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viert-'.jLhrig 1 fl 13 fr. r Brtngc^lohn. DhyA bit »rost bezogen vierteljährig i fl- rv fr.

Oießemr Anzeiger.

Lrsch^.rt tägl^h, mit Fat- nähme Sonntafl»

Expedition. Lanz leib

Sit. V. 91t. 1.

Anzeige- und Amtsölatt für den Kreis Liessen.

9tr. 170 RiiilW ben 3. AiigHst tg?S.

Amtlicher Theil.

Gießen, am 1. August 1873.

Betreffend: Die Einführung einer allgemeinen Einkommensteuer, hier die Wahl der EinfchätzungsCcnnmIssionen für die Steueregulirung für 1874. ,

Das Krok! sicr, ogIichr Krcrsamt Glktze»

an die Großherzostlichen Bürgermeistereien zu Albach, Allendorf an der Lahn, Annerod, Burkhardsfelden, Dorf-Gill, EttingS-- hausen, Garbenteich, Gießen, Groß-Linden, Grüningen, Haltenrod, Hausen, Holzheim, Klein-Linden, Laug-Göns, Lich, Lollar, Münster, Nieder-Besstngen, Reiskirchen, Trais an der Lumda und Trohe.

Wir erinnern Sie an Erledigung der Verfügung vom 23. Juli 1873 binnen drei Tragen.

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Vls Jim- _ itrtrtitn durch B. un jeden Inhalts, che, Zamiliennacy-

B e k a n n t m u ch n n g, die Reinhaltung der Strafen betreffend.

Bei der jetzigen heißen Witterung ist es mehr wie sonst nöthig, daß die wegen Reinhaltung Der Straßen bestehenden Vorschriften pünktlich befolgt werden. Diese werden hier in Kürze wiederholt: , . . , , . »

n Die Straßen müssen wöchentlich dreimal Dienstag, Donnerstag und Samstag Nachmittags vollständig.gereinigt werden. Bei trockenem Wetter muffen die Straßen unmittelbar vor dem Kehren mit reinem Wasser begossen werden. Dabei muffen

2) Die Straßenrinnen vom Schlamme befreit (ausgekehrt und abgespült) werden, damit faules Wasser nicht stehen bleibt.

3) Die Abtritte, insbesondere die Winkel-Abtritte, müssen öfter als sonst ausgeleert, ein Auslaufen derselben muß vermieden werden.

4) Die vor den Thoren wohnenden Einwohner sind verbunden, die Fußwege der Chaufleen rein zu halten. t ,

5) Die Bewohner der Staats- und städtischen Gebäude sind hinsichtlich ihrer Wohnungen für Befolgung dieser Vorschriften verantwortlich.

6) Den Metzgern wird empfohlen, ihre Schlachthäuser öfters mit frischem Wasser auszuspülen und den mit Blut vermischten Dung möglichst bald aus den Hosraithen entfernen zu lassen.

Die Nichtbefolgung dieser Vorschriften wird unnachsichtlich bestraft werden.

Gießen den 29. Juli 1873. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen.

Politischer Theit.

Kopf verlangte, wenn der des preußischen nicht zu haben wäre. Mit großer Mühe gelang es ihm auf einem Kahne zumFriedrich Karl" zu kommen, wo

nnd Moya unterzeichnet.

Die nun in Freiheit gesetzten Gefangenen begaben sich, begleitet von der

2) Die Aufständischen verpflichten sich, Leben und Eigenthum aller in > Cartagena lebenden Ausländer zu achten.

3) Galvez und die übrigen Behörden des Cantons erklären die Weg- !nähme Dee DampfersVigilaute" für berechtigt, weil dieser eine unbekannte

Bitteit des Herrn Spottoruo aber, der seiner Vaterstadt einen so schweren Conflict zu ersparen wünschte, entschloß sich der deutsche Capitän doch endlich, die Gefaugenen unter gewissen Bedingungen in Freiheit zu setzen. In seinen wesentlichsten Bestimmungen lautet der Vertrag:

i) Bis zum 28. Juli wird kein Kriegsschiff aus Cartagena ausfahreu; von jenem Tage an können sie es thun, indem sie sick) jedoch den Cventua- litäten unterwerfen, welche die den Commandanten der (fremden) Kriegs­schiffe von ihren bezüglichen Negierungen zugehenden Weisungen zur Folge haben

Flagge ansgehißt. v .. ~

Diese Übereinkunft wurde einerseits von dem ersten und zweiten Com- mandanten desFriedrich Karl", von dein englischen Commaiidanten Dorn und von dem preußischen Consul, andererseits von den Herren Galvez, Carvajal

Der Friedrich Karl und die Vigilante. ~ °

Ju der Erwartung, daß die deutsehe Regierung die ihr ^gegangenen er seine" Brüder au'traf. Inzwischen 'hatte der Pöbel erfahren, daß die Frauen

