Berlin, 5. Mai. Die Kreuzzeitung hat persische Briefe zu veröffent-
Da der Schah von Persien im nächsten Monat nach 93er*
lichen angefangen
Deutschland.
die
Schweiz.
zum
Hollanv.
Haag, 6
Mai.
nien vom 6. d. meldet,
Spanien.
29. v.
Jlußfanb.
Petersburg, 6. Mai. Der amerikanische Gesandte am hiesigen Host
stück eine Anzahl derselben die Arbeit unter Vorantragen eines aus Würsten Ott, ist in Folge einer Erkältung gestorben.
3iumänim.
Tie umlaufenden Gerüchte von der beabsichtigt^
Bukarest, 7. Mai
1 4? n. teil 3O!irarC|I, «. JUHU. UHUUU|tnVCIl .MytlUiyiv vvi» vv*.
der Lebens- Abdankung des Fürsten Karl werden osficiös aus das Entschiedenste dementm-
Absendung bereit wurde, daß Genf worden.
n wtai S S' tzobcit der Großherzog baden am'ligemBataillon ans Barcelona angegriffen. Jedoch genügte die Ankunft zweiei
Mts dm Landrichter t>S Landgericht Grünberg, Gustav Erdmann?Compagnieen Infanterie, um sie zur Flucht zu bewegen.
u. dergl. an einer Stange zusammengestellten Sinnbildes mit der Aufschrift: „Mehr Lohn!" in der Absicht, die übrigen Arbeiter aufzuwiegeln. — Die gewöhnlichen Arbeiter (Handlanger, Steinträger) erhalten gegenwärtig 2 fl. den Tag, Grundarbeitcr und Maurer mehr. Eine besondere Erhöhung h1"* °"
zum Landrichter des Landgerichts Lich zu ernennen geruht.
Mainz, 6. Mai. Unter den Arbeitern an den neuen Festungsbauten spuken, wie es scheint, eigene Einflüsse. Gestern früh verließ nach dem Früh
wahrhast entsetzlich. Ueberall herrscht Verwirrung, Zerstörung, Elend, Arglist und Treulosigkeit. Der Schah herrscht als Despot, seine Minister sind nur eine Kammerdiener. Die wichtigsten Stellen, z. B. die Statthalterposten, wer
den an den Meistbietenden verkauft. Der Statthalter kann Steuern eintreiben, o viel wie er will, und hat das Recht über Leben und Tod. Es heißt in der Correspondenz: Es giebt Provinzen, wo die Einkommensteuern bis zu 80 Procent betragen. Natürlich arbeitet unter diesen Umständen der Landmann nicht; er sucht genau das zu erzielen, was er nothwendig braucht, um zu leben, denn ivas darüber hinausgeht, nimmt man ihm vollständig. Zuweilen verzehren sie ihre ganze Aernte, ohne Saatkorn für das folgende Jahr übrig zu behalten; jedenfalls aber verwahren sie nur so viel, um ein winziges Stück Land zu be- äen. Wenn dann der Regen nicht zur rechten Zeit eintritt, ist die Aernte nie hinreichend, und dann entstehen jene entsetzlichen Hungersnöthe, so furchtbar, daß Mütter so weit getrieben wurden, ihre Kinder zu essen, und daß man hier in Teheran, der Hauptstadt des Landes, jeden Tag auf den Straßen die Leichen von mehr als 500 Menschen fand, die an Hunger gestorben waren." Wenn diese Schilderung nur einiger Maßen der Wirklichkeit entspricht, so hat
5.« btr u ^lenanf, Aen Uni
Firdusi's Nachtigall Ursache genug, zu klagen.
Posen, 5. ai. „Kuryer" meldet, daß den Franziskanerinnen in Gnesen, welche nicht preußische Unterthanen sind, anbefohlen worden ist, das preußische Gebiet innerhalb Monatsfrist zu verlassen.
