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Oießemr AWW

Mnzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kressen

lusknecht

1823.

Donnerstag dm 10. April

Nr 83

Gießen, am 7. April 1873.

B etreffend: Das Einsperren der Tauben zur Saatzeit.

Darmstadt, am 34. März 1873.

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einzuhalteude Verfahren kaum in der Lage sein würden, der fraglichen Amts-

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Abschrift.

Zu 9ir. M. d. I. 3396. Betreffend: Wie oben.

$retÄ vierteljährig 1 fL 12 fr. mit Brtngcrlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 ft 29 k.

Soldan zum Lehrer am Gymnasium zu Worms zu ernennen. *

Friedberg, 7. April. Die vielbesprochenen Vorgänge am hiesigen Lehrerseminar sind endlich zum Abschluß gekommen. Gutem Vernehmen nach »st der Scminarlehrer Stamm an das Gymnasium nach Gießen, der Scminar- lehrer Soldan an das Gymnasium in Worms versetzt worden, während die übrigen drei an der Anklage gegen den Director bctheiligten Lehrer in ihren hiesigen Stellen verbleiben. Sämmllichen ist außerdem eine Mißbilligung ihres Verhaltens, welche ein gedeihliches Zusammenwirken des Lehrerpersonals verhin­dert habe, ausgesprochen worden unter besonderer Beziehung auf die kürzlich statrgehabte Visitation der Anstalt. Dem Dircctor soll ebenfalls eine Zuschrift Seitens des Minifterinms zugegangen sein, über deren Inhalt jedoch bis jetzt nichts verlautet. Neueren Nachrichten zufolge soll derselbe cassirt sein, event. an eine Realschule versetzt werden. Dieses Endergebniß der Angelegenheit wird nichr verfehlen, bei Allen, welche mit den cinschlagenden Verhältnissen näher bekannt juib und die es mit unserem Volksbildungswesen ernst meinen, die

rvi:d em kN, welcher achten ge­ben unter

□g- Morgen, als am Charfreitag, erscheint keine Nummer. Inserate für die Samstagsnummer bitten wir spätestens bis Samstag 8 Uhr Vormittags ein;nsendcu, da wir sonst für eine Aufnahme nicht garantiren können. Die Exped. d. Gießener Anzeigers.

an

die Großherzoglichen Kreiöämter.

an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Nachstehendes Ausschreiben Großherzoglichen Ministeriums des Innern theilen wir Ihnen zu Ihrem Bemesien mit. v. Röder.

Das Großberzoglichc

M i n i st e r i u m des Innern

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Erscheint täglich, mit LuS» nähme Sonntags.

Expedition: Eanzletberg, Lrt. B. Nr. 1.

Deulschland.

Darmstadt, Anfangs April. Von dem Abg. v. Stephan aus Ostho­fen sind folgende Anträge dem Präsidenten der zweiten Kammer eingereicht wor­den. 1. Das Bedürfniß nach weiterer Ausbildung, als solche an unseren Volks­schulen erreicht werden kamt, ist ein so allgemein bekanntes, anerkanntes und durch die gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnisie gebotenes, daß es eines Beweises hierfür nicht bedarf Die Gelegenheit zur Erlangung dieser höheren Ausbildung bieten: höhere Bürgerschulen, Real-, Gewerbe- und technische schu­len, welche aber nur in größeren Städten auf Kosten des Staates oder durch Staalsbeiträge erhalten werden. Diese Anstalten bieten aber vorzugsweise der städtischen Bevölkerung Vortheile, welche für die Landbevölkerung nur durch Aufbietung großer Geldopfer erreichbar sind, so daß dem Unbemittelteren die Benutzung dieser Anstalten unmöglich ist. Will man aber die allerdings sehr billig gebotene Fahrgelegenheit mit der Eisenbahn zum täglichen Besuch der Schulen benutzen, so ergeben sich hieraus so große Nachtheile, daß Eltern, welchen die physische und besonders die moralische Gesundheit ihrer Kinder etwas gilt, nur dann zu diesem Hülfsmittel greifen, wenn sie die Mittel zu einem ständigen Aufenthalt in der Stadt gar nicht erschwingen können; der Nachtheile gar nicht zu gedenken, welche die Entziehung der ständigen elterlichen Aussicht nach sich ziehen. Es wirft sich ferner noch die Frage auf: Genügen denn diese städtischen Anstalten den jetzigen Bedürfnissen? Diese Frage muß gewiß mitNein" beantwortet werden; denn warum entstehen so viele, nur ans den äußersten Schein berechnete Privatschulen? warum denkt man an die Errichtung von Parallelklassen an den bestehenden Anstalten, nm der Ueber- füllung derselben vorzubeugen und dem immer mehr sich steigernden Bedürfniß genügen zu können? Aus dem Allem läßt sich leicht das Verlangen nach Er­richtung solcher Anstalten auch auf dem Lande genügend erklären und erlaube

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In den durch unser Ausschreiben vom 4. December 1869 veranlaßten Verhandlungen haben weitaus die Mehrzahl der Ortsvorstände und Kreisämter sich gegen die Aufhebung des Artikels 79 des Feldstrafgesetzes ausgesprochen; ebenso haben die Ausschüsse der drei- landwirthschaftlichen Provinzial­vereine und beinahe sämmtliche Mitglieder der erweiterten Centralstelle für die Landwirtschaft und die landwirthschaftlichen Vereine sich für Beibehaltung des in jenem Artikel ausgesprochenen Verbots erklärt, da der Schaden der Tauben zur Zeit der Saat oder der Reife gewisser Früchte ihren Nutzen wett überwiege. Wir haben daher von einer Aufhebung der mehrgedachten Gesetzesvorschrfft abgesehen, beauftragen Sie vieintehr, die Anwendung und Ausführung derselben fortwährend in geeigneter Weise zn überwachen. (gez.) v. Starck.

unangenehmste Sensation zu erregen.

