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VTtiS vierteljährig 1 fl. 12 fr. «it- Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 fr.
Gießener Anzeiger.
Erscheint täglich, mit »ufr nähme SonntagS.
Expedition: Canzleibera, Lit. B. Nr. 1.
Anzeige- und Wntsölntt für den Kreis Kiessen.
Nr. 283
Montng den 6. Octoücr
flmlsicher Theis.
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Bekannt m a ch u n g.
Sj* raLfi?lttn,0Ä ben<n^ b' ®ie&e!1 anberaumte Eonferenz der Lehrer des Bezirks Grvß-Bnscck findet nicht Statt Gießen ®n 3 S?Cr l8738etmClilCTnCn ersucht, die Lehrer hiervon ü. Kennt.üß zu setzen
ließen, ocn 3. Uctober 1873. Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen.
_________________ v. Röder.
Betreffend: Die Rechenschaftsberichte der Wiesenvorstände pro 1873. Netzen, am 3. October 1873.
Dao Kroßhrrz»g>ichk Krrisam! Kietze»
m, a,t öle Großheyoglichen Bürgermeistrrkien des Kreises.
Wir erinnern Sie an Einsendung der obigen Berichte binnen 14 Tagen
____________ v. Röder.
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Das Einhalten der Taube» zur Saatzeit betreffend.
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* ’ ’ ° 3' Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzial-Hauptstadt Gießen.
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Ä. Rxciiq uii. Vorstand.
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1 Berkin |int t, ken, bei tvellhki en kann.
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ist an, daß ichA veiterfübre nnbtr 'iifitberung pro* Photo-r^.
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Bekanntmuchun g.
Die Aökerbauschule zu Friedberg betreffend.
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eine abznlegende Prüfung als hierzu befähigt erscheinen. Das Verhalten der Schüler in- und außer der Schule wird streng' überwacht "Jl 3 “
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Trapp, Lindeck, Haas,
______________________ Regicrungsrath. Rentamtmann. Kreisassessor.
poli lisch er Th eil.
Deutschtand.
A Gießen, 5. October.z Es dürfte für viele Leser Ihres Blattes in einer Universitätsstadt und am Sitz vieler Behörden und Bildnngsanstalten von einigem Interesse sein, die Resolutionen der dreitägigen sehr eingehenden Verhandlungen der ersten allgemeinen deutschen Realschulmänner-Versammlung in Gera vorläufig in einem kurzen Resumö in authentischer wortgetreuer Fassung kennen zu lernen. Dieses Interesse dürfte um so lebhafter sein, da in den nächsten Tagen eine von dem preußischen Unterrichtsminister einbe- rufene Eonferenz in Berlin zusammentreten wird, welche die Regelung und Neugestaltung des gesammteu höheren Schulwesens, insbesondere auch des Realschulwesens, berathen, und zu welcher außer andern Fachmännern auch der Vorsitzende der Geraer Versammlung, Director Ostendorf von Düsseldorf, berufen ist. ”
Die Einrichtungen und Verhandlungen der am 28., 29. und 30. Sep- ember abgehaltenen, von mehr als 200 Theilnehmern besuchten Geraer Ver- ammlung wurden seit längerer Zeit durch einen Ausschuß vorbereitet, der aus folgenden 11 Mitgliedern bestand:
Dr. Fischer aus Beruburg. Dr. Krumme aus Remscheid. Lorey aus Gera. Dr. Niemeyer aus Dresden. Ostendorf aus Düssel- dorf. Dr. Richter aus Eisleben. Prof. Dr. Runge aus Berlin. Dr. Schauenburg aus Crefeld. Dr. Schellen aus Cöln. Dr. Schmidt aus Königsberg. Dr. Stein aus Gießen.
Es wurden in der Versammlung folgende Resolutionen beschlossen:
I.
1.
Staates,
Für die gestimmte Gestaltung unseres Unterrichtswesens muß der Grundsatz der Freiheit in dieser Gestaltung maßgebend sein. Es ist Sache des Staates, die Ziele zu bezeichnen, welche von den höheren Schnleu erreicht werden muffen, und die nothwendigen Garantien dafür zu verlangen, daß sie erreicht werden. Die Organisation im Einzelnen zu bestimmen, ist nicht seine Ausgabe.
2 Damit eine solche Freiheit gewählt werden könne, und die Schulen vor Schulern bewahrt bleiben, welche nur um fremdartiger Zwecke willen sie aussuchen, ist dahin zu streben, daß alle Berechtigungen, welche nicht an ein .tteifezeugmß, sondern au den Besuch gewisser Klassen, oder an die Reife für dieselben geknüpft sind, sobald als möglich aufhören.
3. Mr diejenigen Schüler, welche ihre Schulbildung mit dem vollendeten sechzehnten Lebensjahre abschließen müssen, ist eine besondere Art von Schu- len nothwendig, die ihnen eine beschränkte, aber tu sich abgeschlossene, daher haltbare und fruchtbare Bildung in'ö Leben mitgiebt, und an deren Neifezeug- geknüpft ' fcCr Militärdienstpflicht als einjähriger Freiwilliger zu genügen,
4 Es ist zweckmäßig, das Lateinische von dem Lehrplan dieser Schulen bedinge besondere Verhältnisse feine Aufnahme in dieselben
5. Von den bestehenden Schalen sind für die in 1 bezeichneten Schüler ble höhere Bürgerschule ohne Latein und die Realschule II. O. die geeignetsten Anstalten.
6. Die Realschule I. O. gewährt ebenso wie das Gymnasium eine wissen-


