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zahllosen Bettelbriefen um Geld wie um Decoratioueu sollen and) ein? «, n.^'“WtngtP«, ö. Äugust. Der Schatzkanzler Richardson hat für den parfümirter Briefchlui oon ®anmd)a,lb”Sg’m'.Vb™"Ä v Ä S und den Ankauf einer cntspre-
gelaufen fein, in denen sich Evastöchter theils selbst tbeils dnrck lbre wZ'* ’ st>l tu c I" bem gleichen Zeiträume angeordnet.
der Gnade des hohen Herrn angelegentlichst empfehlen Mit welchem Erfülle <v s , ^August. In Portland, Staates Oregon, sind 366
bleibt dahingestellt. Jedenfalls b-haqt bem OrteTa 50 ganliticn oV)uc Obdach lagern in ben Parkst
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^afWnÖ^ow/ 3. August. Der Schatzkanzler Richardson hat für den August den Verkauf von sechs Millionen Gold und den Ankauf einer cntspre- rhoiiSon SHhiaM £ Oß«M -..Ko .• i . v - < , IT
hon' desselben nach und nach an unheimlich zu werden. Ein westphälischer ultramontaner Grande will nach dem „W. M." den Professoren des Paderborner Seminars das ihnen vom Staat entzogene Gehalt aus seiner Tasche bezahlen. '
— Der Geh. Ober-Medicinalrath Dr. v. Pettenkofer ist aus München hier eingetroffen. Bekanntlich ist derselbe seitens des Bundeskanzlers zum Vorsitzenden der sog. Cholera-Commission ernannt und ihm anheimgestellt worden, selbst den Termin der Constituirung derselben sestzustellen. Man glaubt, daß dieselbe demnächst erfolgen wird.
Berlin, 3. August. Wie über die protestantische Kirchenverfassung, so hat der geschäftsfnhrende Ausschuß des deutschen Protestantenvereins auch über dle Clvllehe eine Reihe von Sätzen als Grundlage der Verhandlungen auf dem Prorestantentage zu Leipzig aufgestellt. Dieselben lauten:
„1) Die bürgerliche Eheschließung, in der Reichsseite der Ehe begründet, ist keine Neuerung, sondern im Gegentheil ein uralter, von der gesammten römischen und germanischen Welt und auch von der Kirche im Mittelalter wie von den Reformatoren anerkannter Rechtssatz. — 2) Nur als obligatorisch zweckentsprechend ist sie eine unausweichliche und unverschiebliche Forderung in Folge der Verschiedenheit der Confessionen, der Anmaßungen der Hierarchie des Kampfes zwischen Staat und Kirche. — 3) Sie ist keine Schädigung der Kirche. Als ein bürgerlicher Rechtsakt berührt sie das Gebiet der Kirche -nicht. Die kirchliche Trauung dagegen, als der auf die religiöse und sittliche Seite der Ehe sich beziehende Akt, gewinnt als frei erfüllte Gewissenspsticht an Rein- beit und Weihe und erhöht als erbetener Akt die Würde und das Ansehen der Kirche. — 4) Die hohe Wichtigkeit der religiösen und sittlichen Seite der Ehe erheischt von der Kirche bei Einführung der Civilehe die volle Geltendmachung der ihr hierin obliegenden Pflicht, und zwar soll sie a) für rechtes christliches Verftandmß der Ehe wirken, b) von ihren Gliedert! fordern, daß sie die Ehe mcht anders schließen, als mit dem Segen der Kirche, der aber willig gewährt werden soll und nicht zu willkürlichen Eingriffen in die persönliche Freiheit der Ehegatten mißbraucht werden darf. c) Wo die kirchliche Trauung trotz solchen wittlgen Verhaltens der Kirche nicht begehrt wird, soll die Kirche aus nachträgliche Ergänzung jenes Aktes dringen, und bei beharrlicher Nichtachtung durch kirchenverfassungsmäßige Bestimmungen ihre Ehre und Würde schützen. - 5) Dle mit Einführung der bürgerlichen Eheschließung nöthig werdende kirchliche Eheordnung (Verkündigung, Trauungsformulare u. s. w.) gehe von der unumwundenen Anerkennung der mit der bürgerlichen Eheschließung rechtlich bestehenden Ehe aus."