Aus dem Großherzoglhum Hessen, 7. April. Manche bei ihrer Emsührung staik angezweifelte Einrichtungen gelangen nachmals zur Anerkechtung. Dies gilt namentlich von der durch die Reichs-Gewerbe Oidnung getroffenen Einrichtung, wonach Gewerbsstreitigkeiten durch die Bürgermeistereien - r " . Als diese in's Leben trat, hielt man sie für beinahe

Ich stelle daher den Antrag:Die Kammer wolle beschließen, Großh. Staatsregierung zu ersuchen, einen Gesetzentwurf vorzulegen, wonach aus den dem Staate zufließenden Knegsccntributionsgeldern den Gemeinden die be­zahlten Kriegslasten aus 1866 wieder zurückerstattet werden."

Darmstadt, 9. April. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aÜergnädigst geruht: am 3. April den Director am Gymnasium zu Mainz, Heinrich Bone, die Lehrer am Gymnasium zu Mainz, Professor Dr. Jacob Aloys Becker und Dr. Johann Baptist Killian, den Lehrer an dem Gym­nasium zu Worms, Professor Johann Baptist Seipp in den Ruhestand zu ver­setzen ; an demselbeit Tage den Lehrer am Gymnasium zu Gießen, Professor Dr. Ferdinand Anton Beck zum Lehrer am Gymnasium zu Mainz, den Leh­rer am Gymnasium zu Maiuz, Dr. Carl Ludwig Schall zum Lehrer am Gym­nasium zu Gießen, den Lehrer an dem evangelischen Schullehrer - Seminar zu Friedberg, Wilhelm Stamm zum Lehrer am Gymnasium zu Gießen, den Lehrer an dem evangelischen Schullehrer-Seminar zu Friedberg, Friedrich

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ich mir den Antrag zu stellet::

Die Kammer wolle beschließen, die Großh. Staatsregierung um eine Gesetzesvorlage zu ersuchen, wonach in allen Cantons Hauptorten, wo das Be- dürfniß nachgewiesen werden kann, höhere Bürger- oder Realschtilcn errichtet werden sollen; eventuell die Errichtung derartiger Anstalten durch die betr. Ge­meinden durch entsprechende Zuschüsse aus Staatsmitteln crmög licht wird."

Auf Grund des Gesetzes vom 12 Mai 1868 wurden die Kriegslasten,,, , ,

welche im Jahre 1866 durch die König!- Preußischen Truppen und Truppen entschieden werden sollen. Als diese in's Leben trat, hielt man sie sur beinahe der mit Preußen verbundenen Staaten entstanden, auf die einzelnen Gemeinden undurchführbar, und jedenfalls meinten die Jutisten, daß die Bürgermeistereien ausaeschlaacn und erhoben. Diese Belastung war für die Gemeinden eine sehr beim Mangel juristischer Kenntnisse und ohne besondere Vorschriften über das empfindliche und mußten gewiß viele andere nolhwendige und nützliche Verwcn- w,

tuiifleit unterbleiben, wenn die Gemeinden ihren Verpflichtungen Nachkommen thätigkeit gerecht zu werden. Nack der Etnfuhrting aber hat man nirgends und sich nicht mit einer Schuld belasten wollten. Die Folgen davon sind noch eine Klage mehr gehört, und jetzt belehrt uns eine amtliche Mckiheilung, welche in allen Gemeinden fühlbar und können die dem Staate zufiießenden Kriegseon- die Bürgermeisterei Darmstadt der dortigen Handelskammer gemacht hat, daß tributionsaelder aus 1870/71 gewiß keine bessere Verwendung finden, als wenn jene Einrichtung wenigstens in der Residenz sich trefflich bewährt hat. Hter- ans denselben den Gemeinden die bezahlten Kriegslasten aus 1866 wieder zu- nach sind im Jahre 1872 bei der Darmstädter Bürgermeistcret 596 Gewerb- rückerstattet werden. Istreitsälle zur Verheutd'ung und Erledigung gekommen und htervon 519 Falle,

che _J1592) Blei kauft

Michumb.

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Vertilgung ei mertr, Lich.

genommen. lausbvrg.

, Stiefel, egte (Segen; erkauft iberger, 193._________

Hausarbeit mgtDi Ein-

Meres

um Wrtv- ramm.

llen finden guten Lohn. 1. Petri.

Li barer Fa- 'dung wird mblung ge- b. d. W