Scheid, Jacob Ludwig, Fabrikant- Wehn, August, Kaufmann. Gilberdfen, Eduard, Fabrikant. Ploch, Friedrich, Dr. mea. FühM, Friedrich, Küfer. Fürst, Friedrich, Tapezier.
Wallen fells, Christian HL, Kaufmann- 93ramm, Ludwig, Wirth- Schrnall, Wilhelm, Kaufmann. Busch, Heinrich, gew. Gastwirth. Flett, Wilhelm, Kaufmann, v. Helmolt, August, Dr. med. Lüdektng, Georg, Buchbinder.
Wortmann, Gg- Ludwig Karl, Kaufmann- Vurckhardt, Georg, Kaufmann- Etckerneyer, Auaust, Baurath.
Hofmann, Philipp, Major- Völker, Hofgerichts-Rath. Barth, Fritz, Advocat- Flick, Heinrich, Kaufmann. Noll, Heinrich IV., Bäcker. Plank, Georg, Schönfärber. Jughardt, Christian II., Ortsgerichtsmann. Kämmerer, Ernst Ludwig, Bäcker. Bieler, Friedrich, Kaufmann- Enders, Johannes, Stadtrentmeister. Walther, Philipp, Schmied,
Schlessinger, August, Kaufmann.
Kröll, August, Kaufmann.
Stein, Georg, Realschuldirector, Dr.
Reiber, Christian, Tapezier.
Vogt, Jacob Heinrich, Metzger- Hoch, Julius, Weißbinder, Senner, Ludwig, Sattler- Keil, Karl, Lederhändler.
Lony, Ludwig, Wirth-
Loos, Friedrich Emil, Kaufmann.
Bullers, Joh- August, Professor Dr.
Kann, Balthasar, Rentner.
Seipp, Karl, Schreiner.
Weidig, Georg, Schmied.
Reiber, Wilhelm, Tapezier.
Lenz, Martin, Bäcker.
Felsing, Karl, Dr. med.
Vogt, Karl, Kupferschmied.
Wteßner, Joh. Jacob, Ziegler.
Draudt, August, Forstmeister.
v. Schmalkalder, Louis, Dezirksstrafrichter.
Schwarz, Georg, Advocat, Dr.
Stahl, Wilhelm, Professor, Dr.
Streng, August, Professor, Dr. Frohnhäuser, Ludwig, Kaufmann. Wolf, Wilhelm, Advocat.
IRiedel, Hauptmann.
Simon, Friedrich Karl, Prälat, Dr. Semmler, Karl Friedrich, Materialist. Georgi, Ludwig, Fabrikant- Klingfpor, Friedrich Karl, Fabrikant- Lampus, Friedrich II-, Speisewirth, Loos, Friedrich Karl, Lackirer- Metzger, Karl, Metzger.
Scheel, Richard, Kaufmann- Hilgardt, Wilhelm I-, Bleicher. Schneider, Karl, Metzger- Lony, Theodor, Wirth- Kohlermann, Franz, Advocat- Steinberger, Karl, Bäcker, Rühl, Daniel, Bäcker.
Schmidt, Balthasar II., Metzger- Vogt, Christian, Metzger- Weidig, Karl, Metzger.
Noll, Heinrich VI., Schuhmacher, Roloff, Karl, Kaufmann.
Wenzel, Karl, Kaufmann.
Seuling, Wilhelm, Kaufmann. Schmidt, Adolph I-, Metzger- Nagel, Wilhelm, Schlosser- Klein, Ernst, Hofgerichttzrath, Dr.
i Euler, Andreas, Schneidmüller. .Holberg, Ferdinand, Kaufmann- Ferber, Wilhelm, Sattler.
Pietsch Karl L, Gastwirth. Weidig, Adolf, Metzger. Steinberaer, Emil, Wagner. Köhler, Ludwig, Schneidmüller. Geilfus, Theodor, Kaufmann. Löber, Wihelm VI., Bäcker.
Becker, Karl, Rothgerber- Leo, Christian, Uhrmacher. Plank, Wilhelm, Metzger- Haustein, Johannes, Fabrikant. Hesse, Hermann, Professor, Dr. Heyer, Eduard, Oberförster, Dr. Hofmann, Hermann, Professor, Dr. Lübbert, Eduard Ernst, Professor, Dr. Zimmermann, Hofg -Rath, Dr. Schaum, Johannes, Gärtner. Plank, Eduard, Metzger.
Keil, Ludwig, Bäcker.
Lony, Georg Heinrich, Oeconom- Müller, Justus, Gastwirth.
Adami, Heinrich, Bauunternehmer. Treff, Ludwig, Kaufmann. Lynker, Adolf, Fuhrmann.
Engel, MarcuS, Fruchthändler. Uhl, Philipp, Photograph.
Keller, Anton, Major.
Bekanntmachung.