München, 4. Mai. Das Comits für die,in München abzuhaltende Generalversammlung der katholischen Vereine Deutschlands ist bereits ernannt, < Außer den Geheimrächen v. Ringeis und v. Bayer besteht das Comitö aus folgenden Herren: Ministerialrath Messerschmidt, Graf Arco-Zinneberg, Gras Fugger-Blumenthal, Erzgießereibesitzer Miller, Domdechant Reindl, Dr. Binder, 1 Buchdrucker Weis, Antiquar Zipperer und Kaufmann Frankl. „Zwei oder drei Namen abgerechnet," bemerkt zu diesem Namensverzeichniß das.„Bayerische ' Vaterland," „die eigentlich nur zur Decoration mitgewählt worden, läßt sich über dieses Comitö wahrhaftig nichts sagen, da es für sich selber spricht. Es sind lauter Mitglieder des Hofcasino; die sämmtlichen anderen katholischen Vereine Münchens sind im Comitö durch keine Katze vertreten, vermuthlich aus triftigen Gründen. Nach dieser Zusammensetzung, von den erwähnten Deco- rationen abgesehen, scheint die Generalversamnilung der katholischen Vereine Deutschlands lediglich zu einem Rendez-vous der „Partei Semmelschmarrn" (d. i. die Richtung der „Augsb. Postztg.") ansersehen und bestimmt zu sein."
München, 6. Mai. Der König zeichnete 1000 Gulden zur Errichtung eines würdigen Denkmals für Liebig; ein Comitö wird demnächst einen öffent
lichen Aufruf erlassen.
Stuttgart, 7. Mai. Die hiesige Handelskammer beschloß, die Regierung zu bitten, darauf hinzuwirken, daß Art. 18 des Münzgesetzes, betreffend vie Banknoten, vom Bundesrathe abgelehnt oder wenigstens eine Verlängerung des Termins bis Neujahr 1878 zugestanden werde.
Bern, 6. Mai. Der Bundesrath hat der Herzogin von Madrid (®c> mahlin des Don Carlos) und deren Agenten den Aufenthalt in den westlichen und südlichen Cantonen der Schweiz untersagt, da in deren Villa bei Genf zur liegendes Kriegsmaterial entdeckt und der Nachweis geliefert Centralpuncte für den carlistischen Ausstand gemacht
welche ick im Auae hatte Auch nicht in „höhnischer Weise" lin kommen will, so ist es allerdings von Interesse, über die gegenwärtigen denn uim Lohn ist mir die Lage der Kirche viel zu ernst; Zustände in Persien etwas Näheres zu ersahren. Diese Zustände sind, nach viUm^chr nüt bitterem Wehe im Herzen dachte ich8 an dies- Ihre unwürdige der Correspondenzj derKreuzzeitung aus Teheran, nicht bloß traurig, sondern
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Darmstadt, 4. Mai. Heute reiste Prinz Alexander, der Bruder der Kaiserin von Rußland, nach Sorrent ab, um letztere auf ihrer Reise hierher und dann nach Jugenheim zu begleiten, woselbst die Kaiserin, wie schon früher gemeldet, längere Zeit verweilen wird. Als Tag des Eintreffens dahier wird der 25. d. 'M- bezeichnet. — Während der Finanzausschuß sehr erhebliche Abstriche am Einnahme-Budget durch Herabsetzung der Grundsteuer und allmähliche Abschaffung der Weinsteuer beschlossen hat, treten andererseits ansehnliche Forderungen der Regierung an das Ausgabe-Budget, welche kaum abgelehnt werden können, hervor. So ist in den letzten Tagen eine Anforderung des Ministeriums im Betrage von 59,800 fl. für einen Anbau am hiesigen Gymnasium an die Stände gelangt, welcher von Sachkundigen als fühlbares Be- dürfniß anerkannt ist.
