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Wechsele

73

Oberhessen

5

9 3840

Pistolen

Ainerik.

Temperatur in Gießen, Juni 1873:

3,0° R.

ii

Par. Zoll.

+ +

«Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien

ditto ditto

Disconto I

13,28

12,89

östr s. Lombard 49 . - Livorneser 34% Toscaner Elisabeth.-Prior. 84%

Börseunachrichten.

3. Juli 1873.

+ 23,0

1,79

2,73

Prioritäten»

;0 östr. Stsb. Prior. 59%

stände, Jntriguen und der Sclavenhanbel sind vollständig unterdrückt. Das Lano ist ruhig, die Regierung völlig organisirt und die Straße frei bis Zan­zibar. Der Bahr Seraf ist schiffbar. Sieg am 8. Juni mit nur 105 Mann über die Armee des Onioso. Die Mission ist vollständig geglückt."

30/0 3° o 5O/o 5u,o

Lokal-Notiz.

Gießen, 2. Juli. Dem Vernehmen nach wird Herr Hugo Waucr, Director der Theater-Akademie zu Berlin, welcher im Laufe des verflossenen Winters im Gasthof zum Ein­horn Göthe'sFaust" so meisterhaft vorgetragen hat, am nächsten Dienstag den 8. d. M., im Saale des Hotel:Prinz Carl" eine humoristische Abendunterhaltung veranstalten.

Wir halten es für angezeigt, das hiesige Publikum schon heute auf den uns hierdurch bevorstehenden Kunstgenuß aufmerksam zu machen und wünschen dem verdienten Künstler ein volles Haus.

Börsenberichte.

Frankfurt a. M., 3. Juli. Während nicht zu verkennen ist, daß der Grundton der hiesigen Börse seit Ueberwindung des Ultimo, namentlich für Anlagefonds, ein wesentlich gün- stiaer ist, sind doch Spcculationswerthe beständigen starken Schwankungen ausgesetzt und erfah­ren nach jeder Aufbesserung ebenso rapide Rückgänge. In Berlin scheint die bessere Meinung Frankfurts für das sogenannte tonangebende Papier, die Creditactien, zu keiner Geltung gelan­gen zu wollen und giebt sich dort fortdauernd das Bestreben kund, den zu hoch gehaltenen Cours zu drücken. Creditactien gingen gestern von 238, am Abend 142, und sanken heute, nach 214%, als mattere Berliner Course einliefen, wieder auf 242 herab. Staatsbahn und Lombarden verloren heute ebenfalls wieder die bei Börsencröffnung errungene Avance. Staats­bahn gestern 247%, blieben 349 2 Lombarden gestern 199, schlossen 200%. Das Geschäft am Speculationsmarktc war im Allgemeinen ohne Belang. In Anlagewerthen herrschte mehr Lebhaftigkeit. Die gestrige Deroute von Rankpapieren machte heute wieder einer theilwetsen Aufbesserung Platz und waren mehrere der beliebteren Werthe dieser Gattung, wie Deutsche Effectenbank und Oesterr.-Deutsche, gefragt. Oesterr. Bahnen schlossen größtentheils höher. Alte und neue Ostbahn gesucht und höher. Prioritäten gefragt und steigend. Von Banken Oesterr.-Deut che 3 Proc. Deutsche Effectenbank 1% Proc. Continental 1V2 Proc. Prov.-Disconto 2 Proc. Württ. Vereinsbank 2% Proc. Handelsgesellschaft 1 Proc. besser. Vcreinsbank fest. Darmstädter 2 fl. matter. Oesterr. Nationalbank avancirten um 8 ft. - Silberrente anziehend. Amerikaner fest. Spanier ohne Leben. Von Wechseln Wien höher. ____________________

zukommen. c _ __.

