Genf, 9. September.
bischöflichen Recht bewaffnend, schrieb er alles, was ihm unter die Feder kam;
Mitglieder, namentlich Cyrille und General Clnseret.
Frankreich.
liberalen Katholiken-Vereine in der Schweiz in deutscher, französischer und lienischer Sprache erlaffenenen Aufrufe zur Theilnahme an demselben ist
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Generalraths wurden angenommen. Die Wiedervereinigung der Fractionen der Internationalen wird bezweifelt. — Das „Journal de Geneve" theilt mit,
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Wie der Krieg geführt werden soll, !nHa": „Zwischen den Royalisten und
für den Papst angeordnet werden, ist ein Rattenkönig von leidenschaftlichen bei' Ausfällen und Agitationen. Rüpublique Fran<?aise findet sich durch dieses ita= Actenstück zu folgenden Betrachtungen veranlaßt: „Der Erzbischof von Paris der gilt für einen verständigen und tugendhaften Prälaten. Man wird uns indeß die zugeben, daß bei dieser Gelegenheit die Leidenschaften des Herrn Erzbischofs
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kommen. Die Preußen thun, als wenn sie es nicht bemerkten, aber es reizt
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Ersparnisse des Generals v. Manteuffel während der Führung der deutschen Occupationsarmee in Frankreich, die eine nicht unbeträchtliche Höhe erreicht haben, finden ihren Entstehungsgrund dem Vernehmen nach vorzugsweise in den zeitweisen Veränderungen des Präsenzstandes jener Armee, welcher mitunter bis zu einer Differenz von ungefähr 18009 Mann unter der vertragsmäßig zulässigen Besatzungsziffer ermäßigt war. Wie man hört, sollen zwei Millionen dieser in Uebereinstimmung mit der Reichsregierung erzielten Ueberschüsse dem Reichs-Jnvalidcnfonds und der Rest den Truppentheilen der Occupationsarmee überwiesen worden sein. Die letztere Zuwendung trägt dazu bei, den Heber- gang aus den voll bemessenen Occnpationsgehältern in den knappen Friedensetat zu erleichtern und gewährt den betreffenden Truppentheilen auf lange Zeit hinaus eine dem dienstlichen Jntereffe förderliche Unterstützung.
— — (Bahn Berlin-Wetzlar.) Wie der „Magdeb. Ztg." von compe- tenter Seite versichert wird, sollen noch in diesem Monate die Vorarbeiten zu der großen Eisenbahnlinie Berlin-Nordhausen-Wetzlar-Coblenz in der Gegend von Nordhausen begonnen werden.
Nürnberg, 11. September. Der Kronprinz des Deutschen Reiches kam gestern Abend 93/4 Uhr hier an und wurde am Bahnhöfe von einer städtischen Deputation empfangen. In der Stadt, welche in allen Straßen glänzend erleuchtet war, wurde der Kronprinz durch lebhafte Zurufe einer 777 '7"m77‘ V r7T-vlu m
großen Menschenmasse begrüßt. Heute Vormittag wird die 6. Jnfanterie-Bri- .....?7^ 7-7? 1 C1C1 „ ie ^ia^l0l!a^aT^en
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Paris, 8. September. Wenn man dem Correspondenten, welchen der „Soir" nach Verdun gesandt, Glauben schenken darf, so haben die deutschen Truppen, welche in dieser Festung Garnison hielten, jedenfalls eine große Geduld an den Tag gelegt. Der Correspondent der „Soir" erzählt nämlich, wie folgt: „Die Verduner haben das Fieber und Brennen vor Ungeduld. Schon jetzt bricht die Freude wegen der nahen Befreiung durch; die Händler machen
Schluß besonders beachtenswerth, welcher also lautet: „Wohl haben uns die zsigeven, daß bet dieser Gelegenheit die Leidenschaften des Herrn Erzbischofs verschiedenen politischen und nationalen Verhältnisse verschiedene nationabeigen- leVten Vorstand verdunkelt haben, und daß die Klugheit, diese Tugend, die dem artige Wege zur Erreichung des erhabenen Zieles der Reform der katholischen Hirten viel uothwendiger als der Herde ist, ihm vollständig abhanden gekom- Kirche vorgezeichnet. Allein dieses Ziel ist ein den freisinnigen Katholiken aller incn ist- Der Hirtenbrief an Paris ist keine fromme Ansprache an die Gläu- Nationen gemeinsames; ja dasselbe verbindet, indem es in der Einigung der bigen; er ist ein politisches Manifest, ein wahrer Journal-Artikel, in dem er christlichen Confessionen und in der Versöhnung des Christenthums mit der mo- feinem Zorn folgenden Lauf läßt. Der Erzbischof von Paris seufzt über die dernen Cultur seinen Abschluß findet, die Freisinnigen "der ganzen Christenheit gegenwärtige Lage des Oberhauptes der Kirche; wir sind nicht erstaunt über zum gemeinschaftlichen Kampfe für die religiöse und politische Freiheit und Um feine Betrübniß, und