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Desterreich.

Deutschland

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Freiburg, für Hohenzollem.

t Philippus, Bischof von Ermeland. t Johann Bernard, Bischof von Münster-

Wien, 9- Mai. An der Börse herrschte heute furchtbare Aufregung. Die Bankiers Rothschild und Schey wurden insultirt. Die Börsenbesucher fer-

ausprägung die Zahl der Goldmünzen im Interesse des Verkehrs erheblich ver- inehrt und somit den sämmtlichen Steuerzahlern ein großer Nutzen geschaffen

t Matthias, Bischof von Trier.

t Johann Heinrich, Bischof von Osnabrück.

f Lothar, Bischof von Lenka i. p. i., Verweser des Erzbisthums

capitular.

Um keinem Zweifel Raum zu geben, erkläre ich hierdurch, daß ich das Sendschreiben der am Grabe des heil. Bonifacius versammelten Oberhirten (vom 2. Mai er.) lediglich aus dem Grunde nicht unterschrieben habe, weil die dort besprochenen Gesetze mich nicht berühren.

Dagegen ist es mir eine unabweisbare Gewissenspflicht, m freudiger und freier Ueberzeugung meine innigste Übereinstimmung mit dem Sendschreiben anszudrücken und zu erklären, daß ich immer und überall mit der Gnade Got­tes bestrebt fein werde, Nichts zu billigen, was den Geboten des katholischen

insgesammt, betet ohne Unterlaß!

Gruß und Segen im Herrn!

Fulda, am Feste des heil. Athanasius, den 2 Mai 1873. f Paulus, Erzbischof von Köln.

t Miecislaus, Erzbischof von ©liefen und Posen.

f Wilhelm, Bischof von Hildesheim.

Für den Bischof von Knlm: Klingenberg, General-Vicar und Dom-

tigten eine Deputation an den Finanzminister ab. Das Börseu-Comvtoir Pet- schek hat mit 16,000 Stück flottanten Actien fallirt.

Wien, 9. Mai. Die heute Abend stattgehabte Versammlung der Bank­häuser und Banqniers beschloß behufs Beseitigung der BörsenKrisis die Fest- stellnng eines Compensations-Courses für die vorgefallenen Insolvenzen, wonach die Effecten anstatt der execntiven Veräußerung vom Kostnehmer in beidersei­tigem Einverständnisse zu übernehmen sind. Die anwesenden Banken und Van- quiers erklärten, das schonendste Verfahren bei Kündigung und Zuschnßforde- rungen beobachten zu wollen. Eine sofortige Subscription zur Erleichterung der Prolongation ergab 12 Millionen. Morgen werden mit dem Finanzmini­ster und der Nationalbank Verhandlungen wegen den weiteren Maßnahmen

Heinrich, Fürstbischof von Breslau. Peter Josef, Bischof von Limburg. Christoph Florentius, Bischof von Fulda. Wilhelm Emmanuel, Bischof von Mainz, für den preußischen wird.

Antheil seiner Diöcese. Berlin, 10. Mai. Sieben Nähmaschinenhändler, welche Maschinen

Conrad, Bischof von Paderborn. von Moritz Weiler in Frankfurt, Nousold-Schulz in Magdeburg und Katzen­

stein in Wien bezogen, sind heute auf Antrag von Elias Howe in New-Pork vom Criminalgericht wegen Fälschung bezeichneter Waarensührung zu 60 bis 100 Thaler verurtheilt worden. Die Nähmaschinen, welche den Stempel n Elias Howe (n bezeichnetnach") führen, wurden confiscirt.

im Auge, sondern dasjenige, was uns in der Zukunft droht. Wenn die Kirche einigermaßen vom Münzgesetz getrennt halten. Der § 18, den die Initiative Christi ihrer rechtmäßigen Freiheit beraubt wird, wenn das öffentliche Leben, des Reichstages in das Gesetz hineingebracht, soll wieder in Wegfall kommen wenn Presse und Literatur fast nur Unglauben und Geringschätzung oder Haß und der Reichstag sich darauf beschränken, an den Kanzler das Ersuchen zu gegen das Christenthum und die Kirche athmen, wenn die Jugend durch eine stellen, daß er nächstens dem Reichstage ein besonderes Bankgesetz vorlegt und dem Christenthume entfremdete Schule und Wiffenschaft gebildet wird, roennjn diesem die Noten-Emission aparte regelt, ferner, daß er die Frage über daS unter dem Drucke dieser Zustände der Clerus mehr und mehr ausstirbt oderStaatspapiergeld durch ein künftiges Gesetz zum Abschluß bringt. Falls der vom Zeitgeiste erfüllt und verderbt wird: dann muß der christliche Glaube, die christliche Liebe und Eintracht, die christliche Sitte auch zusammenbrechen und schwinden, wo sie bisher so fest bestanden, in unserem guten katholischen Volke. Und dann wird Nichts mehr ein Verderben und eine Zerstörung auf­halten, an die wir nur mit Entsetzen denken können. Wir müßten daher keine Erkenntniß, keinen Glauben, keine Liebe mehr besitzen, wir müßten der Mah­nungen und Warnungen unseres göttlichen Heilandes gänzlich vergessen, wenn

