfange geltend machen werden. Illach Allem, was in . "en diplomatische» Regionen verlautet, werde» die CabiuUe von Wm> u»d i Berlin mit ihrem ganzen Einflüsse darauf hinwirkeu, die Wahl eines Papstes m verhindern, welcher von dem Jesuitenorden vorgeschlagen oder gut geheißen wird. Sie werden sich nach Möglichkeit versichern wollen, daß der kniff ige Pap« bereit sein werde, die Rechte des Staats anzuerkennen unb zu achten, wofür die Regierungen ihrerseits die Rechte der Kirche anerkennen. Sie wer- dei, verlangen, daß im Interesse ihrer eigenen Gewalt, tote in demjenigen deb kirchlichen und bürgerlichen Friedens, diese beiden Gtbieie fortan strenge getrennt bleiben sollte». Sie hoffen, daß die italienische Regierung m Allem dieselbe Politik befolgen werde, weil ihre Versöhnung mit der geistlichen G? walt des Vaticaus, die ihr im höchste» Grade am Herze» liege» muß, hr die Wahl eines Papstes wüuschenswerth macht, weld>er sich t» be» Verlust der weltlichen Gewalt findet und bereit ist, in gutem Einvernehmen mit bemOtn- Tinal seinem geistlichen Amte obzuliegen. Hiervon abgesehen, werden die nor- disch-n Cabinete allem Anscheine nach auch noch andere Forderungen SeItel machen. Seit dem PoMificate des Flamänders Adrta» t^t man ben Grund- fatz angenommen, baß jeder Papst Italiener sein muffe. Es wird> mmi versichert/daß die deutsche Diplomatie gegen tiefen Gebrauch Entspräche »hebe, 'weil et sowohl dem Principe der Katholicität, als den, reltgtosen Gest.hle der andere» Nationalitäten zuwiderlaufe. In Berlin sagt man ganz offen, daß, wenn der Vatican und der Onirinal an dieser Praxis f-sthielt-n, dies nur das Schisma beschleunigen würde, welches zwischen der romnche» Kirche und Deutsch- laich ausznbrechen droht. Weiter verlangt die deutsche Diplomatie -ine Reform des Cardinal-Collegiums. Bis zum Jahre 122o schwankte die Zchl der Caw diitäle zwischen 28 unb 52; so verhält es sich auch noch heute. Die btntschen Staatsmänner haben gegen die Zahl nichts einzuwenden, aber sie finde», baß die verschiedene» Nationalitäten darin nicht verhaltnißmaßig Vertreten finb. ®er fremden Cardinäle gibt es nur zwölf; davon hat Ftankrctd, cte meisten, Deuffch- land nur einen einzigen, den Fürst von Hoheidohe, und Oesterreich zwei. den Fürst Schwarzenberg und de» Ritter vo» Rauscher- Dies find >m Wesent- lichk» hinsichtlich der Papstwahl die Auschaiiungen unb Tendenzen der Machte, welche sich um das Berliner Eabinet gruppuen.
Aur PapstwahL.
Das „Memorial diplomatique" erhält in Bezug auf das nächste Con-
ijetzt aus sicherer Quelle erfahren, and) der Finanzausschuß dcr zweiten Kamnulk gegen die Aushebung des Brückengeldes ausgesprochen. Würde dem Antrag stattgegeben, so würde das Budget allerdings einen Ausfall von mmdestens 58 000 fl. erleiden (der Nheinbrückenzoll bei Castel erträgt allem etwa 30,000 fl.^.. Der Ausschuß will sogar im Hinblick auf den bedeutenden Aufschwung des Verkehrs 65,000 fl. als nmthmaßlichen Ertrag in das Budget aufgenommen wissen, während die Regierung nur jenen Betrag angesetzt hatte.
" (Franks. Journ.)
Darmstadt, 13. Mai. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 22
Deutschland.
, c ! it J3 STVnt cvn ^er heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses
•ft/.pfSpä oßtnifhfii svielt ick)vn sett 'theilte^er^Finanzminister^mit^ daß das Beamtcn-Sewisgesetz die Genehmigung Staatsbrucken von der Erhebung des Brückengeldes abzusehen, fyie t sch J M G-ßniag erhalte» habe und die Publikation desselben unmittelbar bevorstehe, einigen Landtage» eine Rolle. Ans bem vorvorigen Lanbtage^wnrd.- be chl°ssen, be! «mg. ^ verliest ein Sch/eibesi des Minister worin derselbe
der Regierung ben Antrag zur thunltchste» Berücksichtigung bet Aussttl>l ! wegen der schwebenden Verhandlungen über bett Rücktritt des Handels- Hauptvorauschlags für bie folgende Finanzperiobe zu empfehlen, d e Regt g , fl b -oßen Eifenbahn-Anleihe vo» oer heutige» Tages-
giug indeffett aus diesen Wunsch nicht ein, und die SBer^anbtun«m b<ten Xufc(,en bem Bei und nimmt in dritter Berg-
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