Mit Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 31. December v. I. bringen wir hiermit weiter zur Kenntniß der Betheiligten, daß die nächsten Prüfungen in folgender Weise vorgenommen werden: __ „
Freitag den 7. März und Samstag den 8. März d. I.,
für diejenigen Angehörigen des Großherzogthilms, welche im Jahre 1853 geboren sind;
Montag den 10. März d. I. und folgende Tage, für diejenigen, welche im Jahre 1854 geboren sind, sowie für die Angehörigen eines anderen Staates, welche nach § 20 der Militär-Ersatz'Jnstruction im Großherzogthum gestellungspflichtig und in den Jahren. 1853 und 1854 geboren sind;
Donnerstag den 13. März d. I. und folgende Tage,
für sämmtliche Militärpflichtige, welche in den Jahren 1855 und 1856 geboren sind.
Jeder, welcher sich der Prüfung unterziehen will, hat ein möglichst ansführliches vitac curriculum zu den Acten zu geben.
Die Prüfungen beginnen an jedem Tage Morgens 8 Uhr im großen Saale des Rathhauses dahier.
Darmstadt, den 8. Februar 1873. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige.
Pabst. S r r e ck e r.
Politischer Theil.
Die Stimmung der Italiener gegen Frankreich ist durch die Garibaldi und seine Freischaaren betreffenden Verhandlungen der Nationalversammlung keineswegs verbeffert worden, wie u. A. aus eigenen scharfen Artikeln des „Diritlo" hervorgeht. In der That boten diese Verhandlungen ein in jeder Beziehung unerquickliches Schauspiel, es trat in ihnen so recht wie- der einmal da» Bestreben der Franzosen hervor, mit einer Art von Wollust in de« Erinnerungen an da- Unheil de« Kriegsjahrs zu wühlen, nicht etwa um die Mittel zu suchen, künftigem Unheil vorzubeugen, sondern um, wie man es nennt, die Verantwortung eines Jede« festzustelle», wobei natürlich jede Partei nach dem Principe verfährt, die Schuld von sich abzuwalzen und dtr Gegenpartei zu- zuschieben, so daß jede Untersuchung über die Vergangenheit in die wüthendflen Ausbrüche eines leidenschaftlichen und unversöhnlichen Parteihaffeß ausläuft.
Daß bet Gelegenheit der Verhandlungen über die Lieferung-Verträge die Eouservativen neben den radikalen Landsleuten auch Garibaldi und seine Freiwillige« zum Gegenstand ihrer Angriffe ersehen würden, ließ sich vorauSsehen, aber vo« einer besonderen Ritterlichkeit legen diese Angriffe doch eben kein Zeug, «iß ab. Garibaldt's Unternehmen war eine große Thorheit, eine abgeschmackte republikanische Dooquixoterie, und daß die Rechte ser Nationalversammlung einem Unternehmen, welches nur durch die kindliche Schwärmerei des Einsiedlers von Eaprera für das Zauberwort Republik hervorgerufen ist, keine befondern Spm- pathiee« zuzuwenden vermochte, war natürlich. Aber Garibaldi hatte doch, mochte sein Enthusiasmus immerhin der Republik gelten, für Frankreich sein Leben gewagt, er war als Freund i» der Roth erschienen, und zwar als selbst, loser, uneigennütziger Freund. Und eine solche Hingebung verdiente unter allen Umständen die Anerkennung auch derjenige» Franzosen, die seine politischen Ansichten aus's Ent» schiedeuste verdammen, sie hätten ihn zum wenigsten sicher stellen müssen gegen öffentliche Angriffe, wie sie in de« erwähnten Sitzungen der Nationalversamm. luug gegen ihn gerichtet wurden. Das war eine einfache Forderung der Schick- lichkeit, und daß ma« sich dieser Forderung nicht bewußt war, legt ein schlagendes Zeugniß ab von der Gewalt des blinden Hasses, der i» de« französischen Parteien alle anderen Rücksichten und Erwägungen vollständig erstickt hat.
Indessen war es doch nicht blo- der Parteihaß, der die heftigen Ausfälle gegen de« General Garibaldi hervorrtef; man wollte tu ihm nicht bloS de» Republikaner, sondern auch de« Italiener beschimpfen, mit dem Partethaß vereinigte sich der Haß gegen den italienische« Nationalstaat, daß der italienische Freischaarenführer, der unermüdliche Vorkämpfer für die Einigung Italien-, der bitterste Feind de- Papstes und Königs, es gewagt hat, dem großen Frankreich seine« hülfretcheu Arm zu leihen, da- war in den Augen der Rechten ein unverzeihliches verbreche«.
Das ist der Eindruck, de« die Debatten auf die Italiener gemacht habe», vnd Rte»a»b wird bestreiten, daß sie die Gefühle der Franzosen vollkommen richtig beurtheilen. Zwar wie- die Linke, wie sich von selbst verstand, die Ao. griffe gegen Garibaldi zurück, aber dies geschah doch in einer sehr kühle» und zurückhaltenden, gleichsam entschuldigenden Weise, die weit entfernt, dem gereizten Nattonalgesühl der Italiener eine Genugthuuog zu gewähren, dasselbe nur noch tiefer gekränkt hat. Von der einen Seite Haß, von der andere» Geringschätzung, nirgends aber ein warmes Interesse für Italien.
