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Wechsel.

9 4244

Pistolen

Börsennachilchtcn.

6. November 1873.

Prioritäten, östr. Stsb. Prior. 59% östr s. Lombard 84 Livorneser 311 /t Toscaner 51% Elisabeth.-Prior. 88%

Oestr. 1858r 1860r 1864r

fl. 250 v. 1854 Priori tätsloose Loose 87%

142

tioldsorten.

fl. kr.

Pr. Friedrdor 9 58 V259 7z

Actien.

5% östr. F. St. E. B. 330 >/2 Lombard. Bahn 162% Ludwigsh. Bexbach 183%

Max bahn 128

Bayer. Ostbahn 111 %

Rhein-Nahebahn-Act. 30

Hess. Ludwigsb.-Act. 1487z

Oberhessen

(Eingesandt.)

Wir wollen tin Interesse eines kunstliebenden Publikums nicht unterlassen, auf die heute Abend bei Herrn Werming h off stattfindende Soiröe der Herren Rieger aufmerksam zu machen.

Herr Rieger jun., ein ausgezeichneter Citherspieler, spielt abwechselnd Concertpiecen auf derselben, und so steht uns ein genußreicher Abend in Aussicht, wie er uns in diesem Genre nicht immer geboten werden dürfte. Wer einen schönen Abend verbringen will, der gehe heute Abend hin.

Namentlich soll auch die dramatische Scene:der Strike der Schmiede" von ergreifender Wirkung sein. In dem Genrebild zum Schluß zeigt uns Herr Rieger die verschiedenen Cha­raktere, in welchen er die Laster und Alltagsschwächen der Menschheit in trefflichster Weise vor­zuführen weiß.

P. 8. Durch den ästhetischen Vortrag ist auch Damen der Besuch der Soiree zu empfehlen. (5146)

3o.o 3% 3° o JO 0 5°/o

Actien.

Frankf. Bank 146%

Frankk. Vereins-Kasse 85

Darmst. Bankact. 3621 2

Rheinische Hyp.-Bank 103%

Wien Bankactien 953

Oest. Creditact. 211 (Galizien

doppelte 9 363s Holl. fl. 10 St. 9 525 1 Ducaten . . 5 3436 20 Frankens. 9 22-23 Engi. Sover. 11 51 53 Russ. Imper. 9 4244 Dollar in Gold 2 2627

Briefkasten.

N. N. Wäldershausen bei Homberg a. d. Ohm. Wir bitten um Ihre Adreffe, da sonst der Auftrag zwecklos. Exped. d. Gießener Anzeigers.

Vermischtes.

EineVeredelung" der Getränke, namentlich des Bieres, die eigentlich keine Fälschung oenannt werden kann, sondern eher unter die RubrikPantsch" gehoH, rst die Versetzung mit Glycerin oder Oelsüß. Seitdem ein Chemiker entdeckt har, daß dieses Zeug nicht absolut giftig, im Wasser aufgelöst mit dem eigentlichen Biere keine explodirende Verbindung emgeht wie mit der Salpetersäure (Nitroglycerin) ist der Teufel los: Man kann auf 90 Liter Bier 10 Liter Wasser, in welchem 2 Pfund Glycerin gelöst sind, kalt zusetzen,ohne daß es die Qualität des Bieres altcrirt," so behaupten die Zusetzer wenigstens, ja andere gehen noch weiter rmd wollen in Folge des Glycerinseinen angenehm schmalzigen, dem Gaumen schmeickelnden Geschmack im Bier entdecken. Zunächst ist wohl nicht sowohl dergute Geschmack," sondern der Umstand schuld, daß die 2 Pf. Glycerin je 11 kr., zusammen 22 kr. rm Handel im Großen kosten, und wenn man für 22 kr. 10 Liter Bier Herstellen kann, die im Kleinhandel für 80 kr. verkauft werden, warum es nicht thun, unbekümmert darum, ob der Geschmack schmelzend, schmalzig oder schmeichelnd ist. Thatsache ist nun, daß die Wenigsten von dem besagten Geschmack etwas, wohl aber sehr viel anderes spüren. Hebet den Eindruck des Geichmacks laßt fick streiten, wir glauben ihn am besten mit dem Gefühle vergleichen zu können, als tränke man Kieselstein im kalten Wasser aufgelöst aus irgend einem Metall-Gefäße. Was aber die Folgen anbetrifft, so läßt sich kaum darüber streiten. Statt Wärme die belebt und aufheitert, empfindet der Trinker ängstliche Beklemmungen, das Glycerin treibt den Bauch auf und am andern Morgen ist heftiger Durchfall die Folge. Der erfahrene Bierkenner hat daS geahnt, das liebliche Ge­bräu wenn es ihm vorgesetzt wird, zur größeren Hälfte un Gla|e stehen lassen und geht, um nimmer wiederzukehren, statt vielleicht 3-4 Schoppen gutes Getränk zu nehmen^ Der Ver­fasser von dem Gebräu hat nun 58 kr. per Hektoliter verdient, aber wenn sein Bier nur ge- nannt wird, so schlägt Alles, was getauft ist das Kreuz; statt nun einen Sud in wenigen Ta­gen abzusctzen, muß er warten, bis von Zeit zu Zeit einer hlneinfallt, der da glaub , er tränke gutes Bier, die Anderen, welche die Sache kennen, das betreffende Local aber aus irgend einer Ursache besuchen müssen, sitzen andächtig hinter einem einzigen Schoppen, von dem sie dem Wirtb den größeren Thcil zum Selbstgebrauch überlassen, stundenlang. Wir glauben daher, daß der Erfolg bei weitem nicht so groß ist wie ihn die Herren Glycerin-Techniker anrechnen; aber die Sache bat noch ein weiteres Bedenken und es scheint uns nicht, daß die Zeiten angethan sind, Cholera oder choleraähnliche Symptome auf technischem Wege zu erzeugen.

