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Expedition: Canzleidere

Siit B. Nr. 1.

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Messen.

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Mr. 13'1. Donnerstag dm 12. Jimi L8V3.

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An die Großherzogliche^l Bürgermeistereien.

Der Amtstag der unterzeichneten Behörde am 17. d. M. fällt wegen M auf diesen Tag fallenden Regierungs-Jubiläums Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs aus.

Sie wollen dies in Ihren Gemeinden alsbald bekannt machen.

Gießen, den 11. Juni 1873. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. R ö d e r.

politischer LH eit.

DM

weiterreiste.

zu erwartende Mittheilung der zweiten Kammer

Seit 23 Jahren hat dieseKrank- zunehmen. Wäre das geschehen, der Finanzausschußbericht wäre anders ausge- ' ' " fallen. Was wir nicht wünschen, was wir uns durchaus verbitten müsien, ist, daß wir verurth eilt werden, ohne daß man den Thatbestand auch nur ober­flächlich untersucht. Das Recht, das jedem Verbrecher gewährt ist, soll der höchsten Lehranstalt des Landes entzogen werden und da diese auf ihr Recht

pocht, wird das als Anspruch aufinconstitutionelle"Ausnahmestellung be­zeichnet! Man zeige uns doch einmal die Stelle im Ausschußbericht, wo irgend einer öffentlichen Anstalt des Landes , auch nur entfernt ähnliche Dinge gesagt wären wie hier der Universität. Und doch ist keine darunter, die so viel Selbstverwaltung und folglich so viel Mitverantwortung hätte für eigenes Gedeihen. Man nehme z. B. unsere Gerichte. Was würden die sagen müssen, wenn in amtlichen Aktenstücken behauptet würde, daß Geld, das sie kosten, sei zürn Fenster hinansgeworfsn, sie s«en gar nicht fähig, Recht zu spre­chen, bei Aisstellungen müsse ganz anders verfahren werden, als bisher und doch finden hier nur Anstellungen und keine Berufungen auf Vorschlag des Collegiums selber statt wie an der Universität. Ueberhaupt wird der jüngere Beamtenstand in Hessen, der von Niemanden und durch kein Gesetz gezwungen, in Gießen seine Studien gemacht hat, sich fragen müssen, ob diese Auslassungen über den angeblichenGeist" der Hochschule mit seinen eigenen Erfahrungen stimmen und ob er die Rückschlüsse zulassen will, die in diesem Falle auf seinen eigenenGeist" gezogen werden müßten? Warum hat der Herr Abge­ordnete Metz selber zw ei Söhne dieserschwarzen Gesellschaft" zur Ausbildung anv er traut? Doch wohl nicht, um sie zu Reaktionä­ren und Ultramontanen erziehen zu lassen? Darauf erbitten wir uns Ant­wort. Schließlich noch ein paar thatsächliche Notizen: Einer der schärfsten öffentlichen Proteste, die gegen die Unfehlbarkeit erfolgt sind, ist von fünf katho­lischen Professoren Gießens ausqegangen. Die im Jahr 1866 gegen den Wil­len von Facultät und Senat erfolgte provisorische Theilnng der Lehrstelle für Geburtshülfe, ist noch unter Rodenstein gemäß den Beschlüssen der Universität aufaehoben und die ungetheilte Lehrstelle in die rechten Hände gegeben worden.

(Frkf. Presse.)

Darmstadt, 11. Juni. Der auf der Reise nach Ems heute Mittag hier angekommene Kaiser von Rußland begrüßte den durchreisenden Schah von Persien und stellte ihm das russische Thronfolgerpaar, den Großherzog und den .Prinzen Ludwig von Hessen vor, worauf der Schah nach Baden-Baden

wegen Prolongation des Finanzgesetzes.

Darmstadt, H- Mai. Wir theilen im Nachstehenden das von der Großherzoglichen Bürgermeisterei veröffentlichte officielle Programm für die Feier des 25jährigen Negierungsjubiläums L-. K- H- des Großherzogs nach dem bezüglichen Inserat in dem Darmstädter Frag- und Anzeigeblatt mit. Wir müssen zugleich die Nachsicht unserer Leser dafür in Anspruch nehmen, daß solches erst heute geschieht: der Großh. Bürgermeisterei hat es nämlich nicht gefallen, unserem Blatt irgend eine Mittheilung über das Programm zukom- ll|tvlll men zu lassen, so daß wir dasselbe erst aus der Ankündigung im Frag- u. A.-Bl. dannjkennen lernten Das Festprogramm lautet: ^Montag den 16. Juni: Von

tfrf s Universität Gießen und ihre Reform sich vernehmen läßt, behauptet in der

Deutlet) umo. ^Deutschen Presse," die Universität verwerfe das Controlerecht des

Gießen, 9. Juni. Schauderhaft, aber wahr! Au unserer Universität Landtags. Das ist aus der Luft gegriffen. Nirgends und von Nieman- wcrdeu Chemie und Physik, Zvvlvgie und Geburtshilse, Staat-recht und Phi- dem ist so etwas gesagt worden. Was w.r beklagen, O dws, daß es niemals lologie, Pandekten und Botanik, Baukunst und Forstwissenschaft im Sinne des einem Ausschuß der Kammer eingefallen ist, über d.e wirklichen Verhältnisse der ärgsten Ultramontanismus, im Geiste der finstersten Reaetion, mit einem Wort- Hoch,chnle an. Ort und Stelle Erkundigungen °mzuz,°hen und Erhebungen vor- sckl " j»tal schwarz" vorgetrigeu S no ßv/.,.t. rnnplinipn. 91\<itp ba« npfrhphpn. bpr Amaiirniiksschiiübei'icht wäre anders ausae-