wir würden nichts zu sagen haben, wenn er die Gläubigen abhängigkeit. Freunde! Wir laden Euch deshalb ein, dem Rufe der deutschen rinfgefordert hätte, fortwährend zu beten, um den Leiden der Kirche ein Ende Altkatholiken nach Constanz zahlreich Folge zu leisten. Ihr werdet durch Eure machen. Aber der Erzbischof von Paris, welcher die Nothwendigkeit dar- Anweseuheit in jener Versammlung dem universalen Charakter der katholischen ^,un )^ilte, daß man noch eifriger für Kirche und Papst beten müsse, hat sich Reformbewegung einen erneuten Ausdruck geben, aber ebenso entschieden auch die Mühe genommen, ihnen seine Ansichten über die gegenwärtige Lage Italiens dafür Zeugniß ablegen, daß der nationale Charakter des Schweizers, sei er ll$er Dauer der italienischen Einheit, welche durch den Fall der welt- Katholik oder Protestant, bedingt ist durch seine politische Freiheit, als deren iichen Herrschaft eine vollendete Thatsachc geworden ist, auseinander zu setzen. Krönung wir eben die religiöse Freiheit und Unabhängigkeit von jeder fremden steint uns der Erzbischof das Maß überschritten zu haben. Mit der Macht anstreiben. In diesem Geiste erwarten wir, Euch in großer Anzahl in ganzen Autorität, die er besitzt und die er selbst übertrieben hat, denn es wäre Constanz begrüßen zu können, und entbieten Euch inzwischen patriotischen Gruß nicht schwer, darzuthun, daß er die Gesetze verletzte, indem er aus den Schran- und Handschlag." ken seines heiligen Standes heraustrat, hat der erste Hirt der wichtigsten
Constanz, 11. September. Gestern und heute trafen die Delegirten Diöcese von Frankreich ein wahres Requisitorium voll Schmähungen und ge- zum Altkatholiken-Congreß aus allen Theilen Deutschlands Hierselbst ein. Bischof waltthätigen Drohungen gegen eine befreundete Macht erlassen, welche alles Reinkeus ist gestern angekommen. Von hervorragenden Gästen sind zu nennen: Vecht haben würde, von der Negierung, mit welcher sie gute Beziehungen unter- Abb^Michaud aus Paris, Erzpriester Wassilieff aus Petersburg, der Vorstand mehr Rücksichten und Schutz gegen solche Ausschreitungen zu verlangen, des Protestanten-Vereins, Prof. Holtzmann aus Heidelberg. Heute Abend fin- xn solchem Moment führt der Erzbischof eine solche Sprache? In dem det die Vorversammlung im Conciliumssaale statt'. Bischof Reinkens hielt am Augenblicke, wo die öffentliche Meinung wegen der Reise des Königs von Jta-
Sonntag eine Predigt in der Augustinerkirche. ' lien nach Wten und Berlin mit Recht in Erregung ist. Wir glauben nicht,
daß es möglich sei, die Unklugheit und die Ungeschicklichkeit weiter zu treiben.
dchweiz. Solche Fehler sind für Jeden unbegreiflich, welcher von der religiösen Leiden
schaft keinen Begriff hat, die weder Maß noch Ziel kennt. Der Erzbischof
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Darmstadt, 10. September. Se. Königl. Hoheit der Großherzog mehr den Krieg ä outrance eröffnet. W'. '
haben die Gnade gehabt, für die Vrandbeschädigten zu Bensheim den Betrag erhellt aus folgender Auslassung des „Pays": w» Uu wi Unv
von 1000 fl. aus der Großh. Cabinetskasse dem Großh. Kreisrath Dr. Usin- uns, den Imperialisten, ist der Kampf von NeuemUff^et. " Vereiitiq^'um "die ger zur Disposition zu stellen. . -
Berlin, 8. September. Die Deutschen Nachrichten schreiben: Die
dem Marschall Mac Mahon übertragene Gewalt zu erhalten, haben'wir diejenigen als Eidbrüchige betrachten müssen, welche den gemeinschaftlichen Sieg dazu benutzen, vor Frankreichs Interessen die Interessen ihres Appetits durchsetzen zu wollen, der um so grimmiger ist, je langer sie ihn im Zügel halten mußten. Und offen sei es gesagt: die Royalisten benehmen uns jedes Bedauern, jedes Bedenken, und wir eröffnen ohne Gewissensbisse einen unerbittlicheit Krieg gegen sie." — Die Frattzösischen Klerikalen hatten eine große Wallfahrt nach dem Mont St. Michel, einem der interessantesten mittelalterlichen, auf einem Felsen im Meere an b^r Normänttischen Küste gelegenen klösterlichen und kirchlichen Bauwerke, aus den 20. September, d. t. auf den Tag festgesetzt, an welchem vor drei Jahren die Italiener in Rom einrückten. Die Regiermtg hat bei allen ihren Sympathien für die ultramontane Sache eine solche Kundgebung denn doch unter den obwaltenden Umständen bedenklich gefunden und die Veranstalter der Wallfahrt officiös aufgefordert, dieselbe tvenigstens um uiiige Tage zu verschieben, was denn auch geschehen dürfte.
