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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen.

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Der Dank des Hauses Bismarck.

Presse schönstens!

Deutsch sand.

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wc- geh t°7 Des Entwurf liegt Universitäten durch besondere Verhältnisse unvermeidlich eine grigmSnMunga.

f Ä a|rfÄflum vor Die unabhängige Deutsche Presse kraft üben, wie Heidelberg z. B. durch seine Lage. G.eßen kann sich auch

M Entwurf blicken und ausruseu:Das ist mit Berlin, Leipzig, München u. s. w. nicht vergleichen, wahrend es sicher unter

«nm (Saufe Bismarck! Und scheint es fast unerfindlich, wie der den kleineren Universitäten einen sehr ehrenvollen Rang immer eingenommen hat

^er ? b Ä (DpSf^cn Reiches sich bewoaen fühlen konnte, durch Einbringung und uoch einnimmt, und während sicher von keiner Universität so viele ausge- Kanzler des Deutschen Neiches s ch vewogen yie , -.jchnete Männer auf andere Universitäten beru en wurden, als gerade Gießen,

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Gießen, 9. Juni, wie wünschenswerth es sei,

tz-ceiti »-«rteljährtg 1 fl. 12 kr. «tt Brtngerlohn. Durch die Post dr-ogrn vtertelsührtg i fL 29 fr.

vom Hause Bismarck bedankt sich die Deutsche (Bert. B-C)

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Mittwoch den 11. Juni

Srschetnt täglich, mtt Rmä- nähme Sonntags.

ILxpeditt»n: Eanzletber^ ett B Nr. 1.

Es ist aber des Gesetzgebers unwürdig, sich auf den Standpunkt des Kleiderhändlers zu stellen, durch Feilschen mit der Reaction Uiid mit dem Libe­ralismus ein Gesetz zu Stande bringen. Hier kann' der Satz:Wenn Zartes ich mit Strengem paart" keine Anwendung finden, hier muß betont werden, daß es zwischen Wasser unb Feuer keine Verbindung giebt. Ein gesundes Ge­setz kann allerdings auch entstehen durch Vorschläge, nur müssen die Vorschläge venigsten von ähnlichen Grundsätzen ausgehen. Die unabhängige Presse unter das draconische Gesetz Bismarck's gestellt, würde sich bald nach den Fleischtöpfen Egyptens, d. h. nach demnülden" preußischen Preßgesetz^zuruck- ehnen. Für diesen Dank

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''schcm Malz- itientn «egen omack, rascher btrr Derdau- vor allen der-

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Wir haben seiner Zeit darauf aufmerksam gemacht, daß die Landes-Universität einen Deputirten in die zweite Kammer senden dürfe, und als die zweite Kammer den Antrag stellte, daß die Universität statt des Kanzlers immer einen von dem verrat gewählten Deputirten in die erste Kammer senden solle, haben wir uns in diesen Blättern dahin ausgesprochen, daß der Kanzler in die erste Kammer gehöre, auch gern hiuzugefügt, daß die Universität sich über ihre Vertretung durch den Kanzler in der ersten Kammer nicht zu beklagen habe, aber um so entschiedener gleich­wohl betont, daß der Schwerpunkt der Vertretung der Unversität in der zwei­ten Kammer liege, und wie unbedingt nöthig es sei, daß die Universität dasselbe Recht der parlamentarischen Vertretung erhalte, wie Marburg, Göttingen rc. Der Bericht des Finanzausschusses der zweiten Jammer zeigt, wie sehr wir Recht gehabt haben. Denn solche Ungeheuerlichkeiten, wie dieser Bericht ent­hält, wären doch wohl nicht gut möglich gewesen, wenn ein Deputtrter der Universität in der zweiten Kammer gesessen hätte, den man doch wohl bei den Berathungen des Finanzausschusses hätte hören müssen. Herr Metz wird pch wohl auf Das, was ihm von der Universität entgegnet ist, vor der öffentlichen Meinung verantworten müssen, da der Bericht des Gesammtsenats an die Re­gierung ausdrücklich zur Mittheilung an beide Kammern bestimmt ist.

3 , (Franks. Journ.)