erfolgen. Das nächste Arrangement findet Mittwoch statt, demnach ist Don­nerstag der erste Zahltag. DieNeue Freie Presse" schreibt: Den Anlaß zu der heutigen Sistirung des Börsengeschäfts bot die Insolvenz des eines beson­deren Credits sich erfreuenden Börsen Comptoirs von Petscheck und es sollte durch die Sistirung einer unerhörten Deroute vorgebeugt werden. Eine große Darmstadt, 8. Mai. Nachdem man Seitens der Behörde vor Kur- 3«W von Börsenbesuchcr» verlangt, daß die Regierung eine acht bis vierzehn- zem gegen die bisher von den Wirthen, Restaurateuren u. f. w. mit Unrecht Gelchäftssistiiuug mit einem Moratorium verordne. Die Börsenkammer noch fortgebrauchten Flüssigkeitsmaße energisch einzuschreiten begonnen hat wollen gedenkt, den Finanzminister zu ersuchen, daß er die gegenwärtige Lage der Börse die betroffenen Ausschenker gleichwohl das bei ihnen beliebt gewordene alte Gegenstände schleuniger Maßregeln mache, um den Ausbruch einer Geld- b/.-Schoppen, d. h. ^/g-Liter-Glas aufrecht erhalten und haben zu diesem Zwecke ""^,'ö^^Ense zu verhindern. DieNeue freie Presse" constatirt, daß die gestern eine zahlreich besuchte Versammlung in Fink's Restauration, sogar unter Geldverhaltniffe bis jetzt günstig find, nur fehle der Credit für das Kostgeschäft. Zuziehung eines Rechtsanwalts, der die nöthigen Eingaben u. s. w. fertigen ^^^onible Summen finden keine Verwendung, iveil das Vertrauen in den soll, abgehalten. Man hofft nach den dort gefaßten Beschlüssen sein Ziel in ^'ffectenbesitz erschüttert ist. In den größeren Wechselstuben und besseren Ban- einem Sinne zn erreichen, der uns doch nicht ganz einleuchten will. Weil *ci tlllc ^Halst von Kaufordres ein. ,Der Präsident der Börsen­nämlich das Gesetz nur die äußerste Grenze der Äichung bezeichne, soweit solche begab sich zum Finanzminister, uni zu erwirken, daß die Nationalbank nach demoberen" Glasrand geschoben sein dürfe, glaubt man die bisherige £5lc^tc7 Wechsel escomptire und aus den Beständen der Negiernngscassen den b/g - Liter - Gläser als i/--Liter - Gläser weiter unten an der betreffenden Stelle 1 ^^nnttel zur Einlösung der fälligen Coupons gegen Deckung zur aichen lassen zu dürfen, weil der Gast ja dann über das ihm gewährte Ouan Beifügung gestellt würven, damit die Banken der Ansammlung großer Reserven tum nicht im Zweifel sein könne. Eine Eingabe an Regierung und Bnndesrath cniijoben seien. Die Kreditanstalt hat eine Conferenz von Bankdirectoren ein­steht bevor. Während nach einer Uebersicht des Central-Comites unter der beruf ein

für das Denkmal der hessischen Division bis zum 10. April eingegangene Ge- 9. Mal, Vormittags 10 Uhr. Wegen größerer Arrangements-

sammtsilmme von 13,074 fl., neben 1525 fl. vom Großherzog und der Großh Schwierigkeiten noch kein Geschäft an der Vorbörse.

Familie, sich 8641 fl. ans Darmstadt, Vessnngen und dem Kreis Darmstadt . ~T (Nachmittags 1 Uhr.) Laut freier Uebereinkunst der Börse wird befinden, kommen auf die übrigen Landestheile nur etwa 2900 fl. Die *CIU ^schäft vor Beendigung der jetzigen Verlegenheiten abgeschlossen werden. Vorstellungen des Hoftheaters werden am 22 d. Mts. geschlossen. ~ 0 10 Minuten.) Obschon das Publikum vollständig versam-

Berlitt, 9. Mai. Beim Facsimile des Oesterreichischen Gulden, dem ,neIt' l9.V0n Geschäft keine Rede. Die Börsenkammer und die Delegation des Zweimarkstück, lagen der Süden und der Norden im Streite mit einander Finanzministers befinden sich in Permanenz, uni Maaßregeln zur Verhütung Der Süden siegte, verstärkt durch die Versprengten aus dem Norden. Er siegte, weiterer Zahliingseinstellungen zu berathen. Nach einem Gerilchte wird eine trotz des energischen Widerspruchs des Bnndesrathes, der fast der Erklärung ^chOägige Frist zur Effecteuübernahme anberaumt. Das Börsenpublikum erwar- beikam: entweder ein Münzgesetz ohne Zweimarkstück, oder gar kein Müuzgesetz. tct bestimmt ^bichternng des Verkehrs.