Preuss. 4%°, o Oblig. Frankf. 4%% Oblig. 867« Nass. 3%% Obi. 92 Kurhess. 4U,° 96% Gr. Hess. 5% Obi. n , 40/0 99%

, 31/2% 96%

Bayer. 5%

4%% 1jährige 100%

40 0 1jährige 94%

Würtemb. 4%0/g Obi. 100 Baden 4%% Obi. c. E. L. Oesterr. Silberrente 64

Papierrente 60 Spanier, neuest. 3% 15% Amerik. Bonds 1881r 100% 1882r 98

1885r 99

1887r 100

Frischbscker j u (Sieben.

Sonntag den 9 November. Ernst Wallenfels in der Wallthorstraße, Friedrich Zülch Wittwe auf dem Seltersweg und Heinrich Rinklage in der Neustadt.

haben foU. Auch der heilige Vater ist nicht so hoch über alle Schwachen menschlichen Gefühls erhaben, daß es ihm nicht verdrießlich wäre, wenn seinen mit höchsteigener Feder geschriebenen Briefen von seinen Untergebeneil der Stein- vel der Lächerlichkeit aufaedrückt wird. ,

1 London, 5 November. Der Agent des Comtt^s der auswärtigen Bondsbesitzer in Madrid meldet hierher telegraphisch, daß die spanische Regie­rung ihren Finanz-Agenten in London und Paris Ordre gegeben habe die 6« ihnen deponirten Coupons an d,e Eigen,humer zurnckzugeben, das ganze Calw uet bedaure, daß die Schwierigkeiten, die nöthigeu Fonds zu beschaffen, d,e Bezahlung der Coupons verhindere.

flineuiRa.

New-Rork, 5. November. Bei den Wahlen zu den Staats-Aemtern in den Einzelstaaten siegten die Demokraten in New-Jork, Virginien mid Ma- ayland, die Republikaner in Massachusetts, New-Jersey, Arcansas und Minne­sota, die Fusionisten- Partei in Wisconsin. Die Republikaner erlitten erheb­liche Verluste. _________________________________________

do. II. Emiss.

Anlchensloose«

Darmstädter fl. 50Loose n 25 n 54

Kurh. 40 Thlr. Loose Nassau 25 fl. 46 Braunschweiger 20 % 3°, q Oldenburg, ä 40Thlr. 377r 4% bayr. Präm.-Anl. 110% 4% badische Loose 108% Badische fl. 35 Loose 66 '/4

Amsterdam

k. S. 98%

Augsburg

k. 8. 100

Berlin

k. 8 104" .

Bremen

k. S. 105' ,

Brüssel

k. S. 93%

Hamburg

k. S. 105' .

Leipzig

k. S. 105

London

k. S. 1187 .

Lyon

k. S.

Paris

k. S. 93%

Wien

k. S. 102

ditto

m. S. 102

ditto

1. S. 102

Disconto 4

°/o

flffgemeiner Anzeiger.

Besondere Bekanntmachungen.

Bekanntmachung.

Wilhelm Drlng

.Kersieigerungm.

pfiehlt

- 'SÄSÄiÄX lSan<lse.......

(4738)

Schulstraße.

arbeit, Fuhrlohn,

A 4F'ailffütesilil, vormals W. Fuhr, Kirchc >iplatz.