Gießen, 10. Juni. In derMain-Zeitung" und derDeutschen Presse" wird der Versuch gemacht, den Bericht des Finanzausschusses der zwei­ten Kamnier in Darmstadt über die Universität Gießen in Schutz zu nehmen, aber mit Gründen, die offenbar das Unrecht des Berichts nur noch steigern. Es ist ja schon an und für sich eine Unbilligkeit, die Frequenz der Studiren- . den zum Maßstab der Tüchtigkeit der Lehrer zu machen, weil bie Frequenz : immer mit von der Größe des Landes und dessen Mitteln abhängt, und andere

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wie Häußer und Schenkel (?) rc. O Rabbi Ben Akiba! Das ist doch uoch nicht dagewesen," daß die Universität Gießen reactionärer Gesinnung beschul­digt worden wäre! Es kann das Jedem, der die Personen und Verhältnisse kennt, nur ein mitleidiges Lächeln abgewinnen. Der Advocat der beiden oben­genannten Blätter zeigt nicht'nur, daß er die Aufgabe einer Universität so wenig kennt, als die Verhältnisse und die Personen, sondern er versteigt sich auch zu ganz grundlosen Angriffen auf hochachtbare Persönlichkeiten, indem er den Kanzler der Universität einen Ultramontanen nennt. So leichtfertige Be- hauptungen richten sich selbst und die Sache, der sie auf die Beine helfen sol­len. Wir erwarten übrigens, daß die Universität ihre Eingabe an das Mini­sterium auch der Oeffentlichkeit übergeben wird. (Fr. Journ.)

Darmstadt, 7. Juni. Ein zwar nicht sehr bedeutungsvoller, aber doch auch nicht uninteressanter kirchlicher Vorgang hat sich vor Kurzem in dem DiaconissenhauseElisabethenstift," der Gemeinde der Strenggläubigen, abge- ispielt. Die Functionen eines Geistlichen an dieser Gemeinde versah bisher

Der deutsch-französische Krieg hat nicht allein den Feldherren Dotationen und den Kämpfern für Deutschlands Schutz Orden eingetragen , auch der Pa­triotismus daheim ist nicht ohne Belohnung, ohne Dank geblieben. -Kenn em biederer loyaler Bürger feuchten Auges imD schwermüthig auf sein Knopfloch blickte, weil es noch nicht bunt, so war derselbe bestrebt, seinen Namen, an di- Spike eines Comitüs gestellt, in den Zeitungen prangen zu sehen; er schickte wohl auch feine Töchter als Samariter auf den Bahnhof, um die Tur- cos, Zouaven und deutschen Soldaten mit Kaffee, Limonade oder dem edlen Cognac zu laben. Wenn sich Müller oder Schultze ihre Namen raths-titel- bedürftig vorstellten, so thaten sie Achnliches, wie die andern loyalen Burger, oder aber sie sorgten dafür, daß ihre Namen neben einer erklecklichen -tountmc für die Verwundeten mit riesengroßer Schrift in die Zeitungen gesetzt wurden. So mancher Vogel kam geflogen, so mancher Commissionsrathstitet fiel ab, des Herzens heißes Sehnen war erfüllt.

Die Deutsche Presse aber veröffentlichte trotz der schlechten Zetten die Namen der patriotischen Müller und Schultze unentgeltlich, jeder patriotische Aufruf, mochte er von Behörden oder von Comitös ausgehen, wurde m den Leitungen ohne Unterschied der Parteistelluiig gern abgedruckt. Mit verschwur- denden Ausnahmen gab es während der Dauer des Krieges nur eine der Negie­rung freundliche Presse, welche die wirklichen Vorzüge der Negierung gebührend hervorhob, während andererseits die Fehler, wenn nicht bemäntelt, so doch verschwiegen wurden. Die unabhängige Deutsche Presse rechnete nicht auf bunte Knopflöcher oder auf Commissionsrathstitel. Was sie that das geschah ohne jeden Hintergedanken an äußere Auszeichnung. Ob die unabhängige Poesie auch sonst ganz selbstlos gewesen ist? Das wäre zuviel verlangt. Der Theil der Presse, welcher die Aufgabe hat, ohne Rücksicht auf Sonnenschein vom Hofe und vom Ministerium die regierungsseitigen Maßnahmen eurer Contro e und Kritik zu unterwerfen, ist in Kriegszeiten verpflichtet, die Geltendmachung ihrer Ueberzeugung zum Opfer zu briiigen. Die unabhängige Deutsche Presse bat diese Feuerprobe in jeder Hinsicht bestanden und durfte wohl erwarten, von den ihr angelegten unwürdigen Fesseln befreit zu werden, wenn die Regie­rung einmal der heikel» Materie der Preßgesetzgebung nahe treten wollte. Darin bestand aber auch der ganze gewiß berechtigte und edle Egoismus der unabhängigen Deutschen Presse.