Es schien aber doch durch die äußere Form der Entschiedenheit, die dem Wider U ^0 Minuten.) Soeben wird die Börse geräumt. Größte

streben des Südens vom Tische des Bnndesrathes gezeigt wurde, nicht derjenige dlufregnng.

Ernst durchznblicken, den der Bnndesrath schon bei anderen Gelegenheiten so frnnfirpirf)

oft gezeigt hat, iind der regelmäßig seine Wirkung, d. h. Nachgiebigkeit des dlulmlCliy.

Reichstages, nicht verfehlt hat. Schwerlich wäre sonst das Zweimarkstück durch- Paris, 7. Mai. Die Expedition gegen Marokko, von welcher in den gegangen, schwerlich hätte es sich sonst getraut, so brüsk der Erklärungen des Blättern vor einigen Tagen die Rede war, unterbleibt. Die Schwierigkeiten Herrn Delbrück und Michaelis zu spotten, schwerlich hätten sonst gewisse Ele- welche sich zwischen Marokko und Frankreich erhoben hatten, wurden aus fried-' mente des Reichstages, die immer bereit sind, nach rechts und nach links sich liche Weise durch Vcrmirtlung Englands beigelegt. Sie waren dadurch entstan- hinüber zu neigen, je nachdem dasZustandekommen" eines Gesetzes auf dem den, daß der an der marokkanisch-algerischen Grenze wohnende Stamm Beni- Spiel steht, sich steif gezeigt. Kurz, die Majorität des Reichstages blieb fest, Snasseu fortwährend Einfälle auf französisches Gebiet machte und sich dann der Deutsche Gulden triumphirte. Das Parlament hat einen trefflichen Instinkt mit seinen Leuten nach Marokko zurückzog. Da alle französischen Beschwerden für die Würdigung der Energie, die vom Tische des Bnndesrathes sich hören bei der marokkanischen Regierung ohne Erfolg geblieben waren, so beschloß läßt: ob sie wirklich unerbittliche Miene macht, oder blos so thut. Die Art, Frankreich, ein Corps von 20,000 Mann abzusenden, um sich selbst Genug- und Weise, wie gestern Excellenz Delbrück zu § 13 über das Verbot fremder thnnng zu verschaffen. England, das davon Kenntniß erhalten und eine Expe- Münzen sprach, wobei der österreichische Gulden nicht unerwähnt blieb, bewies, dition verhindern wollte, die seine Interessen in Marokko hätte schädigen kön- daß das Zweimarkstück auch oben Gnade gefunden hat. Gestern lagen nicht neu, bot Frankreich seine Vermittlung au, und es gelang dem hiesigen englischen der Norden und der Süden, sondern die Kleinstaaten und der Großstaat mit Botschafter, dem ein marokkanischer Agent zur Seite stand, ein Abkommen zu einander im Streite. Die Herren aus Sachsen wollen die Papier-Emission Stande zu bringen. Demselben zufolge verpflichtet sich der Kaiser von Marokko,

Reichstag nicht die Mäßigung zeigen sollre, verlangten die Herren aus Sachsen wenigstens den Termin, von wo an keine Banknoten unter 100 Mark mehr gelten sollten, etwas hinaus zu schieben, d. h. vom 1. Januar 1875 bis zum gleichen Tage 1877, und die Aechtung gegen die kleinen Noten ans die unter 50 Mark zu beschränken. Es wurde gestern hitzig um diesen Punkt gekämpft bis jetzt ohne Resultat. Wegen des Rechts der Privatpersonen, Zwanzig­markstucke auf eigene Rechnung ausprägen zu lassen, gruppirten sich die Parteien wir "in dieser schweren und verhängnißvollen Zeit nicht zum Gebete unsere Zu- abermals anders. Die Seestädte und die Binnenbewohner standen sich gegen;

flucht nehmen und Euch Allen im Namen Jesu zurufen würden: Betet, betet über, freilich so wenig exclusiv, als der Norden und der Süden in Bezug auf

~ den Deutschen Gulden und die Groß und die Kleinstaaten sich in Bezug auf

las Papiergeld sich unbedingt ausschlossen; beim Mösle und Mohl z. B. har-

mouirteu über die Piivatprägnugen. Herr Bcuiks aus Hamburg und feine Partei drang nicht durch gegen die BrauwGera, Grumbrecht u. f. w. Letztere bestritten, daß Private Gold im Interesse des Ganzen ausprägen ließen, wäh­rend die Gegner vergeblich behaupteten, daß durch die Zulassung der Privat-

Glaubens und dem göttlichen Rechte der Kirche zuwider ist.

Berlin, am Feste der Erscheinung des heil. Erzengels Michael, dem 8. Mai 1873.

t Adolph, Bischof von Agachopolis i. p. i.