Aufforderu n g. 5080) Ansprüche jeder Art an den Nach­laß der Johannes Horni Eheleute von Muschenheim sind im Termin

Dienstag den 18. November l. I-, Vormittags 10 Uhr,

bei dem unterzeichneten Gerichte zur Anzeige zu bringen, sollen solche bei Ordnung des Nachlasses Berücksichtigung finden.

Lich, 27. October 1873.

Großherzogliches Landgericht Lich- Erdmann.

Keg,enschirme,<*«immischuhe, Bascliliks, Moorschürzen, wollene Tücher 4? Glace-

Narctffen in den schönsten Farben em-

1 ----- Carl Deines,

5137) Im Hessisch - Rheinisch - West- pfälischen Verbände werden vom 1- No­vember er. ab leere Fässer, Bottiche und dergleichen, leere Kisten, sowie leere Glas­ballons und Kannen, zur 1%fachen Normal- bezw. 1 Ursachen Eilfracht befördert-

Ist die Gestellung besonderer Wagen er­forderlich , so geschieht die Beförderung in Güterzügen, nur in offenen Wagen unter Berechnung:

von 11% Sgr- pro Achse von 50 Ctr.

Tragkraft resp.

von 15 Sgr. pro Achse von höherer Tragkraft der verwendeten Wagen und pro Meile.

Cassel, am 4. November 1873.

Königliche Direktion der Matn-Weser-Bahn.

./. II. Fuhr, Sonnenstr. 104 empfiehlt für die bevorstehende Wintersaison |zu den billigsten Preisen sein großes Lager in: Winterhandschuhen, fertigen wollenen IJntcrzeugeil für Herren, Damen und Kinder, Baschliks, Kaputzen, Seeienwärmern und Shawls, Kinderkleidchen und - Jäckchen, sowie eine Parthie Frauen- und Kinderstrümpfe zu Fabrikpreisen; ferner große Auswahl an gefangener Sticke­reien, Stick-, Häkel- und Strickgarne, Seide und Perlen in allen Farben. (4922)

Gießen, den 7. November 1873.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen, pfiehlt Vogt.

Jeilgebotmes.

| Maurersteme (^ecuuba - Qualität) aus dem Haidtbruche von Nauheimer Strauch sind stets zu haben.

Aecht kölnise^es Wnsser von Jean Maria Farina.

Meine Niederlage davon in der Exped nion ded Gieüencr Anzeigers empfehle ich »u 8 H. ver Dutzend, 4 fl. per halbes Dl'tzend und 45 fr. per Glas gehorsamst Johann Maria Darina in Köln.

empfiehlt sein reichhaltiges Lager in

Pclrofeum = £iim|)en und zwar von den einfachsten bis zu den elegantesten Salon- Lampen, sowie

einzelne Lampentneele,

als Brenner, Füße, Vasen, Milchglocken, Cylinder -e.

Anch werden Keparatnren schnell und billigst besorgt.

Frachtbriefe für Main-Weser-Bahn (neues For- mular), Cöln - Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie fa'mmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei Wilhelm Klee am Markt.

Bekaun tmachu ng.

5090) In dem Garnison-Lazar et h dabier soll auf dem Submissionswege die Lieferung von etwa 2000 Kilogramm Fleisch und von etwa 3000Kilogramm Brod auf das Jahr 1874 vergeben werden

Die Lieferungs-Bedingungen können täg­lich in den Vormittagsstunden auf unserm Büreau eingesehen werden.

Termin zur Verhandlung wird auf

Montag, den 10. November er., Vormittags 10 Uhr, angefetzt.

Gießen, den 31. October 1873.

Großherzogliches Garnlson- Lazareth. ________

Vergebung von Metallschildern zu Hausnummern zu Groß-Linden.

5115) Montag den 17. November sollen auf der Bürgermeisterei dahier circa 220 Metallschilder, 6 u. 6 Zoll, in ovaler Form, nebst Reihenfolge der Nummern u. schwarzer Lackirung, auf dem Submissionswege in Accord gegeben werden.

Groß-Linden, am 5. November 1873. Grotzh. Bürgermeisterei Groß-Linden.

Boer b.

5134) Momag den 10. l Mts., & Wollene Hemden, Unterhosen, Vormittags 9 Uhr, Unteri tiefen Strümpfe, alle Sorten Wmter-

sollen auf dem hiesigen Rathhause wieder- Un^eno ,y GZundheitssohlen enr-

Ersteigert werden: pfiehlt A. Guldan, Neustadt 56.

(5haussir- u. Pflasterer- .1% ---------------