Das wiedererstandene mächtige Deutsche Reich mit ferner stanen Negie­rung bat lange warten lassen, ehe es an die Deutsche Presse dachte schon nahm der Deutsche Reichstag die Angelegenheit m die Hand, alo Fürst Bis­marck den Reichstag ersuchte, in seiner Arbeit eine Pause zu machen, weil er, der Fürst selbst, der Reichs-Preßgesetzgebung seine ganze Aufmerksamkeit widmen wolle. Der Reichstag gehorsamte und Fürst Bismarck hat mtt seinem Preß-

zeichnete Männer auf andere Universitäten berufen wurden, als gerade Gießen, also auch da gewirkt haben, wie z. B. Liebig, Jhering über 20 Jahre. Aber der Bericht begeht ein doppeltes Unrecht im Hinblick auf die ganz außerordent­lichen, theils inneren, tbeils äußeren politischen Verhältnisse (Verlust des Hin­terlandes, Frankfurts, Nassaus 2C- katholischer Facultät, Ungunst für das Stu­dium der Theologie, der Nationalöconomie u. f. w.) , die auf die Frequenz Gießens unvermeidlich wirken mußten, während gleichwohl die Frequenz that- sächlich gestiegen ist, was alle Anerkennung verdient. Aber allem diesem Unrecht gegen die Universität setzt nun die Vertheidigung jenes Berichts in den genann- Ir-.r »ine cnorHAPihimimi freilich. welche nichts weniaer

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eines solchen Entwurfs die gesammte Presse zu beleidigen.

Bei Gott und dem Reichstag ist Alles möglich!' Zu diesem Gedanken mag durch sein gehorsames Verhalten der Reichstag dem Kanzler wohl manch, med «ermüafiung gegeben haben. Wenn mm Fürst Bwmarck fernen Entwur in der jetzigen Gestaltung durch den Bundesrath durchdrucken und m den Reichstag einbringen könnte! Vielleicht wollte er versuchen, wie straff er den Bog » spannen dürfte. Das ist nur Chimäre schon bie Verhandlungen m Bundesrath werden den Entwurf wesentlich mod.stc.ren oder den Her n Re chs- ^nzler veranlasten, den «8t7ge d«> "ach Errichtung einnitm Blättenr"die ^Ln'anf' eine Vertheidigung" freilich, welch- mW weniger

demokratiickcn Republik einbrächte, wir glauben, der Rcichstagchls ein Aieisterstück von Advocaienkunst ist. Mau höre, dre Profestoren IN Deutschen s - anders zu diesem Anträge, als zu dem Preßgesetz-Entwurf Gießen werden als die ärgsten Dunkelmänner und Reaktionäre hlugestellt, wett

Ä ©fe Ttafe des Hauses ist gewiß dagegen, die Jhering ausgesprochen, daß Beamte nicht m die Opposition treten dursten,

Natiknallch-rch-n schU-ße« sich derselben an, das'Centrum opponirt eo ipso, weil die cheologischen Profchoren Nicht d°wJ°smt.smus^u Fall ^ebracht^aben, die Wilden und die socialen Elemente stimmen ebenfalls dagegen, selbst die frommeKreuz-Zeitung" läßt vermuthen, daß ihre Anhänger zu den Gegnern des der sonst eben nicht kurzsichtige Kanzler, der seine Pap

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e wa,der Entwur der Commission und der Entwurf der preußischen Reg ^ xmxa - der sich jetzt als Bismärcker entpuppt hat - seien Beides Vorschläge, aus Vorschlag und Gegenvorschlag entstehe zuletzt ein Gesitz. - uu, w n der Herr Studiosus den orientalischen ^ieiber^anbler 311V ^ufbefferuiig a=

aeu citirt so macht der Letztere zuerst ein empörend niedriges Angebot, der Erstere remoustrirt und endlich entsteht durch Vorschlag und Gegenvorschlag em Kaufgeschäft, bei dem der Studiosus immer zu kurz kommt.

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