heit" am Körper des hessischen Staates genagt, 23 Jahre lang hat kein Mensch Etwas davon gewllßt, nun endlich hat der Herr Abg. Metz |ie entdeckt, und;

da er diese Entdeckung bekannt gemacht, sträubt sich diesonst so zahme" Kör perschaft gegen die Berührung des wohlwollenden Arztes, und giebt eine gallz unverständliche Gereiztheit" kund. Also die neuesteMainzeitung" über die Urfachen des Senatsprotestes, von dem freilich Niemand erwartet hat, daß ihn der Herr Abg. Metz als eine Schmeichelei auffassen werde. Der Senat hat die sachlichen Behauptungen seines Ausschußberichtes als falsch nachgewie- sen, seine Anschuldigungen bis sie erwiesen würden alsverleumderisch ! bezeichnet. Statt nun diese Beweise zu erbringen, erhebt er neue Anklagen ganz andrer Art unt> welches find hier seine Beweise? Erstens: Ein ehrwür diger Greis von 82 Jahren, Kanzler' der Unwersität und Professor des Straf­rechts, ein Mann von makellosem Privatcharakter, für dessen politische Thätig- keit die Universität nicht aufzukommen hat, weil er nicht vermöge ihrer Wahl, sondern vermöge seiner durch die Negierung ihm verliehenen Kanzler­würde Mitglied der ersten Kammer ist. Zweitens: ein Professor des Staats­rechts, der vor zwanzig Jahren gestorben ist. Drittens: em weltbe­rühmter Pandektist, der leider schon seit fünf Jahren nicht mehr Professor in Gießen ist und jetzt bereits seinen zweiten Nachfolger hat. Die Vorle­sungen über Strafrecht und Strafprozeß hält mit glänzendem Erfolg eui Gelehrter aus München, der eben erst in einer ausgezeichneten Flugschrift für die Schwurgerichte gegen die Schöffengerichte aufgetreten ist, also gewiß ein hartgesottener Reaktionär!" Den Lehrstuhl des Staatsrechts hat seit langen Jahren ein berühmter Gelehrter inne, der mit einer bekannten Brochüre m den Kampf gegen die Jesuiten öffentlich eingetreten ist und ganz neuerlich in eurer andern Flugschrift die Abschaffung des landeSherrlichen Kirchen­regiments verlangt hat alfo gewiß ein Ultramontaner vom reinsten Wasser Der Pandektenlehrstuhl Jherings'S ist in den Händen eines Gelehrten, der u spät hierherberufen worden ist, um dem Herrn Metz bei fernen vergeb­lichen Angriffen auf das Ministerium Dalwigc behilflich zu sem. Schließlich ist eine Universität keine politische, sondern eine wissenschaftliche Körperschaft und soll nichts Anderes sein. Der Ausschußbericht des Herrn Metz sagl selbst: Berufungen müsseii nur nach wissenschaftlichem Verdienst, nur nach erprobter Befähigung zum akademischen Lehramt, nur nach der Stellung der^zu Beru­fenden in der gelehrten Welt und mals na -n .......Darmstadt, H Juni. Die erste Kammer der Stände tritt am 14.

fi*niehtw feinen@ei?ene i SZBortoi fttzt? Das fehlte noch, daß der Here Abg. Juni, Vormittags .0 Uhr, z» einer Sitzung zusammen. Ans der Tagesordnung

Ä*' fflrS« Gießen allem zu besetz!» hätte und daß je nach dem steht die Beschlußfassung wegen einet an des Großherzogs Königliche Hoheit Metz die Professuren ui p ö 9 { 1J H ber Hochschule ihre aus Anlaß Seines bevorstehenden Negierungs-Jubiläums zu richtenden Adresse,

ÄwXtoST'&a»« ist, da/dk Universität Gießen selber weiß, die Ersatzwahl zweier Mitglieder des erste» Aussehusses imd die Berathrmg Bsie dem Ge^e m.sern Zett schuldig ist. Zn einer Zeit, da der Herr Abg und Abstimmung über dw e, Metz aus verschiedenen Gründen nicht ahne» konnte, daß er je an »et «He mii Nennrebntel der hessische» Volkskammer die Unwersität vor seinen Wer;

MÄwerte,.Ä in. Sommer 1869 haben Faeul.ät und Senat für den politischwichtigsten Lehrstuhl, den der Geschichte, nur Caudlbaten von rweiielloser nationaler und liberaler Gesiunnng auf der Liste ge­habt \tnb ihrem beide Mal einstimmigen Votnm gemäß ist die Wahl erfolg . Auf den Lehrstuhl der Dogmengeschichke ist an stelle des fteijinnigen Nitsch der freisinnige Keim durch Faeuliät und Lenat vorgeschlage.i worden und ans diesem Vorschlag haben beide beharrt, als Herr v. Rodenstein Schwierigkeiten erhob. Die Beriifung, welche das' Abends Ettttäute"/de?Festes mit sämmtlichen Gocken. Ühr gro-

ergehe» ließ, ist j Ersull-'-S » sl°' . die B^fcnRreicl, der Garnisous Musiken. Uhr Serenade der hiesigen

denheit wollte. Auf der Liste s>ir d I jetz * , L verbinde en Gesa.'gvereine. B. Dienstag den 17. Ium: Schmückung der Stadt

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