Ausgabe 
8.5.1873
 
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Betreffend: Die Einsendung der Rechenschaftsberichte. Gießen, am 6. Mai 1873.

Dir Großherzogliche Kreis-Schul-Coinmissw» Gießen

an die Schulvorstande des Kreises.

Schulprüfm/gsp^tocolle^innerhalb^Z^Tagen an^un^eftiz"ftnden^ Ortsschulvorstände fordern wir Sie auf, die vvrgeschriebene,. Rechenschaftsberichte und _____ v. Röder.

Großherzogliches Kreisamt Lauterbach.

zu einer

Xf9/n r 57; fcer 1,ne^Ild) ^Oeren Sini^tciion in unserer Frage aufs Glän- etwas gesagt? Ich habe selbst eine oder vielmehr mehrere solcher fiiuebenain ; ^birÖt Hfd? fCn 9tV- % f.Ütt "^'le Person veileugne aber um einer solchen gen vor dem Papste gethau und ich schäme mich dessen bis zur Stunde nicht arU b,e Wahrhei nicht und wage es daher, auch Ihnen gegen- ^onst ist dies das übliche Hofceremoniell, das ich allerdings für unaeeianet tb r dieselbe zn sagen. Indem ich nun im Folgenden Ihre Satze wortwörtlich nicht aber für eine Schande halte. Ihr berüchtigter Fußball war abe/der ansuhren und nach einander widerlegen werde, kann ich wohl ruhig jedem Ausdruck Ihrer Schwäche undKleinheit des Charaktns" I Sie sanken in ehrlichen und vernunfttgen Leser daö Urtheil darüber anheimgeben, wer von'einem Moment auf Ihre Kniee, wo es das Ceremoniell nicht forderte sondern

, Professor Fnedrich's Antwortschreiben ist also eine Lertheidigungsschrist, die freilich nicht lauge in der Defensive bleibt, sondern nach den Gruildsätzen der neuesten Taktik sofort zur Offensive übergeht.

Das Antwortschreiben beginnt:

Ew. Gnaden ließen sich herab, meiner in Konstanz gehaltenen Rede ein besonderes Cchriftchen zu widmen, und ich kann in der That nicht umhin, Ihnen dafür meine lebhaft empfundene Dankbarkeit zu bezeugen.

Es ist mir sehr begreiflich, daß Sie über diese Rede in höchste Entrüstung genethen; beim noch immer klingen in meinen Ohren jene Worte, welche sie ans Ihrem Munde in Rom vernahmen:Kein Bischof hört in seiner Diöcese ton feinem Elenis die Wahrheit, schon in Folge seiner unendlich höheren Ju- Nsdiction! Sie sind demnach gewohnt, von den niederen Geistlichen nur die Unwahrheit zu hören, weil Ihre unendlich höhere Jurisdiction der Wahrheit keineil Raum gestattet, und halten sich offenbar auf diese Erfahrung hin für berechtigt, zu behaupten, daß Alles, was ein solcher Geistlicher gleichwohl gegen den Willen eines solchen Jurisdictions-Inhabers zu behaupten wagt, unwahr stm muffe. Von diesem Standpunkt scheinen Sie denn auch in Ihrem Schrist- chen auszugehen, indem Sie folgendermaßen raisouniren: Dr. Friedrich ist jur ein niederer Geistlicher, er kann und darf also die Wahrheit nicht sagen; Alles, was er darum in Konstanz gesprochen hat, sindUnwahrheiten", oder fluch manchmalnamenlose Bosheiten." Sie sind von der Unumstößlichkeit dieses Standpunktes so überzeugt, daß Sie S. 8 ohne Bedenken aussprechen: genügt, ein ehrlicher nnD vernünftiger Mensch zu sein, um zu wissen, daß die Bischöfe der katholischen Welt und die Bischöfe in Deutschland mehr Glau- dm verdienen, als diese mit ihrer Kirche zerfallenen Männer." Ich habe nun flnr entgegen, wenn Ew Gnaden diese Meinung von der überaus größe­ren Mehrzahl des Clerus haben: er hat ja wirklich dieselbe durch sein Beueh- rilm gegenüber der unendlich höheren Jurisdiction in unserer Frage anf's Glän-

mit diesem , . - r e z Die geringschätzige Art, mit welcher Herr Ket- tf^v von dem Professor" und derbescheidenen Stellung" deffelben als

Pnvat-Lheologe des Cardinals Hoh.nlohe" zu sprechen liebt", wird von Pro- sesjor Friedrich unbarmherzig gegeißelt.