Darmstadt, 5. Mai. Bekanntlich enthalt der Entwurf der den standen vorgelegten Krcisordnung, über welche der gedruckte Bericht nunmehr vorliegt, die Bestimmung, daß jede Provinz durch ihren Provinzialrath, Provm- rial Ausschuß, Provinzial-Verwaltungsrath ihre Angelegenheiten ordnen soll. Eine Minorität des berichtenden Ausschusses, bestehend aus dem Abgeordneten Schaub, dem sich auch im Wesentlichen Dernburg angeschlossen, erachtet Hessen für autonome Provinzial-Vertretungen, durch welche mir eine Entfremdung der Landesbewohner, Verletzung der Reichs- und Landes-Interessen, sowie Zerbrok- kelung der Staatsangehörigkeit eintrete, für zu klein und gelangt von diesen Erwägungen geleitet zu dem Antrag, dem betreffenden Artikel 82 des Entwurfs folgende Fassung zu geben: „Jeder Kreistag wählt aus den zum Kreistagsmit- glied wählbaren Kreisangehörigen je zwei Mitglieder des Landes-Verwaltungs- raths, von welchen wenigstens je ein Mitglied dem wählenden Kreistag oder dessen Kreisausschuß angehören soll." Die Regierung hat diesem Antrag gegen- über eine sehr entschiedene Stelliing genommen.
Darmstadt, 6. Mai. Von Seiten des Mitgliedes der außerordentlichen Landessynode Kraft ist das Kirchenregiment um baldige Vorlage nachfol- aender Gesetzesentwürfe ersucht worden: Gesetze über die Kirchenzucht, Ausübung der Disciplinar-Gerichtsbarkeit, Classification und Besetzung der Pfarrstellen, Pensionirung der Geistlichen, Verwaltung der Stellen während temporärer Verhinderung, Ausbringung der Mittel zur Bestreitung Der kirchlichen Bedürfnisse und Verwaltung des Kirchenvermögens
Darmstadt, 6. Mai.
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^altU®ie Schlußworte des Antwortschreibens lauten: ,Mif den Werth der Betheuerung „Ihrer nationalen Gesinnung", oder auf ^hr Verhaltniß zum Mainzer Journal" gehe ich nicht weiter ein. Ueber ersteren Punkt haben andere und zwar competentere Männer sich vernehmen lassen, auch die von Ihnen gegen mich angeführten „ehrlichen Gegner" ; bezüglich des zweiten ist es m den letzten Jahren weltkundig geworden, was man von derartigen Desavomrungen ru kalten bat Auch über die Sprache, welche Sie über mich, der docy auch ein öffentliches Amt bekleidet und deshalb auf anständige Behandlung Anspruch machen kann, führen zu dürfen glauben, gehe ich hinweg. Ich habe Sie Punkt für Punkt verfolgt und widerlegt und dadurch am besten dargethan, auf wen eigentlich die voii Ihnen gegen mich geführte Sprache angewendet werden müsse. Ich kann Sie auch versichern, daß mir persönlich daran herzlich wenig liegt und liegen wird, was Sie und Ihre Collegen von mir sagen oder schrecken; daß ich gleichwohl auf Ihre Unwahrheiten und Jnvecttven eine Antwort gab, dazu bewog mich die Liebe zur Wahrheit und unserer Kirche. ..Das Wohl unseres Volkes, das vor Irreführung durch Sie und Ihre Genossen zu bewahren, ick für eines jeden Deutschen Pflicht halte.
Und so schließe ich denn mit einem Worte des Bischofs Stroßmayer, das ich Ihnen und den deutschen Bischöfen znr Beherzigung empfehlen möchte: Es ist iii hohem Grade zu bedauern, daß die Herren in Fnlda jene» Weg der Weisheit und Entschiedenheit, den sie vor dem Concil betreten haben, in der sünasten Zeit verlassen und so die Christenheit nm eine gute Hoffnung, daß es besser werden wird, ärmer gemacht haben. Der neue Schritt der Fuldaer ist nach meiner innigsten Ueberzeuguug unklug, ungerecht mid greift m unverzeihlicher Weise den Plänen der göttlichen Vorsehung vor. Menschen, die einen tieferen Blick besitzen und sich nicht leicht durch den äußeren Schein trugen lassen, haben schon in Rom vorausgesagt, daß Ereignisse in der nächsten Zukunft bevorstehen, die eine gerechte Strafe für den menschlichen Hochmuth und Vanität sein werden, zugleich aber auch ein Korrektiv für die verhangmßvollen Jrrthümer, die der Hochmuth und blinde Rücksichtslosigkeit veranlaßt haben. Diese Worte, sowie Haltung und Sprache des Cardinals Rauscher im österreichischen Herrenhause könnte Sie und Ihre deutschen Collegen wohl zur, Besinnung bringen, wenn nicht „Hochmuth und blinde Rüchichtslosigkeit Sie tu Ihren „verhängnißvollen Jrrthümern" festhielten.