München, 3. Juli. Der Redakteur desVaterland", Dr. Sui>, wurde heute durch das" oberbayerische Schwurgericht der Beleidigung des Reichskanzlers Fürsten Bismarck (durch ein in derBremse" veröffentlichtes Akrostichon) schuldig erkanut und zu einmonatlichem Gefäugniß, Tragung der Kosten und Veröffentlichung des Urtheils verurtheilt

Straßburg, l. Juli. Die Oppositionspartei hat den bisherige» Ab­geordneten für Frankfurt a. M-, Sonnemann, zum Reichstags-Kandidaten aufgestellt.

Actien«

Frankf. Bank 145 yz

Frankf. Vereins-Kasse 113%

Darmst. Bankact. 4ü4

Wien Bankactien 1030

Oest. Creditact. 243%

Galizien

Goldsortene

fl. kr.

Pr. Friedrdor 9 5758

Lugtanü.

London, 30. Juni. Dem auswärtigen Amte sind gestern von dem britischen General-Cousul in Alexandria, H. C. Vivian, zwei wichtige Depeschen zugegangen. Die erste warnt vor der Reife nach Indien über Venedig, weil daselbst die Cholera herrsche und die ägyptische Regierung wahrscheinlich über Reisende dahin eine unangenehme Quarautaiue verhä.igen werde. Die zweite Depesche bringt erfreuliche Nachrichten über die Baker'sche Expedition, die man schon für verunglückt hielt:Ein eben eingetroffenes Telegramm von Sir

auf seinen Lauenburgischeu Besitzungen verweilen

Berlin, 2. Juli. Die Consequenz der neuen klrchenpolitijchen Gesetze ist in Posen bisher am weitesten gediehen. Nachdem der Erzbischof Ledochowski die Vorsteher der in Posen und Gnesen befindlichen Seminarien angewiesen hatte, den von den Commissären des Oberpräsidenten erhobenen Anspruch, dem Unterrichte in diesen Anstalten beizuwohneu, abzulehneu und die Revision da­durch unvollständig zu machen, ist von Seiten des Ministeriums die Einbehab tung der den betreffenden Anstalten gewidmeten Staatsmittel angeordnet wor­den. Die beiden in Posen erscheinenden deutschen Zeitungen enthalten hierüber eine gleichlautende Mitteilung, welche die betreffenden Nachrichten des erz­bischöflichenKurs, pozn." rectificiren soll. Die Behauptung desKurj.", daß man auch die Wohnungen der Kleriker besuchen gewollt und nach Vereitelung dieser Absicht polizeiliche Recherchen angestellt habe, wird dabei bestimmt geleug­net. Die Tragweite dieser Maßregeln spricht wohl für sich selbst.

Pose», 26. Juni. Ueber die bereits erwähnte Revision im hiesigen Clerical-Semiuar schreibt derKur. Pozn.":Gestern ist der Gymuasial- Director zu Ostrowo, Herr Tschackert, mit einem Negierungsbeamten hierher gekommen, um das geistliche Seminar einer Revision zu unterziehen. Der Re­gens desselben, Herr Prälat Likowski, war gerade in der Pfarrkirche beschäftigt; man schickte nach ihm, und sobald er zurückkehrte, schritt man zur Sache. Der Herr Regens verwahrte sich jedoch dagegen, indem er ausführte, daß die welt­liche Behörde kein Recht zur Abhaltung einer Revision besitze, und gab deshalb nur über allgemein zugängliche Dinge eine Erklärung Der Eintritt in das Auditorium während der Vorträge über theologische Discipliu wurde den Herren Revisoren vom Regens entschieden verweigert. Ueber die Revision wurde aus­führliches Protokoll abgefaßt ; dieselbe dauerte drei und eine halbe Stunde."