«der noch zugehenden amtlichen Berichte über die Wegnahme derVigilante" zur der genannten Konsuln sich in dem ewige K. ometer entfeinten Dorschen Por -

Keuutniß der Oeffentlichkeit bringen wird, bringen wir einstweilen aus spant- man befanden. Die fanatischen Menschen eilten dorthin, um nun, da die Män-

scheu Quellen noch einige Mittheilnngen bei, welche mehrere nicht unwesentliche ner der Wuth entkommen waren, sich der unschuldigen Frauen zu bemächtigen, neue Daten zur Klarstellung der Sachlage enthalte». Unter Anderem geht aus Aber diese erreichten, frühzeitig gewarnt, noch einen englischen Dampfer, der denselben hervor, daß die Drohung der Rebellen zu Cartagena, den deutschen für sie in Bereitschaft stand und fie >m schlimmste» Falle wich Orqn bringen Consul Spottorno zu erschieße» , falls die Gefangene» nicht in Freiheit gesetzt sollte. Wiederum enttäuscht, machte der Pobel Anstalten, das Haus der Ge- würden eine leere-war indem Herr Spottorno sich schon an Bord des Prüder Spottorno, ans welchem von Anfang an die Flaggen der von ihnen Friedrich Karl" geflüchtet hatte, ehe Contreras oder der Pöbel seiner habhaft vertretenen Länder Rußland, Preußen und Griechenland wehten, in Brand zu werde» konnte. Einem Augenzeuge» verdankt der Jmparcial folgende» Bericht i stecken. Wahrend dieser Vorkommnisse hatte sicheine Commission ausCarta-

Als dieVigilante" ans dem Hafen Cartagena wieder anSfahren wollte, gena (Carvajal, Sauvalle und Moya, letzterer der L>eeretai des Wohlfahrts, näherte sich ihr die deutsche FregatteFriedrich Karl" und verlangte die Flagge Allsschiisses) an Bord desFriedrich Karl begeben, welche von dem Capita , zu sehen. DieVigilante" hißte die rothe Flagge auf und das deutsche Schiff die Freilassung der Gefangenen forderte. Der Capitän weigerte sich de se i, fragte, was das für eine Flagg« sei. Die des Caiitons Murcia, antwortete nachdem et mit dem englichen Commodore, der sich auf einem dort ankernden man von derVigilante", worauf der Capitän der Fregatte nach dem Comman-Kanonenboote befand, mit dem zweiten Commaudauten^ der Fregatw mid Mit danteu des Fahrzeuges fragte, weil jene Flagge zur See mibekannt sei. Der dem Commandanten derElisabeth eine Berathuug gepflogen, dazu drohte er, Dampfer antwEe: ,/Wir haben keinen Commandanten», d.e an Bord hätte», sowie man seinem Consul etwas »..haben würde m den Ha en ellizrilaufen, sich von der Regierung getrennt, sich des Fahrzeuges bemächtigt und seien jetzt um das Feuer gegen Cartag°na zu eröffnen. Au n* ^8

im Begriff, einen Auftrag auszuführen. Der. deutsche Capitän erklärte darauf, einem Schiffe unter solchen Umständen nicht die Fahrt gestatten zu können, und forderte die Bemannung auf, sich als Gefangene an Bord der Fregatte zu be­geben. Das geschah. DieVigilante" wurde sofort mit deutscher Mannschaft besetzt und nach Gibraltar geschickt, um der englischen Fregatte Triumph Kennt- niß zu geben und zugleich auf der Fahrt in Almeria die deutsche Corvette Elisabeth" zu benachrichtigen. So weit war die Sache gediehen, als der preu­ßische Consul in Cartagena sich an Bord desFriedrich Karl" begab, während sich in der Stadt eine große Aufregung der Gemi ther bemächtigt hatte und können, eine Menschenmenge sich ansammelte, welche den Kopf des Consuls und seiner' 2 Familie verlangten. Daher ließ der griechische Consul, der Bruder des preußi scheu, ihn bitten, um seines Lebens willen an Bord der Fregatte zu bleiben, und begab sich selbst zum General Contreras, um diesen auf die Folgen auf merksam zu machen, die entstehen könnten, wenn er die Leidenschaften des Volkes nicht zügele. Der General Contreras antwortete ihm, daß der Canton Murcia, da Preußen sich erlaubt habe, eine seiner Behörden zu verhaften, das vollkommenste Recht haben würde, Preußen den Krieg zu erklären (wörtlich.) Vor dieser unsinnigen Erklärung vergaß der griechische Consul alle übrigen Be weisgründe und sah auf seine eigene Rettung ans, da das Volk schon seinen