Mit christlicher Liebe
Ew. Gnaden ergebenster
München, 27. März 1873. Professor Dr. Friedrich.
Ein Telegramm des General-Gouverneurs der Colo- daß die Transportflotte am 7. d. von Singapore ab« gehen sollte, der Zustand der Truppen befriedigend sei
Die i die Durchs richten über lauten, daß lauten die hat die jortv Districten m eingeuckki. denen besonl geblieben sin man vom d, an der Neig zu können.
Ertt. unter sonst ( geerntet vor karioffeln 89 durch besond Schäme nid
Das jungen Klee' heutiger Er! geben, ein nicht so schn Stickstoffgeh keinen Ausu Teedauungs mit Strotz t des Klees Klees verdo der Gase ei absorbirt. zu erachten, jenige, daß gesültert wei
Hebe ein. Deisel! sehr gelitten erschleckende! in den hohei wenn durch würde? (§i gegeben wo spärlichen g massenhast weil sie da nun, mehr merksamkeit
Madrid, 5. Mai. Die stolze Ankündigung des Generals Velarde. daß Don Alfonso sich mit Saballs und anderen Carlistenführern über die französische Grenze zurückgezogen habe, ist durch den angeblichen Flüchtling selbst gründlich Lügen gestraft. Die Walpurgisnacht hat Alfonso mit seiner Gemahlin Donna Blanca De las Nieves und in Begleitung der Banden Miret, Ma- stallat und Vidal, im Ganzen 1200 Köpfe, in dem Städtchen Capellades znge- bracht, dessen Bewohner ihm außer der Ehre einer Illumination noch 50( Duros in klingender Münze spenden mußten. Capellades aber liegt in der südlichen Nähe Jgualadas und gar nicht so weit, kaum 40 Kilometer, vo» Barcelona. Andern Morgens brach er auf und schlug den Weg nach Toni de Claramunt ein. Der General-Capitän Velarde, der sich inzwischen von bet* Jrrthümlichkeit seiner Siegesnachrichten überzeugt haben mußte, ist am Samstag nach Jgualada marschirt, um den verwegenen Don Alfonso wo möglich abzu fassen. Daß Barcelona selbst durch den Streifzug des Prinzen bedroht fei. ist allerdings eine übertriebene Befürchtung. Eine andere Carlistenschaar ha! am Samstag Abend einen Eiseickahnzug zwischen Barcelona und Gerona, u der Nähe von Tordera überfallen und das denselben schützende sechste Frenvil-
£)tr Fürst
ettr 9i,,,„b cvble Würde geboten daß Sie wie ein Mann, nicht wie ein miitel.Pre.se ist nicht eiugeheten, und es ist also leicht zu ermesten, wie unb aleid) eüiem bdt Paulus dem Papste in das Angesichi^weit diese wiederholten Wühlereien auf äußere Ursachen zuruckgehen konnte».
ff 6®a abe® -Är Fußfall erfolglos war, verleugneten Sie von da Das Umsichgreifen des Unfugs auf den verschiedenen Arbeitsstellen wurde durch ff , ber^auna und w e8 Sie in Ihrer Schrift auseinandergeseßt hat- Militärposten verhindert, welche Unberufenen den Zutritt nicht gestatteten., Z be?®Hen ff Arche und mnthen auch den Gläubigen fortan R-rlin. 5. Mai. Die Kreimeituna bat persische Briefe zu veri Jhr'e Kleinheit des Charakters zu. Das ist die Schmach , welche^an Uesem