Köln, 4. August, Vormittags. Gestern Mittag um 12 Uhr trafen Extrazug weitere 32 Mill. Francs der Frailzösischen Kriegscontribution hier • ein und zwar waren davon 22 Millionen in Gold und 10 Millionen in Silber. i
Stiel, 3. August, Abends. Der Kronprinz ist heute Nachmittag 2 Uhr hier elngetroffen und von den Behörden, Den Corporationen, den Gewerken und einem zahlreichen Publikum sehr herzlich empfangen worden. Die Stadt ist festlich geschmückt. Um 5 Uhr fand die Grundsteinlegung zu dem neuen Universitätsgebäude statt. Nachdem der Kirchenrath Lüdemann und der Oberpräsident von Scheel-Plessen eine Ansprache gehalten, that der Kronprinz die ersten Hammerschläge, wünschte der Universität ein Blühen und Gedeihen in dem Deutschen Sinne, in welchem ihre Lehrer und Schüler sich bisher bewährt und brachte schließlich ein Hoch auf den Kaiser aus, in welches alle Anwesende auf -as Lebhafteste einstimmten. Am Abend nahm der Kronprinz an dem Studen- tencommerse Theil.
Wilhelmshafen, 4. August. Der Oberwerftdirector Przewisinsky ist von hier abgegangen, um das Commando des deutschen Geschwaders in den spanischen Gewässern an Stelle des von dort abberufenen Capitäns zur See Werner zu übernehmen.
Dresden, 4. August. Nachdem der König sich den ganzen gestrigen Tag über wieder matt und angegriffen gefühlt, constatirt das soeben aus Pillnitz emgetroffene Bulletin, daß der König ziemlich gut geschlafen und die Kräfte ftu) dadurch etwas gehoben haben.
Dresden, 5. August. Das neueste Bulletin über das Befinden des Komgs lautet: Die Nacht war gut, der König hat den größten Theil derffl- b n geschlafen, fühlt sich aber trotzdem wenig gestärkt
München, 5. August. Nachdem hier mehrere Cholerafälle vorgekom- men, beschloß der Gesundheitsrath in der heutigen Sitzung, jene Maßregeln sogleich aiizuordnen, welche für den Ausbruch der Cholera vorgeschrieben sind.
Oesterreich.
Wien, 2. August. Die Welt-Ausstellung war heute Nacht der Schauplatz einer Feuersbrunst, die es glücklicher Weise gelang, auf das sog. el aß- lothrmgische Bauernhaus einzuschränken. Dieses Gebäude allerdings ist voll ständig eingeäschert. Mehr als 60 Spritzen waren aus Wien und feine» Vorstädten herbeigeeilt, um den gefahrdrohenden Brand, der größere Dimensionen anzunebmen begann, durch energische Thätigkeit zu löschen. Die Agricultlir- Halle schwebte eine Zeit lang in höchster Gefahr. Das Bauernhaus, aus leichten Riegelwänden errichtet, enthielt in seinen vorderen Räumen jene Restau- ration, welche der Besuch des deutschen Kronprinzen, trotz ihrer unverschämt hohen Preise, emen Moment hindurch populär gemacht hatte. Daran schlosseii sich die Wohnraume des Wirthes und endlich im Hintern Tract eine Collectiv- Ausstellung effaß- othrlngischer Producte. Auf dem Dachboden der Restauration brach gegen 11 Uhr Nachts das Feuer aus und obwohl die in der Nähe wachhabenden Genietruppen den Brand sofort bemerkten und sigiialisirten, waren die Loschapparate doch nicht schnell genug bei der Hand, um die Feuersbrunst gleich tin Entstehen zu unterdrücken. Wahrscheinlich dürfte der Schah dieses Er eign iß als ungiinstiges Omen betrachten und am Ende auf den für beute Eidlich festgesetzten Besuch des Weltausstellungs-Platzes abermals verzichten, t’u‘ Persönlichkeit bietet noch immer der Chronik reichsten Stoff. Außer
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r 3; Die Consuln Englands, Rußlands und Deutsch
lands zu Sevilla sprachen General Pavia ihreii Dank für die Haltung der Truppen und den den Fremden bewilligten Schutz aus. Die Einwohner der genannten ^tndt veranstalteten eine großartige Manifestation zu Gunsten der Regierung. Was die Rebellen von Cadix anbelangt, so glaubt man, daß dieselben nur genügen Widerstand leisten werden.
4" August. Die Artilleristen von Cadix wendeten sich heute von der Rebellion ab, arretirten die revolutionäre Junta und lieferten dieselbe ben in Cadix einziehenden Truppen aus. Ganz Andalusieu ist in vollständigem Frieden. Das Bombardement von Valencia wird fortgesetzt.
. , ' 4. August. Zu Manresa schoß das Regiment „Cadix"
auf den Obersten ; einige Compagnieen der Regimenter „Cadix" und Bavlen" verjagten ihre Officiere. " 7
o c??' 3‘ August- Don Carlos hat gestern in Guernica die sog. „Fueros. beschworen und marschirte nach Diiranga ab.
Gibraltar, 3. August. Das englische Mittelmeer-Geschwader ist hier vor Anker gegangen.