Es freut mich, schreibt Professor Friedrich daß ich Ew. Gnaden doch wenigstens einmal zugestehen kann, daß Sie die Wahrheit gesagt haben. Ich nahm wirk.ch in Rom einesehr bescheidene Stellung" ein. Ich prunkte nidjt mit rothen oder violetten Strümpfen rc., man sah mich nicht anticham- briren, sei es im Vatican, sei es bei Cardinälen oder Bischöfen; ich hielt mich auch von den professionsmäßigen Jntriguanten, den Jesuiten, ferne, noch we-

b^wl-gte ich mich in den Salons vornehmer Herren oder Damen, wie es die Bischöfe und ihre Caplane fo gerne thaten. Im Gegentheil mied ich grundsätzlich die Orte leichtfertiger Klatschereien und gefiel mir in dem Umaanae mit ernsten und gewiegten Männern. Gleichwohl war ich nicht aus dem Ver­kehre ; aber ich konnte warten, bis man zu mir kam n. f. w."

Wer bei diesem Duell am unglimpflichsten wegkommt, mag der Leser nach folgenden weiteren Proben selbst entscheiden.

Professor Friedrich weist dem Bischof Ketteler aus dessen eigenen Schrif- ten nach, daß derselbe bis zu dem bekannten Fnßfall vor dem Papst die von ihm bekämpfte Unsehlbarkeitslehre für identisch mit der von der Curie und der Concilsmaioritat vertreteuen hielt, daß er diese Lehren bis zum 18. Juli 1870 fnr falsch erklärt und er folglich nach dem 18. Juli 1870 seine frühere Ueber- zeugung verleugnete. Darauf fahrt Professor Friedrich fort:

Und da ich gerade Ihren berüchtigten Fußfall erwähnte, so will ich ^huen auch gleich aus die Veidachtigung antworten, welche Sie sich gegen mich erlaubten, weil ich denselben in Konstanz anführte. In ächt advocatischer Weise

"Einer Kniebeugung vor dem Papste, als dem Stellvertreter kein Bischof zu schämen." Wo habe ich denn aber so

Ma,, öriiigt hiermit zin? öffentlichen Kenntniß, daß die Märkte dahier vermehrt wvrden sind m'd

1) Den 19. Mal Viehmarkt, -- -

2) 10. Juni Viehmarkt,

3) 11. Juni Krämermarkt,

4) u 21. Juli Vieh markt,

Lauterbach, den 1. Mai 1873.

. un folgenden Tagen crbgehalten werden:

5) Den 25. August Vieh- und Krämermarkt,

6) 7- October Viehmarkt,

7) 8. October Kr'ämermarkt,

8) 10. November Viehmarkt.

s- w Bekanntmachung,

Pie »orderungeu an Studirende aus dem Winter-Semester 1872/73 betreffend

®ie6en, den 21. März 1873. Großherzogliches Universitäts-Gericht.

____ Haberkorn.

Professor Dr. Friedrich, und Bischof Freiherr ,nns beiden die Wahrheit für sich habe. Ich glaube übrigens nicht, daß daffelbe v. Ketteler. i-u Ihren Gunsten ausfallcn werde." P "

Pr°fcss°r Friedrich wegen seiner kürz- Stärke/welch- Bffchvf Kette!« wohl berenen lalsen dürfte 7ch

* Ä "E"'.-^e'so a'-gegriffen wurde. Gegner eingelassen zu haben. Die geringschätzige Art^ n t'w Ick