Vom Niederrhein, 30. Juni. Die Mittheilung, daß der Dechant und Pfarrer Brüel von Geldern sich geweigert habe, ein Gebet für den ver­storbenen Prinzen Adalbert zu sprechen und dieserhalb von der Militärbehörde seines Amtes als Militär-Seelsorger entsetzt sei, bedarf einer kleinen Berichti­gung, die aber auf das Verhalten des betreffenden Geistlichen ein noch charak­teristischeres Licht wirft. Ein solches Gebet hatte die Militärbehörde nicht nur nicht von dem Dechanten verlangt, sondern, wie dieK- Ztg." von authenti­scher Seite erfährt, nur, daß er einfach das erfolgte Ableben des Prinzen beim Militär-Gottesdienste publicire. Auch das verweigerte er, worauf ihn denn die Behörde sofort seiner Stellung enthob. Es ist dieses derselbe Dechant Brüel, welcher sich im vorigen Jahre weigerte, dem kaiserlichen Befehle, die Weihe des eisernen Kreuzes an der Fahne zu Geldern vorzunehmen, nach-

k.. 8. 98% k. 8. loo k. 8 104% k. 8. 105% k. 8. 93% k. 8. 105% k. 8. 105 k. 8. 118 k. 8. k. 8. 92% k. 8. 105% m. 8. 105%

1. 8. 104% 0,0

n 1882r 96% n 1885r 97% 1887r -

Papierrente Spanier, neuest. 3% 18%

Bonds 1881r 995 g

UefteiTeidj.

Wien, 3. Juli. Authentische Meldungen über den Ausbruch der Cho­lera besagen, daß in der vergangenen Woche vier Cholerafälle vorgekommeu sind wovon drei Fremden aus inficirten Gegenden Ostpreußens, einer einen Fremden aus Turin betrafen. Von diesen Erkrankten sind drei gestorben, einer in der Besserung. Unter der hiesigen Bevölkerung sind keine Erkrankungsfalle vorgekommen und ist sonst der Gesundheitszustand befriedigend.

Italien.

Belluna, 2. Juli, Abends. In Alpago (Provinz Viceuze) hat ein heftiges Erdbeben stattgesunden, in dem benachbarten Farra vulkanische Erup­tionen mit Aschenregen.

Actien.

5% östr. F. St. E. B. 350

Lombard. Bahn 201

Ludwigsh. Bexbach 188%

Maxbahn 129%

Bayer. Ostbahn 120 % Rhein-Nahebahn<Act.

Hess. Ludwigsb.-Act.

doppelte 9 3840 Holl. fl. 10 St. 9 5254 Ducaten . . 5 3032 20 Frankenst. 9 l'H s201 3 Engi. Sover. 11 4547 Kuss. Imper. 9 3840 Dollar in Gold 2 25 %26' z

Preuss. 4%°/o Oblig. 103% Frankf. 3%% Oblig. 87% Nass. 4%°,o Obi. Kurhess. 4»," 97 Gr. Hess. 5% Obi. 101% , 40/0 99

n 3%% » 00%

Bayer. 5% n 4%° o 1jährige 100%

40 o 1jährige 93%

Würtemb. 4%% Obi. 100% Baden 4%° 0 ObL c. E. L. 100% Oesterr. Silberrente 65%

niederste.................

mittlere.................

Mittel früherer Jahre ............

höchste..................

Niederschlag: an 13 Tagen...........

im Mittel früherer Jahre: an 13 Tagen . .

behaune Be'uch am kaiserlichen Hofe von Wien erfolgt Ende August. Fürst-Samuel Baker, datirt Khartum von gestern, meldet dessen sichere Ankunft ba- Bismarck wird, demselben Blatte zufolge, bis zum Spätherbst in Varzin undjselbst in guter Gesundheit mit sämmtlichen anderen Europäern. Das Land bis - ' - ' - an den Aequator ist dem ägyptischen Gebiet einverleibt worden. Alle Auf-

Frischbäckkr ) u Gieße n.

Sonntag den 6. Juli. Ernst Wallenfels in der Wallthorstraße.', Friedrich Zülch Wittwe auf dem Seltersweg und Heinrich Rinklage in der Neustadt.

do. II. Emiss. 82%

AiäBefi&eaiislaose.