Die uubefangeneren und besouaeren Politiker Frankreichs sehen freilich ein, daß Frankreich die Ergebnisse der italienischen Etnheitübewegung nicht rückgängig machen kann, daß man den vollendeten Thatsacheu Rechnung tragen und sich mit ihnen absindeu muß, so gut e» ebe» gehen will. Sie stellen sich dabei ungefähr |
auf den Standpunkt, den Napoleon Italien gegenüber einnahm; fie betrachten Italien al- eine Schöpfung Frankreichs, und fordern al- schuldigen Tribut der Dankbarkeit, daß Italien sich der französische» Politik «nbtDi»gi zur Verfügung stelle und Frankreich als de» natürlichen Hegemonen der lateinischen Race anerkenne. Man erkennt die Einheit Italiens an, weil man sich nicht stark genug fühlt, sie zu zerstören, aber die politische Unabhängigkeit, das Selbstbestimmungsrecht Italiens anzuerkenneu, sind selbst diejenigen Parteien weit entfernt, die sich bemühen, gelegeotlich ei» gewisses hochmüthiges und anmaßliche- Wohlwollen für Italien zur Schau zu tragen. Italien mag seine Einigung genießen, es mag auch im Besitze seiner Hauptstadt bleiben, aber es soll sich als Vasallen Frankreichs fühlen, die französische Politik unterstützen und Heeresfolge leisten, wenn Frankreich es fordert.
Go hatte Napoleon das Derhältniß Frankreich- zu Italien aufgefaßt, so fassen es gegenwärtig diejenigen französischen Staatsmänner und Parteien auf, die den Italienern am günstigsten gesinnt sind, und wenigstens dem Gedanken entsagt habe«, den italienischen Nationalstaat durch eine Restauration-politik im Sinne der klerikalen Partei zu zertrümmern. Und merkwürdiger Weise findet diese Auffassung des Verhältnisses bis auf den heutigen Tag auch unter de« italienischen Politikern ihre einflußreichen Vertreter; und wenngleich die Zahl der französischen Parteigänger seit dem Sturze de- Kaiserreich- in stetiger Abnahme begriffen ist, so giebt es doch noch immer Staatsmänner in den höchsten Stellen, die in dem französischen Protektorat die einzige Gewähr für die Sicherheit, ja für die Existenz Italiens sehen und Alles ängstlich vermeiden, was Italien in den Augen Frankreichs compromittiren könnte; Staatsmänner, die Frankreich jeden Wunsch ablauschen möchten, noch ehe er ausgesprochen ist. Es ist diese Erschei» nung zum Theil ein Beweis von der Macht der Gewohnheit, die es den Menschen schwer macht, den Bann eine- aus der Vergangenheit überkommenen Gedankenkreises, in Dem man sich einmal eingelebt hat, unter veränderten Verhältnissen zu durchbrechen. Zum Theil aber erklärt sich die Erscheinung aus dem Mangel an Selbstvertrauen, der in Der Entwickelung Der italienischen Einheit in auffallender Weise mit der kecksten Verwegenheit Hand in Hand geht. Darum wird irgend eine andere große Bewegung eine um so zaghaftere, unsichere Be- denklichkeit, Die Nichts Dem Zufall überlassen, Alles im Voraus auf's Genaueste berechnen möchte, aufzuweisen haben, als Die italienische Einheitsbewegung. Und mehr und mehr ist Die ängstliche Vorsicht zum herrschenden Eharakterzug der italienischen Politik geworden. Anderseits aber hat auch ollmälig in der Nation bas Bewußtsein sich Bah« gebrochen, daß die Einheit ohne Unabhängigkeit von fremdem Einfluß ein Gut von zweifelhaftem Werth und dabei ei« sehr unsicherer Besitz sei und vaß ein Staat, Der de- Selbstbestimmung-recht- entbehrt, sich nicht ebenbürtig den großen Mächten Europa'- an die Seite stellen könne. Dies Selbstbestimmungsrecht zu erwerben, muß jedem einsichtsvollen italienischen Patrioten als das nächste Ziel der italienischen Politik erscheinen; die- Ziel aber — dessen fängt die öffentliche Meinung an, sich immer klarer bewußt zu werden, — kann nur unter der Voraussetzung de- Bruchs mit Der traditionellen Ansicht, daß die Existenz Italiens von Dem Wohlwollen Frankreichs abhängig sei, erreicht werden.
Auftritte, wie die in den erwähnten Sitzungen der französischen Nationalversammlung, können nur dazu beitragen, die Erk nntniß der wahren Sachlage und der Pflichten, die sie der italienischen Staat-kunst auflegt, in immer weiteren Kreisen zu verbreiten. Das Ehrgefühl der italienischen Ration ist empfindlicher, |oU das Der Staatsmänner von der französischen Partei, und es sträubt fich, Da
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