gade inspicirt und soll Nachmittags eine Besichtigung der Stadt folgen. ß ■ ' ------■"*/;*
9 Carlsruhe , 9. September. Nicht leicht hat ein Fürst gerechtere An- bie
sprüche auf die dankbare Verehrung seines Volkes als Großherzog Friedrich ^^ber hiniLwwifebeii ' bi k,ier umn es für besser,
von Baden, und sie wird ihm auch beute überall im Lande an feinem 48. 'N r. ber funbgegefcen hätten.
Geburtstage mit ungeheuchelter Aufrichtigkeit entgegenssetragen. Unsere Stadt 7^, Sieaer Man weickt ihnpn Ochsten Grade beleidtgend für
w Ochsten Flaggenschmuck; den auf heute angesagten Festlichkeiten ist w enn fie auf den, rechten qehe7 Die Cäfä,"in"denen sk erschein-? katholischen Festgottesdienst Bischof Reinkens ab. — Im kommenden Winter x n 7 a . , '* ' . < vorn aufgestanden sind,
wird Herzog Friedrich von Augustenburg mit Familie mehrere Monate seinen f / ° !^en
Aufenthalt in unserer Stadt nehmen. Es sind dazu Räumlichkeiten im Gast- Mäüiauna Gerechtigkeit L 1 L l^eT
Hof zum Erbprinzen gemiethet. - Kaiserin Augusta wird am 11. d., der Kai- 1n ^ek ^tadt !?ch7 ^kennen, daß alle dlese „Ga-
ser am 28. in Baden-Baden erwartet, wo er fast den ganzen October verwei- n^rdun bat sich' fiprmfV hertßpibHt eu! vorpcl.
len soll; von da aus werde auch der Besuch in Wien gemacht, wenn derselbe ^pchnuna 'u traaen und ibre v™ Öfficiere schemen diesem
überhaupt stattfindet. - Der deutsche Kronprinz traf am 6. d. Nachmittags wa? natürlich daü" man^m^iKnen"nich? nu 1 r^.enb
von Schloß Rißtissen mit Extrazug in Friedrichshafen ein, von wo ihn ein die der Gleich^s.s^.'^kpit Il'ss- 4 V-a ? tCJ ? ^'^rderte,
von dem König zur Verfügung gestelltes Dampfboot nach Rorschach zum r d 9 1 u cr ie ^er 3n!ulte hmausgescho-
Besuch der fürstlichen Familie Hvhenzollern auf der Villa Weinbnrg führte.
Am andern Tage Mittags nach Friedrichshafen zurückgekehrt, verweilte er Paris, 8. September. Der Hirtenbrief des Erzbischofs von Paris, mehrere Stunden im Kreise der Württembergischen Königsfamilie und reiste welcher gestern in allen Kirchen der Diöcese verlesen wurde und worin Gebete Nachmittags 4 Uhr wieder nach Rißtissen zurück. ;a ......
Constanz, 9. iLeptember. Aus dem soeben vom Central - Comitö
, . ...... _ , ." Was diese Freiheit
^.“5« . betrifft, so läuft sie Gefahr, in die Zügellosigkeit zu verfallen: Alles ist dem
M erlaubt, der von Religion, dem Glauben, dem ewigen Heil von der Kanzel pr r'ir ,rtn°n herab spricht. Alles hat indessen seine Grenzen, und der Erzbischof von Paris
~ grÄtlF; b7"‘T kS WLWBK r rrs" Tf^4- kommend, man sie tu der ultramontanen Welt auffaßt und in Anwendung bringt. Alles
hterselbst am Derselbe besuchte Nachmittags nut Frau und Schwägerin den mug her Kirche geopfert werden Alles selbst das Land dessen ernsteste ^ntet' ?ie Discuffionüber $ S
einer LMd-s?ank wurde auf nwrqm chobm Errichtung uns ernste Besorgnisse ein. Man darf auf das Schlimmste in einer Zeit
' ! 9 > . befurchten, wo die Gemuther so exaltirt sind, daß ihnen nichts zu treuer ist,
um ihrer Leidenschaft freien Lauf zu lassen. Man spricht von den Gewaltthä- . , , tigkeiten in den unteren Schichten, was soll man zu den Gewaltthätigkeiten in
Pares. Die Imperialisten und Legitimisten in Frankreich haben nun- den höchsten Classen sagen? Welche sind die wüthendsten, die ungeduldigsten,
nationalen verlaufen langsam. «Ä
Verhandlungen statt, worin die Mitglied?- der einzelnen Lander Berich? erstat- teten. Unter den zahlreichen ^Zuhörern befand sich auch eine Anzahl Commune- Grifft, fo fn