Darmstädter fl. 50Loose » 25

Kurh. 40 Thlr. Loose 69% Nassau 25 fl. Braunschweiger 23% 30 0 Oldenburg. ä40Thlr. 37% 40 o bayr. Präm.-Anl. 110% 40/u badische Locse 109% Badische fl. 35 Loose 68 Oestr. fl. 250 v. 1854 92% 1858r Prioritätsloose 1860r Loose 92% 1864r -

Ass gemeiner Anzeiger.

Eekanntmachung

Gießen, am 16. Juni 1873.

Gläubiqer-Ladttnq.

, sämmtliche Gläubiger, bekannte wie unbe-

Besondere Bekanntmachungen. kannte, zur Liquidation ihrer Forderungen » , < c sammt etwaigen Vorzugsrechten, sowie zum

Overhesnsche Egenvaynm. Versuch eines Arrangements auf

Mittwoch den 3«. Juli l. I.,

ihren Geschäftsbetrieb seit 1872 durch eine Weinhandlung erweitert.

Auch dieserhalb hat jeder Gesellschafter das Recht, die Firma zu vertreten und zu zeichnen.

Gießen, den 2. Juli 1873.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

In Verhinderung des Grotzh. Stadtrichters: Ouvrier.

KersteigerumM.

Heuqras-Versteigerung.

3087) Donnerstag den 10. l. M, Nachmittags 2 Uhr, soll das Heugras aus ukrschiedenen Abthet lungen des Domanialwaldes der Obcrsor- steret Schiffenberg, sowie auch von Wegen und Schneißen, öffentlich versteigert werden.

Zusammenkunft zu der oben bestimmten Stunde auf dem Vicinalweg von Sieben

l Vormittags 9 Uhr,

3089) Während der Monate Juli und ^her unterdem Rechtsnachtheile vorgeladen, August l- I und zwar Sonntag den 6 Juli bictcht erscheinenden Gläubiger als erstmals, wird der von Gießen nach Geln- h^n Beschlüssen der Majorität der erscheinen­hausen um 4 Uhr 40 M Nachmittags ab' ^cn zustimmend angesehen werden, gehendePecsonenzug Nr. Io unter'm Schiffen- @|eften, am 16. Juni 1873.

berg bei dem Wärterhause Rr. 5 an-! Großherzogltches Stadtgericht Gießen halten und können zur Benutzung dieses I. B. d. D.:

Zugs bis zur bezeichneten Stelle Billete Ouvrier, Stadtger.-Assessor.

Ur Classe zu dem Preise von 12 kr. und-------------------------------

Mete Hlr Classe zu dem Preise von 8 kr. B t k N N t M ü ch U N st.

tounkret biefi^n Bi,l°t-rped.twn gelost zog2) Im Firmen - Register de, unter.

Gießen, den 1. Juli 1873. zeichneten Gerichts ist heute folgender Ein-

Dte Direction. trag vollzogen worden:

----------" Die Theilhaber der hiesigen Handels­gesellschaft unter der Firma:R. Oppen-

28751 Auf Anstehen der Carl Roloff-! Heimer Sohn", nämlich Adolph und

schen Eheleute zu Gießen werden deren > August Oppenhetmer zu Gießen, ha en

nach Steinberg an der Gießener Sand­kaute.

Gießen, den 3. Juli 1873.

Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Georgi.

Jeilgeöotenes.

Pferdegeschirre

3075) Ein Paar nach fast neue Pferde­geschirre, sowie ein Paar ganz neue Ernte­leitern mit Zugchör, verschiedene Ketten, sind ganz billig zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.__

2818) Backsteine, im Ofen gebrannt, empfiehlt

W. Delgehaufen Nachfolger L. Wolshofer

aus Weilbnrg a. d. Lahn.