~ ledige Präsident der Spanischen Föderativ-Republik
^alnieron, hat sich die Sympathien der Conservativen erworben. Salmeron ist wett davon entfernt seine republikanischen Anschamuigeii zu verleugnen, seine Energie, die er den Aufständischen gegenüber an den Tag legt, schwellt schon Die monarchischen Herzen mit den besten Hoffnungen. Die Republikaner dage- S-en ohne Belorgnitz, Salmeron werde nur die Mittel schaffen zu
einer Wiederherstellung der Monarchie. Bedenklich ist allerdings für das Loos der Republik der Eifer, womit sich ein Serrano, Topete u s. w. wieder heran- drangen Ersterer hat an Letzteren unter dem 25. v. M. aus Biarritz geschrie- ben. „Alle Freunde der radikalen und constitutionellen Partei, welche "sich in Bayonne, Biarritz und San Juan de Luz versammelt haben, in Erwägung der ernsten Nachrichten aus Mabrid, einmüthig beschlossen, ihren Gesinnimgsgenos- « tllnb ilt 9cben' daß st- bte von ihnen als Militärs sowohl wie
Bürgerliche eingenommene Haltung ber Regierung bet Nation gegenüber billigen, unb baß ste bereit fiub, von hier aus sie in ihrer patriotischen Bestrebung zu unterstützen, bas Vaterlanb, bie Freiheit unb bie Ord- nung zu retten. Christino Marlos unb Marquis von Sarboul haben gleich- lautende Telegramme an Vecerra geschickt. 7 B '
die sonstigen Zustänbe in Spaniei, lautet ei,, Telegramm ber „Daily News Valencia hat bas Aussehen eines ungeheuren Felblaqers. Fast alle Nicht-Combatanten haben bie Stabt verlassen. Eine große Mmae Freiwillige |tnb Anhänger ber Regierung, aber von den heftigeren Rabikalen gezwungen, gegen sie zu kampscn. Man hofft, baß kein Blutvergießen stattfin- ben wirb, aber man befürchtet, baß bie Junta bas Manifest des Generals Martmez nicht veröffentlichen wirb, unb baß alle Aussichten auf eine freundliche Ueberemkunft vorüber sinb. Das drei Meilen von Valencia gelegene Grao ist mit Fluchtigen überfüllt: in einen, Zimmer sinb zuweilen 20 zusammen gepfercht. Anbere schlafen im Freien. Die Britischen Einwohner, etwa 40 an der Zabl, suchten eine Zuflucht auf einem Britischen Schiffe, bem ein- $igen, das vor Grao ankerte. Schanzkörbe und andere Hindernisse werden arrangirt, um die Cavallerie daran zu hindern, in der Stadt zu aairen. So eben ift bekannt gemacht worden, daß alle Hausthüren offen bleiben müssen da sie entgegengesetzten Falles gesprengt werden würden. Maueranschläae in den Straßen verkünden Folgendes: „Nieder mit dem Räuber, dem Meuchelmörder und dem Brandstifter." Excesse haben bis jetzt in Valencia nicht gefunden. — Wie verschiedene Telegramme vom gestrigen Tage melden, hat die ^nterventlon der auswärtigen Mächte gegen die Negierung der „Jnterna- Ll0na£e., l^ren Fvrtgang. Deutschland und England stehen wieder in vorderster Reche.
®a(antenc~ weit genug getrieben, um zum Grafen Crenneville mehrmals in beutscher Sprache mit Betonung zu bemerken: „Hier ist schön."
ei w „Oesterreichische Correspondenz" mel-
bet, daß der Graf von Pans und der Prinz von Joinville hier einaetroffen l Kaffer empfangen wurden. — Der Kaiser empfing heute den ^nstantin Nicolajewitsch. - Der Schah nimmt Stefan einer §ofjagb ^heil und duurt Abends in Schönbrunn. — Der deutsche BotickaT SÄ’XSr** • — - <** •» «*Ä Ä
draiifucicQ.
,Paris 5. August. Die „Patrie" melbei: Wegen ber spanischen Eom- plicaiwn hat bas französische Miitelmcer-Geschwaber ben Befehl^erhaltcu ber englischen Flotte an ber spanischen Küste sich anzuschließen, um biXmöfifd™ Lanbes-Angehorigen zu schützen und ben maritimen Einfluß Frankreichs aufreckt- zuerhalten. Das Mittclmeer-Geschwaber ist bereits vor Gibraltar mizekommen.
Dtafien.
^kom, 5. August. Der Auslieferungs-Vertrag zwischen Italien und Danenmrk ist in Kopenhagen unterzeichnet worden.
üanm-ftÄwnk Der Marine - Minister hat die Commandanten der
? T96 5ne96^iffe b-n spanischen Gewäffern
Cartagena aBa^r^elnhl^ S^eu bie entsendeten Geschwader vereinigt nach
Spanien.


